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Unwetter: Sturm "Zeljko" zieht weiter - Bahnverkehr bleibt gestört
DPA

Es hat ordentlich gepfiffen in vielen Teilen Deutschlands - die befürchteten großen Schäden durch Sturm "Zeljko" blieben aber aus. Nur die Züge fahren teils noch nicht wieder. Hart traf es die Slowakei und die Niederlande.

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Uurah 26.07.2015, 09:49
1. Die Abschaffung der Streckengänger aus Kostengründen war idiotisch.

Diese "Einsparung" kommt der Bundesbahn Jahr für Jahr Jahr immer teurer zu stehen. Weil die Schäden wegen der morschen Bäume durch höheres Pflanzenalter immer grösser werden.

Ich bin offenbar der Einzige, dem das auffällt. Zu Zeiten der Streckengänger waren die Zügen bei jedem Wetter einigermassen pünktlich. Weil Altholz rechtzeitig durch die vom Streckengänger bestellten Fällkommandos beseitigt wurden.

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ein-berliner 26.07.2015, 10:51
2. Korrekt

Zitat von Uurah
Diese "Einsparung" kommt der Bundesbahn Jahr für Jahr Jahr immer teurer zu stehen. Weil die Schäden wegen der morschen Bäume durch höheres Pflanzenalter immer grösser werden. Ich bin offenbar der Einzige, dem das auffällt. Zu Zeiten der Streckengänger waren die Zügen bei jedem Wetter einigermassen pünktlich. Weil Altholz rechtzeitig durch die vom Streckengänger bestellten Fällkommandos beseitigt wurden.
An der Bahnstrecken haben keine Bäume zu stehen, dazu bedarf es keine Streckenläufer oder Fällkommandos. Außer einem Sicherheitszaun hat eine ICE-Strecke klinisch rein zu sein.

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ekkehart-martin 26.07.2015, 11:29
3. Einfache Trigonometrie

mit deren Hilfe man ermittelt in welchem minimalen Abstand Bäume von Bahngleisen bzw. Fahrdrähten stehen dürfen. Ansonsten haben wir ja einige namhafte Hersteller von Kettensägen in diesem Lande. Aber vermutlich braucht es eine App um das Problem zu lösen.

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Yoroshii 26.07.2015, 11:31
4. Ein Tatsachenbericht in Jetztzeit

Die Tochter sollte 15 Uhr ab Frankfurt eine Sportlergruppe nach Tokyo begleiten. Mit Zug ab Oldenburg. 7 Uhr Anruf: Zug fährt nicht. Riesenschlange am unterbesetzten Schalter. Ich fahre los. Kurz vor Oldenburg Anruf: Es fährt doch noch ein
Zug. Ich hätte es geschafft! Ich wieder nach Hause. Frühstück. Anruf: Zug steht vor Verden. Keiner kann raus. Keine Auskunft. Wieder Anruf : Es geht weiter bis Minden. Wie es dort weitergeht, weiß man nicht. Tochter in Nienburg raus, ein Sportsfreund bringt sie nach Hannover. Wie es dort weitergeht, werde ich bald erfahren. Meiner Schätzung nach ist Anschluss nicht möglich.
Wie kann man die Leute losschicken, wohlwissend, dass es nicht weitergeht? Als die Bahn noch beamtengesteuert war: Sei pünktlich wie die Bahn! Dann kam die FREIE Wirtschaft mit Mehdörnern und Grublern.
Trost: Wie Bahn funktionieren kann, weiß die Tochter - so wie in Japan!

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ein.bahnfahrer 26.07.2015, 11:38
5. Bäume

Nur schade, dass viele der Bäume auf benachbarten Grundstücken stehen, die nicht der DB AG gehören. Was würden Sie sagen, wenn man einfach einen Baum in ihrem Garten fällen würde, der zu dicht an der Strecke steht.
Und selbst wenn die auf dem Bahngelände stehen, sind sofort grüne Gutmenschen da und wollen das verbieten.
Auch die Bahn braucht eine Genehmigung um Bäume auf dem eigenen Gelände zu fällen.

Das war früher einfacher, als es wirklich noch die Bundesbahn war. aber die gibt es schon über 20 Jahre nicht mehr.

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spon-1280943165745 26.07.2015, 11:40
6. Das Wetter ist wie es ist

Zitat von ein-berliner
An der Bahnstrecken haben keine Bäume zu stehen, dazu bedarf es keine Streckenläufer oder Fällkommandos. Außer einem Sicherheitszaun hat eine ICE-Strecke klinisch rein zu sein.
Jetzt überlegen Sie einmal wie oft Züge z.B. zwischen Hamburg-Frankfurt-München/Basel fahren, vermutlich mindestens alle 10 Minuten dazu kommt noch die Höhe der Bäume von ca. 20 bis 30 Metern. Das bedeutet auf jeder Seite des Bahndamms an die 50 Meter Baumfreiheit und Streckengänger mindestens all 15 Minuten. Dazu noch die Vorsorge und Prüfung auf morsche Bäume bzw. Äste und als letztes es geht hier nicht nur um das was auf dem Bahndamm liegt, es geht um die Oberleitungen und da hilft kein Streckengänger. Wir werden also mit diesen Unwettern leben müssen und ich denke wir werden das auch können und müssen.

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dickebank 26.07.2015, 12:06
7. noch besser

Zitat von spon-1280943165745
Jetzt überlegen Sie einmal wie oft Züge z.B. zwischen Hamburg-Frankfurt-München/Basel fahren, vermutlich mindestens alle 10 Minuten dazu kommt noch die Höhe der Bäume von ca. 20 bis 30 Metern. Das bedeutet auf jeder Seite des Bahndamms an die 50 Meter Baumfreiheit und Streckengänger mindestens all 15 Minuten. Dazu noch die Vorsorge und Prüfung auf morsche Bäume bzw. Äste und als letztes es geht hier nicht nur um das was auf dem Bahndamm liegt, es geht um die Oberleitungen und da hilft kein Streckengänger. Wir werden also mit diesen Unwettern leben müssen und ich denke wir werden das auch können und müssen.
... nur der Individualverkehr hat es besser. Bei Orkan brauchen nämlich keine Straßenabschnitte gesprerrt zu werden ... ([/ironie off]

Der Vorteil ist, das umfahren von gesperrten Abschnitten fällt leichter als mit der Bahn.

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dickebank 26.07.2015, 12:11
8. eben

Zitat von Yoroshii
Die Tochter sollte 15 Uhr ab Frankfurt eine Sportlergruppe nach Tokyo begleiten. Mit Zug ab Oldenburg. 7 Uhr Anruf: Zug fährt nicht. Riesenschlange am unterbesetzten Schalter. Ich fahre los. Kurz vor Oldenburg Anruf: Es fährt doch noch ein Zug. Ich hätte es geschafft! Ich wieder nach Hause. Frühstück. Anruf: Zug steht vor Verden. Keiner kann raus. Keine Auskunft. Wieder Anruf : Es geht weiter bis Minden. Wie es dort weitergeht, weiß man nicht. Tochter in Nienburg raus, ein Sportsfreund bringt sie nach Hannover. Wie es dort weitergeht, werde ich bald erfahren. Meiner Schätzung nach ist Anschluss nicht möglich. Wie kann man die Leute losschicken, wohlwissend, dass es nicht weitergeht? Als die Bahn noch beamtengesteuert war: Sei pünktlich wie die Bahn! Dann kam die FREIE Wirtschaft mit Mehdörnern und Grublern. Trost: Wie Bahn funktionieren kann, weiß die Tochter - so wie in Japan!
... und die Erde ist 'ne Scheibe.

Solange eine Strecke nicht gesperrt ist, ist sie eben offen und die Züge können verkehren.

Wird eine Strecke gesperrt, erfahren es die Triebwagenführer auch nicht, warum sie stehen. Siestehenhalt vor einem roten Blocksignal. Der einzige, der weiß, warum er steht, ist der ganz vorne. Entweder ist der in einen umgestürzten Baum gefahren oder die Oberleiung liegt auf seiner Zuggrnitur.

In dem fall wäre ich clever und würde im Zug bleiben, die anderen würde ich zum Erden des Fahrdrahtes aussteigen lassen und sie auffordern sich schön am Zug festzuhalten.

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command 26.07.2015, 12:28
9.

Zitat von Yoroshii
Die Tochter sollte 15 Uhr ab Frankfurt eine Sportlergruppe nach Tokyo begleiten. Mit Zug ab Oldenburg. 7 Uhr Anruf: Zug fährt nicht. Riesenschlange am unterbesetzten Schalter. Ich fahre los. Kurz vor Oldenburg Anruf: Es fährt doch noch ein Zug. Ich hätte es geschafft! Ich wieder nach Hause. Frühstück. Anruf: Zug steht vor Verden. Keiner kann raus. Keine Auskunft. Wieder Anruf : Es geht weiter bis Minden. Wie es dort weitergeht, weiß man nicht. Tochter in Nienburg raus, ein Sportsfreund bringt sie nach Hannover. Wie es dort weitergeht, werde ich bald erfahren. Meiner Schätzung nach ist Anschluss nicht möglich. Wie kann man die Leute losschicken, wohlwissend, dass es nicht weitergeht? Als die Bahn noch beamtengesteuert war: Sei pünktlich wie die Bahn! Dann kam die FREIE Wirtschaft mit Mehdörnern und Grublern. Trost: Wie Bahn funktionieren kann, weiß die Tochter - so wie in Japan!
Ihrem Beitrag stimme ich vollkommen zu. In Japan gibt es neben "JR" auch Private Bahnbetreiber, ich habe nie erlebt, dass ein Zug ausgefallen ist, weder aus technischen noch witterungsbedingten Gründen. Hier bekommt man durch das Kundenbetreuungspersonal im Zug bei 8 Minuten Verspätung die Antwort, Zitat: "Wissen sie, wie lange es dauert wenn in Neustrelitz eine Reisegruppe von 30 Personen einsteigt?" Wenn in Japan ein Triebwagenführer mehrmals Verspätungen einfährt, bricht nicht gleich das sehr umfangreiche System zusammen, dennoch riskiert dieser eine Nachschulung, die alles andere ist als eine Schulung, sondern mehr eine sehr scharfen Zurechtweisung gleichkommt. Dann im Anschluss wird dieser Triebwagenführer mehre Monate Züge waschen dürfen. Japan ist mit allen Tugenden die man uns Deutschen gern nachsagt, deutscher als wir.

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