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Unterstützung für "Chapo" Guzmán: Warum ein Massenmörder als Wohltäter verehrt wird
AFP

"El Chapo" Guzmán Loera, der meistgesuchte Drogenboss der Welt, ist in Haft. Doch viele in Mexiko feiern ihn als Helden und fordern seine Freilassung. Für sie ist er kein brutaler Gangster und Massenmörder, sondern ein Wohltäter - genau wie Pablo Escobar für viele Kolumbianer.

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marckremer73 02.03.2014, 09:15
1. Ist alles die DEA und die amerikanische Drogenpolitik Schuld

Würden die westlichen Regierungen endlich einsehen, dass die Nachfrage nach einem Produkt immer auch ein Angebot mach sich zieht, würde diese sinnlose DEA aufgelöst, alle Drogen legalisiert und die immensen Gewinne eines Chapos würden sich in Luft auflösen.

Mir leuchtet es einfach nicht ein wieso manche Drogen wie z.B. Alkohol erlaubt sind und andere Drogen wie z.B. Koks verboten sind. Und vor allem wieso die USA glauben diese unsinnige Entscheidung auch noch allen anderen Staaten aufzunötigen müssen.

Wäre ich Angestellter der DEA wäre ich wohl zutiefst deprimiert, weil ich einen der nutzlosesten und erfolglosesten Jobs auf diesem Planeten nach gehe, denn wenn ich einen wie Escobar oder Chapo fasse, kommen direkt drei Neue nach...

Man muss wohl glauben, dass Abgeordnete in den verschiedensten Ländern Mitglieder der Drogenkartelle sein müssen und von diesem enormen Gewinnen profitieren.

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imlattig 02.03.2014, 09:16
2. warum....

singt der spiegel ein loblied auf gangster? nur weil sie (die gangster) auch den
kapitalismus verehren? genuegt das um sich zu legimitieren? auch ist es
zweifelhaft diesen herren eine ausserordentliche intelligenz zu bescheinigen.
um genuegend erfolgreich zu sein braucht man nur ein gewisses maass an
brutalitaet. fuer das geschaeftliche genuegt ein marginales handling an gerissen-
heit. wie in der realen wirtschaft. der rest ist: klappern gehoert zum handwerk.
darauf sollten journalisten wie z.b. beim spiegel nicht hereinfallen.

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silberstern 02.03.2014, 09:34
3. Subjektivität

Das ist das Problem vieler "westlicher" Menschen. Guzman oder Escobar unterscheiden sich nur in wenigen Punkten von unserer "Elite". Allen ist gemein, dass sie neben der Stärkung der Gesellschaft, Umverteilung auf die Bedürftigen auch persönliche Macht und Reichtum abschöpfen. Auch denen wird zugejubelt (unser Mittelstand, oder wer sich dafür hält) während sie anderswo gehasst werden (Griechenland, Osteuropa...) Gewalt und Morde sind dagegen eher eine Frage des Entwicklungsstandes der Gesellschaft.

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hesekiel2517 02.03.2014, 09:44
4. Loblied

Zitat von imlattig
singt der spiegel ein loblied auf gangster? nur weil sie (die gangster) auch den kapitalismus verehren? genuegt das um sich zu legimitieren? auch ist es zweifelhaft diesen herren eine ausserordentliche intelligenz zu bescheinigen. um genuegend erfolgreich zu sein braucht man nur ein gewisses maass an brutalitaet. fuer das geschaeftliche genuegt ein marginales handling an gerissen- heit. wie in der realen wirtschaft. der rest ist: klappern gehoert zum handwerk. darauf sollten journalisten wie z.b. beim spiegel nicht hereinfallen.
..ncht SPON singt ein Loblied,sondern ein Teil der Bevölkerung des Landes,in dem diese angeblichen "Gangster"tätig waren.

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mightyschneider 02.03.2014, 09:48
5. Angesehene Massenmörder

Die Frage gehört mit zu den interessantesten der Geschichte. Oft ist es Charisma, oder das optische Erscheinungsbild. Che Guevara gilt ebenfalls als Massenmörder und ist seit gut 50 Jahren fester Teil der Popkultur. Hier half wohl noch eine gewisse Legendenbildung nach. Und, wie im Fall Loera: Neben seinen kriminellen Aktivitäten und seiner Massenmorde war er eben auch für das Volk da, zumindest war ihm sehr daran gelegen, dies zu verbreiten.

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immertreu 02.03.2014, 09:59
6. Problem

Das Problem liegt doch langfristig in den Abnehmerstaaten. Die bekommen den Drogenkonsum nicht auf die Reihe und schieben ihre Probleme den Erzeugerländern in die Schuhe. Dort leben eine Menge normale Menschen vom Drogenanbau und der Distribution.Die Nachfrage regelt den Markt, aber ausgerechnet beim ältesten Marktgesetz wollen die Nehmerländer das Pferd von hinten aufzäumen. Solche Drogenbarone sind Arbeitgeber und Brunnenbauer, für die Menschen dort, also kein Grund nicht auf die Straße zu gehen.

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Indigo76 02.03.2014, 10:02
7.

Zitat von marckremer73
Würden die westlichen Regierungen endlich einsehen, dass die Nachfrage nach einem Produkt immer auch ein Angebot mach sich zieht, würde diese sinnlose DEA aufgelöst, alle Drogen legalisiert und die immensen Gewinne eines Chapos würden sich in Luft auflösen.
Der Forderung, Drogen zu legalisieren, würde ich unter einer Bedingung sofort zustimmen. Den Krankenkassen (private und staatliche!) muss das Recht gewährt werden, Süchtige raus zu schmeißen. Der Süchtige zahlt seine Arztkosten selbst - oder stirbt. Ich sehe nicht ein, Behandlungen mitzufinanzieren, die unnötig sind, weil die Patienten sehenden Auges in ihr Unglück rennen.

Und zum Thema Alkohol und Nikotin: Das darf gerne darauf ausgeweitet werden.

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attac-pluto 02.03.2014, 10:07
8. Das kennen wir doch aus dem kapitalitischen System.

Nur da heißt es Werbefinanzierung. Da wird wahnsinnig viel Kohle einkassiert und das Volk jubelt den Abzockern auch noch zu.
Ceterum censeo Americae esse delendam

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dieteroffergeld 02.03.2014, 10:32
9. Zum Silberstern

Dieses Satz " Guzman oder Escobar unterscheiden sich nur in wenigen Punkten von unserer "Elite". gibt den kern des Problems wider. Genau ins Schwarze!

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