Forum: Panorama
Was für Männer braucht das Land?

Männer haben es derzeit nicht leicht in unserer Gesellschaft: Das alte Rollenmodell des coolen Machos bringt überwiegend wenig Punkte, die softe Frauenversteher-Rolle ist auch nicht mehr angesagt. Dennoch sollen sich Männer um Haushalt und Kinder kümmern, mit Powerfrauen tolle Teams im Beruf bilden und überhaupt politisch allzeit korrekt agieren. Was muss ein Mann tun, um heute ein Mann zu sein? Was für Männer braucht das Land?

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fkgb#1975 01.01.2013, 04:03
30. Wer ist hier verkniffen = verbittert?

Zitat von Dieter58
"Der Mann" von heute muß überhaupt nichts tun - der ist vollkommen in Ordnung. Leider kriegt das "die Frau" heutzutage gar nicht mehr richtig mit, weil sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist... Da wird "die Powerfrau" - deren spezielle Teamfähigkeit ich aus eigener Erfahrung in Frage stelle - eben mit den Jahren ein verbittertes, einsames, altes Weib mit verkniffenen Zügen das nach dem "neuen Mann" verlangt.... Wer's nicht glauben will, soll sich Frau Schwarzer ansehen...
Vollkommen in Ordnung? Na, das scheint mir in dieser Absolutheit zu undundifferenziert. In dem Artikel sind ja wissenschaftliche Analysen vorgestellt worden, die zeigen, dass Mann aktuell eben nicht vollkommen in Ordnung ist. Es sind anscheinend jedenfalls statistisch diejenigen, die besser mit Krisen am Arbeitsmarkt umgehen. Die Studentinnen schließen ihr Studium häufiger erfolgreich ab als die Studenten. Und auch nach den im Artikel zitierten Umfragen sind es die Frauen, die (dennoch) bereit sind, zu Gunsten des Partners & der Familie beruflich zurückzustecken. Ich nenne das Teamfähigkeit! Das Frauen nicht per se die besseren Menschen sind, ist klar. Aber sie sind eben auch nicht per se die Schlechteren! Warum also sind nur so wenige Chefs ab einer bestimmten Ebene weiblich? Warum stößt Frau an die gläserne Decke und kommt mit ihrer Karriere nicht weiter trotz guter bis excellenter Ausbildung, super Engagement und ihrer wohl unstrittigen sozialen Kompetenzen? Ich wünsche mir mehr Solidarität, Fairness und Miteinander zwischen den Geschlechtern, sei es im Beruf oder im Privaten. In diesem Sinne: Allen Forum-Teilnehmern einen guten Start ins neue Jahr & noch viele anregende und möglichst fruchtbringende Diskussionen!

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immerlocker 01.01.2013, 07:31
31.

Zitat von sysop
Männer haben es derzeit nicht leicht in unserer Gesellschaft: Das alte Rollenmodell des coolen Machos bringt überwiegend wenig Punkte, die softe Frauenversteher-Rolle ist auch nicht mehr angesagt. Dennoch sollen sich Männer um Haushalt und Kinder kümmern, mit Powerfrauen tolle Teams im Beruf bilden und überhaupt politisch allzeit korrekt agieren. Was muss ein Mann tun, um heute ein Mann zu sein? Was für Männer braucht das Land?
Hier läuft ja schon wieder ziemlich viel Nabelschau und die Männer ertrinken in Selbstmitleid. Dabei wird ein Nebeneffekt der Entwicklung der letzten 10, 15 Jahre übersehen:

Durch die besseren Bildungsabschlüsse und ihre wesentlich geringere "Heimatverbundenheit", also höhere Mobilität von der Heimat weg sind alle einigermaßen attraktiven Städte voller Akademikerfrauen auf Partnersuche - ein Zustand, der für gut ausgebildete Männer des entsprechenden Alters zwischen 25 und 40 geradezu paradiesisch sein müsste.

Nehmen wir an, das Geschlechterverhältnis bei akademischen Abschlüsse sein Mann:Frau aktuell 50:50 (in echt wohl eher sogar 45:55) und nur 10-15% der Männer heiraten "nach unten", also klassischerweise der Arzt die Krankenschwester, zack, sind da 10-15% desselben Jahrgangs Frauen entweder auf Dauer Single oder sie heiraten ebenfalls "nach unten", also etwa den Handwerker, wobei das weiterhin deutlich weniger geschieht.

Alles in allem bedeutet das aber auch, dass wir Männer ziemlich freie Wahl haben, um uns die richtigen Frauen auszusuchen, im Moment. Ich kenne viele attraktive, gut ausgebildete Frauen Mitte/Ende Dreißig, die seit Jahren mangels passender oder überhaupt irgendwelcher Männer single sind. Singlemänner in dem Alter kenne ich hingegen gar nicht, kein Witz.

Also: Weniger Selbstmitleid, Männer! Losziehen, und ne tolle Frau finden. War selten so einfach wie heute.

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Berg-neu 01.01.2013, 10:25
32.

Zitat von immerlocker
Alles in allem bedeutet das aber auch, dass wir Männer ziemlich freie Wahl haben, um uns die richtigen Frauen auszusuchen, im Moment. Ich kenne viele attraktive, gut ausgebildete Frauen Mitte/Ende Dreißig, die seit Jahren mangels passender oder überhaupt irgendwelcher Männer single sind. Singlemänner in dem Alter kenne ich hingegen gar nicht, kein Witz.
Das hat auch mit dem Alter(n) etwas zu tun. Überwiegend suchen Männer Frauen, die jünger sind als sie selber. Und das werden quasi automatisch immer mehr! Für Frauen, die ältere Männer haben möchten, werden es mit zunehmendem Alter automatisch immer weniger - noch dazu weil sie von Jüngeren vereinnahmt werden! Die von Ihnen genannten 40-jährigen Frauen haben ihre Zeit verpasst, wo sie hätten als 20- oder 30-Jährige noch eine Auswahl älterer Männer gehabt; jetzt als Vierzigjährige sind die älteren Männer überwiegend vergeben; sie müsste also entweder eine andere Beziehung(Ehe) auseinander bringen oder sich doch mit den viel Jüngeren, der ihr Bildungsniveau noch gar nicht erreicht haben können, also noch nicht ebenbürtig sind, begnügen.

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immerlocker 01.01.2013, 12:12
33.

Zitat von Berg-neu
Das hat auch mit dem Alter(n) etwas zu tun. Überwiegend suchen Männer Frauen, die jünger sind als sie selber. Und das werden quasi automatisch immer mehr! Für Frauen, die ältere Männer haben möchten, werden es mit zunehmendem Alter automatisch immer weniger - noch dazu weil sie von Jüngeren vereinnahmt werden!
Das stimmt sicherlich auch, ist aber schon immer so gewesen und erklärt somit nicht den massiven Frauenüberschuss in dieser Kohorte zwischen 30 und 40.

Ganz platt läuft die Chose so ab (Achtung, des Effektes halber vor Klischees strotzend, ledier trotzdem auch statistisch wahr, s. zahlreiche Veröffentlichungen z.B. des Berlin-Instituts):

Junge, ausbildungswillige Frau verlässt ihr verarmtes und überalterndes Dorf in der (nicht nur ostdeutschen) Provinz und zieht in die nächstgelegene größere Stadt oder gleich in eine der richtig großen und attraktiven Städte.

Zurück bleiben die weniger mobilen und unzufriedenen, schlecht ausgebildeten Männer, die aufgrund Frauenmangels in ihrem Kaff auf dumme Ideen wie Appelkorn und "nationale Ideen" oder was auch immer für Dummsinn kommen.

Die Frau aber kommt in die Stadt, in der ohnehin deutlich mehr Frauen als Männer ihrer Altersklasse wohnen, arbeiten und studieren (in manchen geisteswissenschaftlich ausgerichteten Unistädten erreicht das Verhältnis Frau: Mann in der Altersklasse 18-29 120:80 (!)). Dort beginnt unsere junge Frau -sagen wir- eine Krankenpflegeausbildung. Voll dem Klischee entsprechend heiratet sie ein paar Jahre später den jungen Assistenzarzt von ihrer Station.

Nun fehlt also den sowieso in der Mehrheit seienden Studentinnen oder frischgebackenen Akademikerinnen ein weiterer heiratsfähiger Mann in ihrer Alterskohorte. Da Frauen auch weiterhin seltener bereit sind, als Ärztin den Krankenpfleger zu heiraten (um in dem etwas dummen Bild zu bleiben), werden einfach rein statistisch eine ganze Menge dieser Frauen AUF DAUER SINGLE bleiben, es sei denn, sie:

- gehen zurück in ihren Heimatort und heiraten den arbeitslosen Appelkorn-Symphatiker mit großdeutschen Phantasien

- sie "lassen sich dazu herab", den Maurer aus ihrer Stadt zu heiraten (vorausgesetzt, die Tatsache, dass sie mehr als er verdient, verletzt nicht zu sehr seine Mannsgefühle).

Andere Lösungen gibt es für diese Frauen nicht. Von daher - und dabei bleibe ich, und zwar unabhängig von irgendwelchen Altersunterschieden (der ist in den meisten modernen Beziehungen sowieso eher gering, d.h. <4-5 JAhre) - sind es goldene Jahre für in Großstädten wohnende, einigermaßen attraktive Männer, Leute. Isso.

Grüße

immerlocker

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hermanoid 01.01.2013, 14:36
34.

Zitat von sysop
Was muss ein Mann tun, um heute ein Mann zu sein? Was für Männer braucht das Land?
Es fällt mir gerade erst auf: Was muss ein Mann TUN ... natürlich, Frauen sind, Männer tun.

Ich lese gerade die Biographie von Mark Twain und finde dort die Beschreibung seiner Familie, seiner Verwandtschaft. Das war vor ca. 120 Jahren und es ist so anders, so ganz anders, wie da gelebt wurde.

Wir leben alle die moderne Ökonomie, die schon vor 100 Jahren begonnen hat, solche Strukturen zerstört hat, wie sie zu einem "Clan" gehören, der viele Mitglieder zählt und nicht hauptsächlich auf den Konsum von Gütern und käuflichen Erlebnissen ausgerichtet ist.

In einer solchen Umgebung macht natürlich der Mann mit dem hohen Status am meisten Sinn, mit ihm kann man mehr Kaufen, Reisen, Konsumieren, mehr Kultur "einfudern".

Die einfachste (und systemkonforme) Antwort wäre daher: Noch mehr erfolgreiche Männer braucht das Land (soll wohl heißen: die Frau). Mehr Geld, mehr Status, mehr Shoppen, mehr von allem - was zu haben ist, inklusive Freizeit und gutem Aussehen.

Aber irgendwie wiederstrebt es mir auch, über "Männer" und "Frauen" zu schreiben, wenn ich zum Beispiel daran denke, was ich seit drei Jahrzehnten über "Männer" lesen muss.

Das hat nie mich betroffen. Und doch muss ich davon ausgehen, das andere dies zu ihrer Sicht machen und mich so "wegsortieren" in falscher Eindeutigkeit. Ich bin also das Patriarchat? Herrgotthilf.

Wenn ich schon lese "wir Frauen" oder "wir Männer" ... ich bin in keiner solchen Partei.

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Dieter58 01.01.2013, 15:20
35.

Zitat von fkgb#1975
Vollkommen in Ordnung? Na, das scheint mir in dieser Absolutheit zu undundifferenziert.
"Die Männer" sind mindestens genauso in Ordnung wie "die Frauen"
Nur Feministinnen sehen das anders - allen voran Frau Schwarzer.
Ja, genau die: "Männer sind Schweine"- und "Schwanz ab!"- Schwarzer...
Wahrscheinlich, weil diese Feministinnen mit Männern keinen normalen Kontakt haben - immerhin ist Frau Schwarzer lesbisch...
Wogegen nichts einzuwenden ist.
Aber wenn Sie Photos von Frau Schwarzer sehen, dann ist klar: Die ist völlig verkniffen und verbittert.
Und wogegen sehr wohl jede Menge Einwände nötig sind, das ist ihr Hass auf "die Männer".
Und Frauen, die glauben, die Feministinnen mit der "Emma" wollen, daß Frauen ihr eigenes Ding durchziehen, die haben nix gerafft!
Diese Ideologinnen wollen, daß "die Frauen" sich das Emanzen-Weltbild überstülpen lassen - wehren sie sich dagegen, sind sie entweder "dumm" oder "Verräterinnen".
Und ja, es spricht nicht unbedingt für "die Frauen", daß so viele von ihnen sich so bereitwillig umerziehen lassen.

Zitat von fkgb#1975
In dem Artikel sind ja wissenschaftliche Analysen vorgestellt worden, die zeigen, dass Mann aktuell eben nicht vollkommen in Ordnung ist. Es sind anscheinend jedenfalls statistisch diejenigen, die besser mit Krisen am Arbeitsmarkt umgehen. Die Studentinnen schließen ihr Studium häufiger erfolgreich ab als die Studenten. Und auch nach den im Artikel zitierten Umfragen sind es die Frauen, die (dennoch) bereit sind, zu Gunsten des Partners & der Familie beruflich zurückzustecken. Ich nenne das Teamfähigkeit! Das Frauen nicht per se die besseren Menschen sind, ist klar. Aber sie sind eben auch nicht per se die Schlechteren!
"Die Frauen" - das sind doch nicht die wenigen Studentinnen und Akademikerinnen, das sind in der großen Mehrheit doch Frauen mit einfacher Schulbildung und schlecht bezahlter Arbeit - genau wie "die Männer".
Zitat von fkgb#1975
Warum also sind nur so wenige Chefs ab einer bestimmten Ebene weiblich? Warum stößt Frau an die gläserne Decke und kommt mit ihrer Karriere nicht weiter trotz guter bis excellenter Ausbildung, super Engagement und ihrer wohl unstrittigen sozialen Kompetenzen?
Weil Frauen einfach nicht bereit sind, so bedingungslos ihre Karriere voranzutreiben wie es die Männer tun.
Sie wollen eben noch Zeit für Familie und Kinder neben der Karriere, und das macht sie zu Verlierern.
Ausnahmen gibt es natürlich auch - aber die beuten dann andere Frauen aus, als Haushaltshilfe oder Kindermädchen...
Und die "gläserne Decke" gehört zu den Verschwörungstheorien.

Zitat von fkgb#1975
Ich wünsche mir mehr Solidarität, Fairness und Miteinander zwischen den Geschlechtern, sei es im Beruf oder im Privaten.
Gut, aber dann gehören Sie nicht zu den Feministinnen, schön für Sie.
Und Sie müssen gegen eine Frauenquote votieren.

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anlagenbau.oberwuerzbach 01.01.2013, 15:24
36.

Zitat von Berg-neu
sie müsste also entweder eine andere Beziehung(Ehe) auseinander bringen oder sich doch mit den viel Jüngeren, der ihr Bildungsniveau noch gar nicht erreicht haben können, also noch nicht ebenbürtig sind, begnügen.
Soll man das so auffassen, daß ein Handwerker einer Professorin nicht das Wasser reichen kann? Vielleicht beruflich oder bildungsmäßig. Dies ist aber nicht damit gleichzusetzen, daß es auf geistiger Ebene genauso ist. Durchaus hätten wohl auch viele Handwerker das Zeug zum Akademiker, arbeiten aber lieber auf dem Bau, weil dies ihr Leben besser ausfüllt und befriedigt. Ich als Elektriker mag es, abends dreckig, staubig und gipsverschmiert vom Bau zu kommen. Niemals könnte ich mir vorstellen, daß ein Bürojob für mich mehr wert sein könnte, als hier meiner groben Arbeit nachzugehen. Es erfüllt mich immer wieder mit großem Stolz und Befriedigung, wenn man sein Tagewerk betracht und die Leistung darin erkennt, die die eigenen Hände geschaffen haben. So auf die Art wird es jedem in seinem Beruf gehen, der ihn nicht nur mag, sondern auch liebt wie lebt.

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wrdlmpfd 01.01.2013, 16:06
37.

Zitat von claudiaschiffer
----------- Diese Debatte finde ich ebenfalls daneben bzw. vom falschen Ende her aufgezäumt. Ich bin auch für Emanzipatuon, schließlich bin ich eine Frau. ..
Da gehören Sie aber (leider) zu einer Minderheit innerhalb Ihres Geschlechts.
Schade....

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wrdlmpfd 01.01.2013, 16:09
38.

Zitat von curtk
Ich kann aus eigener Erfahrung reden, dass in diesem Land etwas falsch ist, wenn nach einer Trennung ein Vater zu seinen Söhen das Sorgerecht vor Gericht einklagen muss und dort 8 (!) Frauen entscheiden, ob er seine Kinder wieder zu sehen bekommt. Der Kontakt wurde von der Mutter unterbunden, um eine Entfremdung zu bewirken und die Hoffnung, dass der Vater sich von den Kindern abwendet. Nun reden Anwälte, Jungendämter und Gerichte (in Form von FamilienrichterINNEN) alle meist in Form von Frauen miteinander und glauben das "Beste für die Kinder" entscheiden zu können. Dass ein leiblicher Vater seine Jungs sehen will, verkommt gerade zur Nebensache - es geht ja vorrangig um Geld - zumindest bei den anwesenden Frauen. Ich fasse es nicht, was hier alles im Argen liegt. So wundert es mich auch nicht, wenn die neue Generation ein gestörtes Verhältnis zum anderen Geschlecht hat, wenn es schon während seiner Pubertät durch solche schrägen Ereignisse gehen muss. Ich verweise auf einen Verein "väteraufbruch.de", in dem solche Fälle aktuell massiv vermehrt wahrgenommen werden und meist dramatisch für die Kinder ablaufen. Und sehr oft ohne Anlass - einfach nur durch die Rolle von Frau=Opfer und Mann=Täter. Danke dem Feminismus, so weit musste es jetzt wirklich kommen.
Das geht noch viel besser.
So bleibt eine Entführung des Kindes durch die Mutter- bei Alleinsorge des Vaters- i.d.R. sanktionslos.
Im umgekehrten Fall geht der Mann in den Knast.
Die Familien- und sonstige Gerichte dieses Landes putzen sich mit dem GG den Popo ab.

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Scheidungskind 01.01.2013, 17:30
39. ...

Zitat von sysop
Männer haben es derzeit nicht leicht in unserer Gesellschaft: Das alte Rollenmodell des coolen Machos bringt überwiegend wenig Punkte, die softe Frauenversteher-Rolle ist auch nicht mehr angesagt. Dennoch sollen sich Männer um Haushalt und Kinder kümmern, mit Powerfrauen tolle Teams im Beruf bilden und überhaupt politisch allzeit korrekt agieren. Was muss ein Mann tun, um heute ein Mann zu sein? Was für Männer braucht das Land?
Die Powerfrau ist ebenso die Ausnahme wie der Macho - zum Glück - beides sind eher kompensatorische Verhaltensmuster.

Zum Artikel der Printausgabe: Wenn Jungen heute nicht mehr lernen wollen, weil das als mädchenhaft und damit uncool gilt, spricht dies für eine eingeschränkte Identitätsbildung bei Männern. Eingeschränkt, weil DIE männliche Identifikationsfigur - der Vater - im Leben vieler Jungen fehlt und männliche Identität von den Jungen verkürzt als nicht-weiblich definiert wird. Wenn von Müttern aber auch Lehrerinnen und Schulkameradinnen Strebsamkeit vorgelebt wird, definiert sich männliche Identität damit durch Unbeugsamkeit und Anarchie. Actionserien im TV und Computerspiele tun ein Übriges.

Das wird sich durch die Einstellung von ein paar Erziehern nicht ändern.

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