Forum: Panorama
Verteilung von Lebensmitteln: Tafeln wünschen sich staatliche Hilfe
Roland Weihrauch/ DPA

Die Zahl der Menschen, die sich regelmäßig bei Tafeln mit Lebensmitteln versorgen, ist deutlich gewachsen. Der Bundesverband warnt vor einer Überforderung der Ehrenamtsorganisation - und fordert finanzielle Unterstützung.

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chrismuc2011 06.11.2019, 10:27
1. vorbehaltlose Zustimmung!

Ich kann der Forderung der Tafeln nach staatlicher finanzieller Unterstützung nur vorbehaltlos zustimmen. Denn eigentlich erledigen die Tafeln die eigentlichen Pflichten des Staates. Und besser die Tafeln bekommen Zuschußgelder, als dass der Saat sich selbst darum kümmert mit tausenden Beamten und externen Beratern, die wieder Unsummen an Geld kosten, ohne das etwas dabei rumkommt. Außer vielleicht massiv ansteigende Bürokratiehemmnisse wie 20 seitige Formularanträge, die jeder Bedürftiger erst einmal stellen muss, um an ein Jogurt kurz vor dem MHD zu kommen.

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egoneiermann 06.11.2019, 10:40
2.

Zitat von chrismuc2011
Ich kann der Forderung der Tafeln nach staatlicher finanzieller Unterstützung nur vorbehaltlos zustimmen. Denn eigentlich erledigen die Tafeln die eigentlichen Pflichten des Staates. n.
Das sollte man aber vorher mal eruieren. Denn wenn Menschen wirklich auf Spenden angewiesen sind, dann sind die Sozialsätze zu niedrig, Wenn diese aber zum Leben reichen, dann gibt es keinen Grund diese privaten Organisationen zu unterstützen.

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iasi 06.11.2019, 10:48
3. Gebt den Leuten mehr Geld, damit sie sich selbst Lebensmittel

kaufen können. Stattdessen sollen also ordentlich bezahlte Stellen geschaffen werden, damit diese gesellschaftliche Peinlichkeit besser organisiert werden kann.

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hammerschmitt22 06.11.2019, 10:55
4. Eine Schande ohnegleichen...

...ist es, dass in einem der reichsten Länder der Erde 1,65 Millionen Menschen auf diese Tafeln angewiesen sind. Zweifelsohne sind die Tafeln eine sinnvolle und notwendige Einrichtung. Die Frage bleibt, warum diese Tafeln notwendig wurden. Die Schere zwischen Arm und Reich in der BRD öffnet sich immer weiter und gehört zu den Spitzenreitern in der EU. Die Politiker, die dies zu verhindern hätten, sind unfähig, ignorant und in erster Linie auf ihren Machterhalt fixiert. Aber Hauptsache die Milliardengräber Flughafen Berlin, Stuttgart 21, horrende Beraterverträge, voreilig abgeschlossene Mautverträge und vieles mehr (da war doch was mit der Eisbergspitze) fressen Unsummen. Und im schlimmsten Fall treten die Verantwortlichen zurück, haben aber ihre Posten in der Privatwirtschaft und eine mehr als üppige Pension in der Tasche... Armes Deutschland, wie tief bist Du gesunken...

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draco20007 06.11.2019, 11:06
5.

Zitat von iasi
kaufen können. Stattdessen sollen also ordentlich bezahlte Stellen geschaffen werden, damit diese gesellschaftliche Peinlichkeit besser organisiert werden kann.
Deshalb verschwinden die Tafeln doch nicht...

Die Tafeln sind nicht aus einer Notwendigkeit entstanden, weil Menschen hungern würden...sondern schlicht als Folge unserer Überflussgesellschaft...

Wir haben so viel zu viel, dass wir es mit den Ärmeren unserer Gesellschaft, die sie IMMER haben, teilen können und diese Ärmeren entlasten können.

Ich glaube die wenigsten Menschen, die zur Tafel gehen, würden ohne die Tafel hungern, nur müssten sie ihre Finanzen umpriorisieren...

Die Arbeit der Tafel ist schlicht absolut sinnvoll und dürfte auch gar nicht abgeschafft werden...denn dann wird das Essen schlicht weggeworfen...

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cabeza_cuadrada 06.11.2019, 11:06
6. warum Tafeln notwendig wurden?

Zitat von hammerschmitt22
...ist es, dass in einem der reichsten Länder der Erde 1,65 Millionen Menschen auf diese Tafeln angewiesen sind. Zweifelsohne sind die Tafeln eine sinnvolle und notwendige Einrichtung. Die Frage bleibt, warum diese Tafeln notwendig wurden. Die Schere zwischen Arm und Reich in der BRD öffnet sich immer weiter und gehört zu den Spitzenreitern in der EU. Die Politiker, die dies zu verhindern hätten, sind unfähig, ignorant und in erster Linie auf ihren Machterhalt fixiert. Aber Hauptsache die Milliardengräber Flughafen Berlin, Stuttgart 21, horrende Beraterverträge, voreilig abgeschlossene Mautverträge und vieles mehr (da war doch was mit der Eisbergspitze) fressen Unsummen. Und im schlimmsten Fall treten die Verantwortlichen zurück, haben aber ihre Posten in der Privatwirtschaft und eine mehr als üppige Pension in der Tasche... Armes Deutschland, wie tief bist Du gesunken...
Die erste Tafel eröffnete 1993. Sinn und Zweck dabei ist Lebensmittel die nicht mehr verwendet werden an Bedürftige (Menschen mit wenig Geld) zu geben. H4 wurde übrigens erst 2005 eingeführt. Und wenn Menschen sich Lebensmittel bei einer Tafel holen bedeutet dass nicht dass sie ansonsten verhungern müssten. Man hat dann einfach mehr Geld für andere Dinge. Finde ich eine gute Sache, es werden sowieso zu viele Lebensmittel weggeworfen.

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cabeza_cuadrada 06.11.2019, 11:08
7. Peinlich

Zitat von iasi
kaufen können. Stattdessen sollen also ordentlich bezahlte Stellen geschaffen werden, damit diese gesellschaftliche Peinlichkeit besser organisiert werden kann.
als gesellschaftliche Peinlichkeit würde ich eher bezeichnen was in Deutschland an Lebensmitteln weggeworfen wird während noch Menschen verhungern auf der Welt.

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burlei 06.11.2019, 11:09
8. Und wo bleibt ...

... die Forderung nach einer Bedürftigkeitsprüfung? Man will ja nicht, dass irgendwelche Rentner ohne diese Prüfung etwas mehr an Rente bekommen, um nicht mehr auf die Tafeln angewiesen zu sein. Da wäre es nur logisch, dass diese christlich-konservativen Mitmenschen auch von den Tafeln verlangen, dass erst eine knallharte Prüfung einer tatsächlichen Bedürftigkeit durchgeführt wird, ehe ein Joghurt für ein paar Cent über den Ladentisch geht oder sogar (*schauder*!) verschenkt wird! Es muss doch jedem klar sein, dass in einem Staat, in dem Egoismus und Menschenfeindlichkeit, Gier und Neoliberalismus herrschen, es auch Verlierer geben muss, die nicht von den Leistungen der Anderen profitieren dürfen. Darum die Devise dieser edlen, christlich-konservativen Mitmenschen: "Dann sollen sie eben Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben!" 1789 ging das Motto etwas schief....

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draco20007 06.11.2019, 11:10
9.

Zitat von hammerschmitt22
...ist es, dass in einem der reichsten Länder der Erde 1,65 Millionen Menschen auf diese Tafeln angewiesen sind. Zweifelsohne sind die Tafeln eine sinnvolle und notwendige Einrichtung. Die Frage bleibt, warum diese Tafeln notwendig wurden. Die Schere zwischen Arm und Reich in der BRD öffnet sich immer weiter und gehört zu den Spitzenreitern in der EU. Die Politiker, die dies zu verhindern hätten, sind unfähig, ignorant und in erster Linie auf ihren Machterhalt fixiert. Aber Hauptsache die Milliardengräber Flughafen Berlin, Stuttgart 21, horrende Beraterverträge, voreilig abgeschlossene Mautverträge und vieles mehr (da war doch was mit der Eisbergspitze) fressen Unsummen. Und im schlimmsten Fall treten die Verantwortlichen zurück, haben aber ihre Posten in der Privatwirtschaft und eine mehr als üppige Pension in der Tasche... Armes Deutschland, wie tief bist Du gesunken...
Sie glauben wirklich, dass 1,65 Millionen Menschen auf die Tafel ANGEWIESEN sind? Also wirklich angewiesen...diese Menschen würden also ihrer Einschätzung nach ohne die Tafel HUNGERN?

Das halte ich für vollkommen an der Realität vorbei. In Deutschland MUSS niemand hungern.
Die Tafel ist nur eine Folge unserer Überschussgesellschaft. Wir haben ZU VIEL. Und davon können die Ärmeren in unserer Gesellschaft profitieren. Es gibt KEINE Gesellschaft ohne "arme" Menschen, das geht einfach nicht.
Also ist es umso besser, dass diese Menschen von dem Überschuss unserer Gesellschaft profitieren...

Die Tafel ist keine Notwendigkeit, sondern eine Erleichterung für diese Menschen. Das Geld was sie für Essen durch die Tafel sparen können sie für andere Dinge, wie Kleidung ausgeben. Und als netter Nebeneffekt haben wir weniger Verschwendung...

Klassischer Win-Win....

Aber zu sagen die Tafeln existieren, weil die Menschen darauf angewiesen sind ist meiner Meinung nach Falsch. Die Tafeln existieren NUR weil es uns zu gut geht, weil wir ZU VIEL haben.

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