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Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie?

Demokratie ist gut, sagen die Menschen in Deutschland - doch viele Bürger haben Zweifel, dass sie hierzulande wirklich funktioniert. Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie?

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Reziprozität 06.05.2009, 15:54
1.

Zitat von sysop
Demokratie ist gut, sagen die Menschen in Deutschland - doch viele Bürger haben Zweifel, dass sie hierzulande wirklich funktioniert. Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie?
Diesen spezifisch deutschen Abklatsch "Demokratie" zu nennen, zeugt von einer gewissen Unverfrorenheit wie Faktenresistenz. Bei Deutschland handelt es sich vielmehr um eine Parteiendiktatur, die das ganze Land, jeden einzelnen Buerger fest in ihrem Wuergegriff haelt.

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harm ritter 06.05.2009, 15:59
2.

Nun mal langsam, Rezi. Der Begriff "Demokratur" ist ja bereits in aller Munde. Nein, ich finde die deutsche Demokratie eine der stabilsten der Welt. Hätte uns vielleicht niemand zugetraut, aber wir sind inzwischen echte Demokraten, mit einer guten Streitkultur und allem, was dazugehört.

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Reziprozität 06.05.2009, 16:05
3.

Zitat von harm ritter
Nun mal langsam, Rezi. Der Begriff "Demokratur" ist ja bereits in aller Munde. Nein, ich finde die deutsche Demokratie eine der stabilsten der Welt.
Die parlamentarische Demokratie ist zu einem Zerrbild ihrer selbst verkommen, wollen Sie das ernsthaft bestreiten? Stabilitaet erkennt man da nur, wenn man das betrachtete Zeitfenster klein haelt.

Zitat von harm ritter
Hätte uns vielleicht niemand zugetraut, aber wir sind inzwischen echte Demokraten, mit einer guten Streitkultur und allem, was dazugehört.
Jaja, und im Ortsverein neulich, da war die Welt noch in Ordnung! ;-o

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harm ritter 06.05.2009, 16:30
4.

Nee, Rezi, so kann ich damit nichts anfangen. Einfach nur zu sagen, "alles ist scheiße", damit kann ich meine Wohnung tapezieren.

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Muffin Man 06.05.2009, 17:02
5.

Zitat von harm ritter
Nee, Rezi, so kann ich damit nichts anfangen. Einfach nur zu sagen, "alles ist scheiße", damit kann ich meine Wohnung tapezieren.
Diesen Vorwurf einer pauschalen Resignation würde ich Reziprozität nun wirklich nicht aussprechen wollen; im Gegensatz zu uns deutschen Staatsbürgern lebt er doch in einer funktionierenden Demokratie!

Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung kam nicht umhin, die Stimmungslage der Bevölkerung im wiedervereinigten Deutschland beinahe so düster zu zeichnen, wie sie tatsächlich ist...

Ich muß wohl noch zu Schule gegangen sein, als ich - damals noch Rundfunkhörer - erstmals das Stichwort Formaldemokratie als Bezeichnung dessen, was die traurige Realität der Mehrheits-Willensbildung zutreffend ausdrücken sollte, hörte; und das war also noch zu einer Zeit, als beispielsweise Helmut Kohl als Kanzler noch undenkbar schien... man muß sich das Wort einmal auf der Zunge zergehen lassen, und man bekommt einen Vorgeschmack dessen, was unseren Parlamentarismus charakterisiert!

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Askan 06.05.2009, 17:13
6.

Zitat von harm ritter
Nun mal langsam, Rezi. Der Begriff "Demokratur" ist ja bereits in aller Munde. Nein, ich finde die deutsche Demokratie eine der stabilsten der Welt. Hätte uns vielleicht niemand zugetraut, aber wir sind inzwischen echte Demokraten, mit einer guten Streitkultur und allem, was dazugehört.
Na ja, demokratische Diskussionen und Streikultur finden bei Anne Will (vormals Sabine Christiansen) statt, die Politiker belügen uns nach Strich und Faden (Mehrwertstuer), Politiker werden nach Kompetenz und Sachverstand ausgewählt (Gutenberg), Gesetze werden zum Wohl des Volkes gemacht (Gesundheitspolitik), altverdiente Politiker werden zu Cheflobbyisten befördert.
Dafür werden wir auf Schritt und Tritt unter dem Stichwort "Dient der Sicherheit" überwacht ohne Ende. Das mag alles stabil sein, aber eine Demokratie ist das nicht mehr.

Eher eine Diktatur der Wirtschaft. Erst werden Regeln aufgehoben, damit ein unkontrollierter Finanzmarkt entsteht. Wenn der dann kollabiert, werden die Verluste sozialisiert. Hat im Mittelalter der Graf oder Herzog über seine Verhältnisse gelebt, dann mußten die Untergebenen und Leibeigenen einen größeren Zehnten zahlen. Hauptsache, dem Fürsten ging es gut.
Ich vermag keinen Unterschied mehr zu heute erkennen.

Es ist den Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsräten egal, wer unter ihnen im Bundestag und in der Regierung sitzt. Hauptsache, der Euro rollt.

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angelosphere 06.05.2009, 17:16
7. Republik != Demokratie

Wir leben nicht in einer Denokratie, sondern in einer Republik.
Wann hat denn einer mal tatsächlich etwas zu einem Gesetz beitragen können? In den meisten Bundesländern gibt es noch nicht mall Volksentscheide oder Volksbegehren, und bundesweit gibt es das schon gar nicht.

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chirin 06.05.2009, 17:16
8. Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie?

Zitat von harm ritter
Nee, Rezi, so kann ich damit nichts anfangen. Einfach nur zu sagen, "alles ist scheiße", damit kann ich meine Wohnung tapezieren.
Aber Sie müssen doch sehen, dass wir viel zu abhängig von der EU sind. Was hier wirtschaftlich läuft ist doch ein Skandal und keine Demokratie - wo sind die Volksentscheideß
Möchten Sie, dass z.B. unsere Milchbauern kaputt gehen, weil die EU diese zwingt über zu produzieren? Das kann es doch nicht sein, oder? Ich denke eher, dass unsere deutsche Wirtschaft auch Landwirtschaft in großen Teilen durch diese Anweisungen kaputt gemacht werden soll, damit wir zum Sklaven Europas gemacht werden.
Oder finden Sie umgekehrt gut, dass ein Unernehmer aus Europa im Brandenburgischen vor 8 Jahren einen Bullenbetrieb eröffnet hat, den er 3 Jahre später wieder geschlossen hat (ein toter Betrieb) und dafür bis mindestens zum Jahre 2010 jährliche EU-Fördermittel in Höhe von rd. einer Million Euro erhält?
Nehmen wir unsere Arzneimittelpreise odre Strompreise - eigentlich können Sie nehmen, was Sie wollen, es ist durch die EU-Gesetze alles ganz erheblich teurer, als in anderen EU-Ländern. Wir sind auch keine Demokratie, das Einzigste ist, dass man uns schimpffen läßt und nicht darum kümmert.
Was sagen sie zu den vielen Mafiafirmen, z.B. Mülldeponien durch Neapolitanische Mafia? Was sagen Sie zu den vielen Umsatzsteuerbetrügern, die das 1000fache gegenüber dem Jahr 2001 erreicht hat? Nein, eine Demokratie stelle ich mir anders vor, mehr Anständigkeit, keine Lobbyisten in der Politik und vor allen Dingen im Sinne Deutschlands. Wenn ich mir aberso die die deutschen EU-Abnicker wie Verheugen
ansehe, so kann ich auch ins Gruselkabinett gehen. ich habe ganz vergessen, was denken Sie, wie bei den EU-Geldern
für den Aufbau Ost - sowohl von den Bauämtern als auch von den Firmen betrogen wird? Selbst die Bundesbauten in Berlin sindmit Schwarzarbeitern aus dem Ostblock hochgezogen worden
deshalb sind die so marodeund müssen nahcgearbeitet werden, wobei die ehemaligen Firmen alle Pleite sind. Was denken Sie, wieviel Bundespolitiker daran mitverdient haben.
Der Berliner Steuerfahndung, dem Zoll, den Arbeitsämtern und den Finanzbehörden ist seinerzeit die Prüfung der Schwarzbeschäftigten auf den Bundesbauten in Berlin untersagt worden, da es sich um Bundesrecht handelt. Alles klar? Nichts mit Demokratie!

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idealist100 06.05.2009, 17:27
9. Danke

Zitat von Reziprozität
Diesen spezifisch deutschen Abklatsch "Demokratie" zu nennen, zeugt von einer gewissen Unverfrorenheit wie Faktenresistenz. Bei Deutschland handelt es sich vielmehr um eine Parteiendiktatur, die das ganze Land, jeden einzelnen Buerger fest in ihrem Wuergegriff haelt.
Besser kann man dies nicht nennen. Die Parteien sind die neue Aristrokatie, da gibt es den Bundesfürst mir seinem Hofstaat und die Landesfürsten. Alle halten sich Vasallen und Leibeigene. Die Leibeigenen darf man bevormunden, ausquetschen, belügen und betrügen. Dafür dürfen die Leibeigenen alle 4 Jahre ein Kreuzchen machen, aber ja nicht bei der falschen Aristrokatie, dafür sorgen dann die Hofschranzen (Medien). Die dürfen dann bei den Festen und Bällen am Katzentisch sitzen.

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