Forum: Panorama
Wut der Schwarzen: Die Botschaft von Baltimore
Holger Stark

Warren Savage gehörte einer der berüchtigsten Gangs Baltimores an und wurde zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Heute arbeitet er als Pfarrer mit schwarzen Jugendlichen. Für die Krawalle hat er eine Erklärung.

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kratzdistel 02.05.2015, 10:21
50. schwer änderbar

Armut und Kriminalität hängen oft eng zusammen. wir hatten das nach dem kriege auch bei uns mit den obdachlosensiedlungen. erst nach einem wandel mit Assimilierung, Begleitung durch Sozialarbeit,gesetzlich garantierte Sozialhilfe hat sich vieles zum guten geändert.in baltimore und andere Städten der USA ging es in den letzten jahren wirtschaftlich abwärts und da wurde die not der armen noch größer zumal in den USA
die Sozialhilfe nicht auf lange dauer garantiert ist. wer dann in diese trostlosen Wohnviertel hineingeboren wird kennt es nicht anders. Trostlosigkeit, Drogen, Kriminalität, Corner Boys die das revier beobachten usw.dann zunahme der Kontrollen nach den stop-frisk- und null-tolerance-Strategien. da staut sich natürlich der frust auf, der sich in eine Menschenmenge schnell entladen kann.hinzu kommt das gefühl, bei gericht meist unterlegen zu sein. kaution/sicherheitsleistung oder haft sind die alternative. wer kein Geld hat, sitzt.
die USA muss umdenken in vielen bereichen. beim förderalistischem aufbau und beim denken der frontiers erscheint das aber derzeit schwer umsetzbar.die einen sind gegen Sozialleistungen, die anderen dafür.

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kratzdistel 02.05.2015, 11:19
51. so ist es wohl nicht

integrieren geht nur, wenn man auch Chancen dazu geboten bekommt. dazu gehört allein die Angleichung der wohnverhältnisse in gemeinsamen wohnquartieren für soziale kontakte. neurobiologisch lernt der mensch auch über seine Wahrnehmungen im sozialen Umfeld.dann gehen die meisten schwarzen auf eine elementary School und nicht wie viele andere auf eine private.ein Studium kostet viel, viel ! Geld.viele schwarze sind integriert nur einige können aus eigener kraft nicht der Armut entrinnen. wo sollten sie denn arbeiten,wenn e keine arbeit gibt. die mieten sind dort auch sehr hoch.es ist schon ein zugewinn, wenn man mit dem bauchladen beim baseballspiel oder stock car racing mit Popcorn oder cola ein paar cents verdienen kann.übrigens wir hatten um 1990 schon eine deutlich höhere Zuwanderung als heute. auch damals wurde gejammert und nichts ist von dem eingetreten. die migranten haben heute teilweise häuser oder Eigentumswohnungen und gute bildunschancen. wo licht ist gibt es auch schatten nur übertreiben ist nicht angebracht

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apetri1 02.05.2015, 12:07
52. So ähnlich war der Anfang des Endes der Apartheid in Südafrika

Ein Jahr nach der Unruhen in Soweto, dem Anfang vom Ende der Apartheid in Südafrika, kam der Führer der damaligen Black-Consciousness-Bewegung, Steve Biko, auf genau die gleiche Weise um: Über hunderte Kilometer hinweg wurde er mit Kopfverletzungen infolge von Foltern im Gefängnis über holprige Straßen in einem Polizei-Pickup von Port Elizabeth nach Pretoria gekarrt, wo er dann seinen Verletzungen erlag. Seither ist das Land bis zu dem Beginn der Verfassungsverhandlungen nach Mandelas Freilassung nie mehr zu Ruhe gekommen.
Die USA sollten sich das eine Lehre sein lassen, anstatt immer wieder auch über den Rassimus und Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern zu richten!

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gandhiforever 02.05.2015, 12:26
53. Marilyn Mosby ist ein Lichtschimmer,

mehr aber (noch) nicht.

Sie hat voellig recht, wenn sie sagt, dass eine Strafverfolgung notwendig ist, um gute Polizisten vor schlechten Polizisten zu schuetzen.

Aus dem gleichen Grund ist es sinnvoll, Polzisten mit Kameras auszustatten, so werden beide, Polizist und Gegenueber geschuetzt.

Kein Wunder ist es, dass kriminelle Polizisten sich gegen Kameras ausgesprochen haben. Solche Typen haben ja schon Zivilisten, die ihr Tun aufnahmen, nicht nur das Handy weggenommen oder es zerstoert, sie haben solche Menschen auch schon illegal verhaftet.

Nicht nur das. Solche Menschen sind von Polizisten bedroht und verfolgt worden.

Wenn nun die Polizistenvereinigung von Baltimore eine 'unabhaengige' Untersuchung verlangt, weil Frau Mosby befangen sei, dann zeigt auch das, dass hier immer noch die Meinung herrscht, die Polizei sei das Recht. Polizisten misshandeln Verhaftete so, als waere das das Normale, da wird vorverurteilt. Schliesslich war es der Polizeichef, der den Fall weitergab, weil er sich im Klaren darueber war, was los war.

In rund 30 Prozent der Faelle von in Gewahrsam Genommenen, kommt es nicht zu einer Anklage, weil die praesentierte Beweislage zu duerftig ist.

Bei der Polizei wird sich hier bald vieles aendern. Gewalttaetige Polizisten werden den Dienst quittieren oder sie werden entlassen.

Und wenn die Schwarzen das Gefuehl bekommen, dass sie nicht mehr rechtloser Dreck sind, dann werden auch Krawalle und Pluenderungen aufhoeren.

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nofreemen 02.05.2015, 12:46
54. Rechstaatlichkeit kostet Geld, denn es ist eine Dienstleistung

Die Armen sollen die Armut bekämpfen, die Mafia soll die Kriminaliät bekämpfen und die Reichen sollen den Reichtum verwalten oder verteilen. Mitten drinn die Polizei und die Verwaltung die auf den Rechtsstaat verweist. Dieser Rechtsstaat kann sich aber nur noch ein Reicher leisten. Der Rest geht ab in den Knast und kommt als Krimineller vielleicht wieder heil raus. Armut und Rassenprobleme gepart mit Relugion ist ein explosiver Cocktail. Das Übrige erledigt die Rechtsstaatlichkeit, die zwar theoretisch für alle gleicht ist, dass sich aber nur noch wenige leisten können. Reich gegen Arm. Der Rechtsstaat, die Demokratie und die Freiheit sind auf dem Prüfstand. Das ist auch in Europa so, nur ist es nicht (noch nich) so offensichtlich.

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privacy=dignity 02.05.2015, 13:28
55. @NeAnderspeZI

Zitat von neanderspezi
Für viele, die sich an der Randale in Baltimore beteiligen, ist vielleicht Perspektivlosigkeit ein durchaus erträglicher Zustand. Darin sich zu etablieren kostet kaum intellektuelle oder ätzenderweise gar physische Anstrengungen, erlaubt einen gepflegten Hass gegen die Gesellschaft und lässt durch Beteiligung am Gangunwesen Aufstiegsmöglichkeiten in einem mit Wohlbehagen und Reichtum assoziierten und durchaus geschätzten kriminellen Kastenwesen zu und damit eine besondere Art des Aufstiegs in einer Parallelgesellschaft, die nach Gebrauch effizienter Hilfsmittel mit Nadelstreifen und exquisiter Ausstattung unauffällig ihren Hass auf die Gesellschaft weiter kultivieren kann und dem Nachwuchs, neben der zu erwartenden Bequemlichkeit auch die Vorzüge kriminellen Establishments vorführen kann. Im Prinzip hat eine so ausgestattete Parallelgesellschaft eine ebenso streng eingehaltene hierarchische Struktur und legt sich auf keinen Fall Leistungsbereitschaft als erstrebenswerte Grundlage für einen Aufstieg aus einer sogenannten Perspektivlosigkeit zurecht. Hier werden andere Eigenschaften als adelnde Tribute wesentlich höher eingeschätzt und ein Feuerchen hier, ein Plündern da und ein Drogendeal dort rangieren auf der Skala anerkannter Aktivitäten für den Aufstieg im absolut oberen Bereich.
Die elaborierte braune Masse, die Sie hier so selbstgefällig von sich geben zeugt von nicht gerade tiefgründigen Erkenntnissen aus der amerikanischen Geschichte und aus den Diziplinen Psychologie und Soziologie. Der von Ihnen gewählte username radiert dann auch erbarmungslos alle eventuell verbliebenen Zweifel des aufmerksamen Lesers aus, dass das von ihnen verbreitete Gedankengut ferner jeder "adelden Tribute" angesiedelt ist als das jener, die ihre "Perspektivelosigkeit" als "durchaus erträglichen Zustand" betrachten.

Der Moderator, der solche unqualifizierten und populistischen Hasstiraden auf unterpriviligierte Bevölkerungsgruppen nicht zensiert, sollte dann auch das Rückgrat haben, meine Antwort hierauf nicht zu zensieren.

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Promethium 03.05.2015, 12:32
56.

Zitat von themistokles
Wer hat nun also Schuld an den jetzigen Zuständen und den Gewalteskalationen?
Die Hauptschuld liegt bei den Drogenkartellen aus Lateinamerika.
Deren Drogen führen zu Gangkriminalität und Beschaffungskriminalität in den Problemvierteln der Großstädte des amerikanischen Kontinents.
Auch die harten Polizeimethoden sind eine Folge der extremen Brutalität mit der die Drogengangs vorgehen.
Und manche Polizisten gehen offensichtlich noch über diese harten Polizeimethoden hinaus.
Wobei man beachten sollte, das die US-Polizisten praktisch nur in diesen Problemvierteln so hart vorgehen.
Das ist aber kein Problem der USA alleine, sondern betrifft praktisch den ganzen amerikanischen Kontinent bis hinunter in die Favelas Brasiliens.
Das besondere an den USA ist, das es dort Problemviertel gibt die überwiegend von Afroamerikanern bewohnt werden, aber da die Polizisten ja aus der gesamten also überwiegend weißen Bevölkerung kommen sind diese mehrheitlich Weiß. Dadurch entsteht dort der Eindruck das Weiße Polizisten extrem hart gegen Afroamerikaner vorgingen.

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pandur1234567@yahoo.com 04.05.2015, 01:33
57. Die Proteste greifen zu kurz

Es wird mit viel Energie ein Problem angegangen u 20 Jahre später ein anderes. Aber das System aus dem diese Probleme geboren werden ändert sich nicht. Damit ist die nächste Krise vorprogrammiert.
Das Wahlsystem Amerikas ist zutiefst undemokratisch u ungerecht. Die Amerikaner sollten für ein direktes Demokratie System auf die Straße gehen. Dann könnten sie ihre Probleme gewaltfrei lösen u könnten nicht ignoriert werden von der Elite.

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gandhiforever 04.05.2015, 23:41
58. Schon wieder in Baltimore

Heute ist schon wieder ein Schwarzer in Baltimore von einem Polizisten erschossen worden. Zufaellig war sogar ein Reporter von Fox vor Ort.

Peinlich wurde es allerdings, als Faux die Meldung zurueckziehen musste.

http://talkingpointsmemo.com/livewire/fox-baltimore-on-air-retraction
Honest mistake nennen sie es nun.

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spon-1180483865220 05.05.2015, 13:45
59. Trayvon erschossen weil er verdächtig aussah!?

"Zimmermann erschoß Trayvon Martin weil er ihm verdächtig aussah". Diese Verzerrungen und Lügen der Presse sind furchtbar. Und die Bilder des "alten" Trayvon werden immer noch versteckt und die Presse zeigt ihn as 12 jähriges Kind.

Zimmermann folgte Trayvon Martin weil er ihm verdächtig aussah. Martin kehrte um, boxte Zimmermann um, saß auf ihm in UFC Manier und boxte auf den Liegenden ein, dessen Kopf auf einer Betonwegkante vielfach aufschlug. Martin brach Zimmermann's Nase und verletzte ihn am Kopf. Zimmermann schrie um Hilfe, ein Zeuge wollte ihm nicht helfen. In letzter Not konnte er seine legale Waffe ziehen und Martin erschießen.

Ebenso waren alle anderen "Opfer" ohne Ausnahme Verbrecher. Zumindestens widersetzten sie sich aktiv der Festnahme oder griffen die Polizei gewalttätig an. Dies wird tunlich verschwiegen und verborgen. Es kann dann natürlich diskutiert werden ob die Polizei den Verbrecher sanfter anfassen hätte können.

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