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Verbot von Straßenprostitution in Dortmund: Gegen den Strich
DPA

Eine Prostituierte ist erneut vor Gericht damit gescheitert, das Verbot des Dortmunder Straßenstrichs aufzuheben. Nach Überzeugung der Richter gibt es im Stadtgebiet keine geeigneten Flächen.

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silenced 11.08.2015, 15:26
1.

Zitat von SPON
"Man muss nämlich auch beachten, dass mit dem Straßenstrich-Verbot zugleich das Grundrecht auf freie Berufswahl verletzt wird", so Rechtsanwalt Wilhelm Achelpöhler. "Das Interesse der Frauen spielt in der Erwägungen der Behörden leider keine Rolle."
Immer diese Einseitigkeit und diese Diskriminierung bzw. das Verschweigen der männlichen Prostituierten. Es gibt doch nicht nur Frauen die sich prostituieren.

Aber so ist das eben.

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muellerthomas 11.08.2015, 15:43
2.

Tatsächlich ein merkwürdiges Urteil. Dortmund ist gemessen an der Einwohnerzahl die achtgrößte und gemessen an Fläche die neuntgrößte Stadt in Deutschland und dort soll es nirgendwo Platz für ein legales Gewerbe geben? Keinerlei Gewerbegebiete ohne Wohnbebauung, Kindergärten und Schulen?

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Wanderfalke7 11.08.2015, 15:45
3. scheinheilig

Hallo, ich kann die Argumentation des Gerichtes hinsichtlich fehlender Standorte für einen Straßenstrich in Dortmund nicht nachvollziehen.
Eine so große Stadt wie Dortmund sollte auch offen für diese Art Gewerbe sein.
Im Internet explodiert die Zahl der Pornoseiten. Die Zunahme des Angebots spricht Bände.
Ich denke unsere Gesellschaft hat sich in den letzten 10 Jahren start verändert bzw. liberalisiert.
Man sollte nicht mit Verboten auf die vorhandene Nachfrage reagieren.
Herzliche Grüße!

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hikage 11.08.2015, 15:45
4.

Das Argument bzgl. Einschränkung der freien Berufswahl ist nun wirklich lächerlich. Es hindert ja keiner die Prostituierten daran, in einem geeigneten Gewerbegebiet Räume anzumieten um dort ihr Gewerbe auszuüben.

Es beschwert sich ja auch kein Schlachter, dass er nicht auf jeder beliebigen Strasse arbeiten darf.

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ftb7 11.08.2015, 15:52
5. Kirchen?

Wieso sollten Kirchen geschuetzt werden? Bei Kindergärten, Sportplätzen und Schulen mag man das ja noch mit dem Schutz der Jugendlichen einsehen aber bei Kirchen faellt mir beim besten Willen kein Grund ein. Dann muss man auch Supermaerkte und Tankstellen schuetzen.

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bo-do 11.08.2015, 16:00
6. Männliche Prostituierte

Gibt es tatsächlich Straßenstrichs für Männer? Ich bin kein Experte für Steaßenstrichs, auch wenn ich die in Dortmund, Gelsenkirchen und Essen vom Vorbeifahren her kenne, wobei mich die Offensichtlichkeit dieser Milleus schon sehr wundert. Aber männliche Prostituierte sind mir da nicht aufgefallen und ich bin ehrlich gesagt verwundert, dass Männer "Liebe" auf diese Weise verkaufen können (-:

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brotherandrew 11.08.2015, 16:05
7. Das ist ...

... eine sehr gute Entscheidung. Die Stadt Augsburg hat ebenfalls die Straßenprostitution verboten und blockiert den Bau von Bordellen, wo immer es geht.

Aufgrund der deutschen Gesetzgebung, die Rot-Grün zu verantworten hat, ist Deutschland nämlich Zentrum des europäischen Menschenhandels geworden, der dazu führt, daß insbesondere aus Osteuropa verschleppte Frauen unter widerlichsten Bedingungen für ihre Ausbeuter ihre Körper zu Markte tragen müssen. Und das muß endlich gestoppt werden.

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brotherandrew 11.08.2015, 16:09
8. Es geht um den ...

Zitat von ftb7
Wieso sollten Kirchen geschuetzt werden? Bei Kindergärten, Sportplätzen und Schulen mag man das ja noch mit dem Schutz der Jugendlichen einsehen aber bei Kirchen faellt mir beim besten Willen kein Grund ein.
... Schutz des Grundrechts auf freie Ausübung der Religionsfreiheit. Daneben geht es darum, daß sich dort, wo "normaler Publikumsverkehr" herrscht; also sich auch Kinder bewegen, Prosititution ohnehin verbietet.
Sog. reine Sperrbezirke gibt es eben in vielen Großstädten nicht mehr bzw. sind für den Ansturm der Prostituierten aus Osteuropa nicht ausreichend.

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brotherandrew 11.08.2015, 16:10
9. Sie meinen, ...

Zitat von silenced
Immer diese Einseitigkeit und diese Diskriminierung bzw. das Verschweigen der männlichen Prostituierten. Es gibt doch nicht nur Frauen die sich prostituieren.
... wegen der paar Stricher, die homosexuelle Kunden bedienen, müssten diese immer mit erwähnt werden?

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