Forum: Panorama
US-Proteste gegen Polizeigewalt: Der Zorn wächst
REUTERS

Die Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA halten an. Erneut gingen Tausende Menschen in vielen Städten auf die Straße. Und in New York steht eine weitere Jury-Entscheidung in einem Fall tödlicher Polizeigewalt an.

Seite 1 von 9
my_lay 06.12.2014, 08:48
1. Gesellschaftsterroristen

diese Menschen sind Gesellschaftsterroristen die die von Gott gegebene Standesordung anzweifeln. Dies Objekte sind mit aller Staatsgewalt zu bekaempfen. Das nennt man auch Staatsraeson.

Beitrag melden
stefan.waldisberg 06.12.2014, 08:55
2. Freispruch ist richtig

Wenn man die Verhältnisse in der USA kennt ist ein Freispruch des einzelnen Polizisten richtig.
- Die Polizisten sind sehr schlecht ausgebildet.
- Derr Umgang mit Waffen ist locker. Fast jede Familie hat eine (geladene) Waffe zu Hause.
-Die Kriminellen und halbkriminellen sind sehr brutal und schnell bereit zu schiessen.
- Die Mordrate in der USA ist sehr hoch.
- Die Polizisten haben Angst.In einem Umfeld der Gewalt ist es nachvollziebar, dass der Polizist, bei dem geringsten Anzeichen zur Waffe greift und schiesst.
Er schütz sich damit nur, auch instinktiv, gerechtfertigt oder nicht.
- Den einzelen Polizisten zu verurteilen ist falsch... Es ist das Gesamtsystem und die brutale Umwelt.

Beitrag melden
Draw2001 06.12.2014, 08:55
3. Eigentlich

sprach Obama von mehr Gerechtigkeit. Ich halte es für verfehlt eine "Grand Jury" über die Zulassung einer Anklage urteilen zu lassen. Wie hier gesehen kann dadurch schnell ein Freispruch produziert werden. Gleichsam wird die Aufklärung verhindert. Gesetze sind dann auch nicht mehr anwendbar. Zuwenig für den Weg des Rechts und der erforderlichen Untersuchungen. Jeder amerikanische Polizist erwartet eine Gegenwehr eines befaffneten Gegenübers. In Australien nicht: Dort wurden alle Waffen vom Staat augekauft. Seitdem haben Todesfälle in Verbindung mit Schusswaffen um 90% abgenommen - und der Wert steigt weiter.
Ein amerikanischer Polizist hat die Wahl: Er oder Andere.
Ihm bleibt im Zweifelsfall nicht viel Zeit diese Entscheidung gerecht zu treffen.

Beitrag melden
joG 06.12.2014, 08:55
4. Justiz darf nicht politischen Argumenten unterworfen werden.....

.....aber sie muss auch ihre Legitimität ohne sehr guten Grund beschädigen. So scheint es dumm die Polizisten nicht vor ordentliche Gerichte zu stellen, wenn auch die Grand Juries ein unter normalen Umständen völlig legitimer Gang der Dinge sind. Hier geht es aber darum, daß offensichtlich die Legitimität des Systems bei einer grossen Gruppe stark bezweifelt wird. Da ist Transparenz absolute Priorität. Gerechtigkeit alleine genügt da nicht. Man muss auch sehen, daß Gerechtigkeit allgemein gilt also gegen jeden auch durchgesetzt wird. Gerade auch gegen Diejenigen, die Macht über Bürger mit Gewalt durchsetzen sollen.

Beitrag melden
fördeanwohner 06.12.2014, 09:11
5. -

Die Berichterstattung ist etwas dürftig. Es wäre interessant zu erfahren, wie so eine Grand Jury zusammengesetzt ist. Was sind das eigentlich für Menschen? Worüber entscheiden diese genau? Und was hat der Staatsanwalt gefordert? Nur eine Untersuchung oder eine Anklage wegen Mordes? Letzteres muss eigentlich jede Jury ablehnen, es sei denn es sind absolut wasserdichte Beweise vorhanden, die eine Tötungsabsicht belegen.
Aber vielleicht fordert der Staatsanwalt, der im Prinzip auf derselben Seite wie der jeweils betroffene Polizist steht, von vornherein eine Anklage wegen Mordes, um damit sicherzugehen, dass die Jury dieses auch tatsächlich ablehnt. Das wäre ziemlich perfide. Ein System, das so etwas ermöglicht, gehört dann schleunigst abgeschafft mAn.

Wäre schön, wenn man darüber mal berichtet.

Beitrag melden
benignoo 06.12.2014, 09:28
6. Häufung oder nicht

Wenn jetzt jede Woche ein neuer Schwarzer unschuldig von Polizisten erschossen wird, ist das dann eigentlich eine signifikante Steigerung dieser Fälle oder Alltag in den USA? Beides wäre über alle Maßen traurig. Aber der Unterschied, ob es nun eine Art "Reaktion" oder erhöhte Gewaltbereitschaft/Unsicherheit der Polizisten auf die Proteste ist oder durch die Proteste lediglich gängiges Unrecht endlich ein Medienecho findet, würde durchaus ein zirmlich anderes Licht auf die Gedchichte werfen.

Beitrag melden
corcoran42 06.12.2014, 09:29
7. Auch in Deutschland...

... bleibt Polizeigewalt in aller Regel ungesühnt, weil die Staatsanwaltschaften es sich zur Aufgabe machen, Verfahren gegen Polizeibeamte so geräuschlos wie irgendwie möglich niederzuschlagen. Und wenn es gar nicht anders geht, und eine Anklage unausweichlich ist, gibt es vor Gericht immer zwei bis drei Kollegen, die ganz genau gesehen haben, dass der Beamte selbstverständlich völlig korrekt gehandelt hat... Der große Unterschied zu den USA ist, dass die Inkaufnahme tödlicher Verletzungen bei Verdächtigen, Flüchtenden etc. in der bundesdeutschen Polizei glücklicherweise längst nicht so selbstverständlich ist - was wiederum daran liegt, dass die Bevölkerung im Regelfall nicht bewaffnet ist und die Polizisten deshalb "nur" fürchten müssen, verprügelt, nicht aber gleich erschossen zu werden. In den USA sind die Cops deswegen wahnsinnig nervös - und schießen eben im Zweifelsfall selbst zuerst. Und wenn es mal wieder zu Unrecht war, stellt sich der Staat eben vor seine Angestellten.

Beitrag melden
flenzelot 06.12.2014, 09:31
8. @1

Sie haben es nicht verstanden. Es geht nicht um Freispruch/Verurteilung, sondern darum dass die Beamten gar nicht erst angeklagt werden

Beitrag melden
Augustus99 06.12.2014, 09:34
9. Willkür mit Freibrief

Was ist denn das für ein Rechtssystem, wo keine objektive Bedrohung für den Einsatz der Waffe notwendig ist, sondern das subjektive sich bedroht fühlen ausreicht? Damit wird den Polizisten ein Freibrief erteilt. Deshalb kommen nur 3 von 1500 Erschießungen zu Anklage. Auch Kameradschaft unter Polizisten spielt dabei eine Rolle.

Beitrag melden
Seite 1 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!