Forum: Panorama
Verachtung von Mitmenschen: Hass, für den es keine Worte gibt
imago/ IPON

Wer Ressentiments gegen Minderheiten genauer betrachtet, stößt auf eine Erkenntnis: Es gibt keine Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Wie bitte?

Seite 1 von 15
ky3 17.11.2018, 17:14
1. Die AFD ist eine Minderheit, die die Mehrheit hasst

Quält man sich mal durch die Facebook-Seiten der AFD wird schnell klar, die hassen nicht einfach nur Minderheiten, die hassen alles was anders denkt als sie, ihre Thesen hinterfragt und damit hassen sie die Mehrheit unserer Bevölkerung, also fasst das ganze Land.
Die AFD ist eine Minderheit, die die Mehrheit hasst.

Beitrag melden
jo-bo-sa 17.11.2018, 17:14
2. Zwei Anmerkungen:

1. Niemand hat etwas gegen Ausländer. Man hat etwas gegen Ausländer die hier nicht zu Besuch sind sondern in unsere Sozialsystem einwandern wollen.
2. Das Bild "Kriminelle Ausländer raus" trifft es auf den Punkt.

Beitrag melden
skally75 17.11.2018, 17:16
3.

Es gibt bereits einen Begriff, der all das treffend beschreibt - gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Beitrag melden
ole#frosch 17.11.2018, 17:17
4. Wäre dann Rassismus

Aber impliziert dieser Begriff nicht eine Unterscheidung nach Rasse, die ich so beim Menschen nicht gelten lassen will.
Ich finde auch die vier am Ende vorgeschlagenen Begriffe unpassend, weil sie wieder eine viel zu große, inhomoge Gruppe von Menschen zusammenfasst.
Hier sehe ich das größte Problem. Verallgemeinern und bilden von Stereotypen.
Hier muss angesetzt werden und getreu unseren Werten jeder Mensch als Individuum herausgestellt werden.

Beitrag melden
telarien 17.11.2018, 17:18
5. Zweifel

Ich bin mir nicht sicher, was mir der Artikel sagen will. Die Zahl, jeder dritte Deutsche sei ausländerfeindlich, zweifle ich an. Hat die Uni hier womöglich doch überproportional Leipziger befragt?
Auf dem Bild dazu stand, dass kriminelle Ausländer raus müssen. Bei EU-Bürgern vermutlich schwierig. Wenn man es auf Asylsuchende umformuliert und auf wirkliche Kriminalität begrenzt, dann wird das nicht nur der Rechte Rand so wollen.

Beitrag melden
wasnu23 17.11.2018, 17:21
6. Ab wann sind Ängste denn rational und wer legt das fest?

Wir sind doch als Gesellschaft gar nicht bereit wirklich ergebnisoffen über das Menschsein nachzudenken, weil wir am Ende vielleicht feststellen müssten, dass gar niemand so tolerant ist, wie er vorgibt zu sein, oder es von sich annimmt. Wir führen die Diskussion völlig falsch indem wir sagen, hier sind die Fremdenhasser und hier stehen wir, der Übergang ist immer fließend. Wir müssem dem Hass auf den Grund gehen und dieser ist nunmal neben Liebe ein menschliches Potential, dass es auszubalancieren gilt.

Beitrag melden
max_schwalbe 17.11.2018, 17:22
7. Ressentiments dämonisieren?

Das Ziel der Studie, Ressentiments heruazukitzeln, führt sowieso am Problem vorbei. Denn ein intuitives Ressentiment etwas Unbekannten gegenüber, ist eine völlig normale Eigenschaft. Es ist weder pathologisch noch überraschend, dass viele Menschen etwas Fremdes zunächst mit einer gewissen Abneigung betrachten. Ebenso ist es normal, dass man sich z.b. möglichst wenige soziale Probleme durch Ausländer wünscht. Ganz egal ob man Rassist oder Geflüchtetenhelfer ist! Die Umfrage geht also völlig an den eigentlichen Problemen vorbei und versucht, einen scheinbar prinzipiell moralisch bösen Deutschen zu skizzieren - was soll das! So könnte man auch fragen, ob sich Eltern gern ein behindertes Kind wünschen. Die allermeisten werden mit "nein" antworten. Haben wir deshalb also eine behindertenfeindliche Gesellschaft? Sind deshalb alle Eltern moralisch fragwürdig, nur weil sie sich gezielt kein behindertes Kind wünschen? Das sind doch absurde Fragen & Debatten!

Beitrag melden
111ich111 17.11.2018, 17:22
8. Korrekt. Und nu?

"Die Probleme heißen Islamophobie, Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus."

Die Begriffe "Ausländerfeindlichkeit" und "Fremdenhass" wurden jetzt semantisch und logisch korrekt auseinander genommen. Und nu?

Das interessiert weder den AfD-Stammtischpupser noch den lilagrünenarabischafrikanischen Drogendealer. Bitte, bitte erläre mir einer, dass der Artikel mehr war, als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Soziologen und Germanistikdoktoranten. Und dass eines der o.g. Probleme duch die sprachlich korrekte Bezeichnung auch nur annähernd gelöst werden kann. Auch nur ansatzweise, bin ja genügsam.

Beitrag melden
Daedalus 17.11.2018, 17:24
9.

Vielen Dank für die schöne Wiederholung dessen, was ohnehin schon alle wussten und was schon tausendmal durchgekaut wurde.

Die Frage, die bislang nicht oder nur unzureichend gestellt wird, ist: Warum empfinden die Menschen so? Könnte es z.B. sein, dass die Tatsache, dass die Kriminalstatistiken völlig eindeutig zeigen, dass ausländische Mitbürger oder Mitbürger mit Migrationshintergrund, i.d.R. aus eben genau den genannten Kulturkreisen, deutlich überrepräsentiert Strafttaten begehen? Könnte es daran liegen, dass in nahezu allen westdeutschen Großstädten der Drogenhandel fest in der Hand von arabischen Clans ist? Ist die Fremdenfeindlichkeit im Osten, obwohl dort weniger Migranten leben, vielleicht auch dadurch bedingt, dass die Menschen dort eben nicht wollen, dass es dort so wird wie im Westen?

Situationen beobachten ist das eine, die Frage nach den Ursachen etwas anderes.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!