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Waffenboom in Deutschland: Laien am Abzug
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Der Handel mit Schreckschusspistolen und Reizgas boomt, die Zahl der Kleinen Waffenscheine steigt. Selbst bei Händlern hält sich die Freude über die große Nachfrage in Grenzen.

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fuster 29.10.2016, 22:06
50.

es ist für mich immer wieder erstaunlich und erschreckend, wie schnell Hirn ausgeschaltet wird.
Wenn jeder Bürger sich mit der Zeit bewaffnen will, haben wir bald amerik. Verhältnisse.
Sollten wir nicht eher massiv unsere Forderungen an die Politik richten, a) Mehr Polizei auf die Strasse, b) Selbstverteidungskurse und Übungen in Zivilcourage in den Schulen, c) schnellere Gerichtsverfahren usw. Das wird viel kosten und bekommen werden wir es nur, wenn wir abseits von Pegida als starke Bürger auf die Strasse gehen und lauthals unsere Forderungen in die Öffentlichkeit tragen.

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zaplata 29.10.2016, 22:07
51. vorm verbieten erst mal nachdenken

Ich halte SSW auch völlig ungeeignet für die Selbstverteidigung. Aber allen, die diese Waffen und den einfachen Zugang zu diesen ein Dorn im Auge, ist bitte ich mal folgendes zu beachten:
Wenn Kriminelle oder auch sogenannte "Poser"diese Waffen nicht mehr kaufen können, werden sie sich auf dem Schwarzmarkt bewaffnen. Und dort gibt es dann die scharfe Variante im Angebot. Wenn nur 10 Personen jedes Jahr dann zu Tode kommen, weil eben eine Scharfe statt einer im Grunde wirklich nicht gefährlichen SSW im Spiel waren, haben wir unter dem Strich vermeidbare Todesfälle provoziert. Gut gemeint heißt nicht gut gemacht. Und noch etwas, ich wage mal zu behaupten, daß jeder, der sich im im Milieu der Kriminalität und der Clanstrukturen aufhält innerhalb von 24 Stunden eine scharfe Waffe nebst Munition bekommen kann. Dagegen dürfte es für den deutschen, ehrbaren Bürger fast unmöglich sein, eine derartige Waffe zu bekommen. Zusammengefasst, ein Verbot dieser Waffen tangiert nur Menschen, von denen keine nennenswerte Gefahr ausgeht, im Bereich der echten Kriminalität wird sich nichts ändern. Unter Umständen werden mehr Menschen in Deutschland dann durch illegal erworbene scharfe Waffen getötet.

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Delos99 29.10.2016, 22:13
52. Überraschung

Zitat von Eddy_Duane
Sie meinen, es verhindert Verbrechen wie in den USA? Aha!
Alle, aber wirklich alle Kriminalstatistiken zeigen nur ein Bild: da, wo sich unbescholtene Bürger bewaffnen dürfen, bleiben Gewaltverbrechen überschaubar. Das gilt für einzelne Staaten in den USA genau so, wie hier für die Schweiz, Tschechien oder Österreich. Da, wo der Waffenbesitz "verboten" wird, gehen die Verbrechen durch die Decke! Natürlich, denn Verbrecher brauchen keine Prüfung und kein Führungszeugnis. Da hilft kein Verbot, denn das gilt nur für gesetzestreue Bürger! Vor 100 Jahren war der Besitz von Schußwaffen überhaupt kein Problem. Und noch in meiner Kindheit konnte man Kleinkaliberwaffen ab 18 bei Neckermann bestellen. Haben sich damals alle gegenseitig gemeuchelt?!? Komischerweise nicht.

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ein-berliner 29.10.2016, 22:14
53. Glückwunsch Sie Profi

Zitat von mielforte
jedoch geht es hier um Schreckschußwaffen. Das ist ein himmelweiter Unterschied, was die Wirkung dieser Dinger betrifft. Die Schreckschußwaffe ist jedoch der Joint, den man raucht, um später etwas richtiges zu inhalieren. Clever gemacht von der Waffenlobby.
Er geht hier wirklich um eine Schreckschusswaffe, die Kopie einer echten P99. Diese Pistole hat am Lauf ein Gewinde für einen Abschussbecher und wird deutlich im Video mit grüner Signalmunition (9 mm P.A. Knall) geladen.
Sie sollten keine Joints rauchen, das hilft zum Erwerb einer echten Waffe garantiert nicht, da Sie dadurch als nicht zuverlässig gelten.
Soweit zu Ihrem sinnfreien Beitrag über Schreckschusswaffen.

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fisschfreund 29.10.2016, 22:14
54.

Kleiner Waffenschein ist natürlich Blödsinn. Ich wohne ländlich und hätte gerne legal eine scharfe Waffe um mein Eigentum zu schützen. Hatte mehr als einmal ungebetene Besucher ums Haus schleichen. Leider werden in diesem Land immer nur die Täter geschützt

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carterutm 29.10.2016, 22:22
55. Wenn Schreckschusswaffen etwas bringen würden

könnte sie nicht jeder Hans und Franz erwerben und einen kleinen Waffenschein erhalten. Natürlich kann man damit Schaden anrichten, aber sich ernsthaft verteidigen? Sehr fraglich. Abschreckend? In einem Land wo fast niemand eine scharfe Waffe als Privatmann führen darf würde ich als Angreifer kaum davon ausgehen, dass es sich um eine solche handelt. Abgesehen davon: Schon die Bedienung einer Pistole unter Stress ist nicht einfach, vom Zielen ganz zu schweigen. Eine unsachgemäße Handhagung mit klappernden Zähnen macht echt was her - wenn man sich unbedingt lächerlich machen will! Vermutlich liegen die meisten dieser Dinger nach kurzer Zeit ohnehin zu Hause rum, denn bis auf wenige Ausnahmen sind sie relativ schwer und nichts für Jackentasche. Und wer läuft schon ständig mit einem Holster rum? Ich würde mir das jedenfalls nicht lange antun. Ich halte mich an den Rat eines Kampfsportlers und eines Waffensachverständigen: wenn du ein Messer siehst, lauf weg! Und für den Nahkampf nichts unter 9mm. Vollmantel versteht sich.

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arikimau 29.10.2016, 22:22
56. Kaputte Welt

Mich hat mal einTexaner gefragt:"warum haut ihr deutschen nicht jedem auf die schnauze der euch beleidigt, es hat ja keiner eine Waffe."

Ich dachte wir wären friedlicher, aber scheinbar regiert die Angst.

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wahrsager26 29.10.2016, 22:23
57. Wehrhaft sein!

Ein Foristen schrieb sehr schön,das er sich politisch korrekt verhalten will in seinem post.Dem schließe ich mich an.Ich würde einiges anders sehen ,nämlich die Waffenkäufe.Sehen wir das doch als Abstimmung eines Teiles unseres Volkes an.Die vorhandenen Schattenseiten-die blenden wir mal aus!Diese Waffenkäufe lassen unsere Politiker erschrecken (hoffentlich) und übernehmen quasi die Rolle einer Partei und treiben die Politiker vor sich her.Das das einer tatsächlichen Partei im Zweifel Stimmen beschert ist auch nicht schlecht.Machen wir noch ein Gedankenspiel:Wie sähe es bei uns aus,wenn alles mit Freude hingenommen worden wäre ohne noch so leichte Korrektur....????Danke

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ahartmann 29.10.2016, 22:29
58.

Ich habe sehr lange in den USA gelebt und gearbeitet.
Und selbst war Inhaber einer Concealed Handgun Permit.
Andere Staaten nennen es auch CCP, CCL, CCW, CCDW oder oder oder
Da ich meine in VA erworben habe, auf Basis derer eine Erlaubnis in einigen anderen Staaten erwerben konnte und diese dann in diversen Staaten als legal permit akzeptiert wurden hätte ich zuletzt in fast allen Staaten (außer der Westküste und New England) verdeckt eine Waffe tragen.

Beruflich habe/hatte ich dort sehr viel mit LEOs (aka Polizei) zu tun gehabt und ich kann ihnen aus erster Hand sagen, dass die "Schulungen" (welche idR leider lediglich die gesetzlichen Minimalanforderungen erfüllen) in meinen Augen nicht einmal das Wort "Schulung" wert sind.

In Virginia (alle Reden aus Klischee immer von Texas, wenn man uns Deutschen Angst vor Waffen machen will, dabei ist VA viel liberaler , mein Junge würde sagen "krasser" ...)
Als resident (gemeldeter Bewohner des Staates) macht man zB einen Online Kurs ( http://www.vaguntraining.com ),
geht auf einen NRA zertifizierten Schießstand, erfüllt 3 Übungen (d.h. im Zweifel schießt so lange bis man es erfüllt) das beides reicht man dann bei seinem local sheriffs office ein und wenn man keine priors (also Vorstrafen hat) und keine offenen Unterhaltsforderungen (kein Witz!) hat dann bekommt man in 2-3 Wochen seine CHP!
Und mit dieser kann man sich dann unter Umständen eine Permission in anderen Staaten ausstellen lassen, als Begründung reicht ein längerer Urlaub oder berufliche Anwesenheit in dem entsprechenden Staat.
https://www.usafirearmtraining.com/dynamic-ccw-permit-reciprocity-map-builder/

Lange Rede kurzer Sinn; ich bin ganz klar pro 2nd Ammendmend, aber ich finde es falsch das den Leuten mit diesen ganzen permits und "trainings" der Eindruck vermittelt wird sie könnten mit ihrer Waffe im Ernstfall wirklich sicher umgehen und mehr Gutes wie Schaden anrichten.
Soll Mutti mit ihrer 12gauge ihr Haus verteidigen, von mir aus auch dem Räuber mit dem Messer aus 1m Entfernung in die Brust ballern; aber zu glauben und zu propagieren das John Doe oder Karl Ars_h mit seiner 9mm und seinen permits tatsächlich ein active shooter Szenario beenden könnte ist eigentlich Weltfremd!
Es gibt natürlich auch vereinzelte Fälle in denen derartiges gelang, aber dann wird auch schnell klar welchen Background diese Leute haben.

Zu ihrem letzten Satz; wir haben das im Training selbst einige male "Durchgespielt":
Alle "Zivilisten", alle in neutraler Kleidung.

Eins zieht eine Waffe, zielt auf Zwei, droht ihn zu erschießen. Verfehlt bzw trifft nicht tödlich.
Zwei erschießt Eins.
Drei kommt um die Ecke und Zwei steht mit gezogener Waffe über Eins, aber mit dem Rücken zu Drei.
Drei ruft Zwei an, Zwei dreht sich um.
Wie handelt Zwei?
Aber vor allem wie handelt Drei?

Wenn wir das Szenario jetzt noch erweitern würden und Zwei nach seiner Schussabgabe einen taktischen Ablauf oder sweep durchführen würde, dann wären wir soweit , dass Drei natürlich ZWEI für den active shooter halten würde/muss ...
Wie handelt Drei nun?

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Fraktale_Dimension 29.10.2016, 22:29
59. ...

Seit wann, und wer definiert inzwischen Spielzeug als Waffe? Wann muss ich meine Steakmesser anmelden, oder abgeben?

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