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Urteil im Brunner-Prozess: Mit aller Härte

Die Rollen in der Tragödie um Dominik Brunner waren im Prozess klar verteilt: Ein couragierter Held gegen jugendliche Schläger. Das Urteil im Prozess gegen die beiden Täter scheint dies zu bestätigen - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft.

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Rudolf_56 06.09.2010, 20:25
80. Oberrichterin Friedrichsen nervt entsetzlich

Zitat von tempus1999
Nach der Logik von Frau F. sind dann 1 1/ 2 Jahre für einen Totschlag mit einer Zaunlatte angemessen. Es lohnt sich wirklich nicht mehr darüber zu diskutieren.
Wie recht Sie haben!
Dass vielleicht 1 1/2 Jahre zu wenig in ihrem Vergleichsfall waren, erwähnt Frau Friedrichsen nicht.
Nur was ihr zuviel ist, fällt ihr auf.
Die Frau nervt nur noch mit ihrem Richten über die Richter.
Beim Fall Kachelmann musste sie auch schon wieder im TV ihren Senf dazugeben.
Kann die Oberrichterin nicht endlich mal abtreten oder abgetreten werden?
Im Übrigen ist die geringere Strafe nicht zuviel, höchstens im Vergleich zur Mordstrafe.
Die ist dann eben zu niedrig ausgefallen.
Mit 18 ist man volljährig und voll geschäftsfähig.
Schluss mit dem Jugendstrafrecht in diesem Alter.

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stier11194 06.09.2010, 20:25
81. Held?

Zitat von Nior aon Duine
Doch. Nach jeder sinnvollen Definition des Begriffes war Brunner ein Held. Er hat die Gesundheit und das Wohlergehen anderer vor seine eigene Gesundheit gestellt.
Ich sehe das nicht so. Brunner hätte einfach den Bahnsteig verlassen könne. Er hat aber fast den Konflikt gesucht. Für mich ist das nach meiner "sinnvollen" Definition kein Held.

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Pikanaet 06.09.2010, 20:26
82. Urteil

Zitat von der_durden
Und Ihr Problem ist? Das Urteil noch zu lasch? Sicherheitsverwahrung? Sie glauben also, es tut einem Kind eher gut geschlagen zu werden? Dann frage ich mich, warum Jugendkriminalität seit Jahren leicht rückläufig ist. Nach Ihrer These, die sicherlich nur Ihrem Gefühl entsprungen sein kann, müsste man eine umgekehrte Entwicklung beobachten können. Irgendwie merkwürdig...
Ich bin 22Jahre im Strafvollzug und weiss einiges über diese Menschen, oftmals unverbesserlich und leider auch oftmals untherapierbar.
Ich habe nicht gesagt das Kinder schlagen gut sei sondern das es immer als Ausrede herhalten soll.Ich sagte solange es keine anderen Möglichkeiten gibt haben wir nur das Wegsperrren, aber in der Zeit in der sie sitzen können sie wenigstens keine unbescholtenen Mitmenschen verletzen.
Und die These der rückläufigen Jugendkriminalität bezieht sich nicht auf Gewalttaten denn da gibt es einen erheblichen Anstieg,Vielleicht fragen sie sich woran das wohl liegt und warum ausgerechnet die Gewalt zunimmt und nicht die weniger"schlimmen" Taten.Meiner Meinung nach weil die Althippies völlig realitätsfremd an das Problem herangehen und einfach verleugnen das Gewalt immer salonfähiger gemacht wird sei es in Filmen Videospielen etc.Da gilt es anzusetzen und nicht immer nur Gründe zu _Stafmilderung finden.
Aber jedes Gewaltopfer wird sicher Verständnis haben das er nur für eine fremde schwere Kindheit herhalten muss.So schwere Dinge wie regelmäßig zur Schule gehen ,morgens aufstehen, Arbeiten, nicht klauen und abziehen und und und ...
Sie haben sicher viel ahnung und recht.

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Dylan1941 06.09.2010, 20:26
83. Rechtsbewusstsein gerade bei denen nicht vorhanden die selbiges einfordern

Zitat von Nior aon Duine
Doch. Nach jeder sinnvollen Definition des Begriffes war Brunner ein Held. Er hat die Gesundheit und das Wohlergehen anderer vor seine eigene Gesundheit gestellt.
Welches Rechtsverständnis Sie haben sieht man ja in Ihrem gesamten Post.Held oder nicht Held ist wohl oftmals durch den Standpunkt des Betrachters bestimmt.So sind manche Soldaten Kriegshelden...ob Ihre Taten immer hedenhaft von allen Sieten war darf bezweifelt werden.Wer in dem einen Staat ein Schwerverbrecher ist im anderen ein freier und aufrechter Mensch.

Das Urteil in Bayern gibt doch eher dem von der Yellowpress aufgehetztem Lynchmob Bestätigung als dem Rechtsstaat.

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JorgeX1202 06.09.2010, 20:27
84. Wieso gehen jetzt alle auf Frau Friedrichsen los?

Zitat von geiersusi
Was will Frau Friedrichsen mit Ihren Bemerkungen erwecken - vielleicht Mitleid? Da benehmen sich drei Straßenräuber mit äußerster Härte, verlangen Geld von unterlegenen jugendlichen Opfern, verfolgen diese in unserem ach so sicheren Land und ein "Mensch" nimmt sich der Opfer an, will diese beschützen und bezahlt mit seinem Leben. Frau Friedrichsen strickt genau diese Masche - schiefe Bahn durch traurige Kindheit, Fehler im Elternhaus bla, bla bla, da muss doch geholfen werden, milde Strafe etc. Diese Story kann man weder lesen noch hören - Frau Friedrichsen steht im "Abseits".
Man kann das Urteil in Ordnung finden oder nicht - ich stimme Frau Friedrichsen in der Meinung zu, dass der zweite Täter zu streng bestraft wurde, bei dem strenger bestraften bin ich der Meinung des Gerichts. Aber generell hat Sie hier eine Meinung geäußert, was ihr wohl zusteht - auch wenn Sie die nicht teilen.

Ihr zu unterstellen, sie stricke an einer Masche, ist schlicht und einfach Unsinn - sie kommentiert aus ihrer Sicht ein Urteil. Und wenn sich hier "Juristen" auslassen, muss man sich doch fragen, ob deren Meinung nach diese anderen Juristen, die Frau Friedrichsen bestimmt belegbar anführt (in vergleichbaren Fällen für Täter 2 1,5 bis 3 Jahre), Vollidioten oder Weicheier sind, die eine Schande für das Juristentum sind - was ich ehrlich gesagt bezweifle.

Jorge

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dalesmith 06.09.2010, 20:36
85. Übelkeit der Gerichtsreporterin

" - zumindest einer der beiden wurde jedoch viel zu hart bestraft. "
"L. wuchs unter derart katastrophalen Umständen auf, dass ein Abgleiten in die Kriminalität geradezu programmiert war."

Mir wird übel bei solchen Kommentaren Frau Friedriechsen!!

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patrick_0911 06.09.2010, 20:36
86. MILDE oder nich Milde

Herr Brunner ist tot, seine Familie muss in Zukunft auf Ihn verzichten, auch auf sein Einkommen, auf seinen Lebensstil. Da sollen 7 Jahre zu hart sein?????

Wage das mal zu bezweiflen, die angeführten Urteile sind zu mild und entbehren jeglicher Abschreckung. Hier Vergleiche anzuztellen ist gefährlich, man käme schnell zu einer amerikanischen Rechtsprechung.

Ob Herr Brunner der Sache hätte entgehen können, ist Spekulation, hätte er Hilfe holen können, nun auch das Spekulationen; er hat sich für Hilfe leisten entschieden, und das mit seinem Leben bezahlt. Die anderen fangen in 7-10 jahren ein neues Leben an, wer denkt da noch an Herrn Brunner

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letzter-dödel 06.09.2010, 20:42
87. ????

Zitat von Casimir
Zwei Dinge sind erleichternd: 1) Es ist einerseits erleichternd zu sehen, dass deutsche Gerichte offenbar doch in der Lage sind, solche Taten angemessen zu bestrafen und den vom Gesetz vorgegebenen Rahmen bei Bedarf auch auszuschöpfen. 2) Es ist mit Blick auf die einseitige und geradezu unerträgliche Berichterstattung von Frau Friedrichsen erleichternd zu sehen, dass diese Frau Friedrichsen mittlerweile ziemlich alleine da steht mit ihrer Meinung "viel zu hart bestraft" oder "lieber weggehen als helfen". In der Bevölkerung scheint sich ohnehin der Wind zu drehen: weg vom verordneten 68er-Gutmenschentum und der verordneten political correctness und der verordneten Toleranz; hin zu bewährten Werten. Es ist aber immer noch ein langer Weg. Gehen wir ihn weiter!
Sollten Sie Ihren Beitrag nicht als Parodie - verpackt in herrlich trockenem Humor - verstanden wissen wollen, erlaube ich mir folgende Bemerkung:

1) Es ist erschreckend wie sich wieder einmal eine untere Instanz einem vehement artikuliertem sog. gesunden Volksempfinden unterwirft. Man wird die Revision abwarten müssen.

2) Frau Friedrichsens Berichterstattung sollte als beispielhafter "Leuchtturm" journalistischer Gerichtsberichterstattung gewürdigt werden.

Ansonsten verspricht Ihr Ausblick: "68iger Gutmenschen weg" - "'36 marschiert wieder"! schöne Aussichten!

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Dylan1941 06.09.2010, 20:43
88. ?

Zitat von patrick_0911
Herr Brunner ist tot, seine Familie muss in Zukunft auf Ihn verzichten, auch auf sein Einkommen, auf seinen Lebensstil. Da sollen 7 Jahre zu hart sein????? Wage das mal zu bezweiflen, die angeführten Urteile sind zu mild und entbehren jeglicher Abschreckung. Hier Vergleiche anzuztellen ist gefährlich, man käme schnell zu einer amerikanischen Rechtsprechung. Ob Herr Brunner der Sache hätte entgehen können, ist Spekulation, hätte er Hilfe holen können, nun auch das Spekulationen; er hat sich für Hilfe leisten entschieden, und das mit seinem Leben bezahlt. Die anderen fangen in 7-10 jahren ein neues Leben an, wer denkt da noch an Herrn Brunner
Schon mal überlegt wer mit der Schlägerei also der körperlichen Gewalt angefangen hat und das Herr Brunner
mit seinem Herzschaden auch hätte nächsten tag ohne Einwirkung der Beschuldigten hätte tot umfallen können?

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WederLinksNochRechts 06.09.2010, 20:47
89. Titelfrei

Schön, dass nach dem allgemeinen Sarrazin-Angebete nun auch ein Gericht so entscheidet, wie es der rhetorische Lynchmob wünscht.

Immerhin haben wir hier doch schonmal einen tollen Präzedenzfall. Sie fühlen sich bedroht von jemanden, weil der rumpöbelt? Gehen Sie hin und hauen Sie ihm erstmal ordentlich eine rein!

Ganz ehrlich, diese beiden Jungs gehören bestraft, keine Frage. Aber die Schlägerei an sich hat Brunner selbst herbeigerufen. Er hat die Selbstbeherrschung verloren und zugeschlagen. Zuerst zuschlagen ist völlig in Ordnung in einer echten Bedrohnungssituation. Diese war hier nach Zeugenaussage nicht gegeben.

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