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Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Schaffen es Männer, Job und Kindern gerecht zu w
Illustration: Lina Moreno/ Foto: Getty Images

Kaum ein Mann geht nach der Geburt seines Kindes in Teilzeit. Warum? In der neuen Folge von "Drei Väter - ein Podcast" geht es um die Vereinbarkeit mit der Familie - und ob Kitas dafür ein Allheilmittel sind.

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jujo 07.05.2019, 16:50
1. .....

Warum wird nicht die Auszeit für Väter X-Monate verpflichtend eingeführt. Soll mir keiner sagen das ginge nicht!
Der schwedische Vater wird schief angesehen wenn er keine Auszeit nimmt.

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quark2@mailinator.com 07.05.2019, 16:54
2.

Wie ich schon öfter schrieb: Sorgt dafür, daß der Vater im Trennungsfall eine faire 50% Chance hat, sein Kind zu behalten und dann könnt Ihr auch fordern, daß Väter sich gleichermaßen exponieren. Wie will ich in einer Welt, wo die Hälfte der Ehen geschieden wird und fast in jedem Fall das Kind dann zur Mutter kommt ernsthaft fordern, daß der Vater seine Karriere aufs Spiel setzt und sich emotional voll an das Kind bindet. Das Resultat kann man dann in diesen tragischen Berichten über "Familienkatastrophen" nachsehen. Es sollte so sein wie in manchen anderen Ländern - wenn Eltern sich trennen, muß das Kind für beide Eltern weiterhin Teil des Lebens bleiben können. Und damit meine ich nicht paar Stunden jedes zweite Wochenende, sondern weitestgehendes Mitspracherecht. Oder man bleibt bei der aktuellen Praxis, verkneift sich dann aber die Forderungen.

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hinschauen 07.05.2019, 16:55
3. Frauen müssen Männer auch Elternzeit nehmen lassen

Und mal wieder werden für alles, was im Geschlechterausgleich noch nicht funktioniert, die Männer adressiert. Einer, der hier mal ein bisschen die Perspektive zurecht rückt, ist der Männerbeauftrage der Stadt Nürnberg, der klar feststellt, dass viele Männer gar nicht in Elternzeit gehen können, weil ihre Frauen wie selbstverständlich nach der Geburt zuhause bleiben wollen - und es nicht einmal für notwendig halten, dies überhaupt mit ihren Männern zu diskutieren. Schlimm genug. Noch schlimmer aber, wenn Männer für ein Verhalten, das sie verantworten , dann öffentlich verantwortlich gemacht werden.
Becker ist auch schon einmal von Spon interviewt worden. Darin deutet er diese Aussagen (die ich aus anderem Zusammenhang von ihm kenne) zwar nur an - aber auch das ist mal aufschlussreich nachzulesen:
https://www.spiegel.de/karriere/matthias-becker-was-macht-der-maennerbeauftragte-fuer-nuernberg-a-1129243.html

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regelment 07.05.2019, 17:33
4. Zu geringes Elterngeld

Die Antwort auf die gestellte Frage warum so wenig Väter in Elternzeit gehen ist aus meiner Sicht einfach geklärt. Als Alleinverdiener kann ich es mir nicht leisten in Elternzeit zu gehen. Die Rechnungen laufen weiter und wollen bedient werden. Grund ist, dass das Elterngeld gedeckelt ist. Bei einem durchnittlich höherem Gehalt ist die Differenz zu hoch als dass man sich diese Zeit leisten kann. Ganz einfach.

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luciust 07.05.2019, 17:43
5. Gleichverpflichtigung...

...ohne die wird das mit der Gleichberechtigung nichts. Und auch, wenn das nicht nur in der Politiklandschaft ungern gehört wird: Ohne einen grundsätzlich neuen Ansatz beim Thema „Gender“, der pragmatischer ist und weniger von Ideologie geprägt, werden sich die Populisten diesem Thema noch mehr annehmen - und damit viele Wähler gewinnen. Und dafür kann man durchaus nach Skandinavien schauen, muss man aber nicht, weil dort auch bei Weitem nicht alles rund läuft.

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awoth 07.05.2019, 17:44
6. Warum?

Weil trotz allen modernen Gutsprechs immer noch erwartet wird, dass die Männer die Famile ernähren! Und in einem Land wie unserem ist da ein Teilzeitjob, wenn man ihn überhaupt bekommt, total zu wenig.
Reden ist leicht. Aber die Männer in eine Ecke zu strellen ist unterirdisch! Das Leben ist kein Ponyschlecken!

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schillerphone 07.05.2019, 17:53
7. @Beitrag 1

Weil wir nicht in Nordkorea leben. Noch ist Deutschland ein freies Land und ich bestimme selber, ob ich Kinder hüten oder arbeiten gehen will. Ich käme gar nicht auf die Idee wegen der Kinder zu Hause zu bleiben.

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markus_wienken 07.05.2019, 17:59
8.

Zitat von jujo
Warum wird nicht die Auszeit für Väter X-Monate verpflichtend eingeführt. Soll mir keiner sagen das ginge nicht! Der schwedische Vater wird schief angesehen wenn er keine Auszeit nimmt.
Wenn Sie mir den finanziellen Ausfall nicht nur teilweise sondern komplett bezahlen gerne. Ansonsten natürlich nicht.

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der_seher59 07.05.2019, 18:24
9. Für uns Selbstständige sind das Träumereien

die unrealistisch sind. Ich bin aber auch nicht als Unternehmer auf die Welt gekommen und hätte auch in meiner Zeit als Angestellter keinen Gebrauch von der Elternzeit machen können:

1. Ich war der Hauptverdiener
2. Ich hatte im Betrieb eine große Verantwortung und die Position
hätte vielleicht im Todesfall ersetzt werden müssen, aber auch dann wäre es nicht einfach gewesen
3. Jemand anders hätte den Job gemacht. Ob ich danach wieder in meine alte Position gekommen wäre ? Auch für meinen AG wäre es eine Zumutung gewesen

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