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Vereiste Sensoren: Computerpanne schickte Lufthansa-Airbus in den Sturzflug
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Die Maschine rauschte mit 1000 Metern pro Minute in die Tiefe: Irregeleitete Bordcomputer haben nach SPIEGEL-Informationen einen Lufthansa-Airbus in einen steilen Sinkflug gezwungen. Nur dank der Piloten konnte das Flugzeug wieder unter Kontrolle gebracht werden.

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oidahund 20.03.2015, 12:37
1.

Und im Zusammenhang mit den Pilotenstreiks heißt es, man könne bald ohne Piloten fliegen. Technik ist nun einmal für Fehler anfällig. Gut, dass da noch gut ausgebildete Menschen sitzen, die wissen, was zu tun ist.
Ich bin gespannt, wann das erste Google-Auto Amok fährt und kein Fahrer mehr eingreifen kann.

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überzwerg 20.03.2015, 12:42
2. Sturzflug

Und jetzt sind es die streikenden Piloten, die die Lufthansa in den Sturzflug schicken...

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53er 20.03.2015, 12:43
3. Ein kleiner Vorgeschmack

auf das was passiert, wenn man tumbe Automaten alleine durch Deutschlands Straßen fahren läßt. Ihr habt weder Firm-noch Software wirklich im Griff liebe Entwickler. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit wäre gut.

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w.diverso 20.03.2015, 12:46
4.

Wird mir als Laie ewig ein Rätsel bleiben, warum man Heckscheiben in Autos und auch Dachrinnen elektrisch beheizen und dadurch eisfrei halten kann, aber solche Hitech-Sensoren nicht.

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sikasuu 20.03.2015, 12:48
5. Soviel zu dem Vorurteil Flugzeuge fliegen mit Autopilot...

.. und die 2-3 Leute vorne trinken Kaffee und lesen Zeitung.
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Jeder Rechner ist nur so sicher wie seine "Geber" gerade in der "Luftfahrt" kann es immer wieder zu solchen Problemen kommen. Was mich aber wundert, ist, das Airbuss, bzw. die Betreiber, für solche sich wie im Artikel angemerkt wohl schon öfter aufgetretene Probleme erst jetz eine Notfall-, Störungsprozedur herrausgegeben haben.
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Ps. Auf "selbstfahrende" Autos, wo es wohl sehr viel komplexere Parmeter gibt, bzw. wo der Wartungszustand wohl nicht zu gut, hoch ist wie bei Fliegern mag ich das gar nicht umdenken.

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nec ora 20.03.2015, 12:50
6. 1000m/min

zur Relativierung:

Reisegeschwindigkeit: 891km/h
Dienstgipelfhöhe: 12,13 km

also:

wir fliegen mit 900hm/h geradeaus und mit 60 km/h nach unten, das ist eine Steigung von unter 10% (6,734%). Und nach erreichen der Flughöhe bleiben der Crew also noch zwischen 10 und 15 Minuten, um das Problem zu beheben.

Sicher nicht ganz angenehm, aber von "rauschen" kann hier keine Rede sein (Sinkflug heißt immer noch Höhenverminderung bei Vorwärtsschub, alles andere hieße "Absturz").

Und "weniger geschulte Piloten" dürfen hoffentlich nicht wirklich eigenverantwortlich um die 200 Passagiere befördern.

Es wird selten so heiß gegessen wie gekocht(-schrieben).

Grüße

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axcoatl 20.03.2015, 12:51
7. So viel Transparenz - wow

Nur vier Monate später erfährt man, dass da was war. Toll.

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ZakHH 20.03.2015, 12:53
8. Nicht unrichtig, aber übertrieben

Der "minutenlange" Sinkflug dauerte ziemlich genau 1 Minute. Es war auch kein "Sturzflug", sondern ein relativ steiler Sinkflug, der allerdings noch innerhalb der Leistungsgrenzen des Flugzeugs lag. Und die Maschine ist auch nicht "beinahe abgestürzt", sondern von 31.000 auf 27.000 Fuß Flughöhe gesunken.

Natürlich hätte das trotzdem nie passieren dürfen, aber Sensationalismus muss trotzdem nicht sein. Von einem gut ausgebildeten Piloten darf erwartet werden, dass er weiss, was in einer solchen Situation zu tun ist.

Und an w.diverso: wenn Ihr Auto mit 850 km/h bei minus 55 Grad Außentemperatur unterwegs wäre, wage ich stark zu bezweifeln, dass ihre Scheiben eisfrei bleiben würden.

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novoma 20.03.2015, 12:53
9. Unsicherheitsfaktor Mensch?

Da freut man sich doch schon auf Millionen von autonom fahrenden Autos, denn deren Computer werden ja garantiert nie und unter keinen Umständen abstürzen. Und wir sprechen nicht von ein paar perfekt gewarteten und von einem Haufen Wissenschaftlern und Ingenieuren gepamperten Testfahrzeugen. Im Flugzeug wird wohl niemand auf die Idee kommen, die Kontrolle allein und ausschließlich einem Computer zu überlassen, und das wird beim Auto genauso sein. D. h. der Fahrer wird immer, zumindest in überwachender Funktion, aktiv am Verkehrsgeschen teilnehmen müssen, um im Notfall händisch eingreifen zu können. Auch mehrfache Redundanz hilft da nicht, sonst hätte es weder in Harrisburg, noch in Tschernobyl zur Kernschmelze kommen können.

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