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US-Bundesstaat Nebraska: Gouverneur legt Veto gegen Abschaffung der Todesstrafe ein
AP

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Nebraska hat gegen die vom Parlament beschlossene Abschaffung der Todesstrafe sein Veto eingelegt. Der Republikaner nannte die Entscheidung eine "falsche Botschaft".

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TheK 27.05.2015, 07:28
1.

Trotz Kandidaten (nach Wikipedia zumindest einer schon seit 1980 seit fast 20 Jahren keine Hinrichtungen, Mehrheit zur Aufhebung des Vetos eindeutig vorhanden… da möchte sich wohl jemand frisch im Amt wichtig tun – zumal sein Rückhalt bei den parteiinternen Vorwahlen auch nicht gerade überwältigend war…

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Bueckstueck 27.05.2015, 08:09
2. GOPler Ignoranz

Diese unerträglich selbstgefällige, speziell den GOPlern zueigene Ignoranz! Das Parlament stimmt mit klarer Mehrheit für die Abschaffung und dann kommt dieser Knilch und glaubt sich mit seinem sinnlosen veto inszenieren zu müssen. Dabei schämt er sich nicht mal eine auf Rache gepolte Mutter dafür einzuspannen.

Widerlich.

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universalinfidel 27.05.2015, 08:09
3. Kein System....

...kann garantieren dass nicht Fehlurteile geschehen.
Kein Staat verhindern dass nichts manipuliert wird.
Als Humanistische Gesellschaft darf man das nicht in kauf nehmen.
Das opfern von Unschuldigem Menschenleben kommt uns teurer zu stehen als die lebenslange Unterbringung von Schwerverbrechern.
Jedes Barbarische System, empfindet sich somit mit uns auf gleicher Strufe.

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bergerangel 27.05.2015, 08:55
4. Katholischer Christ ...

"Du sollst nicht töten "

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Stäffelesrutscher 27.05.2015, 09:18
5.

»Er stehe zu seinem Veto, auch als katholischer Christ, der die Anwendung der Todesstrafe mit seinem Gewissen und dem Katechismus vereinbaren könne, betonte der Gouverneur.«

Der scheint beim Alten Testament hängengeblieben zu sein (»Auge um Auge, Zahn um Zahn«), allerdings unter Ausblendung der 10 Gebote.
Und wo steht nochmal »Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet«?

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gryn 27.05.2015, 09:35
6.

Nur leider für den Staat auch die teurere. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ein toter Strafgefangener billiger ist als einer, der 30, 40, 50 oder je nach Alter bei der Straftat noch mehr Jahre einsitzt. Das mag zynisch klingen, aber das ist die Todesstrafe ja so oder so. Aber das zeigt, dass die amerikanische Gesellschaft im inneren Kern immer noch verroht ist: Gewalt ist eine legitime Lösung; das sieht man doch zb. auch am archaischen Waffenkult, der offensiv ausgelebt werden darf und wird. Waffen sind zum Töten da, egal ob man das mit Selbstverteidigung rechtfertigt oder nicht. Solange es in diesem Punkt kein nachhaltiges Umdenken in der amerikanischen Gesellschaft gibt, werden auch alle daraus folgenden Konsequenzen - wie letzten Endes auch die positive Grundhaltung zur Todesstrafe - keine Wirkung entfalten können. Vielleicht braucht auch Amerika eine neue Aufklärung, auf der sich eine moderner Humanismus begründen kann.

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ackergold 27.05.2015, 09:47
7. Persönliche Meinung:

Mich persönlich würde interessieren, mit welcher Stelle im Katechismus der "Katholik" kokettiert. Jesus selbst hat die Todesstrafe nie befürwortet und spricht bekanntlich von Vergebung. Vergebung ist die Grundsäule des Christentums und dazu gehört auch die eindeutige Aussage, dass NUR GOTT richtet. Die Entscheidung über Leben und Tod ist für Katholiken (und auch alle anderen Christen) also allein Gottes Angelegenheit. Übrigens: der Katechismus ist ein Werk des Mittelalters und steht niemals über Gottes Wort. Es gilt stets: Bibel sticht Katechismus!
"Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet", so steht es geschrieben.

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flyhi172 27.05.2015, 09:49
8.

eigentlich sollten die USA in der Lage sein, bundeseinheitlich die Frage der Todesstrafe zu klaeren. Die Sklaverei ist ja auch einheitlich abgeschafft worden und selbst so relativ unwichtige Fragen wie Obamacare, das einige Staaten nicht anerkennen wollten, wurde zur Bundessache erklaert.

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richardheinen 27.05.2015, 09:58
9.

Ich kann die Mutter der getöteten Frau irgendwo verstehen.
Andererseits hat jegliche Strafe - erst recht die Hinrichtung - auf die Angehörigen des Delinquenten eine genauso große Auswirkung wie die Straftat auf die Angehörigen eines Opfers. Ein unauflösbares Dilemma.
Deshalb bin ich ein Gegner der Todesstrafe.

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