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Verdacht gegen "Concordia"-Reederei: Weitere mysteriöse Frau gibt Rätsel auf

Der Kapitän der "Costa Concordia" stand nicht unter Drogen, als sein Schiff auf einen Felsen auflief. Das ergab ein Test, dem er freiwillig zugestimmt hatte. Inzwischen gibt eine weitere bislang unbekannte Frau Rätsel auf. Sie soll als angebliche Reederei-Anwältin Kontakt zu Schettino gehabt haben.

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kellitom 23.01.2012, 14:04
1. Stand Schettino unter Druck

seines Arbeitgebers, möglichst nah an die Insel Giglio heranzufahren?
Dann hätte die Reederei eine Mitschuld.
Allerdings ist das Verhalten des Kapitäns während der Bergung fatal!

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jujo 23.01.2012, 14:13
2. ...

Zitat von sysop
Der Kapitän der "Costa Concordia" stand nicht unter Drogen, als sein Schiff auf einen Felsen auflief. Das ergab ein Test, dem er freiwillig zugestimmt hatte. Inzwischen gibt eine weitere bislang unbekannte Frau Rätsel auf. Sie soll als angebliche Reederei-Anwältin Kontakt zu Schettino gehabt haben.
Die Reederei tut das was ihre Pflicht ist!
Bei einem Seeunfal die Beteiligten zu schützen, sie vor Äusserungen unter dem dem Eindruck des gerade passierten, die ihnen Schaden könnten, zu bewahren, Dafür spricht auch, das die anderen Beteiligten Offiziere aus dem "Verkehr" gezogen wurden. Es ist richtig, das diese nur von offizieller Stelle vernommen werden. Es währe für mich nicht akzeptabel sie der Presse zum "Fraß" vorzuwerfen.
Das die Reederei damit vielleicht ihr eigenes dazutun zum Deasater verschleiern will ist wahrscheinlich aber dann wohl nicht zu ändern.
Wir werden auch kaum erfahren inwieweit die Reederei die "richtigen"
Antworten belohnt!
Diese Vorgehensweise ist nicht Seefahrt spezifisch, das ist überall bei ähnlichen Vorfällen die Regel

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mamasliebling 23.01.2012, 14:22
3. Die Reederei wäscht die Hände in Unschuld

Diese konfusen Aussagen des Kapitäns lassen die Vermutungen offen, dass er als verwirrt dargestellt werden soll, damit man ihm das Unglück anhängen kann.
Ich habe da so meine eigene Theorie..... Auf jeden Fall wird die Reederei versuchen sich aus der Haftung herauszumanövrieren (schönes Wortspiel).

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zappa99 23.01.2012, 14:24
4. Ganz egal

Zitat von kellitom
seines Arbeitgebers, möglichst nah an die Insel Giglio heranzufahren? Dann hätte die Reederei eine Mitschuld. Allerdings ist das Verhalten des Kapitäns während der Bergung fatal!
Ganz egal, was die Reederei beauftragt hat, der Kapitän ist für das leben der Besatzung und Passagiere verantwortlich.
Selbst "möglichst nah" heisst selbstverständlich unter Wahrung der erforderlichen Sicherheitsabstände. Mit großer Sicherheit hat die Reederei nicht verlangt, dass das Schiff stranden soll.
Hat den das Schiff kein Echolot/Sonar, mit dem man Hindernisse unter Wasser erkennen kann? Kaum vorstellbar.

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peter.hartung@hamburg.de 23.01.2012, 14:30
5. Irrelevante Stories.

Zitat von sysop
Der Kapitän der "Costa Concordia" stand nicht unter Drogen, als sein Schiff auf einen Felsen auflief. Das ergab ein Test, dem er freiwillig zugestimmt hatte. Inzwischen gibt eine weitere bislang unbekannte Frau Rätsel auf. Sie soll als angebliche Reederei-Anwältin Kontakt zu Schettino gehabt haben.
Ich halte diese Boulevard-Geschichten für irrelevant.

Es geht jetzt darum, dass die im Rumpf des Schiffes verbliebenen Opfer geborgen werden und dass endlich mit dem Abpumpen des Schweröls begonnen wird. Lange genug wird das dann dauern.

Wihtig ist auch zu erfahren, ob sich inzwischen die Reederei und ihr Mastermind Carnival in den USA, die Versicherungen und die Bergungsfirmen (SMIT und Titan) habe ihre Angebote abgegeben, geeinigt und zu einem Ergebnis gekommen sind.
Da eine Schiffsbergung üblicherweise auf Basis von Lloyds Open Form vereinbart wird, würde dies ein hohes Risiko für die Berger bedeuten. Denn: No cure, no pay! Keine Bergung, kein Geld!
Die Costa Condordia hatte einen Neuwert von 450 Millionen Euro. Ein paar Prozent davon müssen schon für die Berger abfallen, aber darüber muss sich erst geeinigt werden.

Es kann aber auch bedeuten, dass man sich letztlich wegen des hohen Ausfall-Risikos nicht an das Wrack herantrauen wird, um es von dort zu beseitigen.

Unterdessen hat im Inneren des Schiffes schon lange der Zerfall begonnen, angefangen von den Lebensmittelvorräten für 4.000 Menschen über den Inhalt der Fäkalientanks bis hin zu Reinigungsmitteln, Schmierstoffen und sonstiges gefährliches Zeug.

Der Brocken wird der Insel Giglio noch Jahre am Bein hängen bleiben.

Also: Hört auf mit den Boulevard-Geschichten. Jetzt geht es um Wichtigeres.

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jujo 23.01.2012, 14:59
6. ...

Zitat von peter.hartung@hamburg.de
Ich halte diese Boulevard-Geschichten für irrelevant. Es geht jetzt darum, dass die im Rumpf des Schiffes verbliebenen Opfer geborgen werden und dass endlich mit dem Abpumpen des Schweröls begonnen wird. Lange genug wird das dann dauern. Wihtig ist auch zu erfahren, ob sich inzwischen die Reederei und ihr Mastermind Carnival in den USA, die Versicherungen und die Bergungsfirmen (SMIT und Titan) habe ihre Angebote abgegeben, geeinigt und zu einem Ergebnis gekommen sind. Da eine Schiffsbergung üblicherweise auf Basis von Lloyds Open Form vereinbart wird, würde dies ein hohes Risiko für die Berger bedeuten. Denn: No cure, no pay! Keine Bergung, kein Geld! Die Costa Condordia hatte einen Neuwert von 450 Millionen Euro. Ein paar Prozent davon müssen schon für die Berger abfallen, aber darüber muss sich erst geeinigt werden. Es kann aber auch bedeuten, dass man sich letztlich wegen des hohen Ausfall-Risikos nicht an das Wrack herantrauen wird, um es von dort zu beseitigen. Unterdessen hat im Inneren des Schiffes schon lange der Zerfall begonnen, angefangen von den Lebensmittelvorräten für 4.000 Menschen über den Inhalt der Fäkalientanks bis hin zu Reinigungsmitteln, Schmierstoffen und sonstiges gefährliches Zeug. Der Brocken wird der Insel Giglio noch Jahre am Bein hängen bleiben. Also: Hört auf mit den Boulevard-Geschichten. Jetzt geht es um Wichtigeres.
Ich glaube nicht an "LLoyds open Form" was sollen die Berger mit dem Schrott, wenn er vom Felsen runter ist, damit verdienen sie kein Geld.
Läge dort ein Containerschiff mit Waren im Wert von 500mio an Bord sähe es anders aus.
Ansonsten gebe ich ihnen Recht!
Scheiss auf die Pietät, jetzt muss gehandelt werden!

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Sachalin 23.01.2012, 15:15
7. Fahrlässig?

Zitat von sysop
Der Kapitän der "Costa Concordia" stand nicht unter Drogen, als sein Schiff auf einen Felsen auflief. Das ergab ein Test, dem er freiwillig zugestimmt hatte. Inzwischen gibt eine weitere bislang unbekannte Frau Rätsel auf. Sie soll als angebliche Reederei-Anwältin Kontakt zu Schettino gehabt haben.
Der Kapitän war nicht unter Drogen. Gleichwohl hat er nicht nur einen, sondern mehrere idiotische Fehler begangen. Fehler, von denen nur schon jeder einzelne für sich schier unglaubhaft dumm erscheint... und in der Summe? Kaum zu glauben. Man sollte das ganze mal von einer völlig anderen Seite betrachten. Sofern das Schiff mit Bedacht hätte versenkt werden sollen, wäre die Sache jedenfalls brillant eingefädelt. Eleganter wäre wohl noch kaum je ein Schiff absichtlich auf Grund gesetzt worden. Alles in Ufernähe, kaum Gefahr für irgendjemanden - der Kahn kippte blöderweise ein bisschen zu schnell - und ein Kapitän der für einige Tage die Rolle der Dumpfbacke spielt, so dass niemand die richtigen Fragen stellt. Alles passt. Jedenfalls wäre es in der Geschichte der Seefahrt bei weitem nicht das erste Schiff, dessen Verlust vorsätzlich herbeigeführt worden wäre. Wo wären die Motive für solches Tun zu suchen? Ein grosses Feld für investigativen Journalismus, liebe Spiegel-Redakteure.

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Halsema 23.01.2012, 15:28
8. Window dressing

'...Als Reaktion auf die offenbar extrem unprofessionell verlaufenen Rettungsmaßnahmen haben die Reedereien Aida und Tui Cruises angekündigt, die Seenotrettungsübungen ab sofort immer vor dem Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe durchzuführen...'


Window dressing ist das! Die Leute können üben was sie wollen, wann der Kapitän (weil der Strom ausgefallen ist wegen absinken des Schiffes) die Leute aufruft, in ihren Hütten zurückzugehen, da es sich nu um einer Stromstörung handelt, nützt dass gar nichts.

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parabel 23.01.2012, 15:32
9. Wirklich SOS?

Zitat von kellitom
seines Arbeitgebers, möglichst nah an die Insel Giglio heranzufahren? Dann hätte die Reederei eine Mitschuld. Allerdings ist das Verhalten des Kapitäns während der Bergung fatal!
Auf der Titanic wurde mit Morsezeichen "SOS" gefunkt. Seit etlichen Jahren wird "ein Notruf abgesetzt, ggf. "Maday" gerufen. Und nicht, wie im Artikel geschrieben: "... habe zu viel getrunken oder gar Drogen genommen, weil er kein SOS funkte, sein Schiff verließ..."

Gehört zu den unaustreibbaren Irrtümern und Verwechselungen uninformierter Journalisten, Hausfrauen, Lehrern und Pastoren, wie auch: Tresor aufschweißen, Lokfüher (TFZ-Führer), Vorstands- oder Aufsichtsratvorsitzender, Sauerstoff-Flasche/Pressluftflasche bei Tauchern, Revolver/Pistole, etc.

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