Forum: Panorama
"Wetten, dass..?"-Unglück: Samuel K. droht dauerhafte Lähmung

Er ist aus dem Koma erwacht - doch wird er je wieder ein normales Leben führen können? Der verunglückte "Wetten, dass..?"-Kandidat Samuel K. könnte nach Angaben der Ärzte gelähmt bleiben. Eine vollständige Genesung halten sie für unwahrscheinlich.

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genugistgenug 07.12.2010, 18:58
30. Brot und Spiele

im alten Rom gab es nur Brot & Spiele heute Geschwätz & Spiele und seit Samstag Blut & Geschwätz

Zitat von
Die Moderatorin hatte sich bereits vor der Wette besorgt um Samuel K. gezeigt. "Ich habe ihm die ganze Zeit gesagt: 'Samuel, bleib konzentriert.'
klar das das schiefgehen musste, wenn einem vorher das Ohr abgequatscht wird und die 'Moderatorin' ihre eigene Nervosität nicht im Griff hat und auf die andere Person abwälzt/überträgt.
Oder wollte sie mit dem Sermon (oben) nur Zeilen schinden?

PS. ich würde gerne wissen, welchen Beruf er tatsächlich hat - von Student bis zu stuntman und stuntman in Ausbildung) scheint ja alles möglich zu sein.
- hat das während der Testphase einmal, nur ein einziges mal, komplett funktioniert? Irgendwie ist meine Mathe eingerostet, doch hochspringen, Salto, Weg/Zeit Schiene, usw. sprechen irgendwie dagegen - plus der Auftrittsstress

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suum.cuique 07.12.2010, 19:03
31. warum?

Zitat von BerndSchirra
Bei allem Mitgefühl, der Mann wusste um die Risiken. Jetzt hat er den Bogen überspannt und muss die Konsequenzen tragen.Warum wird darüber so ein Hype gemacht.Es gibt viele Arbeitsunfälle über die wird kein Wort verloren.
Weil diese Arbeitsunfaelle nicht zur Belustigung eines Millionenpuplikums vergefuehrt werden. Das ist wie bei der Formel 1. Es wird auch darauf gewartet, dass was passiert.

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viktorhugo 07.12.2010, 19:09
32. *

Sie kennen Wayne Interessierts?

Hier ein Bild von ihm:
http://raduner.ch/blog/wp-content/up...eressierts.jpg

Es gibt wirklich andere Themen, die Medial breitgetreten werden sollten.

p.s. Erst gestern wurde übrigens ein kleines Kind totgefahren.

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WKR 07.12.2010, 19:11
33. Wetten Das

...ich will's mal so sagen: Wer solchen Unfug macht, um sich in der (TV-) Öffentlichkeit zu prostituieren, darf sichg nicht wundern, wenn auch mal was schief geht. Sorry für die harte Meinung, aber ich habe für so etwas kein Verständnis!

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Walther Kempinski 07.12.2010, 19:40
34. wenns danach ginge

Also ehrlich gesagt geht mir diese Trauerthematik voll auf den ****. Die Leute tun ja so, als ob ein 3jähriges Kind von einem Auto erfasst worden wäre. Fakt ist jedoch, es handelt sich um einen erwachsenen Stuntman, der seinen Stunt nicht geschafft hat, nicht mehr und nicht weniger. Gefahr ist bei dem Beruf immer mit dabei, also Haken drunter und gute Besserung!

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abfallverwertung 07.12.2010, 19:40
35. HWS-Verletzungen werden von Versicherungen totgeklagt

Zitat von BerndSchirra
Bei allem Mitgefühl, der Mann wusste um die Risiken. Jetzt hat er den Bogen überspannt und muss die Konsequenzen tragen.Warum wird darüber so ein Hype gemacht.Es gibt viele Arbeitsunfälle über die wird kein Wort verloren.
Davon können Patienten mit HWS-Verletzungen nach Auffahr- oder Berufsunfällen ein Lied singen. Insbesondere das Verhalten der Berufsgenossenschaften und das von großen Versicherungsunternehmen, welche sich Gutachter, Ärzte und Rechtsanwälte einkaufen, um das Thema in der Fachwelt und vor Richtern absichtlich undurchschaubar und widersprüchlich darstellen, damit solchen Patienten keine Versicherungssumme oder Rente gezahlt werden muss. Das ist eigentlich ein Skandal, wird aber in den Medien nicht zur Sprache gebracht. In den wenigsten Fällen trauen sich Ärzte solchen Patienten beizustehen, da sie immer damit rechnen müssen, totgeklagt zu werden und damit ihre Existenz riskieren. So ist z.B. auch ein renommierter Radiologe aus dem Raum München, der sogar für die amerikanische Luftwaffe HWS-Beurteilungen durchführte, da Kampfpiloten eine perfekt funktionierende Halswirbelsäule haben müssen, zum Schweigen gebracht worden und hat seine Praxis dichtgemacht. Er zählte zu den wenigen, die sich trauten, sich wahrheitsgemäß für die Patienten auszusprechen.

Ein nicht unbekanntes, großes Versicherungsunternehmen ziert sich auch nicht, an Autoren der Fachliteratur auf diesem Gebiet heranzutreten und ihnen gegen entsprechend hohe Summen die Rechte für ein Fachbuch abzukaufen, um es anschließend einzustampfen und aus der medizinischen Fachliteratur verschwinden zu lassen. Diese Praktiken sind mafiaartig organisiert und gehen auch soweit, dass Ärzte und deren Familien Drohanrufe von Unbekannten erhalten.

Für große Versicherungsunternehmen sind diese Praktiken durchaus rentabel. Ein Heer von Anwälten, geschmierten Gutachtern, geschmierten Ärzten und geschmierten Richtern ist immer noch billiger, als die riesigen Summen, die den Opfern von Schleudertraumen eigentlich zustehen würden. Man verfolgt hier das Prinzip der Zermürbung, wohlwissend dass Patienten oft gar nicht die körperliche Kraft haben, einen jahrelangen Prozess vor Gericht durchzustehen.

Im Falle des Samuel K. wird dies sicher anders über die Bühne gehen, da dieser nun im Rampenlicht des Medieninteresses steht. Hier wird man bestimmt das genaue Gegenteil beobachten - ist es doch eine willkommene Gelegenheit für Portofolio-Ärzte und Versicherungen, sich zu profilieren, ganz so wie damals bei Michael Schumacher. Wer prominent ist, wird ohnehin gut behandelt, denn da fließt ja auch viel Geld. Otto Durchschnitt kann jedoch nach wie vor schauen, wo er bleibt. Wenn es nach den Wünschen der Versicherungen und den golfspielenden Chefärzten ginge, könnten durchschnittliche Patienten auch gern verrecken. Was keinen Profit bringt, ist denen scheißegal.

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Mirage 07.12.2010, 19:46
36. Eigenverantwortung

Die Einen fressen Würmer um ins Fernsehen zu kommen, andere sprechen freiwillig mit Dieter Bohlen (fragt sich, was abartiger ist ;-)) und einige riskieren sogar freiwillig ihre Gesundheit, um dieses Ziel zu erreichen.
Mir jedenfalls tut jedes Unfallopfer, dass nichtsahnend und unverschuldet verletzt wird, deutlich mehr leid als jemand, der sich bewußt entscheidet mit einem schwachsinnigen Vorhaben berühmt zu werden - und sich dabei dann 'auf die Fresse legt' - mit freundlicher Genehmigiung des eigenen Vaters.
Sorry, aber auch in einem Land, in dem man Geschirrspülmittel trinken können muss, weil eine Zitrone auf der Flasche abgebildet ist, darf man nicht vergessen, dass das eigene Handeln Konsequenzen nach sich zieht.
Auf jeden Fall ist Samuel K. jetzt bekannter als er es mit einer erfolgreichen Wette jemals hätte werden können...

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PeMH 07.12.2010, 19:47
37. Wo sind die Eltern?

So sehr ich dem Kandidaten wünsche, dass er vielleicht doch wieder gesund wird, frage ich mich, wo waren denn die Eltern? Wenn man schon als Student mit Mitte zwanzig nicht abschätzen kann, dass man für ziemlich schnell vergänglichen Ruhm seine Gesundheit und seine Zukunft aufs Spiel setzt, so würde ich doch von Eltern, die eigentlich deutlich reifer sein müssten, erwarten, dass sie ihn von so einem Vorhaben abbringen oder zumindest nicht noch unterstützen!
Es ist einfach nur traurig zu sehen, dass jemand seine Zukunft wegen irgendeiner schrägen Idee einfach weggeworfen hat.

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hurkey 07.12.2010, 19:47
38. Zynisch

Zitat von blowup
Mein Mitgefühl geht in diesem Fall gegen Null. Da gibt es Millionen anderer Menschen auf der Welt, mit denen ich mitfühle. Aber jemand, der voller Selbstüberschätzung und Geltungsdrang bei einer medialen Volksbelustigung seine Gesundheit riskiert - nada! Mir ist diese ganze Hysterie ohnehin ein Rätsel. Sind wir total meschugge und medial durchgeweicht? Wie war das nochmal mit dem Sack Reis, der in China umfällt?
Es verlangt auch kein Mensch von Ihnen, Mitgefühl zu haben.
Aber bestimmt würden es nicht wenige begrüßen, wenn Sie einfach nur schweigten anstatt zu spotten....

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siegeline 07.12.2010, 20:12
39. mutmaßlicher Wille

Zitat von mag-the-one
Weder die Eltern noch sonstige Angehörige können von der Schweigepflicht entbinden, nur der Patient selbst. Die Ärzte sind daher nicht einmal befugt, den Eltern Auskunft über den Gesundheitszustand zu erteilen. Erst informieren, dann posten.
Meines Wissens können Ärzte dies sehr wohl.
Dann nämlich, wenn sie annehmen können, dass es dem mutmaßlichen Willen des nicht äußerungsfähigen Patienten entspricht, mit dem engsten Angehörigen über seinen Zustand zu sprechen. Oder gibt es Hinweise, dass sich der Patient mit seinen Eltern überworfen hätte?

Erst informieren, dann posten.

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