Forum: Panorama
Unicef-Ranking: So lebt es sich als Familie in Deutschland
Patrick Pleul/DPA

Elternzeit, niedrige Kita-Gebühren, Betreuungsquoten: Es gibt Regeln und Gesetze, die Familien das Leben messbar erleichtern. In einer aktuellen Studie landet Deutschland auf dem sechsten Platz.

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Mr T 13.06.2019, 13:52
30.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das einzige OECD-Land (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), das keinerlei gesetzlich verbindliche und bezahlte Elternzeit anbiete." In den USA ist es üblich, dass Mütter nach der Geburt von der Arbeit freigestellt sind, was allerdings zwischen Arbeitgeber und Mutter geregelt ist. Im Allgemeinen gelten mündliche Zusagen oder eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag. Eine Vergütung erfolgt währenddessen nicht, jede Mutter muss halt vor der Geburt etwas für diese Auszeit auf privater Ebene zurücklegen. Dafür zahlen in den USA Arbeitnehmer auch weniger Steuern und Zwangsabgaben. Es muss nicht immer alles gesetzlich geregelt sein, denn gesetzliche Regelungen sind nicht zwangsläufig besser als Privatinitiative.
Wow, ja, darauf moechte ich mich verlassen koennen. 25% der Muetter in den USA muessen nach 2 Wochen zurueck zur Arbeit , 40% haben keinen Rechtsanspruch auf ihren Arbeitsplatz nach 12 Wochen und nur 12 % der Frauen haben Anspruch auf bezahlten Mutterschaftsurlaub . Ja, ich moechte auchmit meinem freunldichen Arbeitgeber verhandeln...

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intercooler61 13.06.2019, 14:04
31. Schuld sind immer die Anderen?

Zitat von Kampfgeist
Kitabeitrag von 500-600 €/Monat für 2 Kinder, Mieten, die mittlerweile mehr als die Hälfte des Nettolohnes verschlingen, [...] Kitanotstand, üerquellender ÖPNV, [...] Klagen gegen Kiindergärten und Spielplätze, die Hatz, wenige Wochen nach der Geburt wieder ans Fließband zu "dürfen", [...], Urlaube, die man nur während der Ferien nehmen kann sind doppelt so teuer und schwer zu bekommen, weil die DINKs, GENAU an den drei Wochen Sommer-Ferien, in denen die Kita ebenfalls zu hat, Urlaub nehmen müssen, usw. usf. machen es den Eltern in Deutschland nicht leicht. Wo steht Deutschland weltweit? Steht da gar nicht.
Bezüglich der Klagen gegen Kitas und Schulen gebe ich Ihnen recht - offen bleibt aber die Frage, wieviel % davon erfolgreich sind.

Ansonsten:
2 Kitaplätze für 500-600 Euro bedeuten, dass die Allgemeinheit 60-70% Ihrer Kinderbetreuung bezahlt. Ob die Wohnung passt oder was eine passende kostet, weiß man vorher. Der saumäßige ÖPNV trifft auch Kinderlose. Nach der Geburt gibt es die Option der Elternzeit. Ob das Einkommen reicht, kann man sich auch vorher ausrechnen.

Und die "DINKS" pflegen (schon aus Eigeninteresse) Schulferien zu meiden - es sind Sie selbst und andere Eltern schulpflichtiger Kinder, die sich in den Ferien gegenseitig auf die Füße treten. Trifft mich ab 2020 übrigens auch. DE ist da immerhin so schlau, die meisten Schulferien so gut es geht zu staffeln - einer der wenigen Vorzüge des föderalen Systems gegenüber anderen Ländern.

Im Weltmaßstab und auch gemessen am BIP pro Kopf braucht sich DE nicht zu verstecken: Kindergeld bzw. -freibetrag, Elterngeld, Betreuungsanspruch, kostenlose Mitversicherung, Rentenpunkte, Schule kostenlos bis zum Abi, BAFöG usw. usf. - manches könnte vielleicht einfacher und unbürokratischer geregelt werden.

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lock_vogell 13.06.2019, 14:21
32.

Zitat von yabba-dabba-doo
wie kommt es, dass Deutschland in der Familienfreundlichkeit auf Rang 6 liegt aber mit die niedrigste Geburtenrate weltweit hat ? Es ist das Anspruchsdenken der Deutschen. Alles umsonst haben wollen. Am Besten bedingungsloses Grundeinkommen, günstige Wohngarantie in den angesagten Vierteln der Schwarmstädte. Wenn es nicht klappt, dann droht man mit Enteignung . Und in Sachen Familienpolitik wird auch immer nur gejammert und gefordert. Und hat der gute Platz 6 etwas positives an der Geburtenrate in D geändert ? Eindeutig NEIN
wie wäre es zur abwechselung mal mit fakten:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/geburtenziffer.html;jsessionid=ED69908347AD2D40B74 F5E01900B0D9B.internet711

seit mit der 90er ist die geburtenrate in deutschland eigentlich nur gestiegen, zwar sehr sehr moderat, aber sie ist gestiegen...
ob das jetzt an der "verbesserten" familienpolitik liegt, oder es eine generationenfrage ist, da sich das alter der erstgebärenden mit sicherheit um mindestens 5 jahre nach hinte gewandert ist, oder es noch ganz andere gründe gibt/gab, steht natürlich auf einem anderen blatt... aber zu behaupten, dass die bessere vereinbarkeit von job und kindern nichts gebracht hätte, ist einfach schlicht falsch, denn das kann man nicht einfach so beantworten.

btw die skandinavischen länder die mit einer sehr guten familienfreundlichkeit aufwarten, liegen in der geburtenrate deutlich vor deutschland und auch deutlich vor den südeuropäern, denen man ja eine angeblich hohe geburtenrate nachsagt.

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politdoktor 13.06.2019, 14:29
33. DI(N)Ks

Liebe Ronja2009, Du bist eine kluge Frau und Du solltest unbedingt Kinder haben Wenn Du etwas davon an die nächste Generation weitergeben könntest, könnte es statt der ständig mit den gleichen, reflexartig vorgetragenen Argumenten ausgetragen Positionskämpfe, mal echten Fortschritt geben.

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lock_vogell 13.06.2019, 14:39
34.

Zitat von Grünspahn
Nein, Ihr Nachbar zahlt genauso viel wie Sie nämlich 384 EUR. Er zahlt weniger Prozent vom Einkommen für die KiTa, aber das ist unerheblich. Wenn sich Ihr Nachbar eine Butter kauft und Sie Butter der gleichen Marke im gleichen Laden kaufen, zahlen Sie genausoviel wie er für die Butter - oder sollten solche Preise dann auch relativ zum Einkommen gerechnet werden? Sie sollten sich eher fragen, warum Sie nur ein Drittel seines Einkommens haben. Auch wenn es vielen Ideologen nicht passt, Deutschland steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da! Wir haben eine auch im Vergleich zu anderen Industrieländern gute Gesundheitsversorgung und noch einiges mehr. Vielleicht sollten wir weniger Jammern, sondern einfach mal was dazu tun, dass es uns npch besser geht. Die oberen 20 - 30 einkommensprozent lassen sich nicht ewig zu Gunsten der unteren 20% schröpfen.
ja damit die schere sich auch weiterhin schön öffnet!
die meisten probleme hinsichtlich extremismus (links, rechts, muslimisch, christlich fundamental) werden durch eine sozialpolitik, die sich mehr und mehr um die einkommen der menschen kümmert, die eh schon genug haben, nur noch verstärkt!
das sollte so langsam auch in den dicksten neoliberalen betonköpfen ankommen, denn sonst werden wir in 10-20 jahren noch richtige probleme bekommen.

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spon_12 13.06.2019, 14:51
35.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das einzige OECD-Land (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), das keinerlei gesetzlich verbindliche und bezahlte Elternzeit anbiete." In den USA ist es üblich, dass Mütter nach der Geburt von der Arbeit freigestellt sind, was allerdings zwischen Arbeitgeber und Mutter geregelt ist. Im Allgemeinen gelten mündliche Zusagen oder eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag. Eine Vergütung erfolgt währenddessen nicht, jede Mutter muss halt vor der Geburt etwas für diese Auszeit auf privater Ebene zurücklegen. Dafür zahlen in den USA Arbeitnehmer auch weniger Steuern und Zwangsabgaben. Es muss nicht immer alles gesetzlich geregelt sein, denn gesetzliche Regelungen sind nicht zwangsläufig besser als Privatinitiative.
Verstehe ich nicht. Hindert Sie doch keiner daran, selbst vorzusorgen. Wenn Ihnen das Steueraufkommen in einem Land zu hoch ist - gehen Sie halt in ein anderes.

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yabba-dabba-doo 13.06.2019, 15:06
36. Überschrift

@32 lock_vogell.
Fakt ist, die Geburtenrate in D ist im internationalen Vergleich extrem niedrig. Trotz eine moderaten Anstiegs seit den 90ern. Obwohl wie der Platz 6 der Studie Belegt sehr viel für die Familie in D gemacht wird. Ketzerisch gefragt: Evtl. zu viel ? Deutschland ist zu einem Selbstbedienungsladen /Land geworden. Alles und jeder wird zu Lasten der
Mittelschicht gefördert. Wobei auch ich zustimme, Familienförderung ist sehr sinnvoll und hilfreich. Nur das Anspruchsdenken in D lehne ich ab.
@25 misterknowitall2
Es sterben wesentlich mehr Menschen in D als welche geboren werden. Wenn D 80Mio+ Einwohner hat, dann liegt das an der immensen Zuwanderung nach Deutschland. Ja die Ansprüche in D sind zu hoch. Der Staat soll
alles machen, alles fördern, für alles aufkommen. Keine Eigeninitiative mehr, keine Anstrengung mehr. Nur noch jammern. Aber der Platz 6 beweist das Gegenteil. Es wird viel in Deutschland getan auch für die Familie, nur auszahlen wird es sich nicht.

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SasX 13.06.2019, 15:07
37.

Zitat von hasemann
das stimmt so nicht... ich weiß nicht ob in jeder Gemeinde gleich, aber bei uns gibt es einen Höchstbetrag an Kita Kosten von 384€ pro Kind den ich auch bezahlen muss mit durchschnittlichem Einkommen. Mein Nachbar der locker das 3 fache verdient bezahlt aber eben nicht prozentual... sondern auch er muss den Höchstbetrag bezahlen. Somit zahlt er unterm Strich aber viel weniger als diejenigen die zwar weniger verdienen und auch bezahlen aber eben prozentual berechnet worden sind..
Ja, es gibt einen Höchstbetrag, weil es bei den Abstufungen der Einkommen, nach denen sich der Beitrag richtet, auch eine obere Grenze gibt. Alle darüber zahlen den Höchstbetrag.

Aber ein Kitaplatz kostet real ca. 1000€/Monat, von dem man selbst immer nur einen Bruchteil bezahlen muss. Ich finde, man wird da gut unterstützt.

(Und selbst, wenn ihr Nachbar mehr bezahlen müsste (was er ja nicht muss), würde dies nichts an Ihren Beiträgen und der Unterstützung ändern.)

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geotie1 13.06.2019, 15:38
38.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das einzige OECD-Land (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), das keinerlei gesetzlich verbindliche und bezahlte Elternzeit anbiete." In den USA ist es üblich, dass Mütter nach der Geburt von der Arbeit freigestellt sind, was allerdings zwischen Arbeitgeber und Mutter geregelt ist. Im Allgemeinen gelten mündliche Zusagen oder eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag. Eine Vergütung erfolgt währenddessen nicht, jede Mutter muss halt vor der Geburt etwas für diese Auszeit auf privater Ebene zurücklegen. Dafür zahlen in den USA Arbeitnehmer auch weniger Steuern und Zwangsabgaben. Es muss nicht immer alles gesetzlich geregelt sein, denn gesetzliche Regelungen sind nicht zwangsläufig besser als Privatinitiative.
Lieber das von einer Gewerkschaft aushandeln lassen, als wenn man als kleiner Angestellter oder Arbeiter das tut. Zum Glück haben die es inzwischen zu einer Krankenkasse geschafft, aber alles andere kann man hoch loben, aber ist es nicht. Aber der Ami lebt ja lieber frei und ungezwungen und merkt nicht einmal, dass er dadurch schon lange ins Hintertreffen gelangt ist. Dann schon lieber das old Germany mit seiner Überregelung!

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mumuwilli1975 13.06.2019, 15:53
39. Zita

Ich denke, es sollte doch jeder Frau selber überlassen werden, wie lange sie arbeiten gehen möchte. Im UK kenne ich Frauen, die haben bis Dienstags gearbeitet und Mittwochs ist das Kind gekommen. So what? Auch ich habe bis 2 Wochen vor der Geburt gearbeitet. Man ist nicht krank, nur schwanger.

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