Forum: Panorama
Wegen Tod eines Journalisten: NRW-Innenminister fordert freiwillige Räumung des Hamba
DPA

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen bestehen nach dem Unfalltod eines Journalisten auf der Räumung des Hambacher Forstes. CDU-Minister Reul hofft, dass die Umweltaktivisten abziehen - "damit nichts passiert".

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Thorkh@n 20.09.2018, 09:40
20. Sechs Jahre ...

... leben die Aktivisten im Hambacher Forst und sechs Jahre ist nichts passiert. Ist doch nicht so, dass die Menschen nicht gelernt haben, dort sicher zu leben. Was genau zu dem Unglück geführt hat, dass zum tragischen Tod des Journalisten geführt hat, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. In der Hektik fehlende Eigensicherung kann gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden. Die Aktivisten jedenfalls sind immer zusätzlich durch ein Körpergurtsystem mit den Haltekabel verbunden. Wenn Herr Reul jetzt behauptet, die Baumhäuser seien per se gefährlich, dann müsste er im selben Atemzug jeden Hochseilgarten in seinem Bundesland schließen lassen, denn die sind aufgrund der Schwerkraft prinzipiell genauso gefährlich.

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borisdasgeil 20.09.2018, 09:40
21. Schöne Medienwelt...

... in der verschwiegen (oder einfach weggelassen) wird, dass bereits alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind, und es sowieso ein Nutzwald ist, aus dem Holz gewonnen wird. Außerdem ist RWE verpflichtet ist, das vierfache an der abgeholzten Fläche wieder aufzuforsten und auch zur Renaturierung des neuen Abbaugebietes. Eines Tages wird da ein schöner See entstanden sein, aus den Buchen schöne Möbel und Häuser und außerdem noch die Ausgleichsflächen für den abgeholzten Forst.

Guckt nach Leipzig.

Jeder will billigen Strom aus der Steckdose. Aber keiner möchte wahrhaben was dafür nötig ist.

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Grinsebert 20.09.2018, 09:43
22. RWE geht über Leichen

Das ein Mensch gestorben ist, war ein Unfall. Aber warum stehen da überhaupt Baumhäuser? Weil RWE den Wald abholzen will. Das ist doch fast ein perfektes Hollywood-Drehbuch. Der böse Energiekonzern, der rücksichtslos alles in Kauf nimmt um sein großes Ziel zu erreichen: PROFIT!

Ich denke und hoffe das RWE den Preis zumindest mit deutlich sinkendem Kundenkreis zahlen muss.

Großes lob an die Aktivisten, welche zeigen das man tatsächlich in Zeiten des Finanzkapitalismus noch gegen böse große Konzerne angehen kann.

Das Braunkohle überholt ist und nur einen finanzielle Vorteil für die Betreiber hat sollte jedem klar sein...

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waldbaer! 20.09.2018, 09:43
23. Unverschämter ...

... kann man wohl nicht drohen: "Gebt Euren Protest auf, damit nichts passiert", das klingt erstmal wie ein Appell an die Vernunft. Sagt aber der, der alle Machtmittel in der Hand hat, etwas "passieren" zu lassen. "Zahl dein Schutzgeld", sagt die Mafia, "damit nichts passiert". "Mach die Beine breit", sagt der Vergewaltiger, "damit nichts passiert". "Ausländer raus", sagt der Nazi, "damit nichts passiert." Angesicht soviel krimineller Erpressung ist die Empörung groß, aber ein Innenminister....

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Kiwifan 20.09.2018, 09:44
24.

Zitat von isi-dor
Der Journalist ist gestorben, weil er seine Arbeit gemacht hat und seine Arbeit war, den berechtigten Widerstand freier und aufrechter Bürger gegen die Vernichtung eines alten Forstes zu dokumentieren. Wieso sollte also nun der Widerstand aufgegeben werden? Das macht den Mann auch nicht wieder lebendig. Wichtiger wäre es, die Energiewende konsequent umzusetzen und den Abbau zu stoppen. Nur dann muss niemand mehr für die Ausübung seiner demokratischen Rechte dort mehr sterben. Über einen Rücktritt des NRW-Innenministers wäre nachzudenken.
>>Über einen Rücktritt des NRW-Innenministers wäre nachzudenken.>>
Ich verstehe die Kausalkette nicht: ein Innenminister lässt einen extrem gefährlichen Islaminsten (Sami A.) abschieben obwohl ein Gerichstbeschluss ihm dies möglicherweise untersagt hätte und es bricht eine Diskussion im Land aus, der Rechtsstaat wäre in Gefahr.
Nun setzt der Innenminister geltendes Recht (mangelnde Baussicherheit usw.) bzw. Gerichtsbeschlüsse treu um und nun wird ihm unterschwellig der Tod des Mannes in die Schuhel geschoben. Viel wichtiger wäre doch die Frage nach dem Erbauer der Hängebrücke, die ja offenbar tatsächlich nicht sicher war. Diese Leute sollten zur Rechenschaft gezogen werden anstatt einen Inneminister, der nur sien Pflicht tut, aufzufordern, zurückzutreten.

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skurilla 20.09.2018, 09:47
25. Minister Reul und die Polizei...

...sollten abziehen. Damit nichts passiert. :)

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Europa! 20.09.2018, 09:47
26. "Damit nichts passiert" - zynischer geht's nicht

Da sieht man den ganzen Zynismus der NRW-Regierung. Hunderte Polizisten werden gegen die eigene Überzeugung gezwungen, bei der Vertreibung von Umweltschützern mitzuwirken, die einen Wald, ein Stück Heimat und unser Klima vor der Profitgier von RWE retten wollen. Jetzt droht die unheilige Allianz aus CDU/FDP/ SPD und Braunkohleindustrie mit neuer Gewalt. Und der "nette" Herr Laschet lässt sich natürlich nicht blicken!

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hausbrecher 20.09.2018, 09:51
27. Mein Beileid

der Familie des Verstorbenen. Er hat sich in Gefahr begeben für eine gute Story und Bilder, hat nicht geklappt. Schade für die Familie und ihn. Aber - warum sollen jetzt die Baumbesetzer aufhören. Wieso zieht sich die Polizei als Unterstützer eine Privatunternehmens nicht dauerhaft zurück. Wieso übernimmt das Privatunternehmen nicht die moralische Verantwortung und verzichtet auf die völlig unnötige Umsetzung des Rechtsanspruches? Um Oliver Welke zu zitieren: Man kann auch seinen Stromanbieter wechseln...

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breguet 20.09.2018, 09:53
28. #3 isi-dor

Nein isi-dor, berechtigt hält isch niemand in dem Wald auf, denn in dem Wort berechtigt versteckt sich das Wort Recht. Die Gericht sprechen Recht, und der Weg durch die Instanzen wurde mehr als ausgeschöpft. So läuft das nun mal, auch wenn ich persönlich das Abholzen als völliger Schwachsinn verurteile. Es muss durch den Tod des Journalisten jetzt auch nicht die Räumung gestoppt werden, er ist auf eigenes Risiko da rauf geklettert. Man muss aber die Besetzer anklagen, weil ihre Häuser nicht die gültigen Sicherheitsstandards erfüllen und sie auch nicht gesondert darauf hingewiesen haben. Sie haben eine Mitschuld am Tod des Journalisten und müssen angeklagt werden.

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Flachlandprophet 20.09.2018, 09:53
29. Unverhältnismäßig

Deutschland hat mit 90 Milliarden Bäumen den größten Baumbestand Europas - weiß gar nicht was diese "Aktivisten" überhaupt wollen?!? Ein Drittel unserer Landesfläche besteht aus Wald. Und gerade dort (Bundesländer), wo Grüne in der Verantwortung oder Mitverantwortung standen und teilweise immer noch stehen...gibt es die geringsten Waldflächen. Gibt wahrlich wichtigere Themen (Rente, Digitalisierung...), wegen denen junge Leute auf die Barrikaden gehen könnten. Da will man sich angeblich für Alternative Energietechniken stark machen...um diese dann...wenn solche Projekte anstehen...zu blockieren...weil irgendwo eine Sumpfmücke brütet, sich ein Vogel im Windrad verfangen könnte....oder weil man wegen Trassen Bäume fällen muss. Also irgend einen Tod muss man sterben...ansonsten ist das mehr Heuchelei als konstruktiver Aktionismus. "Früher" haben sie gegen die Startbahn-West demonstriert...heute fliegen sie von dort in Urlaub. Ehemalige Braunkohlegruben sind heute wunderbare Naherholungsgebiete...wo auch "Grüne" am Wochenende entspannen. Und welche Partei/en in NRW lange in Regierungsverantwortung standen...daran sollten sich diese Aktivisten auch mal erinnern. In den Handys der Aktivisten wurden seltene Metalle verbaut, in ihrem Brotaufstrich Palmöl verarbeitet, ihre Klamotten wurden von Kindern genäht. Für mich eine einzige Heuchelei.

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