Forum: Panorama
US-Stadt Phoenix: Polizist erschießt unbewaffneten Schwarzen
REUTERS

Bei einer Polizeikontrolle in Phoenix ist ein Schwarzer erschossen worden. Der weiße Beamte dachte, der Mann habe eine Waffe in der Hosentasche - dabei war es ein Röhrchen mit Schmerztabletten.

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philoktes 05.12.2014, 10:52
40. Polizeilicher Schusswaffengebrauch

Zitat von Daniel M.
hier tummeln sich ja wieder die üblichen Berufsaufgeregten. Das ist ein anderes Land, mit anderen Gesetzen, Bräuchen, Sitten und Normen. Hier deutsche Maßstäbe, vor allem im polizeilichen Schusswaffengebrauch, anzusetzen ist schlicht falsch. Jeder in den ......
Durch den Fall Brown ist aber auch bekannt, das der Supreme Court bereits 1985 ein Gesetz als verfassungswidrig kassierte, in dem Polizisten bei Todesschüssen auf Flüchtende, sowie Personen die sie vorher angegriffen haben oder angespuckt haben, straffrei ausgingen.

Seit dem dürfen auch in den USA Polizisten nur noch unter bestimmten Bedingungen (z.B. Notwehr) zur Schusswaffe greifen.
In vorliegenden Fall behauptet der Polizist ja gar nicht er habe eine Waffe gesehen, sondern er sah etwas das möglicherweise eine Waffe sein könnte.

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Alaaf 05.12.2014, 10:52
41. Polizistenmorde

Nur um dem Gerücht vorzubeugen, in den USA wären Polizisten grundlos-schiesswütige Irre: 2006 sind in den USA 65 Polizisten im Dienst erschossen worden, 2007 36, 2008 waren es 40 und 2009 47 im Dienst erschossene Polizisten. In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum insg. 2, also etwa 99% weniger!
Ich finde es ehrlich gesagt nicht erstaunlich, dass sich Polizisten angesichts dieser Zahlen dazu entschliessen, zu feuern, wenn sie sich bedroht fühlen. Ein Verdächtiger, der sich durch Flucht der Festnahme entzieht, flieht und dabei in die Hosentasche fasst, ist aus diesem Blickwinkel eine Bedrohung. Vor allem, wenn er aus einer Bevölkerungsgruppe kommt, die unter Polizisten offensichtlich als die dominante Tätergruppe bei Polizistenmorden gilt.
Das ist aus meiner Sicht eine logische Konsequenz der Waffengesetzgebung. Ein selbst gemachtes Problem!

Quelle: http://web.archive.org/web/20101114163435/http://www.odmp.org/year.php

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spon-facebook-10000283853 05.12.2014, 10:59
42.

Zitat von SabineHäberle
Wer ein paar Mal mit einem Schwarzen in den USA unterwegs war, der erlebt die bei vielen Weissen immer noch vorhandenen Ressentiments live und in Farbe. Dieser mir gut bekannte Schwarze ist praktisch NIE leger gekleidet unterwegs. Nun raten Sie mal, wieso. Wie meinte er mal zu mir? "Ein Schwarzer im Anzug wird einfach nicht so schnell erschossen wie einer in Jeans und Sweat-Shirt."
Das sind keine Ressentiments sondern Erfahrung und Statistik.
Die gleichen "Vorurteile" gibt es bei uns gegen Glatzenträger mit Springerstiefeln und Baseballkeule.

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Hupert 05.12.2014, 10:59
43. Nein...

...was würden sie tun wenn die Polizei handgreiflich wird obwohl sie nur eine Packung Aspirin in der Hosentasche haben. Hierzulande würde ich mir erstmal Dienstnummern geben lassen und denen den Finger zeigen.

Man muss nicht jedes Spielchen mitspielen nur weil irgendein Trottel irgendwann mal ne Uniform zu seiner Arbeitskleidung erkoren hat. Auch in den Staaten nicht, kann dort aber nach hinten losgehen... und deswegen werd ich auch weiterhin einen großen Bogen um diese paranoide geschlossene Abteilung machen.

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darthmax 05.12.2014, 10:59
44. Zahlen

Aus dem Netz habe ich für 2011 gefunden , das 75 Poizisten durch Schusswaffen starben.
wieviel von Weissen oder von Schwarzen getötet wurden stand nicht dabei.
Es wurden zwischen 2003 und 2005 rd, 1000 Menschen durch Polizisten getötet, 80 % waren bewaffnet.
D.H. 20% waren unbewaffnet ? Das wären 60 im Jahr.

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Besserwisser1970 05.12.2014, 11:02
45. Unfug

Zitat von schnulli602
der Polizist hat aus meiner Sicht völlig richtig gehandelt. wer vor der Polizei flieht, sich dann widersetzt und dann in die Tasche greift, ist selbst schuld. zumal in den USA, wo die Polizei bei jedem befürchten muss, dass er bewaffnet ist. der Polizist hat in diesem Fall völlig richtig gehandelt
wenn ich solche Kommentare lesen, zweifel ich an der Intelligenz mancher Menschen oder der rechtsstaatlichen Auffassung. Auch als Polizist kann man nicht einfach jemanden abknallen. Der wievielte Fall ist das, wo die Person nicht einmal eine Waffe dabei hatte. Zumal man auch Teaser einsetzen oder eventuell mal ins Bein oder den Arm schießen. Wieso müssen da immer gleich tödliche Schüsse abgegeben werden?

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dschungelmann 05.12.2014, 11:06
46. Gesammtzahl aller in den USA getoeteten Polizisten

durch Schusswaffengebrauch

2013 unter 40
2014 ca. 40

mehr muss man nicht wissen. Wo wird da die immer wieder beschwohrene Gewalt gegen Polizisten hergenommen. Das ist prozentual mit D vergleichbar.

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Beat Adler 05.12.2014, 11:06
47.

Zitat von peddersen
Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, die USA ist ein Land voller Leute, die vor allem und jedem panische ANGST haben. Und jeder vor jedem. Und in Stresssituationen miteinander kommunizieren wohl niemals ne Option ist. Ist vielleicht logisch, in einem Land, wo jeder ne Knarre kaufen und tragen darf - und überall die "Challenge" , der Wettbewerb, das "Bewähren" zur Religion erhoben wird. Das sollte - und könnte - man aber ändern.
"Die USA" gibt es so nicht. Ich habe Regionen besucht, wo niemand seine Haustuere abschliesst und jeder den Schluessel im Auto stecken laesst. Wo es praktisch keine Gewaltverbrechen gibt. Habe aber auch in Chicago erlebt, dass ein Taxifahrer sich geweigert hat, mich in einen Jazzclub zu fahren, weil ich weiss bin. Er koennen nicht fuer meine Sicherheit garantieren. "Das America" oder "die USA" gibt es so nicht. Entsprechend verhalten sich die Cops.

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Besserwisser1970 05.12.2014, 11:06
48. Quatsch

Zitat von kratzdistel
es handellt sich so wie dargestellt nach unserem recht um putativnotwehr infolge verkennung der tatumstände durch angst, furcht oder schrecken. hier könnte es milder bestraft werden ist aber kein rechtfertigungsgrund, wie bei einer scheinwaffe, die einer echten ähnlich sieht.wenn der officer einen berechtigten grund zur kontrolle hatte bei schlechten sichtverhältnissen und das opfer die hand in der tasche ließ, dann wird es wohl ausgehen wie die bisherigen fälle.
Der Polizist wird hier sofort suspendiert, da es eben keine Putativnotwehr ist. Wie soll die denn begründet sein? Weglaufen und Hand in der Tasche? Das ist also ein Grund. Was für ein Unsinn! Und welche Waffe passt denn in eine Hosentasche? Und mit welcher Waffe in der Hosentasche kann man dann noch weglaufen?
Leute bevor Ihr solchen Mist glaubt und das dann auch noch rechtfertigt, schaltet bitte Euer Hirn ein.

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Koda 05.12.2014, 11:07
49. Vereinfachtes Justizverfahren

Zitat von spon-facebook-1293013983
Genau wie überall sonst auf der Welt. Was ich nur komisch finde, sind diese Grand Juries. Wenn ich das richtig verstanden habe, entscheiden die zunächst nur darüber, ob überhaupt angeklagt wird. Da eine Anklage nicht gleichbedeutend mit "schuldig" ist, entzieht sich mir der Sinn dieser Institution, insbesondere bei Tötungsdelikten. Gleich ein ordentliches Verfahren wäre doch viel sinniger.
Ich kenne mich nicht so aus, aber ich denke, dass, wenn die Grand Jury im Vorfeld einer Verhandlung in einer Art Vorverhandlung entscheidet, das kein richtiges Verfahren nötig ist, dann auch keines stattfindet, welches sich über Monate mit überbordenden Anwaltskosten hinziehen kann.

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