Forum: Panorama
Wurde der Rechtsextremismus bisher unterschätzt?

Nach aktuellen Fahndungsergebnissen geht die Bundesanwaltschaft inzwischen davon aus, dass hinter dem Heilbronner Polizistenmord eine rechtsextreme, terroristische Vereinigung steckt. Wurde dieser Rechtsextremismus bisher unterschätzt?

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Core Dump 19.11.2011, 09:30
1870. Wiso...

Zitat von Born to Boogie
Panikmache.
...Panikmache? Liess dich doch mal durch die im Text genannten Foren, sie sind frei zugaenglich. Fuer die deutsche Szene interssant ist vor allem Thiazi, welches sich als deutsche Sektion vor Jahren von Skadi abgespalten hat. Was dort so spricht ist eine die volle Bandbreite aus tumbem Schlaeger-Bodensatz, Verschwoerungsparanoiden, Altnazi-Fetischisten, sadistisch angehauchten (klein)buergerlichen Allmachtsphantasierern und manipulativen Rechtspopulisten mit Fuehrungsanspruch, eher vereinzelt auch Schwarzblock-National-Revoluzzer.
Gibt einen guten Einblich was fuer ein recht ekliger Haufen die Faschisten-, Nationalisten-, NPD- und Neonazi-Szene so ist.

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tommy_tom 19.11.2011, 09:43
1871. Irrtum

Zitat von amarildo
Als ehemaliger Deutscher kann ich nur den Kopf shuetteln wenn ich diese Artikel lese. Natuerlich gibt es in vielen Laendern neo-nazis But In DE mit seiner Geschichte sollte man erwarten koennen das Leute sich von so ener ideologie abwenden. Wer von der Geschichte nichts lernt wird sie wiederholen. Ich bin froh das in meiner Wahlheimat dieses Problem mehr oder weniger nicht gibt.
Ich muss Ihnen widersprechen.
Nazis: besser gesagt Faschisten, Nationalisten, Rassisten, Fanatiker gibt es in jeder Nation dieser Erde.
Wer sie nicht erkennt, dort wo er sich aufhält, ist einfach nur blind.
Im Osten der BRD wurde dieses Thema einfach nur tabuisiert, aber nie aufgearbeitet. Das wussten wir bereits, als die Mauer fiel. Die "Westbraunen" freuten sich bereits auf Zulauf.
Aber immer wenn es in D Probleme gibt, werden sie totgeschwiegen, bis sie nicht mehr zu leugnen sind.
Genauso wie der Antisemitismus, Traditionalismus, Religionsfantismus einiger nicht integrierter Migrantengemeinschaften in ihren Parallelwelten.

Dank an unsere Politiker, leider muss ich sagen, insbesondere von den Grünen u. der SPD.

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c.martell 19.11.2011, 10:20
1872. C.Martell

im gegensatz zu extrem linken positionen
ist der rechtsextremismus begrifflich äusserst schwer
zu fassen.
das liegt nicht etwa an seinen inhalten. sondern
eher daran,dass er gar keine transportiert.
ein dumpfes wut- abwehr- und zugehörigkeitsgefühl
wabert in den köpfen der(jugendlichen)erfüllungs-
gehilfen,denen jedwede vorstellung über die komplexen
zusammenhänge - auch widersprüche und unzulänglichkeiten-
eines gemeinwesesens abgeht, ja geradezu abgehen muss,
weil sie als teil einer bloßen zusammenrottung immer
wieder das gegenteil von gesellschaft und deren
freiheitsmöglichkeiten erleben.
"National" sind diese genuinen Verlierer
keineswegs.
allerhöchstens zu allem entschlossen.
Nein, nicht einmal das: sondern einfach nur aufge-
stachelt.
das allerdings gründlich und äußerst systematisch.
dort lege man "die axt an"

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matz-bam 19.11.2011, 11:44
1873. ..

Zitat von dtsa
Du denkst ? Aha. Warum können sie nicht?
Weil die Voraussetzung dafür, "mit seiner Süssen vorm Fernseher zu liegen", ist, eine Süsse zu haben.
Und da fangen die Probleme dieser Jungnazis an.Die ich kenne, hier in der Kleinstadt, haben keine Freundin und sind viel zu verklemmt, das irgendwann mal zu ändern.Da liegen deren Probleme.Die Angst vor Fremden ist nur ein vorgeschobenes Ersatzproblem.Sie dient, genau wie das exessive Saufen nur dazu, über das wirkliche, in der Person begründete Problem, nicht nachdenken zu müssen.

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dtsa 19.11.2011, 11:50
1874.

Zitat von Brand-Redner
Letzteres ist richtig - leider! Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die in Sachsen seit reichlich zwei Jahrzehnten (!) regierende CDU zwei Tendenzen in idealer Weise vereint: Den traditionellen Hass der Konservativen auf alles Linke und die als SED- erworbene Affinität zur breit angelegten Überwachung der eigenen Bevölkerung. Insofern machen die Regierigen Sachsens dann und wann sogar dem westlichen Rest der Republik noch was vor und sind sicherlich darauf!
Frag doch mal die Sachsen, ob ihnen das so gefällt oder nicht.

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Sysiphos110 19.11.2011, 12:03
1875.

[QUOTE=tommy_tom;9161659]

Dank an unsere Politiker, leider muss ich sagen, insbesondere von den Grünen u. der SPD.[QUOTE]

Parteienschelte ist unangebracht. Die gesamte Gesellschaft hat weggeschaut. Es waren ja immer noch die "Anderen": Seit den 60-er Jahren "die Kommunisten/Linken", dann ab den 70-Jahren "die Türken", zuletzt "die Islamisten". So blieb Rechtsfaschismus in weiten Teilen der Gesellschaft potentiell salonfähig. Darauf können Neonazis ihre Ideologie aufbauen, wie die vielen, wütenden Reaktionen hier beweisen.

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Robert Rostock 19.11.2011, 12:18
1876.

Zitat von Sysiphos110
Parteienschelte ist unangebracht. Die gesamte Gesellschaft hat weggeschaut. Es waren ja immer noch die "Anderen": Seit den 60-er Jahren "die Kommunisten/Linken", dann ab den 70-Jahren "die Türken", zuletzt "die Islamisten". So blieb Rechtsfaschismus in weiten Teilen der Gesellschaft potentiell salonfähig. Darauf können Neonazis ihre Ideologie aufbauen, wie die vielen, wütenden Reaktionen hier beweisen.
Ja natürlich. Es hat nie Aktionen gegen Rechts gegeben, keine Lichterketten, keine "Arsch Huh"-Konzerte in den 90er Jahren, keine Gegendemonstrationen gegen Nazi-Aufmärsche in Dresden und anderen Orten, es gibt keine Bündnisse gegen Rechts...

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01goal 19.11.2011, 12:20
1877.

An den vorfällen der jüngsten Vergangenheit sieht man mal wieder, wie gefährlich Rechtsextremistische Menschen sind, doch mit der NPD dürfen die sogar ihre eigene Partei haben, die ihnen ermöglicht, zu immer mehr Macht zu gelangen und sich weiter auszubreiten, weshalb ich zuerst mal dafür wäre, diese Partei zu verbieten.

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dtsa 19.11.2011, 12:27
1878.

Zitat von Robert Rostock
Ja natürlich. Es hat nie Aktionen gegen Rechts gegeben, keine Lichterketten, keine "Arsch Huh"-Konzerte in den 90er Jahren, keine Gegendemonstrationen gegen Nazi-Aufmärsche in Dresden und anderen Orten, es gibt keine Bündnisse gegen Rechts...
Und was hats gebracht?

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Sysiphos110 19.11.2011, 12:34
1879.

Zitat von dtsa
Frag doch mal die Sachsen, ob ihnen das so gefällt oder nicht.
Da muß ich Enttäuschendes berichten: Mein Vater ist (gebürtiger) Sachse - genauer gesagt - Dresdener. Seine Worte zu der rechtsextremen Entwicklung in seiner Heimat: "Meine Landsleute waren schon immer bescheuert. Sehnen sich immer noch nach ihrem ollen August dem Starken." Da ist der Ruf nach einem Aufrechten, ders regelt, nicht fern.

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