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Vorsitzender der Bischofskonferenz: Marx will Geschiedene zu Sakramenten zulassen
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Ein Vorstoß des obersten deutschen Katholiken macht Geschiedenen Hoffnung: Nach "einer Zeit der Buße" soll ihnen die Teilnahme an den kirchlichen Sakramenten wieder erlaubt sein, fordert der neue Chef der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx.

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wolfgang2014 15.03.2014, 19:28
30. Austreten

Ich fasse es nicht! Dieser Edelmut, Buße verlangen. Dieser "edlen" Institution, die selbt genügend Dreck am Stecken hat, habe ich schon vor Jahren den Rücken gekehrt und bis heute nicht bereut! Solange diese selbstherrlichen Herren mit ihrer Einstellung im Altertum schwelgen und ihre eigenen Fehler stets unter den Teppich kehren, dürften diese wohl kaum die jüngere und aufgeschlossenere Generation zum Verbleib in der Kirche animieren. Zum Christ sein gehört mehr, als regelmäßig in die Kirche zu rennen.

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caecilia_metella 15.03.2014, 19:31
31. Macht nichts

Die Zahl für Ehescheidungen verringert sich dann ja auch wieder, weil die Jungfrauen immer länger auf Werbung eines ehewilligen Mannes warten müssen.

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Clausibel 15.03.2014, 19:32
32. Die normative Kraft des Faktischen

Zitat von rumsi
Millionen Geschiedene gehen zur Kommunion.Oder glauben Sie etwa, daß der Priester vorher fragt. Die Kirche ist weltfremd. Praxis und Theorie unterscheiden sich.
So ist es. Etliche Priester haben auch trotz Zölibat eine Freundin. Das alles ist der Kirche bekannt, aber solange es nicht an die große Glocke gehängt wird, toleriert bzw. ignoriert man es. Die Amtskirche schreitet normalerweise erst dann ein, wenn die Sache absichtlich publik gemacht wird, um eine Reaktion zu provozieren.

Beispielsweise bei Pfarrer Hasenhüttl, der suspendiert wurde, weil er öffentlich ankündigte, evangelischen Christen die Eucharistie zu spenden und das dann auch tat. In vielen katholischen Kirchen geschieht das jedes Wochenende, mit dem Unterschied, dass man nicht darüber redet.

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erich21 15.03.2014, 20:12
33. Freiwillig

ist die Mitgliedschaft in dieser seltsam aus der Zeit gefallenen Einrichtung. Traumatisierte Mitglieder demuetigt man dann am Besten selbst. Da bleibt doch fuer freie Menschen nur eine Moeglichkeit.

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neanderspezi 15.03.2014, 20:12
34. Das mit den Sakramenten ist ohne Ausweis ohnehin schwer zu kontrollieren

Die Kirchen schöpfen ihre Neuzugänge am zuverlässigsten aus den sogenannten unauflöslichen Ehen, nicht aus Mischehen und nicht aus Patchworkfamilien, wo die konfessionelle Zugehörigkeit am wenigsten zuverlässig abgesichert werden kann. Es ist also sinnvoll und strategisch klug den Trennungswilligen und schon getrennten Partnern bei einer drohenden partnerschaftlichen Neuausrichtung eine hohe Bußfertigkeit abzuverlangen, um neben dem häufig finanziellen Desaster auch eine religiöse Bürde erschwerend vorzuhalten, weil die Religionszugehörigkeit eines weiteren Nachwuchses bei einer in religiösen Angelegenheiten sperrigen neuen Partnerschaft die konfessionelle Ausrichtung schwer zu kontrollieren ist. Wenn man sich recht erinnert, hat zumindest die RKK lange Zeit den neuerlich Verheirateten strenge konfessionelle Vorgaben bezüglich weiterer Nachkommenschaft gemacht, ganz im Sinne ihrer alleinseligmachenden Botschaft aus erhabener Quelle. Die Kindlein aus solchen Ehen hatten nämlich ganz automatisch der RKK anheim zu fallen, um Wildwuchs in religiösen Dingen dank konfessioneller Unduldsamkeit auszuschließen.

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stanislas 15.03.2014, 20:21
35. Marx macht Presse

Marx bringt sich mit heißer Luft in die Medien, das ist alles.
Praktisch haben seine Äußerungen keinen Wert, da die Regeln der k. Kirche in Rom festgelegt werden. Und da sprechen ebenauch noch andere, "Machtbewusste" mit.
Aus vielen Gründen und in vielen Lebensbereichen ist die k.Kirche nicht mehr glaubwürdig und untergräbt sich selbst täglich auch durch ihr Verhalten direkt den Gläubigen und Hilfesuchenden gegenüber. Wer einmal so vor den Kopf gestoßen ist, wendet sich unwiderruflich ab. Heutzutage ist hat die Kirche keine gesellschaftsdominierende Rolle mehr. Gott sei Dank, daß er den Menschen hier endlich von "Seiner" Kirche emanzipiert hat !

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Indigo76 15.03.2014, 20:22
36.

Zitat von hjka
bin seit 20 Jahren geschieden und gehe zur Kommunion wenns mir passt und nicht den Scheinheiligen
Natürlich können sie zur Kommunion gehen. Auch ein Moslem, Jude oder Atheist kann in eine christliche Kirche gehen und ein Stück fades Brot essen. Die Frage ist doch: glauben sie an das, was da in der Kirche vor sich geht? Wenn sie wirklich daran glauben, dann müssen sie auch konsequent an alles glauben, und das bedeutet, dass es für sie als Geschiedenen nach geltendem Kirchenrecht halt nur ein Stück fades Brot ist und nicht der Leib Christi.

Man kan sich in einer Religion nicht die Rosinen herauspicken.

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jautaealis 15.03.2014, 21:01
37. Ein Fortschritt – ...

... aber wer Gewalt oder sonstigem ehelichen Horror bzw. Terror glücklich entronnen ist, hat wahrlich keine Buße nötig!

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totenkopf75 15.03.2014, 21:03
38. Deutscher Alleingang?

Ich will ja Seiner Eminenz nicht Wiederworte geben, aber in solchen Sachen hat nur Franziskus als Heiliger Vater zu entscheiden.

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wauz 15.03.2014, 22:20
39. Der Papst entscheidet nicht alles

Zitat von totenkopf75
Ich will ja Seiner Eminenz nicht Wiederworte geben, aber in solchen Sachen hat nur Franziskus als Heiliger Vater zu entscheiden.
Auch in der römischen Kirche entscheidet der Patriarch nicht alles. Franziskus wird den Rat der Brüder der Bischofssynode hören oder die Sache einem Konzil überlassen.

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