Forum: Panorama
Urteil in Düsseldorf: Schwerbehinderter 89-Jähriger muss Wohnung nach 50 Jahren räume
DPA

Weil er seine Miete angeblich zu Unrecht minderte, kündigte ein Vermieter aus Düsseldorf einem schwerbehinderten Rentner. Zu Recht, wie das Landgericht nun urteilte. Der Mann muss nach 50 Jahren sein Zuhause verlassen.

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Schweizer 06.11.2014, 18:18
10. was soll die Aufregung?

Ist ein alter Mensch oder ein behinderter automatisch immer im Recht? Soll er tun und lassen können was er will?
Jeder andere Bürger überlegt sich ob es sich lohnt sich wg kleiner Summen die Kündigung zu riskieren oder wie hoch die Chance ist zu gewinnen.
Ist der Vermieter das Sozialamt?
Müssen wir jede Schrulle alter Menschen hinnehmen nur weil sie alt sind?
Da könnte jede (Rand)Gruppe kommen.

Tut mir nicht leid. Wer Mitleid will, soll sich auch so verhalten, dass er es verdient.
Unabhängig davon ob das Gericht nun richtig geurteilt hat oder nicht, hat dieser alte Mann mit seiner Streitkompetenz gezeigt, dass er auch in die Lage sein sollte eine neue Wohnung zu finden.

Und nicht zu vergessen ist die Whg wg der langen Mietdauer vermutlich auch noch günstig oder sehr günstig. Der Mieter ob alt oder nicht spiel da keine Rolle hätte sich also überlegen können ob es Sinn macht diese günstige Whg um Recht zu haben aufs Speil zu setzen und dann deutlich teurer mieten müssen.

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topterrortroll 06.11.2014, 18:19
11. Spon

gibt - genau wie die BILD - viel zu wenig Informationen, um ein Urteil hier im Forum zu fällen, wie so oft in letzter Zeit. Wurde der Balkon beschädigt? Wurde der Mieter genötigt? Nur Schutzbehauptungen oder wurde das einfach vom Gericht unter den Tisch fallen gelassen?

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Schweizer 06.11.2014, 18:24
12. @ hdwinkel

"es hätte gereicht, daß die Miete nachgezahlt wird und gut is. "
Hat er denn? Wohl ja nicht, den entschuldigen wollte er sich ja auch nicht und dass sollte man wenn man vom Richter aufgefordert wird.

Er konnte über Jahre streiten. Aber eine neue Whg suchen trauen viele hier ihm nicht zu.

Ich sehe nicht was das mit Marktwirtschaft usw. tun hat. Hier versucht jemand seine Sicht der Dinge durch zu setzten und hat verloren. Pech gehabt.

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pfälza 06.11.2014, 18:26
13. Auch wenn es hart aussieht...

Vermieter sind nun mal keine Wohlfahrt, wir kennen den Vermieter nicht und wissen nicht, ob er das Geld dringend braucht. Nur weil jemand alt und schwerbehindert ist, heisst das noch lange nicht, dass er über dem Gesetz steht und dickköpfig agiert.
Noch haben wir Gerichte und wenn zwei Gerichte das auch so sehen, und ich denke mal, die haben besseren Einblick in den Fall als wir Schreiberlinge hier in den KOmmentaren, dann isses gut

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Hamberliner 06.11.2014, 18:34
14. Wie viele Jahre Leerstand wären genauso teuer wie der Prozess?

Die wichtigste Information fehlt: Was hat den Vermieter die Räumung gekostet, und wie vielen Jahresmieteinnahmen entspricht das?

Interessant wär auch zu wissen, ob dieser Mieter von jemandem (falsch) beraten wurde (Mieterverein, Bau-Sachverständiger) oder ob er sich von allein den Ast abgesägt hat, auf dem er saß.

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Europa! 06.11.2014, 19:21
15. 123

Vielleicht sollte man die Adresse der Wohnung bekannt geben, damit da ein junges Ehepaar mit Kindern, eine Krankenschwester oder ein Polizeibeamter einziehen können, die dringend nach einer bezahlbaren Wohnung suchen, die von solchen verdienten "Altmietern" blockiert werden.

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liborum 06.11.2014, 19:28
16. @all

An die, die meinen ein 89jähriger mit Behinderung würde relativ einfach ein neue Wohnung finden.
Das ist definitiv nicht der Fall.

Die wenigsten Vermieter wollen einen sehr alten Mieter, dazu noch mit Behinderung - da gibt es nachher Probleme mit der Leiche, der Wohnungsauflösung, der ev.Renovierung etc. Warum sollte sich das ein Vermieter antun?
Der findet problemlos junge, gut zahlende Mieter.

(Unabhängig davon, das der Artikel nichts an wirklicher Information hergibt)

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tizian 06.11.2014, 19:34
17. Nutzlos

Zitat von Schweizer
"es hätte gereicht, daß die Miete nachgezahlt wird und gut is. " Hat er denn? Wohl ja nicht, den entschuldigen wollte er sich ja auch nicht und dass sollte man wenn man vom Richter aufgefordert wird. Er konnte über Jahre streiten. Aber eine neue Whg suchen trauen viele hier ihm nicht zu. Ich sehe nicht was das mit Marktwirtschaft usw. tun hat. Hier versucht jemand seine Sicht der Dinge durch zu setzten und hat verloren. Pech gehabt.
Ich weiß ja nicht, in welchem Rechtsgebiet Sie den Fall verorten, aber vor einem Zivilgericht sind "Entschuldigungen", zu denen der Richter auffordert, sehr selten. Und es hätte ihm nach der Kündigung nichts genutzt, Mietrückstände zu zahlen, weil die Kündigung bestehen bleibt (ja, eine fristlose kann man abwenden aber nicht, wenn gleichzeitig eine ordentliche ausgesprochen wurde, was Vermieter in der Regel machen, da der BGH eben entschieden hat, dass neben einer fristlosen abwendbaren Kündigung eine ordentliche nichtabwendbare Kündigung bestehen bleibt).

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artikel20absatz4gg 06.11.2014, 19:39
18. Titel?

Wäre ein vollstreckbarer Titel gegen den Mieter über die von diesem wohl zu Unrecht einbehaltene Miete mit notfalls nachfolgender Pfändung nicht das mildere Mittel gewesen? Gilt der Grundsatz der Verhältnismässigkeit vor deutschen Gerichten nicht mehr?

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herkurius 06.11.2014, 19:42
19. Nachzahlung

Hätte es ja auch. Siehe Paragraph 569, Absatz 3, Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Hat der Mieter bloß nicht.

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