Forum: Panorama
Unruhen in Ferguson: Verwundet und vergessen
REUTERS

Ein Jahr nach den schweren Unruhen in Ferguson: Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten Teenager Michael Brown erschoss? Was hat sich verändert in Amerika? Die Antworten sind ernüchternd.

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LouisWu 07.08.2015, 20:15
1. Nicht gelogen, aber auch nicht die Wahrheit

"Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten Teenager Michael Brown erschoss?", schreiben Sie.

"Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten, 1.90 m großen und 110 Kilo schweren Teenager Michael Brown erschoss, der gerade einen Raubüberfall auf einen Drugstore begangen und den Polizisten angegriffen hatte?"
Das wäre der Wahrheit näher gekommen....

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texas_star 07.08.2015, 20:17
2. tut mir Leid...

... "unbewaffneter" Teenager begeht einen Raubueberfall und attackiert danach einen Polizisten... selbst das FBI und das U.S. Justizministerium haben keinerlei Anlass gesehen da weiter zu ermitteln.

Zumal es glaubhafte Zeugenaussagen und DNA Hinweise gibt die die Version des Polizisten bestaetigen...

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wo_ist_all_das_material? 07.08.2015, 20:17
3.

Warum sollte sich etwas ändern?
Der flagrante Rassismus wird sich aufgrund von schlechter Bildung, Fundamentalismus und (gefühlter) Existenznot weißer Bevölkerungsschichten noch verschärfen.
Obamas ( des "ersten schwarzen" Präsidenten) Vermächtnis.
Daß er keinen Finger krumm gemacht, es sogar bewußt und ausdrücklich verweigert hat, etwas für Minderheiten oder gar Afroamerikaner zu tun, wird vermutlich Folgen haben.

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Reza Rosenbaum 07.08.2015, 20:39
4. Problematisch...

Ein problematischer Artikel, weil er sehr tendenzioes ist. Nur weil jemand unbewaffnet ist, heisst das nicht, dass er keine Bedrohung darstellen kann. Nach allem, was bisher bekannt ist, ging Herr Brown unter Drogen auf den Polizisten Wilson los, nachdem er vorher einen Ladenbesitzer vemobbt hatte. Kann ja sein, dass der Author des Artikels in so einer Notwehrsituation erst mal 'ne Friedenspfeife anzuendet, ich wuerde das nicht machen und kann Herrn Wilson's Handeln gut verstehen? Warum widersetzt man sich einem Polizisten? Warum muss man die Grenzen eines bewaffneten, allein operierenden Menschen austesten? Hab ich noch nie verstanden?


Und die Unruhen in Baltimore hoerten nicht auf, nachdem die beteiligten Olizisten angeklagt wurden, sondern nachdem herauskam, dass der Fahrer, der vermutlich der Hauptverantowrtliche fuer die toedlichen Verletzungen Gray's ist, selbst Afroamerikaner ist. Dem it schwer Rassismus vorzuwerfen, und damit die ganze Hysterie sehr schnell entlarvt und erschlafft.

Es wird auch gerne vergessen, dass die Polizisten in den USA mehr Weisse toeten als alle anderen Ethnien zusammen. Als Weisser hat man ein wesentlich hoeheres Risiko, von einem Polizisten erschossen zu werden, als als Afroamerikaner. Faelle, in denen zum Beispiel ein afroamerikanischer Polizist einen Weissen grundlos erschiesst, passieren durchaus haeufig, werden aber in der Presse nicht beachtet. Siehe zum Beispiel die Erschiessung von Gilbert Collar, einem 18-jaehrigen, unbewaffneten Studenten in Alabama durch Trevis Austin, einen afroamerikansichen Polizisten. Davon haben Sie noch nie gehoert? Natuerlich nicht, denn die Presse greift derartige Faelle nicht auf, weil sie eben nicht ins PC Bild passen.

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Halfstep 07.08.2015, 20:42
5. Shoot to kill

Zitat von LouisWu
"Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten Teenager Michael Brown erschoss?", schreiben Sie. "Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten, 1.90 m großen und 110 Kilo schweren Teenager Michael Brown erschoss, der gerade einen Raubüberfall auf einen Drugstore begangen und den Polizisten angegriffen hatte?" Das wäre der Wahrheit näher gekommen....
Allerdings gibt es verschiedene Sorten Notwehr.
In zivilisierten Ländern wird die Polizei trainiert, den Angreifer kampfunfähig zu schießen - möglichst ohne ihn zu töten.
Zahleiche Handyvideos aus den USA zeigen eine ganz andere Handschrift: Das sind improvisierte Hinrichtungen.

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gandhiforever 07.08.2015, 20:50
6. Ihre Wahrheit

Zitat von LouisWu
"Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten Teenager Michael Brown erschoss?", schreiben Sie. "Was sagt der Polizist, der den unbewaffneten, 1.90 m großen und 110 Kilo schweren Teenager Michael Brown erschoss, der gerade einen Raubüberfall auf einen Drugstore begangen und den Polizisten angegriffen hatte?" Das wäre der Wahrheit näher gekommen....
Sie versuchen den Eindruck zu erwecken, als habe der Polizist eine Personenbeschreibung des Buergers gehabt, der gerade in einem Laden etwas hat mitgehen lassen, ihn dann in "Notwehr" erschossen.

Ihre "Wahrheit" ist unsauber, denn der Polizist wusste davon nichts, der Ladenbesitzer hat den Vorfall nicht einmal gemeldet.

Ausserdem scheinen Sie einem Polizisten (zumindest in den USA) das Recht zuzugestehen, einen 1,90 m grossen Mann als Bedrohung empfinden zu duerfen, um dann von der Waffe Gebrauch zu machen.

Polizisten sind nun mal einem Berufsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko duerfen sie nicht dadurch ausschalten, dass sie einfach zur Waffe greifen.

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_SethGecko_ 07.08.2015, 21:01
7.

Warum wird so getan, als sei das größte Problem für Schwarze in Amerika weiße Polizisten? So hart es klingt, aber diese Fälle sind statistisch gesehen völlig irrelevant. Das wirkliche Problem ist die Gewalt der Schwarzen gegen andere Schwarze. 'Black Lives Matter' ist geradezu ein Hohn, wenn man versucht dadurch generell die Schuld für alles den Weißen zuzuschieben. Beispiel: *2013 war in 2245 Fällen von den insgesamt 2491 ermordeten Schwarzen der Täter jeweils schwarz. Auch haben Schwarze pro Kopf beinnahe doppelt so viele Weiße ermordet wie umgekehrt (obwohl die Schwarzen einen viel kleineren Teil der Population ausmachen). Da müssten die Weißen in Amerika genauso von den Schwarzen eigentlich ein White Lives Matter fordern.

*
https://www.fbi.gov/about-us/cjis/ucr/crime-in-the-u.s/2013/crime-in-the-u.s.-2013/offenses-known-to-law-enforcement/expanded-homicide/expanded_homicide_data_table_6_murder_race_and_sex _of_vicitm_by_race_and_sex_of_offender_2013.xls

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LouisWu 07.08.2015, 21:05
8.

Zitat von gandhiforever
Ausserdem scheinen Sie einem Polizisten (zumindest in den USA) das Recht zuzugestehen, einen 1,90 m grossen Mann als Bedrohung empfinden zu duerfen, um dann von der Waffe Gebrauch zu machen...
Durchaus. Es braucht keine Waffe, um bedroht zu werden. Der Polizist war ihm körperlich auf keinen Fall gewachsen, und er war allein.

[zitat]..Polizisten sind nun mal einem Berufsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko duerfen sie nicht dadurch ausschalten, dass sie einfach zur Waffe greifen..[/zitat]
Ich würde es eher andersherum sehen: Wer einen Polizisten angreift, riskiert, erschossen zu werden. Darum sollte man das besser lassen.

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Shredhead 07.08.2015, 21:05
9. Zum jetzigen Zeitpunkt sind hier 4 Kommentare

und 3 davon erzählen schön die Lüge von dem "Raubüberfall". Nur dass der Besitzer des Ladens niemals einen "Raubüberfall" angezeigt hat, und dass Brown wegen auf der Straße laufens von Wilson angehalten und dann ermordet wurde, das wird schön unter den Teppich gekehrt. Wenn man Rassisten sucht, wird man ganz schnell und ganz nah fündig...

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