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Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie?

Demokratie ist gut, sagen die Menschen in Deutschland - doch viele Bürger haben Zweifel, dass sie hierzulande wirklich funktioniert. Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie?

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PercyHannes 08.08.2009, 23:28
1370.

Selbstverständlich ist Deutschland eine Demokratie.
Wer möchte, kann eine Partei gründen und fortan auf Stimmenfang gehen.

Klar gefallen einem viele Be- und Entschlüsse die "in volkes Namen" getroffen werden, nicht.
Und für so manche Beschlüsse hätten die Volksvertreter niemals eine Mehrheit, würden sie nur das Volk befragen.

Leider verstehen sich Politiker nicht als Elite (zumindest eine realistische Selbsteinschätzung). Und ist der Ruf erst ruiniert, oder erst gar nicht vorhanden, ... regiert es sich noch mal so leicht.
Klar darf ein Minister seinen Dienstwagen privat verwenden. Dieses Recht steht ihm zu.
Aber von dem Privileg keinen Gebrauch zu machen, das hätte Vorbildcharakter.
Nun könnte man ja Politiker wählen, die so etwas wie Ehrgefühl und Verantwortung für ihr Land empfinden. Dass es diese aber nicht gibt, heißt nicht automatisch, dass wir nicht in einer Demokratie leben.
Die ausführenden Kräfte sind nur überwiegend von schlechter Qualität. Nichts anderes....

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Robert Rostock 09.08.2009, 11:33
1371.

Zitat von PercyHannes
Selbstverständlich ist Deutschland eine Demokratie. Wer möchte, kann eine Partei gründen und fortan auf Stimmenfang gehen.
Sehe ich genauso. Muss allerdings gestehen, dass mich das Vorgehen des Bundeswahlleiters letzte Woche doch ziemlich schockiert hat und hoffe, dass da -über Gerichte und auch über die Medien, wie den erstaunlicher- und dankenswerterweise ziemlich deutlich kommentierenden Spiegel- etwas geändert wird.

Zitat von PercyHannes
... Leider verstehen sich Politiker nicht als Elite (zumindest eine realistische Selbsteinschätzung). Und ist der Ruf erst ruiniert, oder erst gar nicht vorhanden, ... regiert es sich noch mal so leicht. ... Nun könnte man ja Politiker wählen, die so etwas wie Ehrgefühl und Verantwortung für ihr Land empfinden. Dass es diese aber nicht gibt, heißt nicht automatisch, dass wir nicht in einer Demokratie leben. Die ausführenden Kräfte sind nur überwiegend von schlechter Qualität. Nichts anderes....
Da ergibt sich natürlich daie Frage, warum das so ist, woher die schlechten Politiker kommen und warum sich nicht, wie es eigentlich sein sollte, die klügsten, ehrlichsten, integersten, unbestechlichsten Köpfe des Landes zur Wahl stellen und gewählt werden.
Meiner Meinung nach hat das auch mit der Berichterstattung in den Massenmedien, speziell den Privatsendern und den Zeitungen mit den großen Buchstaben, und der damit erreichten -mit Verlaub- Verblödung großer Teile der Bevölkerung zu tun. Die unbedingte, quotengeile Skandalisierung jedes Sachverhaltes, die zunehmende Konzentration auf Äußerlichkeiten (Merkels heruntergezogene Mundwinkel und Hosenanzüge), private Angelegenheiten (Seehofers Seitensprünge und Wowis, Westerwelles und von Beusts Homosexualität), die Erzeugung der Illusion, es gäbe irgendwelche einfachen Patentlösungen...
Außerdem gibt es ja kaum einen dankbareren, naheliegenderen und einfacheren Sündenbock als "die da oben".
Und wenn man als Poliker weiß, dass -egal was man macht- der größte Teil des Volkes einen sowieso verachtet, kommen eben solche Handlungsweisen dabei raus. Und es wird sich kein vernünftiger Mensch diesen Job antun.

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khcdm 09.08.2009, 11:43
1372. Unfug!

Zitat von PercyHannes
Selbstverständlich ist Deutschland eine Demokratie. Wer möchte, kann eine Partei gründen und fortan auf Stimmenfang gehen. ...
Sie können hier eine Partei nur gründen, wenn diese sich exakt genauso benimmt wie die schon vorhandenen Parteien. Bestes Beispiel: Grüne.

Das ist aber auch gar nicht die Frage. Die Frage ist die nach Mitwirkungsrechten der Bürger, und diese sind in D nicht gegeben. Sie erinnern sich sicher noch der polizeistaatlichen Methoden beim Vorgehen gegen die Grünen - bis sie genauso korrupt waren wie der Rest.

Ganz aussen vor ist bei dieser Betrachtung noch die Gängelei durch einen lächerlichen Beamtenapparat, der vollkommen unkontrolliert neben den Politclowns besteht und ausschliesslich die eigene Existenzsicherung betreibt.

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Tolotos 09.08.2009, 13:26
1373.

Zitat von Ion
Ich bin mit unserer Demokratie überhaupt nicht zufrieden, mir drängt sich der Eindruck auf, daß wir in Deutschland eher mit Plutokratie zu tun haben........
Na ja, wir haben Kapitalismus. Der Wähler darf wählen, wer sich vom Geldadel schmieren lassen darf, damit die populistische Mehrheitsmeinung keinen Schaden anrichten kann.

Deshalb darf es natürlich auch keine Volksentscheide über wichtige Themen geben.

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Tolotos 09.08.2009, 13:38
1374.

Zitat von khcdm
Sie können hier eine Partei nur gründen, wenn diese sich exakt genauso benimmt wie die schon vorhandenen Parteien. Bestes Beispiel: Grüne.
Sie sehen das zu pessimistisch. Sie können eine Partei gründen, und die darf sich - in einem gewissen Rahmen - benehmen wie sie will.

Sobald sie aber einen nennenwerten Einfluss auf politische Entscheidungen erreicht hat, sind deren Politiker in der gleichen Situation, wie die Politiker anderer etablierter Parteien. Sie können entweder ihren Volksvertretungsauftrag ernst nehmen, - oder ihn (leider in D. durchaus legal) vermarkten, inden sie ihn nicht so ernst nehmen und vor allem diejenigen vertreten, die sich dafür erkenntlich zeigen.

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Robert Rostock 09.08.2009, 13:44
1375.

Zitat von Tolotos
Na ja, wir haben Kapitalismus. Der Wähler darf wählen, wer sich vom Geldadel schmieren lassen darf, damit die populistische Mehrheitsmeinung keinen Schaden anrichten kann. Deshalb darf es natürlich auch keine Volksentscheide über wichtige Themen geben.
In welcher Gesellschaftsordnung leben denn dann die Schweizer? Kapitalismus kann es ja -angesichts der vielen Volksentscheide zu wichtigen Fragen- nicht sein...

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Tolotos 09.08.2009, 14:08
1376.

Zitat von Robert Rostock
In welcher Gesellschaftsordnung leben denn dann die Schweizer? Kapitalismus kann es ja -angesichts der vielen Volksentscheide zu wichtigen Fragen- nicht sein...
Ich würde sagen: Wirtschaftsordnung Marktwirtschaft und politische Ordnung Demokratie.

Das Kapital ist dort natürlich auch ein Bestandteil des wirtschaftlichen Regelkreises, aber sein Besitz führt nicht auch zur Dominaz über politische Entscheidungen.
Im Unterschied zu Deutschland ist in der Schweiz der Soverän über politsche Entscheidungen die Wählermehrheit, die hier als zu populistisch von politischem Einfluss ausgegrenzt wird.

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Wolkensteg 10.08.2009, 00:55
1377.

Ein Bundestagsabgeordneter bekommt im Schnitt 8000 Euro +/- hinzu Abschreibungen von weitern 12.ooo Euro circa.

Er macht die meiste Zeit Lobbyarbeit........d.h. nach einer Legislaturperiode wird er meistens durch einen Aufsichtsratsposten aufgefangen.......dieser wird meist besser honoriert wie seinen Einnahmen als Abgeordneter......
Wem gehört die Loyaliät ?

Bestimmt nicht denen die ihn gewählt haben
Klingt komisch, ist aber so.

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gottfried klein 16.08.2009, 13:43
1378. Ein Christ ist ein Optimist!

Wie die meisten von uns wissen, ist ein Optimist ein Mensch, der die ganze Sache positiv sieht. Dieser Begriff "Optimist" setzt sich nämlich aus zwei Begriffen zusammen; nämlich aus dem Wort "Optimal" und aus dem Begriff "Mist".

Viele Menschen halten den Begriff "Mist" für etwas schreckliches, denn eine typische Redewendung vieler Menschen heißt z.B."...so ein Mist aber auch schon wieder...".

In Wirklichkeit aber ist der Mist ein Bioprodukt mit positiven Eigenschaften; das durch längere Lagerung auf Komposthaufen zu einem wertvollen Dünger wird; der fürs Wachstum von Pflanzen sehr wichtig ist.

Genau so ist das auch mit dem Christen, der als Optimist ein optimaler Ernährer von positiven Eigenschaften ist,was sich am Ende in Liebe verwandeln wird.

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Rainer Eichberg 16.08.2009, 13:54
1379.

Zitat von PercyHannes
Klar gefallen einem viele Be- und Entschlüsse die "in volkes Namen" getroffen werden, nicht. Und für so manche Beschlüsse hätten die Volksvertreter niemals eine Mehrheit, würden sie nur das Volk befragen.
Woher wollen Sie das denn wissen? Das ist reine Spekulation.
Und: Wie sollen denn auch unpopuläre Beschlüsse getroffen werden? Was wäre wohl passiert, wenn man die Bevölkerung gefragt hätte, ob sie eine Mehrwertsteuererhöhung wünscht? Ach - hätte nicht zu sein brauchen? So, so... Und das Geld kommt aus dem Drucker und der Strom aus der Steckdose, was?

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