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Zaubersprüche der SPIEGEL-ONLINE-Leser: Ist das noch Willensbildung oder schon Wackel
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Manchmal sind Kinder so anstrengend, dass nur Zauberworte den Eltern helfen können. Hier sind die besten Vorschläge unserer Leserinnen und Leser - für die ganz irrsinnigen Phasen.

norgejenta 02.02.2018, 07:13
1. Sehr gut

Die Erklärung des Übels:) vor allem die Sache mit dem update ist genial... wir haben ne 2 jährige Tochter.. Aber manchmal glaub ich, die Aliens waren doch schon auf der Erde...Anfangs dacht ich "was stimmt mit unserem Kind nicht?"... Keine Sorge. Alles erste Sahne.. Alle Kinder sind so

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stoffi 02.02.2018, 08:00
2. Ruhig bleiben ist immer von Vorteil

Als Enkel, Zwillinge, drei Jahre alt waren, war ich mit ihnen und ihrer Tante im Einkaufszentrum unterwegs, als einer abrupt einen Wutanfall bekam und sich schreiend auf den Boden warf, dabei wild mit Armen und Beinen strampelte. Erschrocken blieb ich mit dem anderen Zwilling an der Hand stehen.
Alle Leute umher schauten, was da wohl los war, wie peinlich. Meine Tochter, die Tante aber, stellte sich lachend neben ihn, stützte beide Hände in ihre Tailie und feuerte ihn an:,, los, lauter, fester noch mehr, gib alles" Einen Moment darauf war er still, stand rasch auf und nahm sie bei der Hand mit den Worten:,, komm wir gehen"

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aliof 02.02.2018, 09:54
3. Leider gebe ich heute mal ..

.. den Spaßverderber .. meiner Erfahrung nach sind on der Regel die unflexiblen „Erwachsenen“ das Problem, das sie mit Brechen des lebendigen Ausdrucks des neuen Lebens (wieder leider) erfolgreich in Bahnen lenken.
... Ein früherer Lehrer sprach gar: so Ihr nicht werdet wie die Kinderlein, werdet Ihr niemals in das Himmelsreich kommen …

Also: es ist noch viel Luft nach oben !!!

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melcsi 02.02.2018, 09:59
4. "Pick your battles"

Dieses Motto benutze ich schon seit langem. Hilft auch sehr gut bei Teenagers (äh, und Erwachsenen). Man kann nicht immer alles bemängeln, sondern überlegt sich, was einem wichtig ist. Ich möchte nämlich keine Nörgeltante sein.

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Emma Woodhouse 02.02.2018, 11:40
5.

Zitat von aliof
.. den Spaßverderber .. meiner Erfahrung nach sind on der Regel die unflexiblen „Erwachsenen“ das Problem, das sie mit Brechen des lebendigen Ausdrucks des neuen Lebens (wieder leider) erfolgreich in Bahnen lenken. ... Ein früherer Lehrer sprach gar: so Ihr nicht werdet wie die Kinderlein, werdet Ihr niemals in das Himmelsreich kommen … Also: es ist noch viel Luft nach oben !!!
Kinder müssen sehr viel Geduld und Verständnis für uns Erwachsene aufbringen. Sie sind schließlich diejenigen, die noch offen, aufrichtig, neugierig und herrlich humorvoll sind. Wenn die 'Sozialisation' abgeschlossen ist, verholzt man sehr schnell, hat sich eben angepasst.

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Biegel 02.02.2018, 11:53
6.

Zitat von aliof
.. den Spaßverderber .. meiner Erfahrung nach sind on der Regel die unflexiblen „Erwachsenen“ das Problem, das sie mit Brechen des lebendigen Ausdrucks des neuen Lebens (wieder leider) erfolgreich in Bahnen lenken.
Die Kinder nicht in Bahnen lenken, nennt man Laissez-faire-Erziehung. Sie machen sich ihre eigenen Regeln. Ob man das dann noch so drollig findet, wenn die Kinder in die Pubertät kommen und sich jeglicher Lenkung entziehen, sei dahin gestellt.

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aliof 02.02.2018, 14:14
7. Danke Emma für Ihre Worte: so war dies .. von mir gemeint !

Zitat von Biegel
Die Kinder nicht in Bahnen lenken, nennt man Laissez-faire-Erziehung. Sie machen sich ihre eigenen Regeln. Ob man das dann noch so drollig findet, wenn die Kinder in die Pubertät kommen und sich jeglicher Lenkung entziehen, sei dahin gestellt.
Danke Biegel für den Einwand: ich stimme Ihnen völlig zu, denn und aber: das Gegenteil meines gewählten Wortes „Brechen“ ist nicht notwendigerweise Ihr „Lassen“ .

Konkret: mit dem von mir gewählten Wort „Brechen“ meinte ich destruktive, verletzende Gewalt. - Das französische Laissez-faire würde ich (ebenso destruktives) „Lassen“ nennen. - Es ist mehr ein Vernachlässigen, Nicht-wissen-um-die-jedem-Menschen-innewohnenden-Kräfte, oder Geringschätzung.
Förderliche, fordernde, interessierte Autorität darf gern auch strukturieren und „aggressiv“ sein, und wird nur als solche gesehen/anerkannt, wenn sie begründet ist/wird, auf Erfahrung (und ggf. Weisheit) aufbaut.
Fazit: ich plädiere dafür, Eltern in Ihrem Wirken sowohl mit gelassene Humor, als auch fundiertem Wissen unterstützen. - Hierzu: neben der lustigen und entlastenden Hilfestellung durch z.B. „Zaubersprüche“, schon auch zu wissen, daß es vielfältige (auch rationale) Möglichkeiten gibt, sich und die Situation im Lauf der Jahre/Generationen noch weiter zu verbessern.

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