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Versicherungsstreit: Der teure Tod des kleinen Magnus

Nichts haben sich Silvia und Marcell Müller so gewünscht wie ein Baby. Doch ihr Sohn, ein Frühchen, stirbt nach 54 Tagen. Während seines Überlebenskampfes versäumten es die Eltern, Magnus bei einer Versicherung anzumelden. Nun droht ihnen der finanzielle Ruin: Sie sollen 103.000 Euro zahlen.

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fallobst24 07.12.2010, 12:55
1. schlimm

Also so leid es mir auch tut für die Eltern, die so etwas schlimmes durchgemacht haben, ich sehe jetzt keinerlei Schuld bei den Versicherungen. Natürlich haben die Eltern berechtigterweise die Sympathien auf ihrer Seite, aber dass SPON daraus eine Underdog-gegen-bösen-Konzern-Geschichte draus bastelt halte ich für lächerlich.

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Robinchen 07.12.2010, 12:55
2. Leider keine Bank

Zitat von sysop
Nichts haben sich Silvia und Marcell Müller so gewünscht wie ein Baby. Doch ihr Sohn, ein Frühchen, stirbt nach 54 Tagen. Während seines Überlebenskampfes versäumten es die Eltern, Magnus bei einer Versicherung anzumelden. Nun droht ihnen der finanzielle Ruin: Sie sollen 103.000 Euro zahlen.
Die Müllers sind leider keine Bank, also nicht systemrelevant, kann man also problemlos fallen lassen. So ist das in der Wirtschaftswunderrepublik Deutschland.

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Greed 07.12.2010, 13:02
3. Verständlich

Es ist doch wohl klar das die Eltern bei dieser seelischen Belastung andere Sorgen haben als sich über Sonderregeln der Krankenversicherungen zu informieren.

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loncaros 07.12.2010, 13:02
4. t

Zitat von fallobst24
Also so leid es mir auch tut für die Eltern, die so etwas schlimmes durchgemacht haben, ich sehe jetzt keinerlei Schuld bei den Versicherungen. Natürlich haben die Eltern berechtigterweise die Sympathien auf ihrer Seite, aber dass SPON daraus eine Underdog-gegen-bösen-Konzern-Geschichte draus bastelt halte ich für lächerlich.
Schlimm ist wohl eher, was du hier hineininterpretierst.

Wäre die Frist gewahrt worden, wäre die Rechnung komplett gezahlt worden. Aber ich bin mir sicher dass das für ein Gericht völlig uninteressant sein wird und sich ein Richter finden wird, der im Namen des Volkes noch die Existenz dieser beiden Menschen ruinieren wird. Weil ein todkrankes Kind kann ja wohl keine Ausrede sein dass man so etwas vergisst.

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blue_plasma 07.12.2010, 13:02
5. Zum Heulen!

Das was man hier liest ist nicht nur tragisch, es ist auch beschämend. Es bestätigt wieder einmal mehr, dass in unserer Gesellschaft ein Mensch nach seinen Kosten (für die Versicherungen) und nicht nach seinem Wert (für die Eltern) beurteilt wird.
Läppsche 100.000 € im Gegensatz zu dem freizügig zum Fenster rausgeschmissenen Milliarden für die Banken, die sich intern sowieso einen Ast über die Deppenpolitiker und die, die ihnen folgen lachen? Irgendwo stimmt etwas in unserer Gesellschaft nicht mehr...

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FastFertig 07.12.2010, 13:02
6. Hauptsache der Pfarrer war da

Hauptsache der Pfarrer war da und hat eine Nottaufe vollzogen. Da hat die Organisation ja auch geklappt. Folglich: Entweder zuviel oder zuwenig gebetet. Vielleicht zahlt ja die Kirche. Immerhin ist deren Oberhaupt ja an der ganzen Misere schuld.

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ItchyDE 07.12.2010, 13:03
7. So tragisch der Fall auch ist...

So tragisch der Fall auch ist, das Verhalten der Eltern ist für mich einfach verantwortungslos. Als meine Tochter geboren wurde, habe ich noch am selben Tag bei der Krankenversicherung angerufen und nachgefragt, was ich denn tun müsste, damit sie umgehend versichert ist. Diese Eltern haben das in 2 Monaten nicht geschafft, was ich persönlich bedauerlich finde, den Versicherungen da aber irgendein Form von Kaltherzigkeit vorzuwerfen, ist jedoch nicht angebracht.

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mikeu 07.12.2010, 13:04
8. @fallobst:: Das ist doch keine Underdog-gegen-bösen-Konzern-Geschichte

Zitat von fallobst24
Also so leid es mir auch tut für die Eltern, die so etwas schlimmes durchgemacht haben, ich sehe jetzt keinerlei Schuld bei den Versicherungen. Natürlich haben die Eltern berechtigterweise die Sympathien auf ihrer Seite, aber dass SPON daraus eine Underdog-gegen-bösen-Konzern-Geschichte draus bastelt halte ich für lächerlich.
Eine, wie ich finde, sachliche Darstellung. Ich sehe dort auch nirgendwo Unterstellungen an die Versicherungen.

Eine Auflistung von Dingen die nicht alltäglich sind und auch zeigt, wie man in unserer abgeblich so durchgeplanten Gesellschaft in eine ziemlich blöde Situation kommen kann.
Mehr ist das nicht - aber ich finde, es war richtig, diese Geschichte zu erzählen.

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hojas 07.12.2010, 13:07
9. Mitgefühl

Von Schuld und Versäumnis sollte niemand reden, der nicht schon in so einer emotionalen Situation war.
Mein Mitgefühl für die Eltern und die besten Wünsche, damit sich alles noch regelt.
Falls die Kassen auf stur schalten - wenigstens sind die Namen der Versicherungen genannt, damit man sich überlegen kann, ob man dort Kunde sein möchte.

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