Forum: Panorama
US-Stadt Phoenix: Polizist erschießt unbewaffneten Schwarzen
REUTERS

Bei einer Polizeikontrolle in Phoenix ist ein Schwarzer erschossen worden. Der weiße Beamte dachte, der Mann habe eine Waffe in der Hosentasche - dabei war es ein Röhrchen mit Schmerztabletten.

Seite 6 von 15
dein_idol 05.12.2014, 11:07
50.

Gibt es nicht mal sowas wie einen Warnschuss? Wer dann nicht reagiert, OK.
Oder in den Arm, Beine, Schulter oder wo auch immer hin schiessen.
Wer auch dann nicht auf Anweisung reagiert oder noch feindseelig ist, muss ein Profi oder auf Drogen sein.

Dann ist auch ein tödlicher Schuss nachvollziehbar.
Es kommt einem immer so vor als denkt jeder Polizist in Amerika er hat einen professionellen Killer vor sich. Ne Pistole in der Hosentasche die dann auch noch ergriffen wird um gleich damit zu schiessen sollte sich doch deutlich von einem Messer oder Tabletten unterscheiden.

Wenn es so viele Ballereien dort gibt, sollten die Polizisten auch dementsprechend geschult sein.
Paar Schritte zurück und zur Not in die Schulter schiessen. Muss doch nicht immer das Herz, Magen oder Kopf sein.

Beitrag melden
cor 05.12.2014, 11:08
51.

Zitat von wissebach
stelle ich mir die gleiche Frage. Wäre das Ofer weiss und der Täter (Polizist) schwarz? Die Polizisten wären auf jeden Fall angeklagt worden. Und das ist Rassismus pur.
Das ist eine reine Vermutung.

Beitrag melden
Alaaf 05.12.2014, 11:09
52.

Zitat von spiegelm2010
Problematisch ist das Ganze doch, weil sich diese Fälle - Weißer erschießt Schwarzen und kommt davon - in letzter Zeit häufen: Trayvon Martin, Michael Brown, Eric Garner, Tamir Rice...da kann man erzählen, was man will: Da läuft was schief!
US-Statistik:

2014 47 (bislang) im Dienst erschossene Polizisten
2013 30 im Dienst erschossene Polizisten
2012 43 im Dienst erschossene Polizisten
2012 68 im Dienst erschossene Polizisten
2012 59 im Dienst erschossene Polizisten

Wir bekommen aktuell nur die Fälle mit, in denen u.U. ein Polizist einen Fehler gemacht hat. Die Zahlen oben geben aber den Grund wieder, warum den Jungs der Finger so locker am Abzug sitzt. Daher: Ja, da läuft was schief! Grundsätzlich! Viele Waffen im Umlauf bedeutet potentiell auch viel Waffengebrauch. Das ist halt die Konsequenz!

Beitrag melden
say_whaaaaat 05.12.2014, 11:11
53.

Zitat von bauigel
Natürlich kommt es in den USA zu ungerechtfertigten Übergriffen der Polizei. Wenn aber jemand vor der Polizei flieht.... sich der Festnahme widersetzt.... und dann in seine Hosentasche greift.... in einem Land wo jeder zweite eine Schusswaffe besitzt.... kann die Reaktion des Polizisten nachvollzogen werden.
Ja.
Und nein.
In Anbetracht der jüngsten Vorfälle sollten Afroamerikaner besonders vorsichtig sein. So ungerechtfertigt die polizeiliche Maßnahme auch sein mag... widersetzen sollte man sich ihr nicht.
Allerdings neigt man auch gerne dazu in einer Extremsituation weniger rational zu denken. Da widersetzt man sich vielleicht gern... insbesondere dann, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.

Weshalb gab der Polizist zwei tödliche Schüsse ab? Ein Warnschuss in den Arm wäre schon extrem, aber wahrscheinlich nicht tödlich gewesen. Weshalb zwei tödliche Schüsse?
Michael Brown war kein Engel. Den Laden hätte er nicht überfallen sollen. Er hätte nicht nach der Waffe des Polizisten greifen sollen. Er hätte nicht weglaufen sollen. Den Tod hat er dadurch nicht verdient.
Der 12-jährige in Cleveland hätte nicht vor den Polizisten seine Spielzeugwaffe ziehen sollen... Den Tod hat er dadurch ebenso wenig verdient.

Und auch wenn Eric Garner auf Staten Island Zigaretten verkauft hat... Den Tod hat auch er nicht verdient.

Beitrag melden
say_whaaaaat 05.12.2014, 11:13
54.

Zitat von pekaef
Wie immer. Schon seltsam, dass es immer weiße Polizisten sind, die unbewaffnete schwarze junge Männer totschießen - nie ein schwarzer Polizist, der einen weißen Unbewaffneten erschießt.
Doch, kommt auch vor:

http://www.wnd.com/2014/08/black-cop-kills-white-man-media-hide-race/

Wird nur seltener drüber berichtet.

Beitrag melden
teilzeitmutti 05.12.2014, 11:15
55. Sie nennen das Putativnotwehr...

Zitat von kratzdistel
es handellt sich so wie dargestellt nach unserem recht um putativnotwehr infolge verkennung der tatumstände durch angst, furcht oder schrecken. hier könnte es milder bestraft werden ist aber kein rechtfertigungsgrund, wie bei einer scheinwaffe, die einer echten ähnlich sieht.wenn der officer einen berechtigten grund zur kontrolle hatte bei schlechten sichtverhältnissen und das opfer die hand in der tasche ließ, dann wird es wohl ausgehen wie die bisherigen fälle.
... ich nenne das hysterische Polizei. Letztlich werden Polizisten dafür bezahlt auch mit der eigenen Gesundheit die Sicherheit sicherzustellen.

Beitrag melden
Palomablanca 05.12.2014, 11:15
56. Vom Sofa kommentieren

Man muss sich in der Situation in den Polizisten versetzen. Jemand greift in einem Handgemenge in die Hosentasche. Warum? Warum tut man das? Will er eine Tablette nehmen im Gerangel? Entweder ist die Darstellung falsch oder der offensichtlich geistig verwirrte hat eine tödliche Dummheit begangen. Stimmt die Schilderung, dann haben die Polizisten richtig gehandelt.

Beitrag melden
fridericus1 05.12.2014, 11:15
57. Das erhellt ein wenig.

Zitat von darthmax
Aus dem Netz habe ich für 2011 gefunden , das 75 Poizisten durch Schusswaffen starben. wieviel von Weissen oder von Schwarzen getötet wurden stand nicht dabei. Es wurden zwischen 2003 und 2005 rd, 1000 Menschen durch Polizisten getötet, 80 % waren bewaffnet. D.H. 20% waren unbewaffnet ? Das wären 60 im Jahr.
D.h. im Jahre 2011 sind in den USA mehr Polizisten erschossen worden als deutsche Soldaten im gesamten Einsatz in Afghanistan umkamen. Sicherlich gibt es dort erheblich mehr Polizisten als bei uns, aber mich würde das auch nervös machen.

Wenn ein Polizist im Dienst damit rechnen muss, das jeder kleine Ladendieb eine Knarre hat, dann führt das sicherlich nicht zur Deeskalation.

Beitrag melden
fridagold 05.12.2014, 11:17
58.

Zitat von Alaaf
Nur um dem Gerücht vorzubeugen, in den USA wären Polizisten grundlos-schiesswütige Irre: 2006 sind in den USA 65 Polizisten im Dienst erschossen worden, 2007 36, 2008 waren es 40 und 2009 47 im Dienst erschossene Polizisten. In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum insg. 2, also etwa 99% weniger!
Falsche Rechnung.Da müssten wir erstmal wissen, wie viele Polizisten jeweils in D und USA vorhanden sind, um prozentuale Abweichungen zu bestimmen. In einem Riesenland mit enormer Bevölkerung gibt es höchstwahrscheinlich auch mehr Polizisten als im kleinen Deutschland. Ich helfe Ihnen da mal:

Laut Wikipedia gibt es in Deutschland 243,625 Polizisten, macht 296 pro Einwohner. In den USA gibt es 780,000 Polizisten, macht 248 pro Einwohner.
Wenn von 780,000 Polizisten 47 erschossen werden und von 244,000 2, werden in den USA natürlich immer noch mehr erschossen. Aber das sollten Sie auch erstmal ausrechnen, bevor Sie mit Zahlen argumentieren. Und vor allem die richtigen Zahlen benutzen.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_number_of_police_officers

Beitrag melden
Alaaf 05.12.2014, 11:18
59.

Zitat von darthmax
Aus dem Netz habe ich für 2011 gefunden , das 75 Poizisten durch Schusswaffen starben. wieviel von Weissen oder von Schwarzen getötet wurden stand nicht dabei. Es wurden zwischen 2003 und 2005 rd, 1000 Menschen durch Polizisten getötet, 80 % waren bewaffnet. D.H. 20% waren unbewaffnet ? Das wären 60 im Jahr.
Ähnliche Zahlen habe ich auch gefunden. Das Verhältnis von der Polizei erschossener Personen zu im Dienst erschossenen Polizisten liegt etwa bei 10:1. Interessanter weise ist das auch in Deutschland so: Zwischen 2006 und heute wurden in Deutschland 5 Polizeibeamte durch Schusswaffen getötet und ca. 50 Verdächtige von Polizisten erschossen (Quelle: http://www.schusswaffeneinsatz.de/Statistiken_files/Statistiken_1.pdf). Grundsätzlich besteht also kein Unterschied zu den USA, obwohl sich die Fallzahlen im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten natürlich in einer ganz anderen Dimension bewegen. Würde also bedeuten, US-Polizisten sind nicht schiesswütiger als die deutschen Kollegen, obwohl die Bedrohung ihres eigenen Lebens im Dienst auf einem viel höheren Niveau liegt.

Beitrag melden
Seite 6 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!