Forum: Panorama
Was für Männer braucht das Land?

Männer haben es derzeit nicht leicht in unserer Gesellschaft: Das alte Rollenmodell des coolen Machos bringt überwiegend wenig Punkte, die softe Frauenversteher-Rolle ist auch nicht mehr angesagt. Dennoch sollen sich Männer um Haushalt und Kinder kümmern, mit Powerfrauen tolle Teams im Beruf bilden und überhaupt politisch allzeit korrekt agieren. Was muss ein Mann tun, um heute ein Mann zu sein? Was für Männer braucht das Land?

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KaWiDu 22.10.2013, 18:16
370. Leichter kann ich es dem Sysop nicht machen: also nochmal - Antwort 1/2 (!!)

Zitat von rennflosse
Wollen wir jetzt ernsthaft Erbsen zählen?
Wieso Erbsen zählen? Es geht darum, Klartext zu reden.

Zitat von rennflosse
Mit dem Satz widersprechen Sie auf jeden Fall Ihrer Aussage #339.
Nein. Wenn ich schreibe, dass Napoleon Europa nicht erobert hätte, wenn Frauen das missfallen hätte - und dass kleine Choleriker sich beweisen müssen, dann widerspricht sich das nicht. Ganz im Gegenteil. Zusammen ergibt das die stimmige Aussage: Männer müssen sich beweisen, indem sie Frauen gefallen.

Zitat von rennflosse
Meine Ansicht, dass eine solche Einschätzung von einer Frau kommen müsse (das "nur" nehme ich zurück), ist von dem Satz initiiert und eigentlich nicht herabsetzend gemeint gewesen.
Das kleine Wörtchen "nur" war der Grund dafür, dass Ihr Satz eine Herabsetzung war. Es ist sehr sinnig, eine Aussage erst zu modifizieren - und mir dann zu erklären, dass ich alles falsch verstanden hätte. Wenig überzeugend.

Zitat von rennflosse
Heißt nur: ein Mann würde das (vielleicht) anders sehen.
Heißt richtig: Ein Mensch (egal welchen Geschlechts) könnte das ganz anders oder auch ganz genauso sehen.

Zitat von rennflosse
Aber da greifen ja bei Ihnen gleich die Beißreflexe:
Ich hab's schon mal geschrieben: Wenn ich sage, was mir missfällt, dann hat das nichts mit "beleidigt sein" oder mit "Beißreflexen" zu tun. Jeder Mensch (egal ob Mann oder Frau) darf deutlich kundtun, wenn er sich unfair behandelt fühlt. Und jeder Versuch, diese Kritik ins Lächerliche zu ziehen, wird von mir als unstatthaft angeprangert. Das wird nicht besser, nur weil Sie diese Vorgehensweise mehrfach wiederholen. Punkt.

Zitat von rennflosse
Wo habe ich was von unsinnig geschrieben?
Wo habe ich geschrieben, dass Sie das Wort unsinnig verwendet haben? Ich habe geschrieben, dass Sie versuchen, meine Beiträge als unsinnig darzustellen. Das geht, auch ohne dieses Wort explizit zu verwenden.

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KaWiDu 22.10.2013, 19:36
371.

Zitat von ChiefGonzo
Haha da waren sie wohl zu lange im Emanzipationsglaskasten und haben etwas den Bezug zu der realen Welt etwas verloren. Nur weil Frauen heutzutage etwas wollen (Männer wo man aufblicken kann, karrieremäßig wohl betont) muss sich nicht der Rest der Welt ändern. Vielleicht müssen auch einfach die Frauen mal von Ihrem veralteten Beuteschema ablassen und sich ändern? Ich persönlich kann nicht sehen dass Männer sich in den letzten Jahren zum negativen verändert haben. Allerdings sehe ich die Anspruchhaltung der Frauen die seit Jahren nur eine Richtung hat. Ohne Gegenleistung wohlgemerkt...
Verdammt, dieses Kleinod von Beitrag habe ich erst jetzt gelesen. ;-)

Ich persönlich glaube ja, dass da etwas dran ist. -- Aber ehrlich: Da seit Ihr Männer selbst Schuld. Erst hohe Erwartungen wecken (von wegen Überlegenheit des Mannes und so) - und dann kneifen, wenn sich das in Ergebnissen niederschlagen soll. *lach*

Das Problem hierbei ist: Ihr Männer neigt dazu, etwas auf den Putz zu hauen bei Eurer Selbstdarstellung. Wenn wir Frauen das Ernst nehmen - dann haben wir eine große Erwartungshaltung an Euch. Wenn wir Frauen das nicht Ernst nehmen - dann fühlt Ihr Euch missachtet. Am Ende kann Frau es Mann genauso wenig Recht machen, wie Mann der Frau. *seufz*

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Berg 23.10.2013, 09:10
372.

Zitat von KaWiDu
Verdammt, dieses Kleinod von Beitrag habe ich erst jetzt gelesen. Ich persönlich glaube ja, dass da etwas dran ist. -- Aber ehrlich: Da seit Ihr Männer selbst Schuld. Erst hohe Erwartungen wecken (von wegen Überlegenheit des Mannes und so) - und dann kneifen, wenn sich das in Ergebnissen niederschlagen soll. Das Problem hierbei ist: Ihr Männer neigt dazu, etwas auf den Putz zu hauen bei Eurer Selbstdarstellung. Wenn wir Frauen das Ernst nehmen - dann haben wir eine große Erwartungshaltung an Euch. Wenn wir Frauen das nicht Ernst nehmen - dann fühlt Ihr Euch missachtet. Am Ende kann Frau es Mann genauso wenig Recht machen, wie Mann der Frau.
Na nun hören Sie doch einfach auf, über DIE Männer herzuziehen und DIE Frauen zu rechtfertigen. Neben diesen sog. "Selbstdarstellern" wird sich ja wohl der EINE Mann finden lassen, der zu Ihnen bzw. zu irgendeiner Frau passt. Und dann sind alle anderen Männer egal, bzw. sie stehen anderen Frauen zur Verfügung. So einfach ist das.

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rennflosse 23.10.2013, 09:32
373. Härtere Gangart

Zitat von KaWiDu
Nein. Wenn ich schreibe, dass Napoleon Europa nicht erobert hätte, wenn Frauen das missfallen hätte - und dass kleine Choleriker sich beweisen müssen, dann widerspricht sich das nicht. Ganz im Gegenteil. Zusammen ergibt das die stimmige Aussage: Männer müssen sich beweisen, indem sie Frauen gefallen.
Sorry, das ist historisch nicht belegt. Und deshalb ist es anscheinend nur eine weibliche Sicht der Dinge. "Nur" im Sinne von eingeengt.

Zitat von KaWiDu
Ich hab's schon mal geschrieben: Wenn ich sage, was mir missfällt, dann hat das nichts mit "beleidigt sein" oder mit "Beißreflexen" zu tun. Jeder Mensch (egal ob Mann oder Frau) darf deutlich kundtun, wenn er sich unfair behandelt fühlt. Und jeder Versuch, diese Kritik ins Lächerliche zu ziehen, wird von mir als unstatthaft angeprangert. Das wird nicht besser, nur weil Sie diese Vorgehensweise mehrfach wiederholen. Punkt.
Wer mit Verbalinjurien à la "Männer sind arme Würstchen" um sich wirft, besitzt keine Lizenz dafür, ihm missliebige Äußerungen als "unstatthaft" anzuprangern. Dass diese Äußerungen Ihnen nicht gefallen, glaube ich gerne. Sie teilen ja lieber aus, im Einstecken sind Sie dagegen schwach.

Zitat von KaWiDu
Wo habe ich geschrieben, dass Sie das Wort unsinnig verwendet haben? Ich habe geschrieben, dass Sie versuchen, meine Beiträge als unsinnig . Das geht, auch ohne dieses Wort explizit zu verwenden.
In der Tat. Alle Ihre Beiträge habe ich nicht gelesen. Der zitierte Beitrag enthielt tatsächlich einige Aussagen, die ich als unsinnig ansehe. Who cares? Das ist nun mal der Sinn eines Diskussionsforums, dass unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen.

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rennflosse 23.10.2013, 09:45
374. Das hier

Zitat von KaWiDu
... Ich habe inzwischen so viele Männer mit weiblichen und Frauen mit männlichen Eigenarten kennengelernt, dass ich weiß: Die Zuordnung von Verhaltensweisen oder Charaktereigenschaften per Geschlechtsbestimmung ist totaler Quatsch. Ihre Berechtigung haben solche Stereotypen nur als statistische Häufung, nicht auf den Einzelfall bezogen... .
unterschreibe ich gerne. Wobei ich allerdings typisch weibliche und typisch männliche Eigenarten ebenfalls als gegeben ansehe und nicht ausschließe.

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maikalex 23.10.2013, 15:57
375. Technik

Wenn sich die nickligen Haarspaltereien totgelaufen haben, könnte man auch wieder ein paar andere Gedanken zum Thema äußern.

Deutschland war über die Jahrhunderte ein bitterarmes Land, klimatisch benachteiligt, keine Bodenschätze, schlechte Böden in den Mittelgebirgen, die Bevölkerung dumm gehalten und voller Aberglauben. Erst seit gut hundert Jahren ist es einer überaus fleißigen und technisch innovativen Arbeitnehmerschaft gelungen, das Ruder herumzureißen und hierzulande einen unglaublichen Wohlstand zu schaffen und bis heute zu halten, trotz mittlerweile einer erheblichen Überbevölkerung (wir sind das am dichtesten besiedelte Land Europas, nach den Niederlanden). Wir leben vom TECHNISCHEN Erfindungsreichtum unserer Industrie. Dies ist NICHT selbstverständlich; und wer einmal in Forschung und Entwicklung gearbeitet hat, der weiß, wie viel Gehirnschmalz in neuen Erfindungen und in Patenten steckt.

Der technische Bereich ist mehrheitlich eine Männerdomäne; ich weiß zwar nicht warum, aber es ist so. Unser Bildungssystem, unser Schulsystem, jedoch ist mehrheitlich in weiblicher Hand. Lehrerinnen sind nicht so sehr begeistert von Mathematik, Physik, Chemie und Technik (es gibt selbstverständlich Ausnahmen), und das überträgt sich natürlich auf die Schüler. Dazu unsere "Vorbilder" im Fernsehen. Ein Günther Jauch vor Beifall klatschendem Publikum: "Mit Mathe hatte ich nie viel am Hut, hohoho!" Und dann merkt noch jeder Dodel, dass man mit Jobs außerhalb der Technik, als Makler, Berater, Fußballer, Moderator, Sänger (DSDS), Anwalt, Banker usw. viel leichter Geld verdienen kann als als Ingenieur. Und diese ganzen nicht-technischen Väter, die keinen Dübel in die Wand bekommen, die ziehen natürlich auch nicht-technische Söhne groß. Unserer Industrie gehen die technisch innovativen Arbeitnehmer aus.

Im Mittel müssen alle Produkte unserer Industrie, um konkurrenzfähig zu bleiben, spätestens alle 5 Jahre durch neue, bessere Produkte ersetzt werden, und das gegen weltweite Konkurrenz. Das gelingt im Augenblick noch mit der gegenwärtig vorhandenen Arbeitnehmerschaft, obwohl schon in den vergangenen Jahren ein Industriezweig nach dem anderen an die weltweite Konkurrenz verloren gegangen ist. Wenn dies unseren Ingenieuren nicht mehr gelingen sollte, dann ist unser Wohlstand perdu. Wer glaubt, man könnte unsere abnehmende Technik-Begeisterung durch ein paar Zuwanderer aus Lampedusa oder vom Balkan ausgleichen, der lebt auf einem anderen Stern.

Bei solchen Überlegungen kann man ja nachdenken, welche Männer unser Land braucht; Hilfsarbeiter sind es jedenfalls nicht.

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