Forum: Panorama
Urbi et Orbi: Papst knöpft sich "Islamischen Staat" vor
REUTERS

In seiner Weihnachtsbotschaft hat Papst Franziskus ein Ende der Gewalt in Syrien gefordert. Den Terrorismus der IS-Miliz verurteilte der Pontifex scharf.

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gesinecresspahl 25.12.2015, 17:39
1. Eindrucksvoll

Als Atheist und grundsaetzlich der katholischen Kirche freundlich kritisch gegenueberstehend kann ich nicht umhin, diese Personalie eindrucksvoll zu finden. Da haben Sie fuer diesen schwierigen Job offenbar genau den richtigen Mann gefunden. Hut ab. Am Rande bemerkt wuerde man sich von manch muslimischem Geistlichen hohen Rangs ueber eine aehnliche Klarheit freuen.

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stefan.mahrdt 25.12.2015, 17:40
2. Urbi et Orbi

Die katholische Kirche, deren Oberhaupt sich so entsetzt über die Greueltaten des Islamischen Staats äußert, hat einen gewaltigen Anteil an der fortschreitenden Polarisierung zwischen 1,5 Milliarden Moslems und 2,5 Milliarden Christen, die zur Gründung des IslamIschen Staates zwischen Euphrat und Tigris, der Wiege der Menschheit, wo Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben worden sind, weil sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, führte.

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babylonka 25.12.2015, 17:47
3. Warum redet keiner mehr über Assad ?

Klar ist es schlimm was der IS macht aber man hört von den Medien nichts über Assad was er für ein Unwesen treibt! Assad wirft mit Bomben Familien Kinder Frauen nur damit er an der Macht bleibt , ist so etwas für die deutschen Medien nicht wichtig genug ? warum berichten die nur über den IS ?

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ludwig49 25.12.2015, 18:00
4. Ob die Botschaft des Papstes...

...bei IS und anderen Terroristen ankommt, darf bezweifelt werden. Wenn der Segen an die Stadt und den "Erdkreis" erteilt wird, dann hält die katholische Kirche tatsächlich den Planeten noch immer für eine Scheibe. Jegliche Diskussion über die Probleme der Menschheit bewegt sich folglich im Rahmen der
irrealen Denkweise der Kirche.

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deadbandit 25.12.2015, 18:05
5. Assad ist mit Abstand der größte Mörder

Bitte nicht vergessen, die weitaus meisten der über 200.000 Toten in Syrien hat Assad auf dem Gewissen. Und er hat diese Spirale der Gewalt ja auch losgetreten, indem er auf unbewaffnete Demonstranten hat schießen lassen!

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kyon 25.12.2015, 18:13
6. Fordern ist leicht, Handeln ist schwer

Kein vernünftig denkender Mensch würde sich hinstellen und ein Ende der Gewalt in Syrien fordern (!) oder einen Gott um Frieden in Syrien bitten. Ein vernünftig denkender Mensch würde sich überlegen, welchen aktiven (!) Beitrag er zum Erreichen eines Friedens leisten könnte, und dann diesen Beitrag auch leisten, sei es durch Verhandlungen oder sei es durch militärische Mittel.

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kaksi 25.12.2015, 19:17
7. Balken im eigenen Auge übersehen?

"Schlichtheit" sollte der Papst auch von den eigenen Bischöfen verlangen, wenn es um die Gestltung der Residenzen geht, siehe Limburg. Umd was den Terrorismus angeht, erinnern mich die Methoden des IS jedenfalls ansatzweise an die Art und Weise, wie "das Christentum", sobald es Staatsrelligion gerworden war, mit "heidnischen" Kulten, Kulturstätten, hartnäckigen Ungläubigen und Herätikern umgegangen ist.

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säkularist 25.12.2015, 19:40
8.

Zitat von gesinecresspahl
Als Atheist und grundsaetzlich der katholischen Kirche freundlich kritisch gegenueberstehend kann ich nicht umhin, diese Personalie eindrucksvoll zu finden. Da haben Sie fuer diesen schwierigen Job offenbar genau den richtigen Mann gefunden. Hut ab. Am Rande bemerkt wuerde man sich von manch muslimischem Geistlichen hohen Rangs ueber eine aehnliche Klarheit freuen.
Was soll daran so toll sein, dass der Papst das ausspricht was wohl (fast) jeder denkt?
Wohlfeile Sprüche werden diesen Krieg aber nicht beenden. Wenn der Papst wirklich etwas tun will, dann soll er seinen (vermutlich geringen) Einfluss auf die Staaten nutzen, die in Syrien mitmischen oder nur die die Saudis und Türken unterstützen.

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Erwan 25.12.2015, 20:22
9. Der Papst spricht auch nur Allgemeinplätze aus, statt daß

er mal den Verursachern des Syrienkonflikts die Leviten liest. Die Ursachen liegen vorwiegend in der Destabilisierung des Landes von außen her. Vorhergegangen ist der völkerrechtswidrige Krieg des USA gegen den Irak und dann die weitere Politik der USA dort, die einseitig die Schiiten bevorzugt hat, woraus am Ende dann der IS entstanden ist, der sich natürlich dann auch auf Syrien ausgebreitet hat. Es ist ja inzwischen auch bekannt beworden, daß die USA auch in Syrien einen regime change geplant hatte und das schon vor Jahren. Alles völkerrechtswidrig. Man mag zu Assad stehen wie man will, aber ein fremdes Land hat kein Recht dazu sich in interne Dinge einzumischen. Immerhin war in dem Land vor dem Aufstand Ruhe. Assad hat sogar tausende Flüchtlinge aus dem Irak aufgenommen, darunter auch viele Christen und er ist immer noch der Präsident von Syrien. Ich möchte mal sehen wie Merkel reagieren würden, wenn es in Deutschland auch Aufstände gegen die Regierung gäbe und Terror gehen unsere Armee gemacht würden, was ja in Syrien geschah. Es würde der Notstand ausgerufen und die Bundeswehr würde auch gegen die Aufständischen eingesetzt. Lybien hat man auch angegriffen und wie sieht es jetzt dort aus? Chaos allenthalben. Das alles geschieht nicht wegen irgendwelcher Menschenrecht, wer das glaubt, hat keine Ahnung von Politik. Es geht um Einfluß, Macht und Interessenpolitik.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/guenter-meyer-im-interview-ueber-putin-und-syrien-konflikt-13827942.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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