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Urteil in Düsseldorf: Dreijähriger darf laut Richtern allein aufs Klo
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Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte einen kuriosen Fall zu entscheiden: Müssen Eltern ihr dreijähriges Kind ununterbrochen beobachten? Auch wenn sie es schon ins Bett gebracht haben?

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ned divine 24.07.2018, 18:27
1. Wie bitte????

Das ist unerhört und unglaublich. Erstens geht kaum ein Dreijähriger nachts allein aufs Klo und
was genauso wenig glaubwürdig ist, dass weder der eine noch der andere Elternteil nichts gehört haben will? Hallo, geht's noch?
Ausser sie waren z.b. alkoholisiert oder ähnliches.
Hätten die denn auch nix gehört, wenn das Kind auf die Fensterbank gestiegen wäre und rausgefallen oder aus der Haustüre spaziert?
So ein Quatsch, bei den Richtern fragt man sich manchmal auch, was die so rauchen.....
Aber egal, bezahlt werden sie ja trotzdem.
Die Versicherung sollte das Urteil anfechten schon wegen der nicht nachgekommenen Sorgfaltspflicht.

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erdmann.rs 24.07.2018, 18:28
2. Allein aufs Klo gehen?

Über diese Entscheidung des OLG Düsseldorf kann man durchaus
geteilter Meinung sein.
Grundsätzlich haften natürlich Eltern minderjähriger Kinder für
die Schäden, die ihre Sprößlinge angerichtet haben.
In der Regel tritt dann eine Privathaftpflichtversicherung ein,
wenn Vorsatz/grobe Fahrlässigkeit nicht nachzuweisen sind.
Zu einer Privathaftpflichtversicherung ist daher dringend zu raten.
Dass aber überhaupt ein Oberlandesgericht mit einem derartigen
Fall befasst wird, ist schon irgendwie kurios, selbst wenn durch die
Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände ein Wasserschaden
in Höhe von 15.000 Euro entstanden ist, für den die Eltern
des Dreijährigen jetzt haften sollten.
Bedenkt man aber, mit welcher Unzahl von Klagen sich deutsche
Verwaltungsgerichte - alleine wegen abgelehnter Asylanträge -
zu befassen haben oder mit welchem "totalen Pipifax " sogar
der Bundesgerichtshof behelligt wird, geht es im o.a. Fall doch
eher um echte Not (-durft).

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m.m.s. 24.07.2018, 18:36
3. Die Spinnen, die Deutschen Versicherer

Nüchtern betrachtet klatscht man sich an die Birne. Da hat jemand eine Gebäudeversicherung abgeschlossen, um eben genau gegen sowas abgesichert zu sein, und stattdessen muss der Versicherungsnehmer die Versicherung verklagen wenn der Versicherungsfall eintritt. Der Versicherer glaubt auch, dass Eltern so eine Art Überwachungslager für Kleinkinder betreiben müssten. Hoffentlich gibt es für den Sachbearbeiter Abstriche bei der Einkommensprämie.

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swandue 24.07.2018, 18:45
4.

Für sowas wurden Versicherungen erfunden! Oder nicht?

Kinder dürfen kein unkalkulierbares Risiko für die Eltern darstellen. Es gibt sowieso schon zu wenig von ihnen. Es darf aber auch nicht sein, dass andere, hier der Haus- oder Wohnungseigentümer, auf einem fetten Schaden sitzen bleiben (und dann nicht mehr an Familien mit Kindern vermieten).

Ich finde es schlimm, wenn Kinder einen Mist bauen, was vorkommen kann, dann gerichtlich festgestellt wird, dass den Eltern kein Vorwurf gemacht werden kann, was in Ordnung sein mag - Aber deswegen ihre Haftpflichtversicherung nicht zahlen muss und ein anderer, der auch überhaupt nichts gemacht hat, was man ihm vorwerfen kann, dann dasteht mit zigtausend Euro Schaden, für die er selbst aufkommen muss.

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andreasclevert 24.07.2018, 18:48
5. Eigentlich wollte ich...

... den Beitrag nur lesen, für mich schmunzeln und leise und bescheiden die Thematik auf meinem Blog bringen (ja, das habe ich gemacht, aber dafür jetzt mal keine Werbung). ABER: Nachdem ich die zwei Vorredner hier im Forum lesen musste. Nein, besser gesagt, nur das erste, eher unflätige Kommentar, ganz kurz auch meinen Senf dazu: Wie schön, dass mal wieder ein Richter auch einfach mit gesundem Menschenverstand geurteilt hat. Und an den Foristen ned divine: Sie mögen vielleicht in der Kindererziehung nicht so firm sein, aber ich versichere Ihnen, die allermeisten Eltern verschließen nachts die Fenster, damit keine Kinder herausfallen. Die Toilettentüren lassen sie aber offen. Und, wir schlafdefizitären Eltern hören in der Tat nicht jedes leise Plätschern...

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swandue 24.07.2018, 18:52
6.

Zitat von ned divine
Das ist unerhört und unglaublich. Erstens geht kaum ein Dreijähriger nachts allein aufs Klo und was genauso wenig glaubwürdig ist, dass weder der eine noch der andere Elternteil nichts gehört haben will? Hallo, geht's noch? Ausser sie waren z.b. alkoholisiert oder ähnliches. Hätten die denn auch nix gehört, wenn das Kind auf die Fensterbank gestiegen wäre und rausgefallen oder aus der Haustüre spaziert? So ein Quatsch, bei den Richtern fragt man sich manchmal auch, was die so rauchen..... Aber egal, bezahlt werden sie ja trotzdem. Die Versicherung sollte das Urteil anfechten schon wegen der nicht nachgekommenen Sorgfaltspflicht.
Wer so schreibt, hat wohl eher keinen Nachwuchs.

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andreas.s 24.07.2018, 18:59
7. @1

Gehts noch? Ich hoffe Sie haben keine Kinder, sonst sollten wir uns mal über den volkswirtschaftlichen Schaden unterhalten, den Ihre Kinder vermutlich in Zukunft anrichten.

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compiler 24.07.2018, 19:00
8.

Zitat von erdmann.rs
[...] Grundsätzlich haften natürlich Eltern minderjähriger Kinder für die Schäden, die ihre Sprößlinge angerichtet haben. [...]
Eltern haften eben nicht grundsätzlich für ihre Kinder, sondern nur, wenn Sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Die entsprechenden Schilder an Baustellen etc. sind von einem juristischen Standpunkt aus gesehen, nichts wert.
Im vorliegenden Fall hat das Gericht festgestellt, dass eben keine Aufsichtspflicht verletzt wurde.

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marcaurel1957 24.07.2018, 19:07
9.

Zitat von ned divine
Das ist unerhört und unglaublich. Erstens geht kaum ein Dreijähriger nachts allein aufs Klo und was genauso wenig glaubwürdig ist, dass weder der eine noch der andere Elternteil nichts gehört haben will? Hallo, geht's noch? Ausser sie waren z.b. alkoholisiert oder ähnliches. Hätten die denn auch nix gehört, wenn das Kind auf die Fensterbank gestiegen wäre und rausgefallen oder aus der Haustüre spaziert? So ein Quatsch, bei den Richtern fragt man sich manchmal auch, was die so rauchen..... Aber egal, bezahlt werden sie ja trotzdem. Die Versicherung sollte das Urteil anfechten schon wegen der nicht nachgekommenen Sorgfaltspflicht.
Gott sei dank gibt es Menschen wie Sie, die von Recht und Gesetz mehr verstehen, als die Richter am OLG.....wo haben Sie noch gleich Jura studiert?

Es handelt sich übrigens um einen Zivilprozess, da kann man nicht „anfechten“. Möglich ist nur Berufung oder Revision, wobei ich davon ausgehe, das es sich bereits um ein Berufungsurteil handelt, da der Schaden 15.000 betrug und somit erstinstanzlich das LG zuständig war.

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