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Urteil gegen Abtreibungsärztin: "Mehr als vorgestrig"
DPA

Die Ärztin Kristina Hänel muss eine Strafe zahlen, weil sie für Schwangerschaftsabbrüche geworben haben soll. Ihre Anwältin ist entsetzt. Die wichtigsten Fragen in diesem umstrittenen Fall.

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paulvernica 24.11.2017, 19:02
10. warum nur

Zitat von reflexxion
Es ist doch keine Werbung wenn ein Arzt aufzählt welche Leistungen die Praxis anbietet. Wieder so ein Urteil das für mich ein großes Fragezeichen auf unsere Justiz wirft. Das ist einfach nur peinlich, etwa wie der Paragraf Majestätsbeleidigung, den Böhmermann zu Fall brachte.
wird in diesem Land eigentlich alles was sich gegen das Leben richtet als moralische Errungenschaft verkauft. Natürlich ist Abtreibung, das Töten eines werdenden Menschens und nicht eine Blinddarmentzündung. Und deswegen sollte Abtreibung auch wieder verboten werden, ausser in ganz seltenen Ausnahmefällen wie zb.wenn das Leben der Mutter steht auf dem Spiel.
Ein werdender Mensch ist kein Stück Dreck was man einfach mal so fort macht, wie ein kaputter Backenzahn. Und wenn dann auch noch der Verdacht im Raum steht, das jemand mit Abtreibungen Kohle machen will, ist es doppelt erbärmlich !
Das Durchsetzen des Verbotes des §218 wurde in den 70ern (glaube ich) durch und durch und hin und her diskutiert. Es setzten sich die Feministinnen durch, die sich nicht von Männern verbieten lassen wollten ob sie abtreiben oder nicht. Stichwort : Mein Bauch gehört mir , so hiess der Slogan damals.
Quasi , gottgleich und mit grösster Selbstverständlichkeit erwarten sie nun, dass auch jeder Arzt bereit ist abzutreiben und das jeder werdende Vater rechtlos ist, wenn er das Kind will und sie nicht.
Das ist Egoismus hoch 10 und wenn noch jemand damit einen Reibach machen will, geht das gar nicht für mich.

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paulvernica 24.11.2017, 19:05
11. warum nur

wird in diesem Land eigentlich alles was sich gegen das Leben richtet als moralische Errungenschaft verkauft. Natürlich ist Abtreibung, das Töten eines werdenden Menschens und nicht eine Blinddarmentzündung. Und deswegen sollte Abtreibung auch wieder verboten werden, ausser in ganz seltenen Ausnahmefällen wie zb.wenn das Leben der Mutter steht auf dem Spiel.
Ein werdender Mensch ist kein Stück Dreck was man einfach mal so fort macht, wie ein kaputter Backenzahn. Und wenn dann auch noch der Verdacht im Raum steht, das jemand mit Abtreibungen Kohle machen will, ist es doppelt erbärmlich !
Das Durchsetzen des Verbotes des §218 wurde in den 70ern (glaube ich) durch und durch und hin und her diskutiert. Es setzten sich die Feministinnen durch, die sich nicht von Männern verbieten lassen wollten ob sie abtreiben oder nicht. Stichwort : Mein Bauch gehört mir , so hiess der Slogan damals.
Quasi , gottgleich und mit grösster Selbstverständlichkeit erwarten sie nun, dass auch jeder Arzt bereit ist abzutreiben und das jeder werdende Vater rechtlos ist, wenn er das Kind will und sie nicht.
Das ist Egoismus hoch 10 und wenn noch jemand damit einen Reibach machen will, geht das gar nicht für mich.

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Kanalysiert 24.11.2017, 19:08
12. Zurück in die Vergangenheit?

Eine armselige Einstellung, dass eine ärztliche Information zugunsten biblischer Wertvorstellungen zensiert werden soll. Natürlich sollte man keine Zeilen wie "Hurra, weg damit!" oder "Two-for-one Special" schreiben, aber dies war ja auch nicht der Fall. Man kann immer nur wieder hoffen, dass die Zeit voranschreitet und der natürliche Lauf der Dinge uns diese gedanklichen Fossilien irgendwann erspart. Qui bono?

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deftone23 24.11.2017, 19:12
13. Soso...

Zitat von specialsymbol
Die Richterin hat schon alles gesagt: der Gesetzgeber möchte nicht, dass ein sachlicher Diskurs über Abtreibung stattfinden kann. Der Grund ist ebenso simpel: der Gesetzgeber setzt den Willen des Volkes um und das ist mehrheitlich über 60 - bekommt also sowieso keine Kinder mehr. Ist mithin nicht betroffen, außer dass es um seine Rente fürchtet, gäbe es weniger Kinder. Außerdem weiß dieser Teil wie groß das Glück ist Kinder haben zu dürfen und möchte die verantwortungslose Jugend (alle unter 60) vor sich selbst schützen.
Der Gesetzgeber hat nicht zu entscheiden, ob über eine legale medizinische Maßnahme ein Diskurs stattfindet oder nicht. Tut er es doch, so überschreitet er seine Kompetenzen. Ganz zu schweigen davon, dass es sich auch um einen Eingriff in die Berufsfreiheit handeln könnte.

Darüber hinaus spielt es auch keine Rolle was der Wille des Volkes ist. Nicht bei solch einer höchstpersönlichen Entscheidung.

Das bestehende Gesetz ist einfach Käse und wird in dieser Form nicht mehr lange existieren.

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paulvernica 24.11.2017, 19:16
14. unlogisch

Zitat von Icki
Ich finde es beschämend, dass in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit nach wie vor so getan wird, als habe die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch irgendetwas mit dem öffentlichen Interesse bzw. unserem Staatswesen zu tun. Ein solcher Entschluss reine Privatsache; wer Abtreibung aus religiösen Gründen ablehnt, hat nicht das Recht, seine diesbezügliche Auffassung Dritten aufzuoktroyieren. Einerseits eine Beratungspflicht plus zwangsverordneter dreitägiger "Bedenkzeit" aufrecht zu erhalten - als seien Frauen unmündige Bürgerinnen, die in ihren höchst privaten Angelegenheiten nicht ohne staatliche Intervention entscheidungsfähig sind - und gleichzeitig eine sachkundige Aufklärung - ja, auch über den finanziellen Anteil! - unter Strafe zu stellen verletzt in meinen Augen Artikel 3 unseres Grundgesetzes.
Offensichtlich sind sie und auch wohl die Autorin der Meinung, dass die neueste Zeit jeweils die moralisch oder anderswie hochwertigste Zeit sei ?!!! Den Vorwurf der Vorgestrigkeit, ist so ziemlich das dämlichste Argument Abtreibungen zu rechtfertigen !
Die heutige Zeit ist bloss die modernste aber nicht die beste und bloss weil irgendetwas modern ist ist es noch lange nicht gut !
Im Jahre 1936 zb hat es auch Menschen gegeben , die Menschen die noch aus der Kaiserzeit stammten als vorgestrig bezeichneten. Und war das 3te Reich deswegen eine moralisch oder anderswie tolle Zeit. Nein, ganz im Gegenteil wie wir wissen und genauso ist es auch mit der heutigen Zeit.
In 50 oder 100 Jahren wird man sich vielleicht grausen, wenn man erkannt hat wie furchtbar die Moral der heutigen Zeit war insbesondere was die vielen Abtreibungen angeht. Wenn es ums Töten geht sollte man vielleicht mal anfangen zu denken !!!

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niska 24.11.2017, 20:25
15.

Zitat von paulvernica
Offensichtlich sind sie und auch wohl die Autorin der Meinung, dass die neueste Zeit jeweils die moralisch oder anderswie hochwertigste Zeit sei ?!!! Den Vorwurf der Vorgestrigkeit, ist so ziemlich das dämlichste Argument Abtreibungen zu rechtfertigen ! Die heutige Zeit ist bloss die modernste aber nicht die beste und bloss weil irgendetwas modern ist ist es noch lange nicht gut ! Im Jahre 1936 zb hat es auch Menschen gegeben , die Menschen die noch aus der Kaiserzeit stammten als vorgestrig bezeichneten. Und war das 3te Reich deswegen eine moralisch oder anderswie tolle Zeit. Nein, ganz im Gegenteil wie wir wissen und genauso ist es auch mit der heutigen Zeit. In 50 oder 100 Jahren wird man sich vielleicht grausen, wenn man erkannt hat wie furchtbar die Moral der heutigen Zeit war insbesondere was die vielen Abtreibungen angeht. Wenn es ums Töten geht sollte man vielleicht mal anfangen zu denken !!!
Aber jetzt mal ganz ohne irgendwelche Ideologien bitte. Keine Frau treibt leichtfertig ab. Sie tun ja fast so als würden gewissenlose Frauen das wie Naseputzen tun. Da laufen jedesmal schwere innere Kämpfe in den Köpfen ab. Oft entscheidet man sich trotzdem für das Leben, auch wenn es keinen greifbaren, verantwortungsbereiten Vater gibt, oder die eigene soziale Existenz gefährdet ist. Oder man entscheidet sich dagegen und merkt manchmal viel später, dass es für einen persönlich doch falsch war. Es muss heutzutage einfach so sein, dass jede Frau dies selbst entscheiden kann. Mit allen Konsequenzen. Dass der Staat hier in die Selbstbestimmung des Individuums massiv hereinredet, ist falsch. Und dass Menschen, die sachlich über die Möglichkeiten informieren bestraft werden ist wirklich nicht in Ordnung. Fazit: In der Thematik "Abtreibung" gibt es kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch. Es gibt nur das, für die Frau individuell zu wählende, "kleinere Übel". Kein schönes Thema. Ich durfte bzw. musste das aus der Perspektive des männlichen Parts schon miterleiden.

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Brathering 24.11.2017, 20:44
16. Warum wohl wurde das Gesetz 1933 erlassen?

Aus dem gleichen Grund weshalb 1936 die Reichszentrale gegen Abtreibung und Homosexualität gegründet wurde. Um alle Feinde des positiven Bevölkerungswachstums zu bekämpfen. Schließlich brauchten die Rechten genug Soldaten. Schlimm dass solche Schandgesetze solange über Menschen in einer Demokratie bestimmen können.

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drsylke 24.11.2017, 20:56
17. Darf Allgemeinmediziner Interruptio durchführen?

Ich bin nicht für oder gegen den Eingriff, das muss jede werdende Mutter selbst entscheiden, ob sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. Mir erschließt sich nur nicht, wieso diese OP nicht ausschließlich von Gynäkologen durchgeführt werden darf?

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f_eu 24.11.2017, 21:06
18.

Zitat von bejaflor
Tja, mal wieder bestätigen hier Staatsanwalt und Richter, dass sich die meisten Ewiggestrigen genau unter diesen beiden Berufsgruppen zu finden scheinen. Man kann nur hoffen, dass die Revision den Herrschaften dieses völlig rückwärts gewandte Urteil um die Ohren hauen.
"Ewig gestrige Richter und Staatsanwälte"

Nein. Das Gesetz muss ganz einfach weg. Ein Abtreibung ist einzig und allein Sache der schwangeren Frau und die muss sich informieren können.

In Zeiten der Ehe für alle sollte das eine Selbstverständlichkeit sein.

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Brathering 24.11.2017, 21:09
19. Abtreibung kann und darf nicht verboten werden.

Zitat von paulvernica
wird in diesem Land eigentlich alles was sich gegen das Leben richtet als moralische Errungenschaft verkauft. Natürlich ist Abtreibung, das Töten eines werdenden Menschens und nicht eine Blinddarmentzündung. Und deswegen sollte Abtreibung auch wieder verboten werden, ausser in ganz seltenen Ausnahmefällen wie zb.wenn das Leben der Mutter steht auf dem Spiel. Ein werdender Mensch ist kein Stück Dreck was man einfach mal so fort macht, wie ein kaputter Backenzahn. Und wenn dann auch noch der Verdacht im Raum steht, das jemand mit Abtreibungen Kohle machen will, ist es doppelt erbärmlich ! Das Durchsetzen des Verbotes des §218 wurde in den 70ern (glaube ich) durch und durch und hin und her diskutiert. Es setzten sich die Feministinnen durch, die sich nicht von Männern verbieten lassen wollten ob sie abtreiben oder nicht. Stichwort : Mein Bauch gehört mir , so hiess der Slogan damals. Quasi , gottgleich und mit grösster Selbstverständlichkeit erwarten sie nun, dass auch jeder Arzt bereit ist abzutreiben und das jeder werdende Vater rechtlos ist, wenn er das Kind will und sie nicht. Das ist Egoismus hoch 10 und wenn noch jemand damit einen Reibach machen will, geht das gar nicht für mich.
Dies geht schon aus medizinischen Gründen nicht, denn 50 - 70 % aller Schwangerschaften 'treibt' der Körper selbst ab. Oftmals merkt die Frau dies gar nicht. Dies ist der sogenannte Abort. Wenn Abtreibung verboten wird, muss die Staatsanwaltschaft quasi jede Frau kontrollieren und bei einem Abort eine Gerichtsentscheidung anstrengen, ob dies dann Mord war oder nicht. Dies geht faktisch einfach nicht und würde unseren Rechtsstaat in die Knie zwingen, abgesehen von der Tatsache, dass dies ein Generalverdacht gegen alle Frauen darstellt. Es sagt niemand, dass ein Fötus ein Stück Dreck ist. Es ist eine Option auf Leben aber kein Zwang und keine Pflicht. Auch die Vorstellung, dass Frauen leichtfertig abtreiben ist frauen- und damit menschenverachtender als die Abtreibung selbst.

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