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Urteil im Fall Gustl Mollath: Freispruch dritter Klasse
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Gustl Mollath ist freigesprochen. Trotzdem steht er als Mann da, der seine Frau prügelte - und dies womöglich aufgrund eines Wahns. Schlimmer hätte das Urteil aus seiner Sicht kaum ausfallen können.

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Critik 14.08.2014, 18:59
10. Mit dem Urteil kann er zufrieden sein

Das Verhalten von Herrn Mollath während des Prozesses zeigte doch gelegentlich sein recht verstörendes Weltbild. Man muss befürchten, dass er nicht ganz Gesund ist. Im Grunde kann er froh sein, dass der Prozess jetzt vorbei ist, sonst hätte er sich nur um Kopf und Kragen geredet. Dieser ganze Verfolgungswahn mit dem "Einflussgebiet meiner damaligen Frau" ist doch schon erschreckend.

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c.austmann 14.08.2014, 19:07
11. ihm passt der freispruch nicht..?

Hr.Mollath hat zu Unrecht über Jahre in der Psychiatrie verbracht.So weit, so schlecht.Dennoch scheint er aber jeglichen Sinn für Realitäten verloren zu haben.Die Gewalttätigkeiten gegen seine Frau sind keine Fantasiegespinste einer ihn verfolgenden "Nürnberger Mafia"...ER sollte jetzt mal sein Leben in den Griff bekommen und sich fragen ,ob immer wirklich "die anderen"Schuld haben!

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ZumPostwinkel 14.08.2014, 19:26
12. Rechtsbeugung, aber nicht im Namen des Volkes!

Dummheit war es wohl eher nicht, die das neuerliche Urteil im Fall Mollath entstehen ließ.

Es liegt nahe, daß das Krähenprinzip die Richterin zwang, das Urteil zu diktieren und zu verlesen. Schließlich konnte sie ja nicht ihren Kollegen völlige Unfähigkeit und Ahnungslosigkeit bescheinigen. Aber dieses Urteil ist ein weiterer Skandal in der Akte Mollath. Wie das Gericht zu seinen höchst suspekten Einschätzungen kommt, wird wohl eines der großen Rätsel in der Justizgeschichte Bayerns werden.

Der Vorwurf, die Skandalgeschichte Mollath fortgeschrieben zu haben, wird an Ihnen kleben bleiben, Frau Escher. Die Chance für eine Rehabilitation der Justiz in Bayern ist hiermit vertan. Sehr traurig.

Ich bin sicher, daß einige Juristen im deutschen Süden ins Kuckucknest (Psychiatrie) gehören.

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xvxxx 14.08.2014, 19:46
13. Hmm...

Da freut sich die Frau Lakotta, sie hat es ja immer gesagt. Dass hier aber jemand siebeneinhalb Jahre (!) wie ebenfalls im Urteil festgestellt zu unrecht in der Psychiatrie sass: Wohl nur eine Randnotiz, Pech halt, und vielleicht war ja doch was dran, sie hars ja immer gesagt.
Der gewohnte Meinungsjournalismus dritter Liga halt.

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Checkker 14.08.2014, 19:47
14. Was

will das Gericht auch anders entscheiden? Jedes andere Urteil hätte weitere Prozesse gegen Justiz, Gutaschter, Politik und wer weiss welch Gemengelage sonst noch nach sich gezogen. Da wird der Richterin auf dem kleinen Dienstweg wohl das passende Urteil diktiert worden sein. Man kann auch selber darauf kommen, wenn man z. b. die Begründung sieht, das Frau Mollath keinen Grund für eine falsche Aussage gehabt hätte. Ein Lacher vor dem Herrn. Wenn nicht Frau Mollath, wer dann? Sie war ja wohl die einzige, die was zu verlieren gehabt hätte. Alles in allem ein königlich Bayerisches Schmierentheater mit vorbestelltem Ausgang. Wenigstens ist Mollath frei. Die Chuzpe in nochmal einzusperren hatte man dann doch nicht. Armselige Justiz in Bayern.

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spon-facebook-10000424150 14.08.2014, 19:50
15. Schadensersatz

herrn Mollath wurde immerhin Schadensersatz für die Zeit in der Psychiatrie zugesprochen, was eindeutig als Fehlereingeständniss der Psychiatrie zu werten ist. Während sich alle anderen Medien zwischen einem Freispche erster und zweiter Klasse schwanken, reden Sie von dritter Klasse. Liebe Autoren Sie liegen, was diesen Fall betrifft gewaltig daneben.

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meinemeinung: 14.08.2014, 19:55
16. Unterschiedliche Berichterstattung

Auffallend ist ein weiteres Mal wie sehr sich der Schwerpunkt der Berichterstattung in unterschiedlichen Medien unterscheidet:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/freispruch-im-neuen-verfahren-warum-die-justiz-gustl-mollath-dankbar-sein-sollte-1.2066304
Ansonsten hat das Gericht eine weiteres Mal seine Sicht der Dinge verkündet und ein Urteil gefällt, das den persönlichen Bewertungen der Personen entspricht die an der Gestaltung des Urteils beteiligt waren.
Viele Fragen sind offen geblieben, ins besonders darüber wie es zu der Eskalation zwischen den Eheleuten kam und wie dabei eine Reaktion möglicherweise die nächste nach sich zog.
Was das Gericht ein weiteres Mal als erwiesen ansah, bleibt so schwer nachzuvollziehen und somit auch ein Beigeschmack einer einseitigen Stellungnahme, die nicht im Einklang mit der Gesamtsituation steht.
Die Möglichkeit die Situation der Eheleute auf diesem Weg zu klären und beiden Menschen gerecht zu werden, war unter diesen Umständen wohl kaum gegeben.

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augu1941 14.08.2014, 19:56
17.

Zitat von sysop
Gustl Mollath ist freigesprochen. Trotzdem steht er als Mann da, der seine Frau prügelte - und dies womöglich aufgrund eines Wahns. Schlimmer hätte das Urteil aus seiner Sicht kaum ausfallen können.
Ein gutes Urteil, der Mann ist mit seinen wahnhaften Vorstellungen und seiner Selbstüberschätzung weit weg von der Realität:"Alles drehte sich um die Ungerechtigkeit der Welt und illegale Geschäfte, in die er seine Frau verstrickt sah, und von denen er sie vergeblich abzuhalten versuchte". Seine Frau hat bis zur endlich gelungenen Trennung sicher sehr viel ertragen müssen, eben auch nicht nur durch verbale Anschuldigungen, sondern auch durch körperliche Attacken. Hier wäre ein Medien-Beistand von feministischer Seite, z.B. von A.Schwarzer, sehr viel angebrachter gewesen als bei dem angeblichem Opfer im Kachelmann-Prozess (aber das war ihr sicherlich ein zu heißes Eisen). Da die Allgemeingefährlichkeit aber nicht besteht (heute nicht mehr und damals wahrscheinlich auch nicht) muss er für seine zwangsweise in der Psychiatrie verbrachten Jahre entschädigt werden. Ich hätte mir gewünscht, dass das Urteil mit einer Mahnung verbunden wäre, solche Zwangseinweisungen hinsichtlich ihrer Berechtigung jährlich zu überprüfen. Zwischen Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie und im Gefängnis gibt es wohl Unterschiede beim Komfort der Zelle, aber beide sind eine gerichtlich angeordnete Freiheitsberaubung für längere oder sogar unbestimmte Zeit.

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meinemeinung: 14.08.2014, 20:05
18. Wegsperren statt Konflikte lösen?

Zitat von liberalerfr
Ein bizarres Urteil wenn man sich die Begründung durchliest. In dieser wird noch nicht einmal die Schuldunfähigkeit ausgeschlossen, was nicht anderes heißt, dass die Einlieferung in die Psychiatrie damals womöglich gerechtfertigt war. Das Ergebnis ist, dass ein erwiesener, und möglicherweise gefährlicher, Gewaltverbrecher frei herumläuft. Andere Gewaltverbrecher mögen sich auf dieses Urteil berufen und mit Recht Gleichbehandlung einfordern.
Abgesehen davon wie zuverlässig dieses Urteil ist:
Nach dieser Logik müßte jeder Mensch der eine Gewalttat verübt hat für den Rest seines Lebens weggesperrt werden, was im Widerspruch zum Prinzip der Verhältnismäßigkeit steht.
Würde dies so praktiziert, würden wir vermutlich in einer Diktatur leben und zahlreiche zusätzliche Gefängnisse brauchen. Bestehende Konflikte zu lösen wäre dann etwas was nicht mehr stattfinden würde. Nicht auszuschließen das die Entwicklung in dieser Richtung weiter geht.

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Stäffelesrutscher 14.08.2014, 20:08
19.

Zitat von Critik
Das Verhalten von Herrn Mollath während des Prozesses zeigte doch gelegentlich sein recht verstörendes Weltbild. Man muss befürchten, dass er nicht ganz Gesund ist. Im Grunde kann er froh sein, dass der Prozess jetzt vorbei ist, sonst hätte er sich nur um Kopf und Kragen geredet. Dieser ganze Verfolgungswahn mit dem "Einflussgebiet meiner damaligen Frau" ist doch schon erschreckend.
Wenn jemand froh sein kann, dann ist es die Geistheilerin Petra Maske, die sorgfältig rausgehalten wurde, damit sie sich nicht um Kopf und Kragen redet. Es ist schon auffällig, dass alles abgeschmettert wurde, was den Beweiswert ihrer Anschuldigungen einer Untersuchung hätte unterziehen können.

Nicht vergessen sollte man, dass mit diesem Prozessergebnis: »Wir sprechen ihn frei, behaupten aber, dass er seine Frau angegriffen hat, und schließen jede Möglichkeit aus, dass er sich gegen diese Behauptung juristisch zur Wehr setzen kann« der Sessel der Frau Merk gerettet sein dürfte. Honi soit ...

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