Forum: Panorama
US-Stadt Phoenix: Polizist erschießt unbewaffneten Schwarzen
REUTERS

Bei einer Polizeikontrolle in Phoenix ist ein Schwarzer erschossen worden. Der weiße Beamte dachte, der Mann habe eine Waffe in der Hosentasche - dabei war es ein Röhrchen mit Schmerztabletten.

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Tuolumne Meadows 05.12.2014, 11:44
70. Des Pudels Kern!

Zitat von Bolligru
Amis kommen nicht drauf, dass solche Dinge weniger passieren würden, wenn die Polizei aufgrund der laschen Waffengesetze nicht jederzeit damit rechnen müsste, bewaffneten Bürgern gegenüber zu stehen? Im Grunde müsste die Polizei nach schärferen Waffengesetzen verlangen...
Sie haben es damit auf den Punkt gebracht! Die Polizei in den USA muss jederzeit in solchen Situationen damit rechnen, dass jemand wirklich bewaffnet ist. Danach muss aber auch ich mein Verhalten ausrichten, wenn ich von der Polizei auf der Straße angehalten werden (z.B. die Hände sichtbar am Lenkrad lassen).

Das Thema geht aber viel tiefer. Einige in der Bevölkerung (auch in Deutschland) haben jeglichen Respekt vor der Staatsgewalt verloren (das zeigt doch das letztens im deutschen Fernsehen gezeigte Beispiel mit der Jugendrichterin). Das ist aber eine Sache der Erziehung und der Werte, die eine Gesellschaft vermittelt. "Steinewerfern" auf Polizisten scheint "cool" zu sein - und das Nicht-Befolgen von Anweisungen dieser Staatsbediensteten wohl auch.

Warum hat der Jugendliche in Cleveland nicht einfach die Hände gehoben, als die Polizei ihn dazu aufgefordert hat? Warum hat sich der im Artikel beschriebene Mann so aggressiv verhalten? Beide könnten noch leben, hätten sie den Anweisungen folge geleistet!

In den USA herrscht noch unterschwelliger Rassismus - das muss selbst ein schwarzer Präsident dort erleben. Aber "Rassismus" ist nicht die Entschuldigung dafür, dass man sich nicht an Recht und Gesetz zu halten hat oder den Staatsbediensteten Respekt zu zollen hat, die dieses vertreten.

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wilee19 05.12.2014, 11:44
71. wer weiss es denn so genau?

hier wurde berichtet von ein Mann, der nach einer Flucht eingefangen wurde, es enstand ein Handgemenge. Der Mann greift in seiner Hosentasche. Der Polizist zieht seine Waffe. Er ignoriert die Befehle. Der Polizist hat jetzt weniger als 0,1 Sekunde um diese Notwehrsituation zu beurteilen. Was dann passierte, ist nicht schön, aber das ist eben das Risiko was man läuft, wenn mann ein Polizist angreift, der seine Waffe gezogen hat.

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Promethium 05.12.2014, 11:50
72.

Zitat von chmb
Anstatt zu fragen warum es eigentlich so viel Kriminalität in den USA gibt, wird die Schuld wieder den Waffen zugeschoben. Das würde ja auch zu weit gehen, das Problem bei der Wurzel zu packen! Also wirklich!
Es gibt gar nicht so viel Kriminalität in den USA! Die Mordrate in den USA ist Beispielsweise nur halb so hoch wie in Russland.
Wer mag kann ja mal darüber nachdenken warum über die Gewalt in Russland kaum berichtet wird.

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querdenker1964 05.12.2014, 11:52
73. kratzdistel

in unserer Rechtsordnung ist starkt umstritten, ob sich Träger öffentlicher Gewalt über die in den Pol Gesetzen festgelegten Ermächtigungen (unmittelbarer Zwang) hinaus auf Rechtfertigungsgründe berufen können. Daher fraglich, ob "Putativnotwehr" hier dem Grunde nach überhaupt vorliegen kann.....

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ratstack 05.12.2014, 11:52
74. Konsequenzen

Aus den Fällen der letzten Tage ziehe ich folgende Schlüsse:
- ein Asthmakranker darf nicht demonstrieren, der Würgegriff ist schon für Gesunde gefährlich, aber mit einer Krankheit ist es lebensgefährlich,
- wer in Stresssituationen auf ein Medikament angewiesen ist, sollte nicht in eine Polizeikontrolle geraten, der instinktive Griff zur Arznei wirkt sich verheerend aus,
- Polizisten in Amerika leben gefährlich, umgeben von Jugendlichen, Asthmakranken und anderen Risikofiguren,
- die Serie wird erst abreissen, wenn alle schwarzen Jugendlichen und Kranke tot sind,
- aber es gibt ja noch farbige Omas mit Regenschirmen.

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martin.feiss 05.12.2014, 11:56
75. keine andere Möglichkeit

Dass der Polizist – wie bei den anderen bekannnten Fällen auch – keine andere Möglichkeit sah, als den Gegner zu erschießen, spricht doch Bände. Offenbar muss dort weder ein Warnschuss abgegeben werden, noch scheint in der Polizeischule gelehrt zu werden, dass man in solchen Fällen auch auf den Arm schießen könnte.

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Fritz Meier 05.12.2014, 11:56
76. Bald Notwehr gegen Polizei nötig

Was ich mir schon ein paar solcher Fälle vorher gedacht habe: Es wird bald so sein, dass man als Schwarzer, wenn man von der Polizei angesprochen wird, vorsichtshalber um sich schießt. Quasi als Notwehr, man weiß ja, was einem sonst blühen kann. Ob das vor Gericht dann auch so gewertet wird?

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robert2005ffm 05.12.2014, 11:57
77.

Zitat von schnulli602
der Polizist hat aus meiner Sicht völlig richtig gehandelt. wer vor der Polizei flieht, sich dann widersetzt und dann in die Tasche greift, ist selbst schuld. zumal in den USA, wo die Polizei bei jedem befürchten muss, dass er bewaffnet ist. der Polizist hat in diesem Fall völlig richtig gehandelt
Genau so ist es! Bei einer Fahrzeugkontrolle sollte man immer die Hände gut sichtbar auf das Lenkrad legen und erst nach Aufforderung vorsichtig Papiere aus Taschen ziehen. Jeder weiss das und kennt auch die Gründe. Wer jedoch glaubt, er könne auch anders reagieren, muss schon mal mit dem Schlimmsten rechnen.

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spon-facebook-10000159648 05.12.2014, 11:58
78. Warum sollte die Polizei eigentlich

regelmäßig und ohne jeden vernünftigen Anlass schwarze Bürger erschießen? Den Eindruck hat man ja fast, wenn man hier einige Kommentare liest.

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Alaaf 05.12.2014, 11:58
79.

Zitat von fridagold
Falsche Rechnung.Da müssten wir erstmal wissen, wie viele Polizisten jeweils in D und USA vorhanden sind, um prozentuale Abweichungen zu bestimmen. In einem Riesenland mit enormer Bevölkerung gibt es höchstwahrscheinlich auch mehr Polizisten als im kleinen Deutschland. Ich helfe Ihnen da mal: Laut Wikipedia gibt es in Deutschland 243,625 Polizisten, macht 296 pro Einwohner. In den USA gibt es 780,000 Polizisten, macht 248 pro Einwohner. Wenn von 780,000 Polizisten 47 erschossen werden und von 244,000 2, werden in den USA natürlich immer noch mehr erschossen. Aber das sollten Sie auch erstmal ausrechnen, bevor Sie mit Zahlen argumentieren. Und vor allem die richtigen Zahlen benutzen. Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_number_of_police_officers
Danke für die Zahlen! Sie können das im Prinzip berechnen wie sie wollen. Im Endergebnis wird man immer zum gleichen Schluss kommen: Die Bedrohung in den USA ist wesentlich höher. Um bei Ihren Zahlen zu bleiben. In den letzten Jahren, wurde in Deutschland pro Jahr im Schnitt 0,4 Polizisten im Dienst erschossen, in den USA ca. 40. also etwa 100 mal mehr. Gleichzeitig gibt es in den USA aber nur etwa 3 mal mehr Polizisten. Ergibt für den US-Polizisten also im Vergleich ein ca. 30 fach höheres Risiko, dass er erschossen wird.

Wen wundert es also , dass die Polizisten drüben sehr nervös werden, wenn sich für sie ein Bedrohungspotential ergibt?

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