Forum: Panorama
XXL-Model Ashley Graham: Es kommt nicht auf die Größe an
Getty Images

Sie ist ein Star mit Übergröße: Model Ashley Graham verbindet mit ihrem Erfolg eine Mission. Und mag es, wenn Frauen über Zellulite reden.

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eulenspiegel1979 10.09.2015, 09:19
1. Sehr schöne Frau ...

... und in meinen Augen all den anderen Hungerhaken deutlich vorzuziehen. LG Michael (36) aus Mannheim.

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schgucke 10.09.2015, 09:41
2.

ich habe bis heute nicht verstanden, warum das Prinzip für gutes Design, nämlich "form follows function" beim Modeschöpfungskosmos missachtet wird und Klamotten gebastelt werden, die nicht für Körper gedacht sind. ähnlich wie Jockeys als minimale Ausgabe von Mensch zum Steuern des Pferdes unverzichtbar sind, fungieren Models beim Zeigen dieser Entwürfe in 3D.
wirklich bizarr, dass ein Model mit Menschenmaßen die Ausnahme von der Regel ist.

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odapiel 10.09.2015, 09:45
3.

Kleidergröße 44 ist nicht dick. Allein daß diese völlig normale Größe so bezeichnet wird, zeigt welche Probleme es gibt.

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abby_thur 10.09.2015, 09:59
4. Klasse Frau

Zitat von odapiel
Kleidergröße 44 ist nicht dick. Allein daß diese völlig normale Größe so bezeichnet wird, zeigt welche Probleme es gibt.
Sie ist 1,75 m groß und trainiert- da geht das klar.
Bei der Durchschnittsfrau in Deutschland, die so 1,60-1,65 m groß ist und eher Sportmuffel ist, sieht die 44 schon wieder nicht mehr so gut aus.

Eines muss man Ashley Graham aber lassen: Sie weiß sich echt gut anzuziehen, habe mir grade mal ihren Instagram Account angeschaut. Sehr nice!

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christian0061 10.09.2015, 10:08
5. Modell XXL

Wenigstens gibts zu diesem überaus wichtigen und weltbeherrschendem Thema bei Spon ein Forum. Was bin ich froh!

Zum Thema speziell: Nur Hunde wollen Knochen, Männer wollen Fleisch!
Zum Thema allgemein: Ich wunder mich seit Jahren, warum Männer, die mit Frauen zumindest körperlich gar nichts zutun haben wollen, genau für diese Mode machen, die für diese Frauen dann natürlich absolut unpassend ist. Ist das ne Art Rache an der Frau? :-)

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romeov 10.09.2015, 10:12
6.

...Realsatire allerorten, irgendwie denkt keiner mehr so richtig nach, was gesagt wird. Unsere Gesellschaft scheint, zwischen Modefirlefanz und Ernährungspsychose, vollkommen ausgelaugt zu sein.

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HesaLhaina 10.09.2015, 10:24
7. Stimmt, aber...

Zitat von abby_thur
Sie ist 1,75 m groß und trainiert- da geht das klar. Bei der Durchschnittsfrau in Deutschland, die so 1,60-1,65 m groß ist und eher Sportmuffel ist, sieht die 44 schon wieder nicht mehr so gut aus.
Dass eine kleine Frau mit Größe 44 weniger ...elegant, sag ich jetzt mal... aussieht als eine große Frau mit dieser Kofektionsgröße, darüber kann man sich einig sein. Und dass die kleine Dame mit 44 schon im eher ungesunderen Bereich liegt, auch. Aber ich denke, dass es trotzdem als "Vorbildfunktion" deutlich besser ist, denn solch eine Form ist für dickere/kräftigere Frauen eher zu erreichen und löst vielleicht weniger den Reflex "Oh ich kann nix mehr essen" aus, sondern "Hey, mit gesunder Ernährung und etwas Sport kann ich das auch erreichen, und meine Dellen sind nicht schlimm, die hat dieses Model auch" und ich denke, damit ist viel getan.

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HesaLhaina 10.09.2015, 10:28
8.

Zitat von christian0061
Zum Thema allgemein: Ich wunder mich seit Jahren, warum Männer, die mit Frauen zumindest körperlich gar nichts zutun haben wollen, genau für diese Mode machen, die für diese Frauen dann natürlich absolut unpassend ist. Ist das ne Art Rache an der Frau? :-)
Vielleicht ist es leichter, einen Hutständer zu kleiden? Eine gerade Strecke zu fahren ist auch leichter, als eine kurvige entlangzufahren. In der Formel 1 ist es die Herausforderung, möglichst schnell durch eine kurvenreiche Bahn zu heizen... warum geht man dann in der Spitzenklasse der Mode den einfacheren Weg? Wär es nicht die Königsklasse, für eine Frau mit Kurven perfekt zu schneidern?

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RadioLA 10.09.2015, 10:41
9. Die seltsame Angst vor der Weiblichkeit

Daß es in der Modebranche für Frauen schon lange und immer noch eine Präferenz zu knabenhaften Magerfiguren gibt, liegt hauptsächlich wohl an drei Dingen:

1. Fettzellen lagern sich beim weiblichen Körper an ganz anderen Stellen ab als beim männlichen. Was bei einer Frau ungemein erotisch aussehen kann, wird bei einem Mann eher als abneigend empfunden.

2. Ein sehr großer Teil der meist männlichen Modedesigner steht dem weiblichen Geschlecht eher asexuell gegenüber. Ich möchte dies keineswegs abwertend verstanden wissen, es ist aber eine Tatsache. Wer beim Anblick eines weiblichen Körpers keine erotischen Gefühle bekommt, das aber eher beim Anblick eines männlichen Körpers empfindet, wird ganz automatisch unbewußt seine sexuelle Präferenz bedienen – somit also auch beim Design von Frauenkleidung. Das Ergebnis ist dann eben Mode für schlanke Knabenmodelle.

3. Es ist handwerklich sehr viel einfacher, einen dünnen und knabenhaften Körper einzukleiden als einen mit vielen weiblichen Kurven. Es gibt sehr viele Leute, die sich „Modeschöpfer“ nennen, weil es nicht sehr viel handwerkliche Kunst erfordert, einen dürren, geraden Körper einzukleiden. Dazu gehört außer ein paar Fähigkeiten zum Design nicht viel. Es ist aber eine regelrechte Kunst, einen kurvenreichen und sehr weiblichen Körper geschmackvoll einzukleiden, und es erfordert eine Menge an handwerklichen Fähigkeiten und textilem Materialwissen. Das weiß ich von meiner Schwester, die als Maßschneiderin für die Hollywood-Studios tätig ist.

Vor der körperlichen Weiblichkeit braucht man keine Angst zu haben. Mich törnt z.B. alles unter Größe 42 ab. Also: Richtige Frauen müssen Kurven haben!

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