Forum: Panorama
Unicef-Ranking: So lebt es sich als Familie in Deutschland
Patrick Pleul/DPA

Elternzeit, niedrige Kita-Gebühren, Betreuungsquoten: Es gibt Regeln und Gesetze, die Familien das Leben messbar erleichtern. In einer aktuellen Studie landet Deutschland auf dem sechsten Platz.

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hexenbesen.65 13.06.2019, 15:58
40.

Zitat von feldstudien
Es ist immer wieder interessant, dass der Blick solcher Analysen einzig auf die frühe Kindheit gelegt wird. Es ist ja schön, dass Kinder heute kostengünstig und flächendeckend betreut werden. Wenn die Kinder aber etwas größer werden und wirklich Kosten produzieren, dann gibt es wenig Möglichkeiten. Mit dem 14 Lebensjahr versiegen aber viele Möglichkeiten kostengünstiger oder -freier Angebote. Verdienen können die Jugendlichen heute aber meist erst nach dem 20. Lebensjahr. Diese Spanne wird zunehmend zur Stressphase der Familien. Allerdings kümmert sich darum kein Politiker und keine Organisation, denn da hat man die Kinder ja schon...
Mit 14 kann aber Prinzesschen oder der kleine Supermann auch mal ganz gut alleine zuhause bleiben. Oder in einen Sportverein gehen. Und wenn das zu teuer ist...in den DLRG zb Ehrenamtlich gehen--oder zur Feuerwehr oder Rettungsdiensten. Es gibt SO VIELE UNENTGELTLICHE "Vereine", die froh um Nachwuchs wären. Ich kam zb mit 9 Jahren (eigentich per Zufall) in einen Verein , der Rettungsdienst / Behindertentransporte usw macht. Dort blieb ich,bis ich heiratete (die "Interessen" änderten sich dann eben). Hab das NIE bereut...ich hab dort als Mädchen gelernt, wie ne Rettungsschere funktioniert, hab flexen und trennschweißen ausprobieren dürfen (im Katastrophenschutz) UND hab mitgeholfen, die Wache (die Häuser) aufzubauen...diese Erfahrungen kann mir keiner nehmen. Und hat keinen müden Cent "Mitgliedsbeitrag" gekostet---weil alle gleich jammern, dass das sooooo viel Geld kosten würde. Und heute ? Ist mein Sohn beim THW...was der schon alles gelernt hat..wird er vielleicht später auch mal brauchen können --zumindest hat er jetzt eine Ahnung von Statik usw...

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hexenbesen.65 13.06.2019, 16:18
41.

WO , bitte , werden Kinderlose Erwachsene "zur Kasse" gebeten ????? Bei der Pflegeversicherung....och je....die ein Euro fuffzig...Kinderfreibetrag (der sollte, wenn es nach IHNEN ginge, abgeschafft werden ? )
Dann die Gegenrechnung: Kinder kosten Geld...viel Geld. Das, was SIE alleine verbraten können, muss hier für eine Familie reichen !
Und dann "mimimi" Eltern von Kindern sind häufiger "Kind-Krank"...kann ich NICHT bestätigen ! Ich habe viele Kolleginen mit kleinen Kindern, und seltenst war eine von Ihnen wegen einem kranken Kind daheim (gerade WEIL ihnen das "Vorgeworfen" wird, auf "Kosten des Kindes" sich ein paar Tage frei zu nehmen). Ich war genau 2 Tage auf "Kosten des Kindes" (Mandelschälung meines Sohnes, da war er 5 Jahre -alleine im Krankenhaus...also blieb ich bei ihm ! Und ich hab jetzt 2 Erwachsene Kinder...)
DAFÜR:
Müssen WIR Urlaub nehmen, wenn es am teuersten ist...in einer bestimmten Jahreszeit...wo wir doch lieber im Septemer/ Oktober fahren würden...
Wenn sie aus bestimmten Gründen kein Kind wollen - dann gönnen Sie doch wenigstens den anderen ein kleibes bißchen ein Vorteil---und geiffern nicht so nach den paar Cents, die - ihrer Meinung nach- die Eltern "Nachgeschmissen" bekommen.
Machen Sie ruhig mal ne Rechnung auf: Was bekomme ich "geschenkt" vom Staat, was muss ich selber ausgeben...Sie würden sich wundern !
Und --oh Schreck: Stellen Sie sich vor: Meine Kinder waren den ganzen Tag Kindergarten / Schule / Hort....und sie waren verdammt glücklich dort ! Sie hatten Freunde zum spielen, lernten ständig neue Sachen....Und ich als Elternteil konnte die Wohnung noch schnell in Ordnung bringen, ehe die Kinder abgeholt wurden (oder einkaufen)
Das war eine Win-Win-Situation für ALLE !

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Schartin Mulz 13.06.2019, 16:55
42. Das ist falsch

Zitat von MichaelundNilma
Familien welche H4 beziehen erhalten weder Kindergeld noch umfassenden Zugang zu hochwertiger, bezahlbarer Kinderbetreuung. Der H4 Satz für Kinder beträgt 204 € (ab 1.7.2019) für das 1. Und 2. Kind. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte eine Studie zum Thema "Konsumausgaben von Familien für Kinder" und berechnete die durchschnittlichen Ausgaben von Eltern mit einem Kind bis zum 18. Geburtstag mit rund 126.000 Euro. Die Kosten für ein Kind staffeln sich dabei in diese drei Altersgruppen: 0 bis 6 Jahre, 6 bis 12 Jahre und 12 bis 18 Jahre. Anfallende Kosten bis zum 6. Lebensjahr. Das Statistische Bundesamt kommt bei seinen Berechnungen auf Ausgaben von rund 519 Euro pro Monat - bestehend aus Verpflegung, Windeln, Spielzeug, Unterkunft und Kleidung. Nach dem 12. Lebensjahr, also bei vielen mit Beginn der Pubertät, steigen die monatlichen Kosten noch einmal an. Insgesamt müssen Eltern dann circa 700 Euro im Monat einkalkulieren. Die Erstausstattung und eventuelle Betreuungskosten sind hier noch nicht enthalten. Die gleichen Probleme hat die Schicht der working poor. Auf welche Familien in Deutschland bezieht sich nun die Unicef ?
Sie meinen das Kindergeld. Das Kindergeld beträgt 204 €.
Egal, wie alt das Kind ist.
ALG II (alias Hartz IV) berägt je nach Alter des Kindes 245 -322 €.
Hier sind ALG II-Empfänger gegenüber Geringverdienern deutlich besser gestellt. Zumal sich für sie nicht das Problem der Kinderbetreuung stellt.
Entgegen den gängigen Diskussionen liegen die Probleme mehr bei den Gering- und Normalverdienern.
Was auch die höhere Geburtenrate bei ALG II-Empfängern erklärt.

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phg2 13.06.2019, 16:58
43.

Zitat von hexenbesen.65
WO , bitte , werden Kinderlose Erwachsene "zur Kasse" gebeten ????? Bei der Pflegeversicherung....och je....die ein Euro fuffzig...Kinderfreibetrag (der sollte, wenn es nach IHNEN ginge, abgeschafft werden ? ) Dann die Gegenrechnung: Kinder kosten Geld...viel Geld. Das, was SIE alleine verbraten können, muss hier für eine Familie reichen ! Und dann "mimimi" Eltern von Kindern sind häufiger "Kind-Krank"...kann ich NICHT bestätigen ! Ich habe viele Kolleginen mit kleinen Kindern, und seltenst war eine von Ihnen wegen einem kranken Kind daheim (gerade WEIL ihnen das "Vorgeworfen" wird, auf "Kosten des Kindes" sich ein paar Tage frei zu nehmen). Ich war genau 2 Tage auf "Kosten des Kindes" (Mandelschälung meines Sohnes, da war er 5 Jahre -alleine im Krankenhaus...also blieb ich bei ihm ! Und ich hab jetzt 2 Erwachsene Kinder...) DAFÜR: Müssen WIR Urlaub nehmen, wenn es am teuersten ist...in einer bestimmten Jahreszeit...wo wir doch lieber im Septemer/ Oktober fahren würden... Wenn sie aus bestimmten Gründen kein Kind wollen - dann gönnen Sie doch wenigstens den anderen ein kleibes bißchen ein Vorteil---und geiffern nicht so nach den paar Cents, die - ihrer Meinung nach- die Eltern "Nachgeschmissen" bekommen. Machen Sie ruhig mal ne Rechnung auf: Was bekomme ich "geschenkt" vom Staat, was muss ich selber ausgeben...Sie würden sich wundern ! Und --oh Schreck: Stellen Sie sich vor: Meine Kinder waren den ganzen Tag Kindergarten / Schule / Hort....und sie waren verdammt glücklich dort ! Sie hatten Freunde zum spielen, lernten ständig neue Sachen....Und ich als Elternteil konnte die Wohnung noch schnell in Ordnung bringen, ehe die Kinder abgeholt wurden (oder einkaufen) Das war eine Win-Win-Situation für ALLE !
Wenn die Ausgaben je Versicherten in der GKV bei 3100 Euro liegen man aber mehr als 9000 Euro pro Jahr (mit AG Beitrag) für eine Person einzahlt und manche kinderlose Pärchen zahlen das 2x...........
kommt das natürlich nicht nur Kindern zu gute. Ist auch ok, wird aber gerne vergessen. (Ne' entsprechende Einkommenssteuer in Steuerklasse 1 bzw. 4 kommt ja auch noch dazu)
Aber wie gesagt, ist ok so.

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pjotrmorgen 13.06.2019, 17:09
44. Platz 23

Zitat von yabba-dabba-doo
wie kommt es, dass Deutschland in der Familienfreundlichkeit auf Rang 6 liegt aber mit die niedrigste Geburtenrate weltweit hat ? Es ist das Anspruchsdenken der Deutschen. Alles umsonst haben wollen. Am Besten bedingungsloses Grundeinkommen, günstige Wohngarantie in den angesagten Vierteln der Schwarmstädte. Wenn es nicht klappt, dann droht man mit Enteignung . Und in Sachen Familienpolitik wird auch immer nur gejammert und gefordert. Und hat der gute Platz 6 etwas positives an der Geburtenrate in D geändert ? Eindeutig NEIN
Deutschland hat eine Geburtenrate von ca. 1,5 (2016), siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Geburtenrate Zum Vergleich: Singapur ca. 0,9, USA 1,9, Frankreich 2,1

Ein Zusammenhang mit Wohlstand ist gegeben, zudem haben arme soziale Schichten und Migranten viel hhöhere Geburtenraten. Im übrigen ist die Geburtenrate in Deutschland um 1995 bei nur noch 1,25 gewesen und seitdem deutlich angestiegen.

Auch die gute Familienpolitik kann nichts daran ändern, dass Kinder für Eltern sehr teuer sind und bis deren Berufsausbildung abgeschlossen ist, sich meist kein eigenes Haus leisten können, zudem muss auf vieles verzichtet werden.

Die Single-Egoisten ohne Kinder dagegen leben im Luxus und lassen sich die Rente von den Kindern der anderen bezahlen.

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fin2010 14.06.2019, 12:12
45. fehlende Referenz - Link zur Studie oder wenigstens der Titel

Qualitätsmagazine erkennt man u.a. daran, dass sie weiterführende Info geben. Wo bitte ist der Link zur Studie?

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MichaelundNilma 15.06.2019, 17:18
46. Kindergeld

Zitat von Schartin Mulz
Sie meinen das Kindergeld. Das Kindergeld beträgt 204 €. Egal, wie alt das Kind ist. ALG II (alias Hartz IV) berägt je nach Alter des Kindes 245 -322 €. Hier sind ALG II-Empfänger gegenüber Geringverdienern deutlich besser gestellt. Zumal sich für sie nicht das Problem der Kinderbetreuung stellt. Entgegen den gängigen Diskussionen liegen die Probleme mehr bei den Gering- und Normalverdienern. Was auch die höhere Geburtenrate bei ALG II-Empfängern erklärt.
Ich hatte geschrieben, das es für Kinder in H4 Haushalten kein Kindergeld gibt, für Normalverdiener und working poor sehr wohl. Inwiefern dann H4 Empfänges besser gestellt sind, erschließt sich mir nicht. Für Kinder in Verdiensthaushalten gibt es zusätzlich noch einen großen Steuerfreibetrag. Das Problem der Kinderbetreuung besteht für H4 Empfänger sehr wohl. Sie müssen sich ständig um Arbeit bewerben und jede Arbeit annehmen. Bei geschiedenen Frauen und kleinen Kindern ist das nicht machbar, wird aber trotzdem verlangt. working poor erhalten vom Amt Aufstockung und Wohngeld. Die Flutung der Jobcenter ihrer Kunden mit Handlungsanweisungen und ihrer Bearbeitung kann man als vollwertigen Arbeitsplatz einstufen. MfG

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