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US-Popstar Miley Cyrus: "Herr Gouverneur, Sie sind ein A....loch"
REUTERS

Im US-Bundesstaat Indiana tritt bald ein Gesetz in Kraft, das Homosexuelle diskriminiert. Popstar Miley Cyrus ist außer sich - und pöbelt im Netz gegen den Verantwortlichen.

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Indigo76 27.03.2015, 20:58
1.

Seit Jahrzehnten kämpfen Homosexuelle darum, ihr Leben so leben zu dürfen, wie sie es wollen - völlig zurecht. Aber warum weigern sie sich so hartnäckig, diese Recht anderen zuzugestehen? Warum darf ein Geschäftsinhaben nicht sagen dürfen: Dich will ich in meinem Geschäft nicht haben. Natürlich wäre dieser Mensch, um es mit Frau Cyrus' Worten zu sagen, ein A...loch. Aber gilt nicht gleiches Recht für alle?

Dazu kommt: Wenn ich einer bestimmten Gruppe Menschen angehöre, seien es Dicke, Dünne, Rothaarige oder eben Homosexuelle, dann möchte ich mich freiwillig nicht an Orten aufhalten, wo man mich nicht möchte. Da ist es von Vorteil, vorher zu wissen, wo diese Orte sind.

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diego666 27.03.2015, 21:29
2.

Also beide Kommentare sind ziemlich dämlich.
Was ist denn daran gutmenschlich (wie ich dieses Wort hasse), wenn man die Erlaubnis zur Diskriminierung von Menschen mit anderen Lebensentwürfen mit sexueller Freiheit gleichsetzt.
Er ist kein Gutmensch, der versteckt seine diskriminierende Meinung nur hinter dem Gleichheitsgrundsatz.
Also eher ein perfider Schlechtmensch.

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großwolke 27.03.2015, 21:29
3.

Zitat von Indigo76
Seit Jahrzehnten kämpfen Homosexuelle darum, ihr Leben so leben zu dürfen, wie sie es wollen - völlig zurecht. Aber warum weigern sie sich so hartnäckig, diese Recht anderen zuzugestehen? Warum darf ein Geschäftsinhaben nicht sagen dürfen: Dich will ich in meinem Geschäft nicht haben. Natürlich wäre dieser Mensch, um es mit Frau Cyrus' Worten zu sagen, ein A...loch. Aber gilt nicht gleiches Recht für alle? Dazu kommt: Wenn ich einer bestimmten Gruppe Menschen angehöre, seien es Dicke, Dünne, Rothaarige oder eben Homosexuelle, dann möchte ich mich freiwillig nicht an Orten aufhalten, wo man mich nicht möchte. Da ist es von Vorteil, vorher zu wissen, wo diese Orte sind.
Ihre Ansicht greift viel zu kurz. Die sachlich richtige Überlegung geht so: Es gibt einen öffentlichen Raum, für den das Gesetz allerlei Regeln vorgibt. Wenn Sie Teil dieses öffentlichen Raumes sein wollen, indem Sie etwa ein Geschäft betreiben, ein Restaurant, oder ein Hotel, dann haben Sie sich an solche Regeln zu halten. Selbst für das Eröffnen von Clubs gilt das in gewissem Umfang. Wenn Sie keine Rothaarigen mögen, fein, es steht ihnen ja frei, kein Geschäft zu betreiben und sich in Ihren privaten Grenzen nur mit den Menschen zu umgeben, die Sie akzeptieren. Aber solange Sie in der Gesellschaft, so wie sie geregelt ist, Menschen Waren oder Dienstleistungen verkaufen wollen, hat es Ihnen nunmal egal zu sein, wie die Leute aussehen, solange die sich ihrerseits an die geltenden Regeln halten, etwa, was Höflichkeit, Sauberkeit und Achtung fremden Eigentums betrifft.

Wenn nun eine Regierung per Gesetz die Möglichkeit schafft, rechtmäßig Diskrimierung zu betreiben, ist das mit Recht abzulehnen. Wer weiß, was für Blüten sowas treibt, und wann man selbst in eine hässliche Situation kommt, wo man auf einmal zu den Diskriminierten gehört.

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overflow 27.03.2015, 21:31
4. Kopfschüttel

Diese Hysterie, dieses anmaßend-überhebliche der Homo-Verbände und ihrer Unterstützer geht langsam auf die Nerven. Statt Argumente gibt es Beleidigungen und die braven Bürger sind inzwischen schon so apathisch geworden, dass sie denken, es sei völlig in Ordnung den Gegner "Penis" oder "A...loch" zu nennen. Im normalen Leben hätten solche Tweets vermutlich eine Anklage wegen Beleidigung nach sich gezogen. Aber im Zusammenhang mit lesbisch, schwul, bi oder tran scheint man ja alles zu dürfen, vorausgesetzt man steht auf der "richtigen" Seite. Wie lange lassen wir uns denn noch an der Nase herum führen?

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EconomistGI 27.03.2015, 21:35
5. Kein Recht auf Unrecht

Zitat von Indigo76
Seit Jahrzehnten kämpfen Homosexuelle darum, ihr Leben so leben zu dürfen, wie sie es wollen - völlig zurecht. Aber warum weigern sie sich so hartnäckig, diese Recht anderen zuzugestehen? Warum darf ein Geschäftsinhaben nicht sagen dürfen: Dich will ich in meinem Geschäft nicht haben. Natürlich wäre dieser Mensch, um es mit Frau Cyrus' Worten zu sagen, ein A...loch. Aber gilt nicht gleiches Recht für alle?
Ich erklär's Ihnen: Wenn Homosexuelle so leben, wie sie es wollen, dann beeinträchtigen sie nicht die Rechte Anderer. Wenn ein Geschäftsinhaber Kunden nach deren persönliche Eigenschaften diskriminiert, dann nimmt er deren Recht, dort einzukaufen, wo es ihnen gefällt. Und das ist Unrecht. Es wäre nur etwas anderes, wenn er nach dem VERHALTEN der Kunden differenziert - natürlich kann er beispielsweise einem Ladendieb Hausverbot erteilen.

Anders gesagt: Jeder hat das Recht, so zu SEIN, wie er ist, aber nicht das Recht, sich gegenüber Anderen zu VERHALTEN, wie er möchte. Der Unterschied ist, dass der beispielhafte Ladeninhaber sich durch sein Verhalten als Arschloch erweist, der Homosexuelle aber nicht.

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spon-1280943165745 27.03.2015, 21:35
6. Nicht zu Ende gedacht

Zitat von Indigo76
Seit Jahrzehnten kämpfen Homosexuelle darum, ihr Leben so leben zu dürfen, wie sie es wollen - völlig zurecht. Aber warum weigern sie sich so hartnäckig, diese Recht anderen zuzugestehen? Warum darf ein Geschäftsinhaben nicht sagen dürfen: Dich will ich in meinem Geschäft nicht haben. Natürlich wäre dieser Mensch, um es mit Frau Cyrus' Worten zu sagen, ein A...loch. Aber gilt nicht gleiches Recht für alle? Dazu kommt: Wenn ich einer bestimmten Gruppe Menschen angehöre, seien es Dicke, Dünne, Rothaarige oder eben Homosexuelle, dann möchte ich mich freiwillig nicht an Orten aufhalten, wo man mich nicht möchte. Da ist es von Vorteil, vorher zu wissen, wo diese Orte sind.
Ihr Beitrag ist eine klassische Definition für Apartheit. Mit diesen vermeintlichen Argumenten könnten Sie aus Farbige oder Juden von der Gesellschaft ausschließen.

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d.jonda 27.03.2015, 21:38
7. @indigo76

In diesem Fall geht es um das Verhindern von Diskriminierung und nicht darum, dass homosexuelle Menschen anderen Menschen irgendwelche Rechte verwähren möchten - ich weiß nicht, wie Sie zu dieser Tatsachenverdrehung kommen, aber so wie ich das mitbekommen habe, sind zumindest laut Artikel wesentlich mehr heterosexuelle Menschen gegen die geplante Gesetzesänderung vorgegangen.
Wenn Sie nicht genau einordnen können, was Diskriminierung bedeutet, empfehle ich Ihnen den passenden Wikipedia-Artikel zu diesem Thema. Diskriminierung unterscheidet sich erheblich von einer einfachen negativen Gesinnung bestimmten Menschen gegenüber (beispielsweise als Folge eines Streits o.ä.), woraufhin man selbstverständlich auch als Ladenbesitzer (um Ihr Beispiel aufzugreifen) unproblematisch sein Hausrecht ausüben kann, aber fremde Menschen, aufgrund von Religion, Sexualität, Hautfarbe, etc. grundlegende Rechte zu verweigen, ist nicht in Ordnung und dem sollten sich Menschen mit genügend Sachverstand möglichst entgegenstellen.
Dass Sie als vermutlich weißer, deutscher Durchschnittsmann noch nie mit Diskriminierung in Konktakt gekommen sind, sei Ihnen nicht verübelt, jedoch sollten Sie Ihre Scheuklappen ablegen und eventuell auch mal über den Tellerrand hinausdenken, außerdem wer garantiert Ihnen, dass Sie nicht selbst irgendwann Opfer stereotypischer Denke werden? Vielleicht verlieben Sie sich ja mal in Ihren Arbeitskollegen?
Gerade in Deutschland sollte man doch vorausgesetzt werden können, dass die Menschen wissen, was Diskriminierung ist...

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diego666 27.03.2015, 21:49
8.

Ihr müsst euch echt bedroht fühlen, wenn jemand schwul ist. Ich lese da ne starke Verunsicherung der eigenen Sexualität raus.
Einen anderen Grund, warum es einen stören sollte, dass auch Männer, die nichts anderes gemacht haben, als Männer zu lieben, oder Frauen, die...., und dafür nicht diskriminiert werden wollen, kann ich echt nicht erkennen.
Habt ihr Angst, dass deren Selbstbewusstsein ansteckend ist, oder dass ihr rumgedreht werdet.
Habt keine Angst, schwulsein ist nicht ansteckend. Hab ein paar schwule Freunde und deren Virus hat mich noch nicht infiziert. (kannst die Ironie behalten, wenn du sie findest.)

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Delos99 27.03.2015, 21:50
9. Und wieder einmal zeigt sich...

...daß demokratische Gesetze und Religionen extrem inkompatibel sind!
Jaaa, ich weiß auch, daß unsere demokratischen Gesetze auf religiösen - genauer: christlichen - Regeln basieren. Aber eben auch nur "basieren". Die Realität zeigt, daß Religionen in der extremen Vergangenheit verharren und sich wenig bis gar nicht um neue Entwicklungen kümmern. Das mag im privaten Bereich OK sein, in der Öffentlichkeit, und ganz besonders in der Gesetzgebung, hat das nichts verloren!

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