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Urteil in Potsdam: Nachbarn müssen Zigarettenqualm auf Balkon dulden

Ein Ehepaar aus Brandenburg fühlt sich von seinen rauchenden Nachbarn bei gemütliche Kaffeerunden auf dem Balkon gestört. Vor Gericht sind die Rentner erneut mit dem Versuch gescheitert, das Qualmen zu bestimmten Zeiten verbieten zu lassen. Jetzt wollen sie vor dem BGH weiterkämpfen.

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pixie48 14.03.2014, 21:13
10. Nachvollziehen

Zitat von pudelali
es ist schon hart, wenn die Nachbarn starke Raucher sind und man den eigenen Balkon kaum noch nutzen mag, weil er nach Kneipe stinkt oder man beim Lüften nicht etwa frische Luft in die Wohnung bekommt, sondern Zigarettenqualm. Bei aller Rücksicht suf persönliche Freiheiten - das empfinde ich auch als Einschränkung meiner Freiheit! und von der Gesundheit will ich gar nicht reden, denn natürlich bkn ich zum Passivrauchen verdammt, wenn ich auf dem Balkon sitze.
kann ich das schon. Weil unser Mieter unter uns das Qualmen nicht sein lassen konnte, konnten wir die Fenster im Kinderzimmer nicht oeffnen, ohne dass der Qualm in die Kinderzimmer zog. War schon bitter, dass die Kinder nicht nur bei geschlossenem Fenster schlafen mussten, sondern auf unserem Balkon nicht spielen konnten. Der Gestank war unausstehlich, ganz zu schweigen vom Passivrauchen.
Es gibt gesetzlich geregelte Ruhepausen fuer Laerm, warum soll es geine Regelung geben fuer Zeiten in denen nicht geraucht warden darf?

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logel 14.03.2014, 21:35
11. nach §2 unserer Hausordnung

darf, zum Schutz der Umwelt, überhaupt gar nichts aus den Fenstern und vom Balkon aus weder geworfen oder geschüttet oder sonstwie nach draußen gebracht werden. Warum sollte denn jetzt der Rauch, der nachgewiesenermaßen sogar krankheitserregend ist, nun eine Ausnahme machen dürfen?

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hugobos 14.03.2014, 21:44
12. oh man, oh man

Zitat von pixie48
kann ich das schon. Weil unser Mieter unter uns das Qualmen nicht sein lassen konnte, konnten wir die Fenster im Kinderzimmer nicht oeffnen, ohne dass der Qualm in die Kinderzimmer zog. War schon bitter, dass die Kinder nicht nur bei geschlossenem Fenster schlafen mussten, sondern auf unserem Balkon nicht spielen konnten. Der Gestank war unausstehlich, ganz zu schweigen vom Passivrauchen. Es gibt gesetzlich geregelte Ruhepausen fuer Laerm, warum soll es geine Regelung geben fuer Zeiten in denen nicht geraucht warden darf?
Schon mal drüber nachgedacht ein Häuschen auf einer einsamen Insel zu kaufen/mieten? Da werden Sie und Ihre Kinder sogar vor Abgasen und nicht nur vor den pösen Rauchern geschützt. Wenn ich hier so die Kommentare ( besser gesagt: Pamphlete gegen das Rauchen ) lese, frag ich mich, ob die Herrschaften nicht besser einmal an eine Verhaltenstherapie für sich selbst denken sollten.

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rachel-tech 14.03.2014, 21:50
13. Heuchlerisch...

Zigaretten, Alkohol...auf die Steuereinnahmen will doch wohl niemand verzichten.

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renee gelduin 14.03.2014, 22:31
14.

Zitat von hugobos
Schon mal drüber nachgedacht ein Häuschen auf einer einsamen Insel zu kaufen/mieten? Da werden Sie und Ihre Kinder sogar vor Abgasen und nicht nur vor den pösen Rauchern geschützt. Wenn ich hier so die Kommentare ( besser gesagt: Pamphlete gegen das Rauchen ) lese, frag ich mich, ob die Herrschaften nicht besser einmal an eine Verhaltenstherapie für sich selbst denken sollten.
Sie verkennen die Situation. Der wünschenswerte und rechtlich zugesagte Grundzustand ist, daß jeder seine Freiheit genießen kann, solange er nicht die Freiheit des anderen einschränkt. Jemand, der nicht raucht, schränkt niemanden ein. Jemand der raucht, KANN aber durchaus seine Mitmenschen damit einschränken.
Ihre "Argumentation" ist insofern falsch, als daß Sie die Einschränkung der Nichtraucher durch Rauch(er) als legitim ansehen, und erst die Forderung der Nichtraucher nach rauchfreier Luft, als Einschränkung interpretieren. Das ist falsch.
Insofern sind es Raucher, die im Notfall auf eine einsame Insel ziehen sollten...

Zitat von LorenzSTR
Ohne den konkreten Fall zu kennen, habe ich zunehmend den Eindruck in einer Gesellschaft zu leben, die an Spießigkeit, Kleingeistigkeit, Kontrollwut, Konkurrenz- und Feindschaftsdenken kaum noch zu übertreffen ist. Im Süden (Südwesten) der Republik sowieso, aber mittlerweile wohl auch anderswo. Solche Gerichtsverhandlungen zeugen davon.
Je nach Wirkungsgrad ist Rauch Körperverletzung und muss genauso wenig hingenommen werden, wie jemand der Ihnen statt eines Guten Morgen in den Arsch tritt. Oder empfinden Sie die Forderung nach körperlicher Unversehrtheit und ein Leben ohne Belästigung ernsthaft als spießig ?

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renee gelduin 14.03.2014, 22:32
15.

Zitat von Gertrud Stamm-Holz
Sie wollen das miteinander vergleichen? Mancher hat gegen jede Kippe was und sei es auch nur, dass in zwei Kilometer Entfernung irgendwas qualmt. Schon schwillt der Kamm. Wenn die beiden Senioren den Rauchplan ihrer Nachbarn schon so akribisch dokumentiert haben, müssten die auch um die Nichtrauchzeiten wissen. Das wäre dann aber wieder eine reduzierte individuelle Zeitplanung, man müsste sich nach anderen richten. Das hat man nicht so gerne. Man lässt nach sich richten. Geht das nicht, ein Gericht muss her. Ich hätte gerne ein Urteil, das den Rentnern bestimmte Zeiten zur Nutzung ihres Balkones untersagt. Die Raucher wollen in Ruhe qualmen. Das gäbe ein riesiges Geschrei. Andersrum ist das wieder nur eine faire Sache. Alles hat wenigstens zwei Seiten.
Siehe erster Beitrag, NICHT die NICHTRAUCHER haben sich nach den Rauchern zu richten, sondern umgekehrt, weil die Einschränkung von Seiten der Raucher kommt, nicht von den Rentnern...

Zitat von Indigo76
Ich bin Nichtraucher und war sehr froh, als das Rauchverbot in Restaurants und Kneipen eingeführt wurde. Aber einem Raucher die Zigarretten in der eigenen Wohnung (der Balkon gehört zum Wohnraum, schließlich muss man für ihn auch Miete bezahlen) zu verbieten, ist eine Frechheit. Nachdem der Nichtraucherschutz in Deutschland nahezu allumfassend gesichert ist, sollte man langsam über einen Raucherschutz nachdenken.
Es geht und ging nicht um das Rauchen an sich, sondern die Folgeschäden die der massive (!) Rauch in der Wohnung anrichtet. Die Wohnung gehörte nämlich nicht dem Mieter (!).
Im übrigen dürfen Sie aus solchen Gründen auch in anderen Mietsachen (zB Autos) nicht rauchen.

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spiegellazer 14.03.2014, 22:44
16.

Leben und leben lassen sowie gegenseitige Rücksichtnahme! Aber manchen Menschen kann man es nicht recht machen.

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quark@mailinator.com 14.03.2014, 22:58
17. Unglaublich

Zitat von katzenheld1
Ich denke, man sollte gerade Rentnern in Bezug auf das Rauchen das Leben leichter machen. Allerdings erst dann, wenn sie das Regelrentenalter erreicht haben. Ich gehe sogar noch weiter und fordere für alle nachweislich rauchenden Rentner (ggf. ärztliches Attest) einen Rentnerrabatt in Höhe von 19% auf Zigaretten; Zigarillos, Zigarren und Pfeifentabak. Denn die Rentner liegen den Jungen nur auf der Tasche, und je älter sie werden, desto teurer werden sie. Staatlich subventioniertes Rauchen kann hier Abhilfe schaffen. Absolute Rauchfreiwilligkeit muss selbstverständlich gewährleistet sein. Nichtrauchende Rentner dürfen auch nicht diskriminiert werden. Da sie sich aber immer vor Augen halten müssen, dass sie weniger tun für die Allgemeinheit als rauchende Rentner, wird ihre Prozessfreudigkeit sicherlich durch eine gewisse Schamhaftigkeit eingeschränkt werden.
A la sozialverträgliches Frühableben ? Dafür sorgt schon unser Gesundheitssystem, welches die Lebenserwartung ärmerer Alter in den letzten Jahren schon massiv gesenkt hat. Aber Ihr Kommentar ... also als Kind und Jugendlicher hatte ich ja oft Fragen, wie solche Unmenschlichkeiten zur Nazizeit überhaupt möglich waren. Aber Kommentare wie der Ihre machen es offensichtlich - es gibt derart zynische Bestien unter den "normalen" Menschen, daß einem das Essen hoch kommt. Einfach nur widerwärtig. Jeder über 40 direkt ..., die anderen erst arbeiten ... wirklich unglaublich.

Der Artikel läßt vermissen, wieso kein Fall von Passivrauchen vorliegen soll. Selbst wenn man argumentiert, daß die Rentner ja bei Rauchgeruch den Balkon verlassen können, bleibt dennoch das Problem, daß sich Nikotin, Teer, etc. überall ablagern und dann auch über die Haut aufgenommen werden.

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kagu 14.03.2014, 23:00
18.

[QUOTE=LorenzSTR;15161927]Ohne den konkreten Fall zu kennen, habe ich zunehmend den Eindruck in einer Gesellschaft zu leben, die an Spießigkeit, Kleingeistigkeit, Kontrollwut, Konkurrenz- und Feindschaftsdenken kaum noch zu übertreffen ist. Im Süden (Südwesten) der Republik sowieso, aber mittlerweile wohl auch anderswo. Solche Gerichtsverhandlungen zeugen davon.[/QUOTE

Sehen Sie das nicht vielleicht doch etwas einseitig? Ich kenne das Problem. Die Fenster meiner 2-Zimmer-Wohnung lagen alle an ein und derselben Seite, und der Mieter unter mir war ein starker Raucher. Da er offensichtlich aber auch Wert auf frische Luft legte, blieb seine Balkontür Tag und Nacht geöffnet, mit dem Ergebnis, dass ich lüften konnte, wann ich wollte, ohne Rauchgestank ging es nicht ab. Die einzige Freude, die ich an meinem Balkon hatte, war, dass ich die Balkonblumen durch mein Fenster sehen und mich an ihnen erfreuen konnte. Da ich Asthma habe und durch den Rauch, der von unten hoch zog, Hustananfälle bekam, habe ich versucht, morgens um 5.00 Uhr zu lüften. Das hat zwar nicht immer geklappt, aber manchmal habe ich auf diese Art und Weise doch frische Luft bekommen. Ich hatte zwischenzeitlich das Glück, eine andere Wohnung zu finden

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quark@mailinator.com 14.03.2014, 23:08
19. Garstig

Zitat von hugobos
Schon mal drüber nachgedacht ein Häuschen auf einer einsamen Insel zu kaufen/mieten? Da werden Sie und Ihre Kinder sogar vor Abgasen und nicht nur vor den pösen Rauchern geschützt. Wenn ich hier so die Kommentare ( besser gesagt: Pamphlete gegen das Rauchen ) lese, frag ich mich, ob die Herrschaften nicht besser einmal an eine Verhaltenstherapie für sich selbst denken sollten.
Was soll das garstige Nachtreten ? Wenn einem etwas massiv unangenehm ist, dann wird man das doch wohl noch sagen dürfen. Es ist ja wohl unstrittig, daß ein Personenkreis zu seinem eigenen Vergnügen etwas tut, was dem anderen Personenkreis Unbehagen verursacht. Ich sehe als ähnliches Beispiel die Harley-Fahrer, die absichtlich ihre Maschine so verändern, daß sie massiv Krawall macht - zu ihrem eigenen Vergnügen - und dann nachts um 3 langsam durch die Stadt fahren und Hunderte Leute wecken etc. Bei solchem Egoismus ist es gut, daß Schußwaffen verboten sind, ganz ehrlich.

Und nur mal so: Da zu meiner Kindheit und Jugend Rauchen einfach überall stattfand, in geschlossenen Zugabteilen, in jedem Restaurant, etc. ... wurden meine Lebenserwartung und Gesundheit ganz klar geschädigt - damit Raucher ihrem Genuß nachgehen konnten. Ich habe mich nie beklagt, aber ich wundere mich schon, mit welcher Arroganz (statt zu erwartender Selbstkritik) die Raucher so tun, als wäre es ihr gutes Recht, andere zu belästigen. Vielleicht wäre ja DA die von Ihnen gewünschte Verhaltenstherapie mal angebracht.

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