Forum: Panorama
Urteil im Brunner-Prozess: Mit aller Härte

Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.

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jenom 06.09.2010, 18:39
30. Gutes Urteil

Es geht darum wer angefangen hat und das waren eindeutig die beiden Jugendlichen. Schutzgelderpresser als Karriereideal darf nicht attraktiv werden, sonst kann niemand mehr sicher sein. Herr Brunner hat Zivilcorage bewiesen und sich für uns alle gewehrt, hat nicht weggesehen als Kindern Gewalt angedroht wurde, daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen. Härtere Strafen für unterlassene Hilfeleistung wären sinnvoll.

Die SPON Gerichtsreporterin hat anscheinend keinerlei Lebenserfahrung und lebt in geschützten Verhältnissen auf dem Dorf. Mit ihren naiven Kommentaren gefährdet sie etliche Menschenleben. Hilft es der Gesellschaft, wenn eine schwere Kindheit als Freifahrtschein gilt? Wer das glaubt, denkt nicht unbedingt logisch. Helfen würden höhere Gehälter für Kindergärtnerinnen, mehr Geld für Bildung, Jugendclubs etc. Wer lasche Strafen unterstützt, plädiert für mehr Gewalt in der Öffentlichkeit. Was natürlich im Interesse von jemand ist, der von Gerichtsberichterstattung lebt.

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Brett weg 06.09.2010, 18:39
31. idee

meiner meinung nach sollte es in der rechtsprechung eine eiserne regel geben:

wer sich alkoholisiert in der öffentlichkeit belegt erhält im falle einer anklage immer die höchststrafe für den jeweiligen fall.

wer besoffen auto fährt, selber schuld.

wer morgens mit vodka einsteigt und den mittag mit ein paar bier versüßt, selber schuld.

wohl bemerkt, ich sage nicht dass der konsum alleine schon strafbar ist, wenn aber was passiert und der alkoholisierte schuldig ist, sofort höchststrafe :)

vielleicht hilft das den leuten bei einem vernünftigen umgang mit alkohol?

sicher werden nun viele aufschreien, aber man sollte es sich angewöhnen seine eigene weltanschauung und lebensweise nicht auf alle menschen zu übertragen!

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gmdl 06.09.2010, 18:44
32. Im Zweifel für den Angeklagten?

Zitat von sysop
Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.
Das scheint kein Prinzip zu sein, das in unserer Justiz gilt. Wie will man denn ohne Zweifel nachgewiesen haben, dass die Täter eine Tötungsabsicht gehabt haben, wo das Opfer doch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Schlägen ohne Tötungsabsicht gestorben wäre?

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Schaffnerlos_ 06.09.2010, 18:46
33. Berichterstattung oder Stimmungsmache?

Zitat von Neurovore
Räuberische Erpressung und Gewaltdelikte werden als "Pöbelei" verniedlicht; Bekenntnisse und Reue als zwingende Strafmilderungsgründe angeführt. Das Abgleiten in die Kriminalität (i.e. einem am Boden Liegenden vor den Kopf zu treten) als "geradezu programmiert" und unverschuldet dargestellt. Die Vorstrafen (darunter eine wegen Raubes mit einer (nicht als solche erkennbaren) Gaspistole) als "zum Teil geringfügig" bezeichnet. Das ist nun wirklich keine Berichterstattung mehr...
Das ist genau die Art der Berichterstattung, die Frau Friedrichsen von Beginn an in diesem Prozess gepflegt hat ... in meinen Augen ist das die ganze Zeit über nichts anderes gewesen als unsägliche Stimmungsmache zugunsten der ach so armen Täter.
Schön zu sehen dass sich das Gericht in diesem Fall davon nicht blenden ließ, die Dinge beim Namen nannte und eben nicht für jedes Fehlverhalten eine Entschuldigung suchte.

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TommIT 06.09.2010, 18:47
34. Mich gruselt...

Zitat von anlashok
Frau Friedrichsen ist leider nicht in der Lage "haarfein juristisch zu argumentieren", deshalb sind ihre Gerichtsreportagen ja so unerträglich. Sie hat von Jura schlichtweg keine Ahnung - und sich offensichtlich auch die Grundlagen nicht nach Dekaden in Gerichtssälen angeeignet.
Interessant!? Und Sie sind?
Waren bei der Verhandlung dabei und haben die Definitionshoheit was Frau Friedrichsen kann oder nicht?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass in diesem Forum nur juritsische Spezialisten unterwegs sind, die alle schlauer sind als diese 'Gisela'.

Ich hätte dann gerne mal die Zeugnisse gesehen.

Meine Güte ich glaube inige Kommentatoren wären gern vor Ort gewesen, um noch mehr Tote zu produzieren... und diese Gisela scheint die Nächste in der Reihe


wegen allgemeiner, im Spiegelforum festgestellter Dummheit.

Wie sich Muster doch gleichen , wenn starke Emotionen im Spiel sind...

Mich gruselt...

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bierus 06.09.2010, 18:48
35. Bittte um Aufklärung

Zitat von gmdl
Das scheint kein Prinzip zu sein, das in unserer Justiz gilt. Wie will man denn ohne Zweifel nachgewiesen haben, dass die Täter eine Tötungsabsicht gehabt haben, wo das Opfer doch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Schlägen ohne Tötungsabsicht gestorben wäre?
Aha, dann verraten Sie doch bitte dem geneigten Publikum, mit welcher Absicht sonst man einem am Boden liegenden vor den Schädel tritt...

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Cassandra105 06.09.2010, 18:49
36. Da gibt es nichts abzusprechen

Zitat von chris345
Ich frage mich, warum SPON ziemlich durchgehend versuchte, Brunner die Heldenrolle abzusprechen. So ziemlich jeder Artikel auf SPON enthält sinngemäß die Aussage "er hat Zivilcourage gezeigt, ABER", und dann geht es los. Ist es einfach Neid? Oder das Wissen des Autors, dass er zu so einer Heldentat nicht fähig ist? Herr Brunner hat Kinder vor kriminellen Jugendlichen beschützt, und dieses mit dem Leben bezahlt. Alleine dieser Sachverhalt verbietet es, dauernd mit dem nörgelnden "ABER" zu kommen. Erkennt doch einfach mal Zivilcourage an. Und nur weil nicht jeder zum Helden geboren ist, muss man die wenigen die es gibt nicht dauernd schlecht machen.
Brunner ist kein Held, das ist nunmal so. Und man kann jedem nur davon abraten, seinem Beispiel zu folgen, denn gerade seine Art, sich einzumischen, verschlimmert nur alles.

Wenn man sich einmischt, dann auch mit Respekt, gerade den Aggressoren gegenüber, ansonsten sollte man es bleiben lassen. Wer gewalttätig wird, ob in Sprache oder physisch, sollte maximal dann eingreifen, wenn das Ganze ohnehin schon eskaliert ist, also sich da Leute schon schlagen - und dann auch besser vorher nach Unterstützung suchen oder die Polizei rufen.

Aber Brunner hat den Konflikt doch selbst erst eskalieren lassen. Nachgehen ist keine Notwehr mehr, da gibt es nichts mehr zu interpretieren, eine Schande für die Justiz, wenn das Gericht tatsächlich diese Absurdität behauptet hat.

Aber die Angeklagten waren ja weder reich, noch prominent noch weiblich (Richter haben selbst schon zugegeben, Frauen einfach so geringer zu bestrafen, schon das ist einfach nur noch abartig und krank für einen Rechtsstaat).

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Moewi 06.09.2010, 18:50
37. Keine Macht den Titeln!

Zitat von Artikel
Im Normalfall wird ein Angeklagter wie L. bei gleicher Sachlage mit höchstens zwei bis vier Jahren Freiheitsentzug bestraft. In Landshut kam kürzlich ein Angeklagter, der mit einer Zaunlatte auf einen anderen eingeschlagen hatte, weitaus billiger davon als L. Der Kontrahent, der unglücklich stürzte, starb ebenfalls an Herzversagen. Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt.
Ach so? Ist DAS jetzt also der zitierte "Normalfall", oder einfach nur eine skandalös schwache Strafe für die Tötung eines Menschen? Und weiter: Zitat von Artikel
Doch der Rückweg zur Milde war bei L. offensichtlich zu weit. Es mag in der Bevölkerung eine irrationale Angst vor jugendlichen Intensivtätern herrschen - was diese beiden jungen Männer angesichts ihrer zum Teil geringfügigen Vorstrafen denn doch nicht sind.
Sachbeschädigung, Diebstahl, Körperverletzung, Drogendelikte. Wieviel hätten die beiden statistisch noch "gut gehabt", bis man sich zum längerfristigen Einschreiten muss, Frau Friedrichsen? Zitat von Artikel
Nach dem Urteil im Brunner-Prozess bleibt nun der Eindruck, dass hier Angeklagte dafür zu büßen haben, dass ein "Held", der eigentlich alles richtig gemacht hat, zu Tode kam.
Wieder falsch, Frau Friedrichsen: Er "kam" nicht zu Tode, er ist zu Tode gebracht worden. Das ist ein himmelweiter Unterschied, und genau DAFÜR müssen sie büssen.

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Trouby 06.09.2010, 18:54
38. .

Also Moment mal ...

Nach der Vorgeschichte im Zug hat jemand wirklich berechtigte Zweifel daran, dass die beiden nur deshalb ebenfalls ausgestiegen sind, um sich die Kinder doch noch zu schnappen, sobald Brunner sie allein lässt?

Das kann ich ja nur als absoluten Realitätsverlust bewerten.

Die Wahrscheinlichkeit ist sogar ziemlich hoch, dass sie sich auch Brunner schnappen wollten, sobald dieser unaufmerksam ist. Wenn man zuvor schon gewalttätig ist, Drohungen ausstößt und dann noch demjenigen folgt, den man gerade noch bedroht hat, so ist der Bedrohte ohne jeden Zweifel im Recht, wenn er daraus eine weitergehende Bedrohung ableitet.

Hier geht es gar nicht darum, was die beiden wirklich wollten, auch wenn ich daran keinen Zweifel habe. Nach einer offensichtlichen Drohung reicht es aus, nur den Anschein zu erwecken, man wollte sie verwirklichen, um eine Notwehr zu rechtferigen.

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Kaworu 06.09.2010, 18:57
39. -/-

Zitat von gmdl
Das scheint kein Prinzip zu sein, das in unserer Justiz gilt. Wie will man denn ohne Zweifel nachgewiesen haben, dass die Täter eine Tötungsabsicht gehabt haben, wo das Opfer doch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Schlägen ohne Tötungsabsicht gestorben wäre?
Auf einen am Boden liegenden eintreten, insbesondere gegen den Kopf, ist keine höfliche Art, sich bei jemandem für eine Maßregelung zu bedanken.

Aber nein, die beiden Jungerwachsenen sind unschuldig und gehören auf keinen Fall ins Gefängnis. Schließlich hat der S-Bahn-Schläger Brunner angefangen. Fehlt noch die Aussage, das er die Jugendlichen erpresst hat. Schließlich kann jemandem schonmal die Faust (oder besser der Fuß) mehrfach ausrutschen.

Und zum Thema "Hilfe holen": WEN soll man rufen? Die Polizei, die erst kommt, wenn die "Party" schon längst vorbei ist?

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