Forum: Panorama
Verena Bahlsens Äußerungen über NS-Zwangsarbeiter: Braune Kekse
Monika Skolimowska/ DPA

Firmenerbin Verena Bahlsen behauptet, NS-Zwangsarbeiter seien im Unternehmen "gut behandelt" worden. Die Firma habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Solche Worte zeugen von völliger Geschichtsvergessenheit.

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frank-xps 14.05.2019, 09:41
230. sapere aude

Zitat von paniproblem
Leiniz-Kekse (Vollkorn, mjam, mjam!!) haben bislang zu meiner ständigen Ausrüstung für Langstreckenfahrten gehört. Bisher. Nun ist Schluss damit. Braune Kekse? Nein Danke!
wenn sie auf Produkte umsteigen die von roten firmen produziert wurden müssen sie aber tolerant sein bei den Haltbarkeitsdaten denn sozialistischen Betriebe gibt es alle nicht mehr. Linke produzieren irgendwie nix, dass ist mal eine riesige Lücke im Angebot. Machen sie doch den Anfang gründen sie eine Firma und schenken alles weg :-) ich bin wirklich gespannt. Grade zur Zeit muss doch so eine Verbalmoralartisten Firma laufen wie doof aber irgendwie halten sich die Linken "Unternehmer" alle in Staatsnähe auf und leben ausschließlich von Förderungen und Subventionen. Erklären sie mal wie das kommt?

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d45gts 14.05.2019, 09:41
231. 69 Prozent der Teilnehmenden antworteten mit "Nein".

Wie ist denn "Täter" definiert? Im Umkehrschluss denke ich, 31 % "aktive" Täter könnte schon hinkommen. Für mich sind "normale" Wehrpflichtige, die auch keine Wahl hatten, nicht automatisch Täter. Klar konnte man Widerstandskämpfer machen, aber zu welchem Preis? Heute gibt es natürlich viele Helden, die sofort in den Widerstand gegangen wären und Strafbataillon, Folter und Tot auf sich genommen hätten. In der Realität sieht das dann wieder anders aus.

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bebreun 14.05.2019, 09:45
232. äußerst oberflächlicher Kommentar

Es fehlt dem Kommentar die Aufschlüsselung der Vorwürfe. 48h Wochenarbeitszeit und Arbeit am Fließband zu genannten Bedingungen waren in diesen Zeiten "normal" und sind nicht mit heutigen Arbeitsbedinungen vergleichbar. Wer verantlich für Zwanfsverschleppung und Wachpersonal war wird auch nicht aufgeschlüsselt. So kann man kaum etwas gegen die überzeugt Kapitalisten per Erbe vorbringen.

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barklug 14.05.2019, 09:46
233. @199

ähm... Mao Zedong...

Kein Revisionismus, kein Relativismus, nur das Widerlegen einer falschen Behauptung. Was ihre "Samthandschuhe" angeht, schon mal was von der SBZ gehört? Ansonsten zum Thema "Samthandschuhe", allen voran die Amerikaner wollten verhindern, dass nach WKII dasselbe wie nach WKI passiert, abgesehen davon, dass Deutschland als Pufferzone gegen den Kommunismus benötigt wurde, von der nach einer direkten militärischen Konfrontation der Atommächte nichts, aber auch garnichts übriggeblieben wäre. Zum Thema "Gnade der späten Geburt", jedes Volk der Welt hat die Pflicht, nationalistischen und rassistischen Tendenzen entgegenzuwirken! Und solange Sie während der NS-Diktatur nicht aktiv im Widerstand waren, steht es Ihnen meiner Meinung nach nicht zu, sich über "die Deutschen" während der NS-Zeit ein Urteil zu bilden. Aber auch Selbstgefälligkeit ist in diesem Fall ein Privileg der "Gnade der späten Geburt" ;-)

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vinzenz 14.05.2019, 09:48
234. hoffentlich sind die Foristen,

welche hier gleich lauthals tönen.. Braune Kekse? die Firma werde ich meiden, auch auf anderen Gebieten konsequent... aber vielelicht ist mit ein paar DM/Euro Entschädigungszahlungen alles wieder gut?
Da wäre doch mal die Automobilindustrie, Metallindustrie, Teile der IG Farben gibts auch noch...

Die Aufdröselung im Kommentar #5 finde ich persönlich sehr interessant.. denn ganz so simpel wie es dargetellt wird (Bahlsen = böse) war es nun doch nicht, aber mal etwas weiter als über die eigenen Nasenspitze nachzudenken scheint bei einigen Kopfschmerzen (oder doch ein Phantomschmerz zwischen den Ohren?) hervorzurufen

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wiseguyno1 14.05.2019, 09:49
235. The usual BS

Zitat von dt1928
wann hört es endlich mit dieser einseitigen Besudelung Deutschlands auf? Alle Länder, die Machtansprüche stellten und stellen, haben und hatten ihre Zwangsarbeiter! Und diese wurden und werden weit schlimmer behandelt, als es oft in unseren braunen Zeiten geschah. Mal was von russischen Gulags gehört? Von amerikanischen Großgrundbesitzern, die dunkelhäutige Menschen sadistisch quälten? Bis in die 50er Jahre! Aber das interessiert niemand! Jeder links formatierte Einheitstrottel plappert denselben Schrott
Ist das Ihre gesamte "Argumentation"?
Die Kritik zur "Besudelung Deutschlands" hochjazzen, die "Wäh, die Anderen aber auch"- Karte ziehen und Beleidigungen, wie "links orientierte Einheitsstrottel" ablassen?
zu 1.: Besudelt hat sich Deutschland während dieser 12 furchtbaren Jahre zunächst einmal selbst;
zu 2.: Zweimal Unrecht ergibt noch lange nicht Recht. Da können Sie mit dem Finger noch so sehr auf "die Anderen" deuten, um die Zwangsarbeit zu verharmlosen (oder gar zu verteidigen? );
zu 3.: Persönliche Angriffe und Beleidigungen sind kein Argument.

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layDiLike 14.05.2019, 09:51
236.

Der Imageschaden dürfte gelegt sein. Auch das ist Kapitalismus! Sich ZWANGSARBEIT schönzureden, da hört es jetzt echt mal auf. Egal, wie alt man ist. Als nächstes befinden wir noch, dass auch "Sklavenarbeit so schlimm gar nicht war bzw. ist. Einigen geht es doch super." Das ist unerträglich und menschenverachtend.

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klute1972 14.05.2019, 09:52
237.

Zitat von silencer71
Liebe Leute, wann ist der Tag gekommen, dass wir Nachgenerationen loslassen dürfen. Vor allem ohne mit der Rechtskeule geprügelt zu werden? Ich kann absolut nachvollziehen, dass viele Menschen mit Trotz reagieren, wenn Sie gefälligst demütig und kleinlaut über unsere Geschichte reflektieren sollen. So ist keine freie und von Herzen kommende Aufarbeitung zu bewerkstelligen.
Wenn man in Deutschland auf die "freie und von Herzen kommende Aufarbeitung" gewartet hätte, ginge es uns jetzt wie den Italiener: Es gäbe gar keine Aufarbeitung.

Und nein, ich habe kein Verständnis dafür, wenn eine Erbin, die direkt vom der Nazizeit profitiert, und sich mit ihrem Erbe so dämlich brüstet, trotzig auf den Hinweis reagiert, dass ihre Angeberei fehl am Platz ist.

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hinz.und.kunz 14.05.2019, 09:54
238.

Wer keine Bahlsen-Kekse mehr essen will, sollte tunlichst auch auf deutsche Lebensmittel verzichten; denn im Dritten Reich mußten Zwangsarbeiter auch bei den großen Bauern auf den Dörfern zwangsarbeiten.

Auch sollten sie sich fragen, ob ihre Vorfahren sich für das Wohl der Zwangsarbeiter eingesetzt haben, z.B., wenn denen bei Fliegeralarm der Zugang zu den Luftschutzstollen verwehrt worden ist.

Es ist leicht, aus der heutigen Komfortzone zu urteilen.

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mirage122 14.05.2019, 09:58
239. Reichte das Geld nicht?

Offensichtlich konnte man sich bei diesem Mädel keine anständige Schulbildung leisten. Da liegt einiges im Argen. Ich gestehe ihr zu, dass sie sich als Kapitalistin fühlt und ihr Lebensziel eine "schöne Segelyacht" ist. Ich hoffe aber sehr, dass wir nicht noch mehr solche jungen Erben als Unternehmer/innen in Deutschland haben, die so einen Quatsch von sich geben. Mit diesem Interview hat sie den Umsatz der Bahlsen-Produkte keinesfalls gesteigert. Vielleicht wird sie es merken - oder auch nicht! Ich werde zukünftig darauf achten, was ich mir in den Einkaufskorb packe - auf jeden Fall nicht mehr Bahlsen!

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