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Vatikan-Umfrage im Ausland: Die Furcht vor der Sexualmoral der Gläubigen
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Unter deutschen Katholiken wird über den Fragebogen des Vatikan kontrovers diskutiert: Ihre Sexualmoral hat mit der kirchlichen Lehre wenig gemein. Wie sieht es in anderen Teilen der Welt aus? Eindrücke aus sechs Ländern.

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GibtsJaNet 28.01.2014, 18:11
1. Wenn

der Vatikan Fragebögen zu den sexuellen Gepflogenheiten seiner Schäfchen herausgeben muss, heisst das im Umkehrschluß für mich: Die Kirche hat keinen Dunst davon, was seine Gläubigen denken und fühlen! Seit 500 Jahren schon nicht mehr!

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Loddarithmus 28.01.2014, 18:20
2. Wieso Gefahr?

Zitat: ... samt der Gefahr, ..... anzunehmen, Jesus könnte unserer Vorstellung entsprechen. Zitat Ende.
Nichts anderes ist er doch als eine Ausgeburt menschlicher Vorstellung!

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MatthiasHub 28.01.2014, 18:43
3. optional

Die katholische Kirche ist und bleibt nun mal ein konservativer Narrenverein, was will man denn erwarten? Ich bin froh dass sie reformunfähig und starr sind, das erhöht die Anzahl der Austritte und hoffentlich der Menschen die erkennen dass die Präokkupation unserer Kinder durch die Kirche mithilfe von Religionsunterricht und anderen Mitteln ins 20 Jahrhundert gehört und schon gar nicht in einen Staat in dem Kirche und Staat getrennt sein sollten.

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blasphemiker 28.01.2014, 18:47
4.

Zitat von sysop
Unter deutschen Katholiken wird über den Fragebogen des Vatikan kontrovers diskutiert: Ihre Sexualmoral hat mit der kirchlichen Lehre wenig gemein. Wie sieht es in anderen Teilen der Welt aus? Eindrücke aus sechs Ländern.
Lol, die Rücklaufzahlen sind ja erbärmlich für eine Organisation, welche sich mit, angeblich, über 1 Milliarde Mitglieder brüstet.
Das beweißt nur wieder, dass die meisten Menschen nur als Katholiken gezählt werden, weil sie als Säugling in die Glaubensgemeinschaft reingezwungen wurden.

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hedele 28.01.2014, 19:15
5. Die Vor- und Nachbereitung sagen schon wieder alles

Im Bistum Münster musste man schon sehr aufmerksam die Christ und Welt lesen, um die Umfrage überhaupt zu bemerken. Aus unserem Bistum stammt ja leider auch Tebartz van Elst, wer mag sich da noch wundern. Auch den Osservatore Romano muss man ja schon wie ehedem das Neue Deutschland aufmerksam zwischen den Zeilen lesen, um sublime Veränderungen in der Diktatur überhaupt bemerken zu können.

Ich finde es bezeichnend, dass die erste Reaktion der Bistümer ist, eine solche Umfrage könne ja nur die Übermacht des Bösen in festen Prozentzahlen ausdrücken. Als wäre die herrschende Lehre komplett alternativlos und wären alle Abweichler per se Sünder!

Dagegen hilft nur, stoisch auf das Evangelium zu verweisen, das keinesfalls den mittelalterliche Feudalismus mit seinem an die Scholle gebundenen ewigen Patriarchat predigt, sondern sich an die aufgeklärte jüdische Mitttelklasse wendet, an griechische und levantinische Kaufleute, Handwerker, Beamte und Fischer und einen sehr revolutionären, ja fast subversiven Kern hat.

Eine solche Rückbesinnung müsste aber ein sehr wortgewaltiger Priester oder wenigstens Mönch vornehmen, um glaubhaft zu sein! Moment das hatten wir schon. Er hieß Martin Luther, ist nicht sofort von katholischen Eiferern ermordet oder vom Satan zermalmt worden. Und in der evangelischen Kirche gibt es sogar gelebte Demokratie! Ohne Weltuntergang. Ohne Sündenbabel. Unglaublich. Mein Neid ist ihnen gewiss.

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Atheist_Crusader 28.01.2014, 19:20
6.

Zitat von blasphemiker
Das beweißt nur wieder, dass die meisten Menschen nur als Katholiken gezählt werden, weil sie als Säugling in die Glaubensgemeinschaft reingezwungen wurden.
Trifft das nicht für jede Religion zu? Oder werden Kinder von Hindus etwa nur deswegen auch Hindus, weil sie tausend Göttergeschichten glauhafter finden als Märchen von einem Schiff voll inzüchtiger Tiere?

Es ist doch eher so: Was einem als Kind eingetrichtert hat, das nimmt man als die Norm wahr, und merkt gar nicht, dass es objektiv betrachtet auch nicht glaubwürdiger ist als andere Geschichten. Die meisten die sich gläubig nennen, beten nur das herunter, was man ihnen irgendwann mal eingetrichtert hat.
Der naive, kindliche Verstand wurde mit diesen Geschichten geflutet, bis der junge Mensch so dermaßen indoktriniert ist, dass er auch im Erwachsenenalter zwar an Glauben verliert, aber nie ganz abtritt. Ich würde sogar so weit gehen und zu behaupten: Ohne die Indoktrination von Kindesbeinen an hätte die Mehrzahl aller Religionen ganz massive Nachwuchsprobleme.

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Anton Waldheimer 28.01.2014, 19:27
7. einfach nur albern

Der Papst hätte keinen Grund sich vor der Sexualmoral der Gläubigen zu fürchten, die hat sich die Kirche nicht im Laufe der Jahrhunderte aus den Fingern gesogen, schon von Papst Leo dem Großen ist eine Weihnachtspredigt aus dem frühen fünften Jahrhundert überliefert, dass der Christ seine Würde erkennen möge, und dass sein Leib durch die Taufe zu einem Tempel des Heiligen Geistes wurde. Dass ein solcher Leib für das heutzutage übliche " Querfeldeinbumsen" nicht geeignet ist, liegt auf der Hand, der Papst müsste sich um das Heil der Seelen fürchten, die Fatimaseherin Lucia wusste zu berichten , dass die Muttergottes ihr gesagt hat, dass die Sünde der Unkeuschheit diejenige ist, die die meisten Menschen in die Hölle bringt, und sie sagte gleich zu Beginn ihrer Erscheinungen dort, " dass so viele Menschen in die Hölle kommen." Diese reißerische Überschrift ist einfach nur albern.

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reuanmuc 28.01.2014, 19:34
8.

Zitat von Atheist_Crusader
Ich würde sogar so weit gehen und zu behaupten: Ohne die Indoktrination von Kindesbeinen an hätte die Mehrzahl aller Religionen ganz massive Nachwuchsprobleme.
Absolut richtig; wo eine Konfession die Übermacht der Gesellschaft stellt, da wird die Indoktrination fortgesetzt durch die Medien und die Politik, weil sie um die Gläubigen als Kunden werben. Deshalb ist das System und die Gesellschaft so furchtbar träge, wenn es um Säkularisierung der Kultur und des Staates geht.

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blackpride 28.01.2014, 19:39
9. Genau so isses

Zitat von GibtsJaNet
der Vatikan Fragebögen zu den sexuellen Gepflogenheiten seiner Schäfchen herausgeben muss, heisst das im Umkehrschluß für mich: Die Kirche hat keinen Dunst davon, was seine Gläubigen denken und fühlen! Seit 500 Jahren schon nicht mehr!
Früher hat die Kirche ja auch noch kontrolliert, was die Gläubigen gedacht und gefühlt haben. Wer nicht spurt wurde als Ketzer verbrannt. Heute steht dieses griffige Instrument der Hexenverbrennung leider nicht mehr zur Verfügung; mit der unangenehmen Konsequenz, dass die Menchen angefangen haben, ihren eigenen Kopf zu benutzen und die Lehren der katholischen Kirche in Frage zu stellen.

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