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Urteil im Brunner-Prozess: Mit aller Härte

Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.

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Camarillo Brillo 06.09.2010, 17:56
1. ...

Zitat von sysop
Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.
Bei der zT sehr emotionalen Diskussion zu diesem Fall empfinde ich diesen Artikel als wohltuend sachlich, ohne dass ich der Autorin in jedem Punkt zustimme.

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elpaso 06.09.2010, 18:00
2. Oh Frau Friedrichsen

wie sehr wünsche ich mir, dass Sie so einger Gang mal gegenüberstehen würden! Dann können Sie ja mal versuchen so haarfein jusristisch zu argumentieren. Ich fürchte nur, dass Sie das unbeschadet nicht überdauern würden...Wenn ich alle Ihre Kommentare so lese. Mir kommen direkt Mitleidstränen für den ach so unschuldig auf die schiefe Bahn geratene L. Hat er womöglich auch schon mal einen Schnupfen gehabt?! Das würde ja noch ganz andere Handlungsweisen rechtfertigen. Hören Sie bloß auf mit Ihrer Gerichtsreporterei. Das wird langsam unerträglich.

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Newspeak 06.09.2010, 18:01
3. ...

Ich finde das Urteil ist ein Fehlurteil. Wenn die Jugendlichen auch provozierend gewesen sind, Brunner hat, nach Sachlage, den körperlichen Konflikt eindeutig gesucht und durch seinen zuerst ausgeführten Schlag auch eskaliert. Aufgrund der Bemerkung der Jugendlichen kurz davor kann man außerdem davon ausgehen, daß diese Brunner nicht besonders ernstgenommen haben, vielleicht auch deshalb, weil sie selbst in diesem Moment offenbar nicht daran dachten, gewaltsam auf ihn loszugehen. Unabhängig vom Vorgeschehen hat Brunner deshalb vor allem selbst schuld. Das einzige, was man aus meiner Sicht wirklich bestrafen muß, ist die unverhältnismäßige Gegenwehr des einen Jugendlichen, denn es ist in keinem Fall in Ordnung auf einen am Boden liegenden Menschen einzutreten, zumal im Kopfbereich. Dann ist man aber immer noch vom Mordmerkmal der Rache weit entfernt. Wenn er sich wirklich rächen wollte, warum ist er denn dann nicht zuerst auf Brunner losgegangen und hat zuerst zugeschlagen?

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Holledauer 06.09.2010, 18:02
4. Ach ja, da streicheln wir mal wieder das Händchen..

..des unschuldigen Täters!
Es gibt nur einen Skandal bei diesem Verfahren: Warum dauerte es ein Jahr, bis ein Gerichtsverfahren eröffnet wurde?
Und ach Gott, er ist ja so unschuldig! Wenn jeder kriminell werden würde, der ein schwieriges Elternhaus hatte, dann hätten wir wohl ein Mehrfaches an Gewalttätern.
Und wenn andere Gerichte außerstande sind, den jungen Gewalttätern zu zeigen, dass er von ihnen eingeschlagene Weg der falsche ist, dann sollte dies nicht als Beispiel herangezogen werden! Es macht keinen Sinn, jugendliche Gewalttäter zu Strafen zu verurteilen, die mit "einer Arschbacke" abgesessen werden.

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tempus1999 06.09.2010, 18:13
5. Welche Weltsicht wird hier eigentlich verbreitet?

Nach der Logik von Frau F. sind dann 1 1/ 2 Jahre für einen Totschlag mit einer Zaunlatte angemessen. Es lohnt sich wirklich nicht mehr darüber zu diskutieren.

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diamante 06.09.2010, 18:13
6. ...

Kaum wird mal ein etwas härteres Urteil ausgesprochen, ist schon wieder vergessen worden, welch schlimme Kindheit einer der Angeklagten ja hatte. Man kann das doch nicht immer noch als Freifahrtschein gelten lassen.
Desweiteren hatte ich beim Lesen des Artikels den Eindruck, als wolle der Autor den Eindruck "Brunner ist ja in gewisser Weise selbst schuld" vermitteln. Das wird bestimmt viele Leute zur Zivilcourage ermutigen.
Ich begrüße das Urteil. Der Mann ist tot. Das muss man sich mal vor Augen halten.

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TommIT 06.09.2010, 18:14
7. Herr Brunner hat nicht gestanden

Zitat von elpaso
wie sehr wünsche ich mir, dass Sie so einger Gang mal gegenüberstehen würden! Dann können Sie ja mal versuchen so haarfein jusristisch zu argumentieren. Ich fürchte nur, dass Sie das unbeschadet nicht überdauern würden...Wenn ich alle Ihre Kommentare so lese. Mir kommen direkt Mitleidstränen für den ach so unschuldig auf die schiefe Bahn geratene L. Hat er womöglich auch schon mal einen Schnupfen gehabt?! Das würde ja noch ganz andere Handlungsweisen rechtfertigen. Hören Sie bloß auf mit Ihrer Gerichtsreporterei. Das wird langsam unerträglich.
Dann richten Sie sich auf eine Welt ein ohne Gerichte und Juristerei.
Zu denken man sei, weil man sich im selbst recht glaubt auch automatisch der dem geholfen wird oder der der gewinnt, sollte sich auch dem Dümmsten mit diesem Geschehen unwiederbringlich als Falsch in den kopf gebrannt haben.
Dennoch hat sich hier die Staatsanwaltschaft auch sehr sehr grenzwertig bewegt und ich glaube noch nicht, dass dies das letzte Wort in diesem Prozess war.

Unabhängig von den Tätern hätte ich als Richter auch die Staatsanwaltschaft gemassregelt....

Jemand nachgehen ist für mich bei Notwehr schon hart an der Grenze...

Was hat Herr Brunner nun dabei gewonnen, ge-massregelt' hatte er sie ja schon..
Auch diese Nach-notwehr ist staatsanwaltschaftsgefällige Notwehr...

Selbst hingehen Taschen ablegen, Dresche verbal ankündigen und ersten Schlag austeilen ist Notwehr?

Da kann man aaber auch die Juristerei hinterfragen..

Un Herr Brunner hat NICHT gestanden!

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Casimir 06.09.2010, 18:14
8. Erleichterung

Zwei Dinge sind erleichternd:

1) Es ist einerseits erleichternd zu sehen, dass deutsche Gerichte offenbar doch in der Lage sind, solche Taten angemessen zu bestrafen und den vom Gesetz vorgegebenen Rahmen bei Bedarf auch auszuschöpfen.

2) Es ist mit Blick auf die einseitige und geradezu unerträgliche Berichterstattung von Frau Friedrichsen erleichternd zu sehen, dass diese Frau Friedrichsen mittlerweile ziemlich alleine da steht mit ihrer Meinung "viel zu hart bestraft" oder "lieber weggehen als helfen".

In der Bevölkerung scheint sich ohnehin der Wind zu drehen: weg vom verordneten 68er-Gutmenschentum und der verordneten political correctness und der verordneten Toleranz; hin zu bewährten Werten. Es ist aber immer noch ein langer Weg. Gehen wir ihn weiter!

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stesoell 06.09.2010, 18:15
9. oo

>>> Das Schlagwort vom "Wegsehen" hingegen ist wohlfeil. Was spricht
>>> dagegen, es zum Beispiel durch "Weggehen" zu ersetzen? Oder durch "Hilfe >>> holen"?

>>> Die Möglichkeit hätte in Solln bestanden und wäre weitaus weniger
>>> gefährlich gewesen als der Faustkampf, der für einen der Beteiligten,
>>> nämlich Dominik Brunner, tödlich endete

Man liest eine recht einfältige Journalistin (?)

Nein, wir reden nicht von einer Hilfeleistung die seiner Bestimmung genügen würde, sondern von einem Umstand, in dem sich vllt. eine Frau Friedrichsen sehen würde, wenn sie denn selbst in eine solche Lage kommen würde....
Möge die Frau davor bewahrt werden (und derjenige der um Hilfe ersucht).

Nichts spricht dagegen, aber auch nichts dafür (in diesem konkreten Fall).

Gottseidank hat der Gesetzgeber den rechtfertigen Notstand "erfunden".
Ich mach weiter davon Gebrauch! Auch DU!

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