Forum: Panorama
Zeitungsbericht: Nur ein Pilot war beim Absturz im Germanwings-Cockpit
DPA

Zum Zeitpunkt des Absturzes der Germanwings-Maschine war nur ein Pilot im Cockpit, das berichtet die "New York Times" und beruft sich auf Ermittler. Demnach versuchte der andere Pilot offenbar bis zuletzt vergeblich, die Tür zu öffnen.

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lupus_minor 26.03.2015, 08:56
270. Das haben wir...

...dann letztendlich auch den Terroristen vom 9/11 zu verdanken. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es die Regelung des verbarrikadierten Cockpits erst seit diesen Terroranschlägen- das, was eigentlich zur Erhöhung der Sicherheit gedacht war, wurde dem Flug 4U9525 nun zum Verhängnis.

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wiesonur 26.03.2015, 08:56
271. Ein weiteres Beispiel ...

..., wie AntiTerror-Gesetze unser Leben unsicherer machen. Es gibt einen Grund dafür, dass Flugzeuge zwei Piloten haben. Hat ein Pilot legitimerweise das Cockpit, verlassen, um etwa völlig natürlichen Bedürfnissen nachzugehen, während der andere Pilot einen Herzinfarkt erleidet oder anderweitig flugunfähig ist, *MUSS* es eine Möglichkeit geben, auch ohne dessen Beihilfe ins Cockpit zurückzukommen. Eine gepanzerte Tür degradiert den zweiten Piloten damit zum Zuschauer des eigenen Verderbens.
Ich bin schockiert, wie dieser im Vergleich zu einem Entführungsversuch wohl viel wahrscheinlichere Fall durch panikartig erlassene Terrorpräventionsgesetze erst zum tödlichen Verhängnis geraten kann.
Die Spannung auf die Ergebnisse der Ermittlung wächst.

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ein_verbraucher 26.03.2015, 08:56
272. Überall RFID...

...warum bekommen Piloten nicht für solche Zwecke einen Chip mit dem die Tür zum Cockpit von aussen geöffnet werden kann?

Für jeden Flug könnte so individuell ein Code vor dem Flug generiert werden, sekundenschnell.

Mutmaßung: Der im Cockpit befindliche Pilot hat wohl absichtlich die Maschine zum Absturz gebracht.

Mein Mitgefühl und Beileid mit den Betroffenen in diesen unsagbar schlimmen Stunden des Verlustes.

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CLLC 26.03.2015, 08:57
273. Angeblich war nur ein Pilot im Cockpit.

Schön langsam fange ich an, mich richtig zu ärgern, über diese wilden Spekulationen und den Sensationsjournalismus der Nachrichtensender und anderen Medien. Die NYT (aha) hat Informationen von einem Insider (soso) den sie nicht nennen will (ja warum wohl) der behauptet, daß... Und SPON hat nix besseres zu tun, als sofort auf diese, überhaupt nicht bestätigte Meldung sofort aufzuspringen, mit der Begründung: "Man würde ja nur spekulieren und das können man ja wohl." Also, ich bin der Meinung, bei so einem schrecklichen Flugunfall verbietet sich jegliche wilde Spekulation. Schon mal daran gedacht, was wohl die Angehörigen, sowohl der Passagiere, wie auch der Crew-Mitglieder, hier fühlen müssen? Schon mal daran gedacht, daß man (da ja noch nix bewiesen bzw. von den Ermittlern bestätigt wurde) das Ansehen eines Piloten in den Dreck zieht, in dem man ihm unterstellt, er wollte Selbstmord begehen? Alles nur wilde Spekulation einer amerikanischen Zeitung, die angeblich immer alles sofort und besser weiß als alle anderen. Die (laut Ermittler) noch nicht gefundene zweite Blackbox wurde ja laut NYT auch schon gefunden. Tja, wem glaube ich da denn mehr, dem Ermittlerteam oder der Sensations-Zeitung? Das ist keine Qualitätsjournalismus!!! Ich möchte von Ermittlern und von Lufthansa- und Germanwings-Chefs bestätigte Fakten und keine Spekulationen!!! Jetzt ist es Zeit, daß sich Qualitätsjournalismus durchsetzt und dazu gehört auch, bei solch einer schrecklichen Katastrophe, an der richtigen Stelle ohne Sensationshascherei einfach mal den Mund zu halten!

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gez-verweigerer 26.03.2015, 08:58
274. Cockpit Tür

Es muss sich auch etwas am Schließmechanismus der Cockpittür ändern. Es kann nicht sein, dass eine legitime Person wie ein Copilot oder ein Skymarschall die con außen nicht aufkriegt! Ggf. könnten mam auch Stewardessen dazu berechtigen und ihnen einen Kurs in Notfall - Landung geben, für den Fall, dass beide Piloten außer Gefecht sein sollten.

Ein vorgeschalteter Code per Tastenfeld oder eine elektronische Schlüssellkarte wären eine Möglichkeit zur Ermöglichung der Öffnung von Außen.

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Phallus_Dei 26.03.2015, 08:58
275. Suizid

"nur ein Pilot im Cockpit. [...] Der andere Pilot versuchte offenbar bis zuletzt vergeblich, die Tür zu öffnen."

Der Verdacht eines Suizids ist da sehr naheliegend. Oder verriegelt die Cockpit-Tür automatisch so, dass sie nur von innen geöffnet werden kann? Das wäre ein fahrlässiger Konstruktionsfehler, falls der im Cockpit verbliebene Pilot ohnmächtig würde.

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sads 26.03.2015, 08:58
276. Drei Piloten

...bringen auch nicht viel wenn beide Piloten im Cockpit bewusstlos sind bzw. eine der beiden den anderen überwältigt hat und anschließend niemand mehr ins Cockpit kommt...

Die Türe zum Cockpit müsste zusätzlich z.B. von Skymarshalls von außen zu öffnen sein.

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caliper 26.03.2015, 08:58
277.

Zitat von ulli7
Bisher war es so, dass ein sehr erfahrener Pilot mit einem weniger erfahrenen Co-Piloten im Cockpit sitzt. Wenn der erfahrene Pilot auf Toilette muss, dann kann ein gravierendes Problem auftreten, welches zum Absturz führt.
Solange man die wirkliche Ursache und die Chronologie der Ereignisse nicht kennt, kann man keine Massnahmen festlegen.

Einer der beiden Piloten könnte das Flugzeug absichtlich in den Berg gelenkt haben und die Abwesenheit des zweiten Piloten ausgenutzt haben. Es könnten auch Abgase im Cockpit den zweiten Piloten dazu veranlasst haben zunächst das Cockpit zu verlassen. Oder der zweite Pilot könnte sich in einer Verkettung unglücklicher Umstände ausgeschlossen haben während der andere gesundheitliche Probleme hatte....

Und vieles mehr.

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Bernhard.R 26.03.2015, 08:58
278. Die Kanzlerin hat Spekulationen verboten,

verhindern kann sie sie wohl nicht. Gestern hat sich schon ein Luftfahrtprofessor darüber hinweggesetzt.
Also denn: Man kann wohl davon ausgehen, daß der Pilot das Cockpit verlassen hat, bevor der Sinkflug eingeleitet wurde. Da der Sinkflug 8 Minuten dauerte, hätte der verbliebene Pilot Zeit gehabt, die Tür zu öffnen. Er hat das absichtlich nicht getan. Da der Sinkflug wohl vom Autopiloten gesteuert wurde, erfolgte dies nach Eingabe einer neuen, niedrigeren Flughöhe. Jeder deutsche Schüler hat im Geografieunterricht die Lage und Höhe der Alpen gelernt. Von einem Piloten mit elektronischer Kartenanzeige ganz zu schweigen. Wenn die Flughöhe also auf einen Wert unter der Gipfelhöhe eingestellt war, dann war das kein "Fehler", sondern Absicht. Die Antikollisionswarnung macht den Piloten optisch und akustisch auf eine Gefahr aufmerksam. Wenn die akustische Warnung nicht vom Voicerecorder aufgezeichnet wurde, dann hat der Pilot sie abgeschaltet.
Bin gespannt.

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nk222 26.03.2015, 08:59
279. oh nein

also wenn das stimmt, dann rückt ein Szenario in den Bereich des Möglichen, das für die Angehörigen sicher zu den schlimmstmöglichen gehört.

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