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Urteil im Brunner-Prozess: Mit aller Härte

Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.

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anlashok 06.09.2010, 18:16
10. Keine Ahnung, aber immer eine Meinung

Zitat von elpaso
wie sehr wünsche ich mir, dass Sie so einger Gang mal gegenüberstehen würden! Dann können Sie ja mal versuchen so haarfein jusristisch zu argumentieren. ... Hören Sie bloß auf mit Ihrer Gerichtsreporterei. Das wird langsam unerträglich.
Frau Friedrichsen ist leider nicht in der Lage "haarfein juristisch zu argumentieren", deshalb sind ihre Gerichtsreportagen ja so unerträglich. Sie hat von Jura schlichtweg keine Ahnung - und sich offensichtlich auch die Grundlagen nicht nach Dekaden in Gerichtssälen angeeignet.

Den Beweis hierfür hat sie mit ihren Ergüssen im Fall Nadja Benaissa angetreten, als sie trotz Nachweis einer vorsätzlich, rechtswidrig und schuldhaft ausgeführten Handlung wegen der schweren Jugend der Angeklagten einen Freispruch forderte. Über das Strafmaß kann man - wie immer - trefflich streiten. Über die Voraussetzungen eines Freispruchs aber nicht.
Also Frau Friedrichsens: Lassen Sie es bitte einfach sein!

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chris345 06.09.2010, 18:18
11. Neid?

Ich frage mich, warum SPON ziemlich durchgehend versuchte, Brunner die Heldenrolle abzusprechen. So ziemlich jeder Artikel auf SPON enthält sinngemäß die Aussage "er hat Zivilcourage gezeigt, ABER", und dann geht es los. Ist es einfach Neid? Oder das Wissen des Autors, dass er zu so einer Heldentat nicht fähig ist?

Herr Brunner hat Kinder vor kriminellen Jugendlichen beschützt, und dieses mit dem Leben bezahlt. Alleine dieser Sachverhalt verbietet es, dauernd mit dem nörgelnden "ABER" zu kommen. Erkennt doch einfach mal Zivilcourage an. Und nur weil nicht jeder zum Helden geboren ist, muss man die wenigen die es gibt nicht dauernd schlecht machen.

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KB1111 06.09.2010, 18:18
12. Fachkunde?

Zitat aus Wikipedia ueber Frau Friedrichsen:

„Schulmeisterlich verteilt sie Zeugnisse, bewertet, lobt, verdammt, auf der Grundlage ihrer subjektiven Maßstäbe. Dabei ergreift sie nicht nur Partei für eine Seite, sondern berichtet einseitig, gibt den Argumenten der angegriffenen Seite meist keinen Raum.“

Dem ist eigentlich nur hinzuzufuegen, dass die Dame keine juristische Ausbildung genossen hat und daher auf dem fachlichen Niveau von z.B. Rentnern argumentiert, die ihre Freizeit in Gerichtssaelen verbringen.

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liberg7 06.09.2010, 18:21
13. Pro Abschreckung

Zitat von Newspeak
Ich finde das Urteil ist ein Fehlurteil. Wenn die Jugendlichen auch provozierend gewesen sind, Brunner hat, nach Sachlage, den körperlichen Konflikt eindeutig gesucht und durch seinen zuerst ausgeführten Schlag auch eskaliert.
Das Urteil ist meines Erachtens in seiner Härte angemessen. Brunner würde noch leben, hätten die beiden ihn nicht derart brutal geschlagen und getreten.Ob Brunner zuerst geschlagen hat oder nicht, spielt doch überhaupt keine Rolle. Hier geht es doch nicht um ein blaues Auge oder einen gebrochenen Arm, als Reaktion auf einen Erstschlag Brunners. Der Mann starb, weil die beiden kein Maß kennen, keine Grenzen, keine Werte und wie der Richter sagt sich auf unterstem sittlichen Niveau befinden. Das muss hart bestraft werden und soll all den gewaltbereiten Jugendlichen zeigen, daß man für solch eine Tat für sehr lange Zeit im Gefängnis bleiben muss. Frau Friedrichsen, wie sollen die das sonst lernen? Glauben Sie wirklich ein milderes Urteil incl. heilpädagoischer Betreuung hätte irgendeine Wirkung auf die ebenfalls sehr aufmerksam zuschauenden Aussenwelt gehabt? Ja, ich stehe dazu. Unser Strafrecht soll manchmal auch abschreckende Wirkung haben.

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phate84 06.09.2010, 18:21
14. Mir wird seit Wochen schlecht...

... wenn ich mir die zahlreichen und immer einseitig geschriebenen Artikel dieser Autorin zu diesem Thema durchlese! Klar, der erste Aufschrei der Bevölkerung und die Stimmungsmache pro Brunner waren sicher sehr heftig.
Aber diese Artikel waren von Anfang an nicht objektiv und haben über Brunner stets fast nur als Täter berichtet. Wer das hier ließt, könnte ja bald Mitleid mit den armen Jungerwachsenen bekommen. Für die hinterbliebene Familie und Freunde ist das mindestens ein Faustschlag aus tänzelnder Kampfhaltung....

Mir scheint es ja fast so, als sei die Autorin persönlich betroffen... Die sieben Jahre sind wirklich viel, der Mann aber ist tot und das passierte nicht freiwillig und wäre für die beiden armen Männer wirklich nicht schwer zu verhindern gewesen!

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zadrique 06.09.2010, 18:25
15. Der eigentliche Skandal...

... ist, dass man zwei Deppen wegen Mord und beihilfe verurteilt, aber die richtig üblen Geschichten in diesem Land zu den Akten legt.
Nicht falsch verstehen bitte, es ist richtig die Jungs hart zu bestrafen, obgleich das nachweislich überhaupt keinen Abschreckungscharakter haben wird, wie einschlägige Studien belegen.
Fatal jedoch ist, dass immer dann, wenn die Großen mit einem Namen in dieser Gesellschaft Verfehlungen mit ebenfalls weitreichenden Konsequenzen begehen Staatsantwaltschaften schön die Augen schließen und wegsehen.
Im Zuge der CDU Spendenskandale in den 80´er und Ende der 90´er Jahre gab es merkwürdig viele Todesfälle in den Reihen der CDU. In den 80´ern konnte man die noch unter Umständen als Mordanschläge der RAF o.Ä. verkaufen, in den 90´ern waren es dann "Selbstmorde", bzw. ungeklärte Todesfälle (bei einem Staatsanwalt in Augsburg blockieren die Räder und versagen die Bremsen).
Barschel stirbt in den 87 unter bis heute ungeklärten Umständen, zeitgleich finden riesen Deals der Bundesrepublik mit dem damals noch rassistischen Regime in Südafrika über U-Bootlieferungen statt, die Barschel nicht mehr decken wollte (ging von Schleswig-Holstein via DDR nach Süd-Afrika).
Und bis heute werden Staatsanwälte die ernsthaft ermitteln wollen daran gehindert, via Dienstanweisungen mundtot gemacht. Da kommen alles in allem ein paar Dutzend Tote zusammen. Ist doch ein schönes Bild. Dicken Pfälzern setzt man Denkmäler statt sie anzuklagen, dämliche Jungs wandern Jahre in den Knast (wohl gemerkt zu recht, aber da gehören besagte Pfälzer ebenfalls hin, zumindest auf eine Anklagebank!)

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Wavebreaker26 06.09.2010, 18:26
16. -.-

Was für ein Artikel. Mir kommen direkt die Tränen. Die beiden Täter kriegen im Knast doch noch eine Ausbildung hinterher geworfen. Das Urteil war nötig und ist trotzdem viel zu niedrig. Lebensgeschichte hin oder her, wer nicht mehr in der Lage ist, rational und vor allem sozial zu denken und dadurch auf Leute losgeht, der hat dieses Urteil mehr als verdient.

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bierus 06.09.2010, 18:26
17. angemessen

Das Strafmaß ist für beide mehr als angemessen. Wirklich zum Besseren ändern wird sich in unserem Land allerdings erst dann etwas, wenn schon die vorangegeangene räuberische Erpressung ausreicht, um für mehrere Jahre in den Knast zu wandern. Und ja, schon nach dem ersten Mal. Ohne wenn und aber.

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Breen 06.09.2010, 18:28
18. Oh Gott...

"Es mag in der Bevölkerung eine irrationale Angst vor jugendlichen Intensivtätern herrschen."

Genau, liebe Täterversteherin - 7 Jahre für den Notwehrexzeß der Lausejungen sind nun wirklich unmenschlich. Schließlich können sie ja gar nichts dafür.

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natterngesicht 06.09.2010, 18:29
19. Warum keine Schlägerei? Spekulation einer Präventivnotwehr?

Zitat von sysop
Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.
Ich verstehe die Argumentation des Gerichts nicht. Wieso hat Brunner in Notwehr geschlagen? Hat er nicht eher eine Schlägerei begonnen? Sonst könnte ja jeder kommen und wie Bush behaupten, er hätte einen Präventivschlag machen müssen, weil sonst die anderen angefangen hätten (Bushdoktrin vom Cowboy, der erst schießt, und dann fragt). Die jugendlichen Gegner haben sich natürlich eines Notwehrexzesses schuldig gemacht.

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