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Viele Tote bei Lawinen-Abgang: Retter suchen am Mount Everest nach vermissten Sherpas
DPA

Das schlimmste bislang verzeichnete Unglück am Mount Everest hat bereits zwölf Menschenleben gefordert. Die Retter suchen weiter nach Vermissten. Auf der hochgefährlichen Route zum Khumbu-Eisfall hatte eine Lawine eine Sherpa-Gruppe erfasst, einige entkamen offenbar durch einen Zufall.

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townsville 19.04.2014, 10:24
1.

Tja, und damit die Touristen sich so schnell wie moeglich durch den Hochrisiko-Korridor bewegen koennen, müssen die Sherpas sich eben immer wieder lange dort aufhalten, um die Wege mit Leitern und Seilen zu versehen. Weil es dieses Jahr so viele Gipfel-Lizenzen gibt, müssen eben Ausweichrouten gelegt werden, um die gefährlichen Staus zu vermeiden. Das ist ein Arbeitsunfall wie im Straßenbau...

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thetruthburnsyou 19.04.2014, 10:28
2. Tragisch!

Wenn Sherpas ums Leben kommen ist dies wirklich eine Tragödie und zeigt, dass der Berg !KEINE! Touristenattraktion sein sollte!

Die Männer präparieren die Strecke, bekommen einen vergleichsweisen Hungerlohn, nur damit die 1st-World-Abenteurer sich auf den Berg hochschleußen können um behaupten zu können "ICH WAR AUF DEM HÖCHSTEN BERG DER ERDE".

Die Sherpas sollten dieses Jahr aus Respekt für die gestorbenen, ihre Arbeit niederlegen! Nächstes Jahr sollten sie dann das Doppelte an Lohn verlangen!

Vll. wird der Massentourismus und die enorme Verschmutzung rund um die Lager eingedämmt.

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Gustav_Kuchenbecker 19.04.2014, 10:45
3. Man muss die Eisphysik beherrschen

Zitat von sysop
Das schlimmste bislang verzeichnete Unglück am Mount Everest hat bereits zwölf Menschenleben gefordert. Die Retter suchen weiter nach Vermissten. Auf der hochgefährlichen Route zum Khumbu-Eisfall hatte eine Lawine eine Sherpa-Gruppe erfasst, einige entkamen offenbar durch einen Zufall.

Die Mechanik des Eises ist eine Wissenschaft für sich.

Die Haftreibung my ist eine Funktion von der Temperatur und der Umgebung.

Die auftretenden Kräfte sind in Abhängigkeit von der Hangneigung Alpha, wobei F = m*g (cos Alpha - my*sin Alpha) mit m= Masse des Eises.

Ich weiß nicht, ob in Nepal eine Technische Universität existiert.mit dem Fach Eismechanik.

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panzerknacker51 19.04.2014, 11:11
4. Oha!

Zitat von Gustav_Kuchenbecker
Die Mechanik des Eises ist eine Wissenschaft für sich. Die Haftreibung my ist eine Funktion von der Temperatur und der Umgebung. Die auftretenden Kräfte sind in Abhängigkeit von der Hangneigung Alpha, wobei F = m*g (cos Alpha - my*sin Alpha) mit m= Masse des Eises. Ich weiß nicht, ob in Nepal eine Technische Universität existiert.mit dem Fach Eismechanik.
Schön, daß wir das jetzt auch wissen.

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fiutare 19.04.2014, 11:14
5.

Ich bin ein begeisterter Berwanderer - und verachte trotzdem die dekadenten MountEverest-Touristen, die sich auf von Sherpas präparierten Routen auf den Berg hieven. Alleine die Tatsache, dass Menschen sich für einen vergleichsweise geringen Lohn für andere Menschen in Lebensgefahr bringen, damit eben die anderen Menschen ihren Spaß haben, ist widerlich.

Wer nicht aus eigener Kraft mit eigener Vorbereitung auf einen Berg kommt, sollte unten bleiben. Das täte dem Berg gut.

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otelago 19.04.2014, 11:31
6. Naja

Zitat von townsville
Tja, und damit die Touristen sich so schnell wie moeglich durch den Hochrisiko-Korridor bewegen koennen, müssen die Sherpas sich eben immer wieder lange dort aufhalten, ...
Das müssen sie nicht, sondern sie machen es gern, es ist ihr Revier. Hierzulande herrscht eine etwas veraltete Vorstellung von Charakter, Lebensart und Wünschen der Sherpa. Ich habe mich dort lange Zeit mehrmals aufgehalten und mich mit vielen Leuten lang unterhalten.

Nepal ist politisch und sozial von Despotie und Armut gezeichnet. Die Gebirgsregionen waren völlig hinter der Welt. Man vergleiche ZB Khumbu heute mit anderen nepalesischen Regionen. In Khumbu gibt es inzwischen Geld, Chancen und ausschließlich vom Tourismus getragenes Wohlstandsniveau, das in Nepal seinesgleichen sucht.

Die jungen Sherpa sind schon längst keine verklärten Klosterjünger mehr, sondern wollen an der Welt teilhaben.

Das Lawinenunglück ist kein spezielles Risiko am Khumbu Eisfall, das kommt - wie auch Erdrutsche - im Himalaya an vielen Orten immer wieder vor, zB sind vor 20 Jahren eine große Zahl Urlauber in Macchermo erwischt worden, mitten im Ort.

Wer mit seiner Natur leben und arbeiten will, kann die damit verbundenen Gefahren nicht völlig eliminieren, sie gehören einfach mit dazu.

Ansonsten ist es so, daß in Nepal sehr viele Menschen vor ihrer eigentlichen Zeit an ganz profanen Krankheiten und Unfällen sterben, die mit Basismedizin zu heilen wären, die aber wegen der tiefen Armut und rückständigen Infrastruktur nur wenigen zur Verfügung steht.

Tourismus ist der wesentliche Wirtschaftsfaktor im Himalaya, die hohen Berge sind das Kapital. Alle die dort leben, leben inzwischen direkt oder indirekt vom Tourismus und in allerr Regel hat all das nichts mit dem Risikosport am Everest zu tun.

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otelago 19.04.2014, 11:38
7. Naja

Zitat von thetruthburnsyou
Die Sherpas sollten dieses Jahr aus Respekt für die gestorbenen, ihre Arbeit niederlegen! Nächstes Jahr sollten sie dann das Doppelte an Lohn verlangen! Vll. wird der Massentourismus und die enorme Verschmutzung rund um die Lager eingedämmt.
Das ist eine Fehlinterpretation. Ich war ein paarmal als Wanderer in der Gegend. Natürlich gibt es eine Anzahl Leute am Basecamp, soweit sogut. Und es ist schön auf dem Weg, sie können in aller Ruhe die Berege genießen, Tiere beabachten und Nachmittags einen Tee auf der Lodge - Terasse in Gorak Shep trinken. Da wisssen Sie das auch zu schätzen, und nur ein Bruchteil der Aktivitäten hat mit dem Risikosport Everest zu tun.

Die Leute dort warn völlig verarmt und inzwischen gibt es einen Wohlstand und Chancen für viele. Die Bewohner lieben ihre Berge und steigen selber gerne herum und leben von ihrer Landschaft.

Naturereignisse hat man nie 100% im Griff, Lawinen oder Bergrutsche gibt es überall im Himalaya und daran sterben auch ständig Leute. So wie auch in den Alpen manchmal.

Das mit dem Hungerlohn ist so auch nicht ganz richtig, der Lohn der Icefall Doctors ist für nepalesische Verhältnisse fürstlich.

Aber es sind ein paar schmale Wege in einer riesigen unwegsamen Region. Gehen Sie ein paar hundert Meter aus der Route, setzen sich auf einen Stein und warten Sie 100 Jahre, sie werden keinen Menschen mehr sehen.

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georg.kirsch 19.04.2014, 12:03
8.

Diese Everest "Touristen" müssten jetzt den Familien der
Sherpas eine lebenslange Rente zahlen und zwar das
Ihnen die Augen tränen !
Diese Art von Geltungssucht ist widerwärtig!
Längst hat sich herumgesprochen, das Berge im Zuge
der Klimaveränderung instabil werden, ein derartiger
"Tourismis" muß sofort untersagt werden, der Herr
"Schulze" und Möchtegernbergsteiger hat hier nichts
verloren !

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papayu 19.04.2014, 12:12
9. Der Mensch verbloedet immer mehr!!

Zu Tausenden fahren Sie in den schwimmenden
Saergen, um Venedig zu sehen, kaufen viel zu grosse
Autos und Wohnungen, nur um den Nachbarn zu imponieren.Und dann im internet zu protzen.
Damals als Sir Edmund Hillary mit Sherpa Tensin
oben war, war eine Zeitlang ruhe, dann kam der
Deutsche, wie hiess er noch und brachte die Touristen mit.Tripperclipper nach Bangkok,Einkaufsbummel in
New York, London oder Hong Kong!! Dann fuehren sie sich auf, als waeren sie die Herren und die Eingeborenen sind Haussklaven.
Und Mutti macht feste mit, auch wenn sie auf die '''''
fliegt und rumhumpeln muss. Und Pompeji ist am verschwinden, zu viele Touristen, die ihren Dreck dalassen. Da muss ich auch hin, schliesslich hat ja usw.
Egal wo die Touristen hinkommen, sie hinterlassen meistens ein Chaos und Dreck!!
Sie sind immer noch die KOLONIALHERREN !!

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