Forum: Panorama
Unwetter über Tatra-Gebirge: Blitzeinschlag im Gipfelkreuz - Tote und Verletzte in Po
GRZEGORZ MOMOT/EPA-EFE/REX

Der Blitz traf offenbar zunächst das Gipfelkreuz - und setzte dann Ketten unter Spannung, die den Aufstieg erleichtern sollen: In Polen und der Slowakei haben Unwetter zahlreiche Opfer gefordert.

Seite 2 von 3
barklug 23.08.2019, 11:03
10. Kommentarfunktion deaktivieren, bitte

Es ist ekelerregend, wie dieses tragische Unglück von den Kommentierenden hier als Anlass für klugscheißende Ergüsse genutzt wird! Schämt Euch!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirkokoenig 23.08.2019, 11:17
11. Sagt man jetzt Alpen-Gebirge?

Anscheinend traut man den Lesern nicht zu, die Hohe Tatra zu kennen.
Ich war mal auf dem Giewont, mein erstes Gipfelkreuz habe ich da gesehen. Die Bergwanderer haben mein Mitgefühl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 23.08.2019, 11:19
12. Erklären

Zitat von varlex
Es ist eine Karte vom Dienstleister mit deutscher Übersetzung. Wenn die Spracheinstellung eine andere wäre, würden die Städte auch entsprechend so heißen. In englischen Karten steht ja auch Munich und nicht München. Ansonsten, in der Karte ist ein kleines !, dort auf "improve map" und schon kannst dein Feedback dort abgeben, wo es auch was bewirken könnte.
Es lässt sich alles erklären.
Doch mal ehrlich. Kaum ein Forist wird heute z.B. bei Deutschendorf sofort wissen, wie dieser Ort heute in der Landessprache heisst.
Es geht nicht nur um Grossstädte wie München/Munich/Monachium.
Oder wollen Sie auf einer heutigen Karte noch Deutsch Brod finden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christiansteiffen 23.08.2019, 11:51
13.

Wir waren vor nicht einmal vier Wochen auf genau jenem Giewont. Und ich war echt geschockt von der Nachricht heute. Die Ketten sind natürlich mit Metallbolzen verankert, wie denn sonst? Was bringt das aber, wenn die Leute sich da festhalten, und der Blitz einschlägt? Das wäre ja, als würde ich aufs Dach, und den Blitzableiter anfassen.

Das fatale am Giewont ist, wenn man einmal angefangen hat, die letzten 100 m vom Gipfel zu erklommen, kann man nicht mehr rückwärts, weil man ja eben an der Kette hängt udn hinter einem bereits andere leute warten. Man muss über den Gipfel bzw. dem Kreuz, und auch dahinter dauert der Abstieg dann aus gleichen Grund, dann heißt es Schlange stehen. Mit Auf- und Abstieg ist man min. eine Stunde unterwegs. All diese Leute sind von einem Blitzschlag betroffen und können definitiv nicht mal eben so schnell weg. Schrecklich muss das sein, das muss es auch Panik gegeben haben!

Es gibt vor dem Giewont noch Möglichkeiten auszuharren. Aber auhc da ist man quasi schutzlos, es gibt dort keinen "Vertiefungen", der Blitz könnte auch da einschlagen. Natürlcih wird er von einem Eisenkreuz angezogen, aber Sicherheit gibts dafür auch nicht.

Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Wetter so schnell umgesprungen ist, dass es innerhalb von einer STunden umschlägt. Das muss sich vorher schon angekündigt haben, und dann sollte man tunlichst den Aufstieg vermeiden! Das gilt für alle Berge! leute, das ist kein Strandurlaub. Ganz ehrlich, das ist das Problem, wenn solche Touren zu massentouristischen Phänomen werden und die Leute denken, das ist 'ne Spaßveranstaltung. Ich hab da auch Leute mit leichten Turnschuhen gesehen, wirklich unfassbar!

Kann mich noch an eine Gruppe Russen erinnern (mit Kindern und Senioren), die uns entgegen kamen und von uns wissen wollten, obs noch weit ist..... Muss man sich mal vorstellen, wir waren da schon am Abstieg und fast wieder zurück. Da wollten die erst noch hoch! um 17 Uhr! Also da verschlägts einem echt die Sprache.

Das Tatra-Gebirge ist wunderschön und die Wanderwege sind top gepflegt, aber es bleiben Berge! Man sollte das definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich nicht über- und das Wetter nicht unterschätzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter_tpp 23.08.2019, 12:28
14. GewitterNEIGUNG = No Go. Juli- August = Bergwandern nur bedingt.´

Ja, ein Gewitter in den Bergen kann durchaus schnell und sehr überraschend aufziehen. Zumal ein großer Teil des Horizontes eben durch Berge verstellt ist. Daher: Eine bloße Gewitterneigung ist ein Grund unten zu bleiben. Zweitens: Juli und August sind aus demselben Grund generell keine gute Zeit zum Wandern. Wenn überhaupt, dann bei ausgesprochenen Hochdrucklagen am ersten oder zweiten Tag einer Wärmewelle. Ab dem dritten Tag kann sich die kumulierte Luftfeuchtigkeit in meist nachmittäglichen Wärmegewittern entladen. In jedem Fall so planen, daß man spätestens um 14 Uhr wieder unten ist (dh. Gipfelregion spätestens mittags). Damit ist man auch vor "verfrühten" Wärmegewittern relativ sicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Runkelreinhard 23.08.2019, 14:17
15. Das Gipfelkreuz

hat auf dem Gipfel ja eigentlich auch nichts verloren. Unabhängig von religiösen Empfindungen, sollten auf Gipfeln überhaupt keine Bauwerke stehen, weder Kreuze noch Türme noch Antennen oder Lokusse.
Aber tragisch ist die Geschichte schon. Sie erinnert mich daran, dass wir mal bei einer Wanderung in der Hohen Tatra umkehren musste, weil unser Bergführer ein Problem mit dem Wetter gesehen hat. Das war 1970.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juttakristina 23.08.2019, 14:42
16.

Zitat von #besserwisser
Der Blitz schlägt in das Gipfelkreuz mit ein paar Millionen Volt ein. Dann kann er nicht einfach im Boden verschwinden. Vielmehr breitet er sich ringförmig an der Oberfläche aus. Und wenig entfernt findet er ein Drahtseil. Schon die Schrittspannung, also die Spannung zwischen 2 Füßen beim Gehen, beiträgt mehrere 100.000 Volt und kann tödlich sein. Zwischen dem Drahtseil und der "Erde" sind es, bei der geringen Entfernung, wahrscheinlich Millionen. Wer am Seil ging oder in seiner Nähe war, kann ziemlich dankbar sein, überlebt zu haben ... Ein Tip: Der Spruch, die Eichen sollst du meiden, die Buchen sollst du suchen, ist ausgemachter Blödsinn! Bei Gewitter, insbesondere in den Bergen, muss man so weit wie möglich von Bäumen wegbleiben, sich so klein wie möglich machen, am Besten in einer Vertiefung ...
#besserwisser,

sach bloß! Echt jetzt? Sie wollen das doch nicht wirklich als tolle neue Erkenntnis verkaufen, dass man bei Gewitter Bäume meiden sollte, und zwar alle Bäume? Für wie beschränkt halten Sie die Leute eigentlich?

Können Sie bei dem Nick denn dann noch wenigstens zum Besten geben, wo dieser Irrtum herkam? Eine Erklärung, die ich gehört habe, liegt in der Beschaffenheit der Stämme bzw. der Rinde. Die der Buche ist glatt und wirkt so, als könne ihr das Gewitter nichts anhaben, während die Rinde der Eiche regelrecht vernarbt wirkt, als hätte sie eben diese bei diversen Gewittern erhalten.

Auperdem haben Sie vergessen zu erwähnen, dass man dann auch die Füße etwas auseinandersetzen sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 23.08.2019, 14:46
17.

Zitat von barklug
Es ist ekelerregend, wie dieses tragische Unglück von den Kommentierenden hier als Anlass für klugscheißende Ergüsse genutzt wird! Schämt Euch!
Die Kommentare sind in der Sache völlig in Ordnung (wenn ab und an im Tonfall grenzwertig).:
Vor einer Bergbesteigung schaut man nach dem Wetterbericht, hoffentlich helfen die Kommentare dabei so einen bodenlosen fahrlässigen Leichtsinn zu vermeiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juttakristina 23.08.2019, 14:58
18. Nachdem das jetzt verschiedene Kommentatoren bestätigten...

Also, ich habe mir ja auch direkt gedacht, dass die Möglichkeit eines aufziehenden Gewitters sicher angekündigt war, unerwartet eher für denjenigen, der sich nicht vorher informiert hatte. Das haben hier inzwischen verschiedene User bestätigt.

Jeder einzelne, der dort umgekommen ist, steht für eine menschliche Tragödie und doch haben sie wohl selbst schuld. Wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Unwetter aufzieht, kraxel ich verdammt noch mal keinen Berg hoch! Man kann sich heutzutage so leicht darüber informieren und sich entsprechend verhalten, aber die Leute meinen ja immer, das betreffe nur die "Anderen", bis sie selbst so ein Anderer werden... Mein Mitleid mit den Erwachsenen hält sich daher in Grenzen. Unschuldige Kinder sind was anderes.

Ähnlich wie neulich bei der Höhlenrettung, wo dem Guide und wohl auch dem Touri schon bekannt war, dass es Gewitter geben könnte. Der Guide hätte aber nicht gedacht, dass es so hoch steige.... Hallo?! Einem solchen Guide gehört die Lizenz oder was auch immer entzogen! Bei Unwetter krabbel ich nicht in einer Karsthöhle rum! Habe jetzt nichts mitbekommen, ob die beiden "Helden" wenigstens für die Rettung zahlen müssen...

Verlernen die Menschen logisch zu denken, oder was? Wurde da schon zu viel Hirn ans Smartphone ausgelagert? Solche Nachrichten nehmen in letzter Zeit zu, zumindest habe ich den Eindruck. Irgendwie scheinen wir trotz oder gerade wegen all unserer tollen Errungenschaften eine Tendenz zur Lebensuntüchtigkeit aufzuweisen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 23.08.2019, 15:19
19.

Zitat von Runkelreinhard
hat auf dem Gipfel ja eigentlich auch nichts verloren. Unabhängig von religiösen Empfindungen, sollten auf Gipfeln überhaupt keine Bauwerke stehen, weder Kreuze noch Türme noch Antennen oder Lokusse. Aber tragisch ist die Geschichte schon. Sie erinnert mich daran, dass wir mal bei einer Wanderung in der Hohen Tatra umkehren musste, weil unser Bergführer ein Problem mit dem Wetter gesehen hat. Das war 1970.
Mir fällt jetzt außer ideologischen oder ästhetischen Gründen (beides sehr subjektiv) nichts ein, was grundsätzlich gegen Kreuze/Bauwerke auf Bergen/Gipfeln spricht.
Insbesondere Antennen machen doch aus rein technischer Werte her gesehen gerade oben auf einem Berg Sinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3