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Verschwundenes Mädchen: Was wurde aus ... der Suche nach Maddie McCann?
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Ihr Schicksal bewegte ganz Europa, seit siebeneinhalb Jahren ist Maddie McCann nun schon verschwunden. Die britische Polizei rollt die Ermittlungen neu auf, doch bisher enden alle Spuren im Nichts.

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humpalumpa 24.11.2014, 17:55
1.

Mir tun die Eltern unendlich leid und ich hoffe, sie geben nie auf und finden sie wieder. Der Autor sollte sich schämen, mit der Kostendebatte anzufangen oder zu Fragen, ob nach 7 Jahren so ein Aufwand noch gerechtfertigt ist. Was soll das? 1.) Steuern werden für jeden Mist verbraten und hierfür wird nach dem Sinn gefragt? 2.) ja! Der Aufwand ist auch nach 10 Jahren noch gerechtfertigt! Eine Entfühung verjährt nicht! Ich frag mich, ob er auch so unverschämte Fragen in die Runde werden würde, wenn es sein Kind wäre.

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alafesh 24.11.2014, 18:27
2.

Zitat von humpalumpa
Der Autor sollte sich schämen, mit der Kostendebatte anzufangen oder zu Fragen, ob nach 7 Jahren so ein Aufwand noch gerechtfertigt ist. Was soll das? 1.) Steuern werden für jeden Mist verbraten und hierfür wird nach dem Sinn gefragt? 2.) ja! Der Aufwand ist auch nach 10 Jahren noch gerechtfertigt! Eine Entfühung verjährt nicht! Ich frag mich, ob er auch so unverschämte Fragen in die Runde werden würde, wenn es sein Kind wäre.
sie haben offenbar keine Ahnung, daß es einige hundert verschwundene Kinder gibt, bei denen die Ermittlungen irgendwann ruhen. Deren Eltern haben nicht soviel Presse und nicht so viele Mittel.

Wenn alle Ermittlungen ins Leere laufen, kann man natürlich auch nach Jahren noch Spuren suchen.

Aber es ist legitim, den Aufwand in einem Verhältnis zum möglichen Nutzen zu sehen, der Ihrer Ansicht widerspricht.

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karend 24.11.2014, 18:35
3. Ungewissheit, erneuter Versuch

Diese Ungewissheit muss nahezu unerträglich sein. Hoffentlich findet die Polizei doch noch Spuren, die Klarheit bringen. Dass es zudem Menschen gibt, die solche Situationen ausnutzen - in diesem Fall der falsche Detektiv - ist verachtenswert.

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rational_bleiben 24.11.2014, 18:42
4.

Zitat von humpalumpa
[...]Der Autor sollte sich schämen, mit der Kostendebatte anzufangen oder zu Fragen, ob nach 7 Jahren so ein Aufwand noch gerechtfertigt ist.[...]
Vorsicht bei solch steilen Anschuldigungen! Die Mittel der Behörden sind begrenzt, es geht nicht nur um finanzielle Mittel (die man für solch einen Fall sicherlich immer bereitwillig zur Verfügung stellen wird), es gibt auch nur eine begrenzte Anzahl von Experten für Vermisstenfälle und auch nur eine begrenzte Zahl von Beamten insgesamt. Unendlich viel finanziellen und personellen Aufwand in einen Fall zu stecken bedeutet automatisch auch, jüngere Fälle zu vernachlässigen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Wiederauffindung wesentlich höher ist. Erklären sie mal den anderen Eltern, dass die Hälfte aller Experten seit 10 Jahren mit einem Fall beschäftigt ist, und das bis er gelöst ist - wo jeden Tag in Europa Kinder verschwinden und viele nie wieder gesehen werden. Niemand ist hier böse, wenn er den Aufwand hinterfragt. Es geht immer um eine Abwägung, denn alle wollen Gerechtigkeit.

Wenn schon, dann kann man die personelle Ausstattung der Behörden bemängeln (was ich immer sehr gerne tue, denn die Polizei HAT zu wenig Personal), zu kritisieren ist dann aber die Politik.

Den Eltern und dem Kind wünsche ich alles Gute. Die Hoffnung bleibt bestehen. Dem Täter oder den Tätern wünsche ich... nun, das werd ich hier so wohl nicht sagen dürfen.

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humpalumpa 24.11.2014, 18:45
5. @#2

Sehe ich nicht so. Natürlich gibt es viele Fälle. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Kinder nach Jahren wieder gefunden werden und leben. Allerdings allesamt nur Dank des Engagements der Eltern oder der Entführten selbst. Nicht Dank der Polizei. Da wird am völlig falschen Ende gespart. Mir fällt so Einiges ein, bei dem ich mich echt gern weigern würde, Steuern zu zahlen. Aber genau dafür sind sie da. Also finde ich es völlig legitim und notwendig, dass Eltern da hartnäckig sind. Es geht schließlich um Ihr Kind! Würden sie bei ihrem Kind die Suche aufgeben, aus den im Artikel angebrachten Gründen? Würden Sie ihr Kind aufgeben?

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humpalumpa 24.11.2014, 18:58
6. @rational_bleiben #4

Da haben Sie recht. Die Polizei ist unterbesetzt. Da wird am falschen Ende gespart. Ob das auch in UK so ist, weiß ich nicht. Wäre mir auch irgendwo egal. Für Bespitzelungen, Steuerfahndung, etc... Sind immer genug da. Unterm Strich würde mich das aber auch als Eltern des Kindes nicht interessieren. Ich würde mein Kind finden wollen und auf die Hilfe der Polizei pochen, deren Job es ist. Dann wird der Druck wenigstens nach oben weitergegeben, die Mittel aufzustocken.

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polargreis 24.11.2014, 19:28
7. Zweifel müssen erlaubt sein

Zitat von von_scheifer
"Den elften Geburtstag ihrer ältesten Tochter feierten Kate und Gerry McCann am 12. Mai wie jedes Jahr - mit einer Torte und Geschenken. " Die leben von dem Verschwinden ihre Tochter. Sieht alles verdammt inszeniert aus. Das trauernde Paar lässt die Kassen klingeln. "Sie untersuchen sämtliche Beweisstücke aus der Ferienwohnung mit neuen DNA-Methoden, (...)". Das seltsame an diesem Entführungsfall ist, dass es keine fremden DNA-Spuren gibt. Dies ist ein Negativbeweis. Ein Beweis, dass keine dritte Person an einer offenbar vorgetäuschten Entführung beteiligt sein kann. Selbst die DNA-Spuren der Maddie in dem Bett sollten sehr sorgfältig geprüft werden.
Eine häufig verbreitete These - die ich hier nur zitiere, aber nicht befürworte - besagt, dass die McCanns (Ärzte) ihre Kinder sediert haben sollen, um ungestört feiern zu können und Maddie überdosiert hätten. Dazu würde passen, dass Leichenhunde im Appartement angeschlagen hätten und in einem Auto DNS von Maddie entdeckt worden sei, das die beiden erst nach deren Tod gemietet haben sollen.

Fest steht, dass die McCanns seinerzeit Portugal verließen, als sie von der portugiesischen Polizei als Hauptverdächtige eingestuft wurden.

Vielleicht ist diese These krude. Aber vielleicht wäre es auch besser, sich mit dem Geschehenen abzufinden und einen Schlussstrich zu ziehen - obwohl Romina Power brauchte Jahrzehnte dazu.

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LK1 24.11.2014, 19:33
8.

Zitat von humpalumpa
Der Autor sollte sich schämen, mit der Kostendebatte anzufangen oder zu Fragen, ob nach 7 Jahren so ein Aufwand noch gerechtfertigt ist.
Auf der anderen Seite stirbt alle sieben Sekunden irgendwo ein Kind auf dieser Welt. Das ist aber nicht so schlimm, da keine hübschen Kindergesichter und emotional rührende Stories dazu weltweit durch die Medien geistern. Es gibt nicht Schlimmeres als diese ständig geheuchelte Bigotterie.

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karlbe 24.11.2014, 21:11
9. Polargreis hat recht...

auch ich hatte damals gelesen, dass Leichenhunde am Mietwagen der McCanns angeschlagen hätten, dass DNA von Maddie in dem Mietwagen gefunden worden sei und dass der Mietwagen überhaupt erst nach dem Verschwinden von Maddie angemietet worden sei - also nur zum Verschwindenlassen der Leiche gedient haben kann. Der damalige Chefermittler wollte die McCanns anklagen, wurde aber wohl auf politischen Druck versetzt. Warum, eigentlich hört man davon nichts mehr? Immerhin hat man ja inzwischen sogar herausgefunden, wer Jack the Ripper war.

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