Forum: Panorama
Urteil im Fall Gustl Mollath: Freispruch dritter Klasse
REUTERS

Gustl Mollath ist freigesprochen. Trotzdem steht er als Mann da, der seine Frau prügelte - und dies womöglich aufgrund eines Wahns. Schlimmer hätte das Urteil aus seiner Sicht kaum ausfallen können.

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farid1979 14.08.2014, 18:22
1.

Zum einen gratuliere ich Herrn Mollath zur Rehabilitation, wenn auch nur teilweise. Dies ist ihm jedoch nicht anzulasten. Wer Augen und Ohren hat, dazu noch etwas Grips, muß einfach erkennen, daß das Gericht hier eine Konzessionsentscheidung treffen musste, um den bayrischen Justiz-Filz nicht vollends dämlich aussehen zu lassen. Pfui Teufel. Ich kann nur hoffen, dass Mollath vielleicht den Ehrgeiz hat, all denen, die ihn für sieben Jahre haben verschwinden lassen, mit allen Möglichkeiten des Gesetzes auf die Pelle zu rücken.

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mattoregiert 14.08.2014, 18:26
2. Kein Ruhmesblatt

deutscher Justiz.Auch der kleinliche Abzug von Essensgeld von der Entschädigungssumme ist eher peinlich ,aber halt Gesetz....sodass alle nur ihre Pflicht getan haben

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rainer82 14.08.2014, 18:26
3. Ein waches Auge

sollten staatliche Stellen auf diesen Mann werfen! Sein Verfolgungswahn ist beängstigend, und die Feststellung seiner Gewaltbereitschaft (seinerzeit gegen seine arme Frau gerichtet) gilt ja nun als erwiesen.

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Bernd.Brincken 14.08.2014, 18:26
4. Mollaths Sicht

"Schlimmer hätte das Urteil aus [Mollaths] Sicht kaum ausfallen können."

Aber warum sollte sich die breite Öffentlichkeit und ein politisches Magazin auch so für den Herrn interessieren?
Es geht doch hier um Gerechtigkeit und Recht, weiterhin um Medizin und Psychiatrie, und ggfs. auch um Verstrickungen zwischen Justiz, Wirtschaft und Politik. Das sind über den Einzelfall hinaus interessante Fragen und nur deswegen bekommt der Fall die öffentliche Aufmerksamkeit.

Warum die Innenwelt von Mollath für die Autorin eine solche (wohl auch abstossende) Faszination hat, verstehe wer will.

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robinato 14.08.2014, 18:33
5. Klingt plausibel

...so klingt das Urteil der Richterin ziemlich plausibel. Und dass gar nichts vorgefallen sei, dass Mollath das reine, unschuldige Justizopfer sei, das hat ja wohl kaum jemand geglaubt...?
Oder?

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laermgegner 14.08.2014, 18:34
6. Der Autor machts

Ich habe den Beitrag gelesen und habe erst dann auf den Autornamen geschaut- ja, dachte ich dann , wie bei Kachelmann .

Mollath ist frei und muß wie alle anderen Menschen erkennen, dass an der Wahrheit niemand interessiert ist. Alle tragen ein kleinen Teil dazu bei und dann kommt eine Geschiche- andere nennen es Urteil heraus, wie es paßt. Die Zusammenhänge des ehemakigen Richters zur EX, die merkwürdigen Gutachten - jeder spielt sein Spiel und jeder soll nur zufrieden sein- mit dieser Jusitz nichts zu tun zu haben.

Und ich bezweifle, dass Frauen deratige Urteile neutrak kommentieren.

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widastandiszwäglos 14.08.2014, 18:47
7.

Nun sollte aber auch mal Schluss sein mit der Causa Mollath. Er hat seinen Freispruch, welcher Klasse auch immer, bekommen. Dass er nicht in die Psychiatrie gehörte, daran zweifelt wohl heute niemand mehr. Berechtigte Zweifel, ob alles so gelaufen ist, wie er es darstellt (Mollath = Opfer ohne jegliche Schuld), dies darf zu Recht bezweifelt werden. Dass er kein einfacher Mensch ist, der durchaus etwas Wahnhaftes an sich hat, das wurde während des Prozesses mehr als deutlich. Näher wird man der Wahrheit, und damit der Gerechtigkeit (nicht nur für Mollath) nicht mehr kommen.

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liberalerfr 14.08.2014, 18:51
8. Urteil:

Ein bizarres Urteil wenn man sich die Begründung durchliest. In dieser wird noch nicht einmal die Schuldunfähigkeit ausgeschlossen, was nicht anderes heißt, dass die Einlieferung in die Psychiatrie damals womöglich gerechtfertigt war. Das Ergebnis ist, dass ein erwiesener, und möglicherweise gefährlicher, Gewaltverbrecher frei herumläuft. Andere Gewaltverbrecher mögen sich auf dieses Urteil berufen und mit Recht Gleichbehandlung einfordern.

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wish-master 14.08.2014, 18:53
9.

Ich verstehe die Aufregung nicht... Herrn Mollath ist m.E. in der Tat Unrecht widerfahren, weil das Gericht im ersten Verfahren ohne tragfähige Grundlage Gemeingefährlichkeit festgestellt und eine unnötige Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet hat. Außerdem bin ich der Meinung, dass die Entschädigung für immerhin 7 1/2 Jahre recht dürftig ausfällt. Was aber die grundsätzliche Feststellung angeht, dass er die zur Last gelegten Straftaten an seiner Frau damals begangen haben soll, wenn man sich die vorgetragenen Beweise ohne den (für diese Frage irrelevanten) Kontext ansieht... die Feststellung war damals so gerechtfertigt, wie sie es heute ist. Zweifel gibt es immer, aber begründete Zweifel - nein. Herr Mollath ist in manchen Belangen Opfer eines Justizirrtums, in anderen ein Straftäter. Ich würde mir wünschen, dass das mit der nötigen Differenzierung gesehen wird anstelle seine Lage auf die eine oder andere Perspektive zu reduzieren.

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