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Wiederaufbau von Notre-Dame: Kathedrale des Geldes
Gigarama.ru/ dpa

Frankreichs Superreiche wollen Notre-Dame mit Hunderten Millionen Euro wiederaufbauen. Nun streitet das Land, ob sie Applaus verdient haben - oder wirkliche Probleme ignorieren.

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mgrevenstein 19.04.2019, 07:19
130.

Zitat von Ad_meliorem
spendet mal eben x millionen Euronen, um des Allgemeinwohls willen. Das ist absoluter Quatsch. Es gab auch vor dem Notre-Brand MASSIG Kultuprojekte, die der Unterstützung bedurften. Aber da wäre halt PR mäßig nicht viel zu holen und zudem gäbe es keine super Namenstafel in einer Megametropole und das auch noch im Zentrum. UND dazu die Steuerersparnis! Chapeu ihr Dagoberts, da kann man sich wieder auf die Schulter klopfen. Aber klar, das gemeine Volk ist voll der vielen Neider. Natürlich ist dem so, denn ich würde das Geld nämlich sinnvoll einsetzen und nicht auf ein PR highlight warten. Jeder, der denkt, dass es einfach aus Uneigennützigkeit geschah, der hat noch immer nicht verstanden, dass heutzutage fast alles unter der prämisse des Guten einen großen Schatten wirft. Keiner der reichen 1% tut etwas ausschließlich für andere. Sonst wären sie nicht STEINreich, sondern eben nur reich. Oder kann mir ein normalo Bürger erklären, warum man mehr als, sagen wir einfach mal fünf Millionen Euro benötigt? Eben, brauch man eben nicht. Wer ein normales Leben kennt, der weiß, dass der gut(!) verdienende Teil des Durschnitts in seinem LEBEN ca. 1 Million Euro verdient. Also kann man sich doch mit 5 Mille ein Paradies schaffen und halten! Jeder Mensch, der diesen Bereich überschreitet ist ein Egoist, gierig und will immer mehr! Gerne auch auf Kosten von Menschen und Leben. Denn wer Geld bunkert, während es anderswo gutes tun könnte, ist kein guter Mensch.
mit Verlaub...Diese Unternehmen brauchen keine PR. Sie glauben doch nicht ernsthaft das die Kunden dieser es nunmehr als ihre Pflicht ansehen ein Kostüm, eine Tasche oder ein paar Kisten Moet mehr zu kaufen als sonst.

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imri.rapaport 19.04.2019, 07:31
131. Notre Dame

Die Hunderten Millionen sind gut angelegt. Sie werden an Menschen gehen die den Wiederaufbau vornehmen werden. Hier rollt der Euro im Kreis der Werktätigen, wo er auch hingehört, zumal die Spender das Geld auch nicht aus dem Drogenhandel erwirtschafteten, sondern aus geschickten Handel im industriellen Gewerbe. Neid muss man nich haben und wer es hat, hat die herrschenden ökonomischen Verhältnissen, in denen unsere Welt funktionier nicht verstanden. Alles andere wäre engstirnig und primitiv. In den USA ist so etwas alltäglich. Gut wäre es, wenn Europa es mehrfach so täte.

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mgrevenstein 19.04.2019, 08:08
132.

Zitat von charlesdemasiado
Was hat es die tattrigen altlinkischen Tattergreise zu jucken, wenn franzoesische Multimillionaere richtig gutes Geld fuer uralte Menschheitskultur spenden? Egal welche linkspolitischen Spiralen hier dabei gedreht werden (kein MerzedesStern auf Stalins Grab) , es spricht der pure Neid auf jene die Geld haben. Wer den Kapitalismus abschaffen will soll nach Venezuela gehen, da sieht er das Ergebnis. Oder Kuba. Auch ein Besuch im Folterlager der roten Khmer ist dienlich fuer den Spruch "lange lebe die Revolution". Es sind immer die Kulturbanausen der Nation, die sich aufplustern, aber niemals ein Museum besuchen.....Das Geschichts- und Kulturbewustsein dieser Multimillionaere ist halt wesentlich groesser als es so mancher Kommentator besitzt.
Vielen Dank. Hätte ich nicht besser formulieren können. Die von Marx begründete These kann und sollte ein Anstoß für einen Lebensstil sein den man als Mensch teilweise verinnerlichen muss. Die Millionen wurden verdient, versteuert und werden nach Vergabe der Aufträge wieder versteuert und kommen somit auch der Allgemeinheit zu Gute.
Dieses Gestänkere nervt. Auch weil genau diese Leute Arbeitsplätze schaffen wozu diverse Regierungen nicht in der Lage sind. Macron hat derzeit ganz andere Probleme zu stemmen als den Wiederaufbau. Diese Unternehmen zahlen jede Stunde soviel Steuern wie ein Arbeitnehmer sein ganzes Leben und tragen auch zu einem Kreislauf eines Systems bei das wir als Marktwirtschaft bezeichnen. Die Ausweichmöglichkeiten wurden ja gerade erwähnt. Wer das bevorzugt ....bitteschön. Freie Welt, freie Entscheidung.

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Leseratte111 19.04.2019, 08:18
133. Leben und leben lassen...

Ich denke auch an die Touristen,die ein wiederaufgebautes Notre Dame anzieht.Von diesem Geld profitieren alle in Paris, nicht nur die Superreichen.
Ein Win-Win-Geschäft,so funktioniert die Welt.

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archivdoktor 19.04.2019, 08:20
134. Mannomann......

Zitat von Mr. K
Was aber keiner schreibt, die Kirche gehört ja nicht dem franzößischen Staat sondern dem Erzbistum Paris der römisch-katholischen Kirche. Warum zahlt denn nicht der Eigentümer für den Wiederaufbau? Und sag mir bitte keiner, dass der Vatikan ja so arm sei.
Kann es sein, dass Sie nicht richtig informiert sind? Notre Dame gehört dem französischen Staat (seit 1905) und müsste von ihm, also den Steuerzahlern, restauriert werden.

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archivdoktor 19.04.2019, 08:23
135.

Zitat von horstma
Verstehe es nicht. Eine Kirche brennt ab, und ein paar Leute mit genügend Geld in der Hinterhand sagen, sie zahlen den Wiederaufbau.
Wenn Sie das nicht verstehen, müssten Sie vielleicht bilden und nicht nur RTL II gucken.

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giwi21 19.04.2019, 08:25
136. Woher kommt nur dieser schreckliche Neid?

Liebe Spender warum tut ihr das? Ihr werdet nur beschimpft. Gebt euer Geld in Zukunft für eine Luxusinsel, eine Luxusyacht usw aus. Sollen doch die Steuerzahler die Renovierung bezahlen. Die wollen euer Geld doch nicht.

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blabla55 19.04.2019, 08:33
137.

Zitat von rainer_d
Wenn man die 200 Mio an die Armen verschenken würde, wäre nach kurzer Zeit alles weg und für Güter des täglichen Bedarfs (sowie Alkohol, Tabak, Drogen, Unterhaltungselektronik ) ausgegeben. So ist das eben. Deswegen ist es für vermögende Leute (wahrscheinlich) einfacher, für so einen Zweck zu spenden als durch die Fussgängerzone zu laufen und jedem Obdachlosen einen 100er zuzustecken. Oder wie haben sich die Gelbwesten das vorgestellt?
Immer diese Pauschalierungen, wohl zu viel RTL ,Hartz und herzlich geschaut.
Es gibt genug Arme die an Existentminimun ohne Verschulden leben.
Schon mal Zeitarbeiter in nittleren Betrieben erlebt die für ein Hungertuch malochen oder Putzfrauen die immer mehr Quatratmeter bei gleichen Lohn putzen.
Weiter viel Vergnügen bei der Abendunterhaltung.

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huha0208 19.04.2019, 08:54
138. Witzig

für eine Aussage über Kultur frage ich auch gerade den „Spitzenökonom“ Cette ...

Und es geht den Gelbwesten und Gewerkschaftlern nicht darum das Geld geschenkt zu bekommen, sondern ein würdiges Arbeitsleben zu gestalten. Und es zeugt von einer menschenverachtenden Einstellung zu unterstellen, die „Armen“ würden das Geld sowieso nach einer Zeit aufgebraucht haben ... einfach widerlich ...

Und ja, jetzt noch revolutionärer: man sollte dieses Monument der jahrhundertelangen Unterdrückung durch die katholische Kirche endgültig abreißen und Platz machen für die jetzt Lebenden.

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sans_words 19.04.2019, 09:04
139. Oligarchie

Das grundlegende Problem liegt darin, dass die wirklich großen Vermögen eine starke Reichtums- und Machtklumpung darstellen. Die damit verbundenen Einflussmöglichkeiten schaden der Demokratie massiv.

Es muss eine Vermögensobergrenze geben. Ich rede dabei über die Größenordnung von x Milliarden, nicht von Millionen. Bei der Implementierung ist die Politik gefragt. Und wenn die Politik nicht aktiv wird, das Volk.

Großen Spenden - auch für die Kathedrale - stehe ich dennoch positiv gegenüber. Dass dies nicht aus reinem Altruismus geschieht, halte ich für selbstverständlich.

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