Forum: Panorama
Zeitungsbericht: Nur ein Pilot war beim Absturz im Germanwings-Cockpit
DPA

Zum Zeitpunkt des Absturzes der Germanwings-Maschine war nur ein Pilot im Cockpit, das berichtet die "New York Times" und beruft sich auf Ermittler. Demnach versuchte der andere Pilot offenbar bis zuletzt vergeblich, die Tür zu öffnen.

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weiter_denken 26.03.2015, 09:53
380. 4-Augen-Prinzip

Dass es Pilot und Copilot gibt hat auch was mit Sicherheit zu tun. Durch das 4-Augen-Prinzip kann ein böswilliger nicht so leicht Blödsinn machen (z.B ein Attentat). Die Panzertür zum Cockpit, die von aussen nicht zu öffnen ist, hat diese Sicherheit beim Pinkeln aufgehoben. Es kann wieder einer ohne unmittelbare Eingriffsmöglichkeit des zweiten tun und lassen, was er will. Relativ billige Sicherheitsmaßnahme: wenn einer pinkeln geht muss eine Person des Kabinenpersonals ins Cockpit. Vier-Augen-Prinzip gewahrt.

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Musterfrau 26.03.2015, 09:53
381.

Zitat von ulli7
Bisher war es so, dass ein sehr erfahrener Pilot mit einem weniger erfahrenen Co-Piloten im Cockpit sitzt. Wenn der erfahrene Pilot auf Toilette muss, dann kann ein gravierendes Problem auftreten, welches zum Absturz führt.
Das der Pilot nach einem Toilettengang nicht mehr ins Cockpit kommt gab es schon mal. Ich verstehe nicht, dass man aus solchen gravierenden Missständen nicht lernt. Damals konnte die Tür mit Gewalt geöffnet werden.

Im Jahr 2006 in Canada. Absolut der gleiche Fall.
SIehe unter:

http://www.pilotenboard.de/viewtopic.php?t=6220&sid=7fa6d636da82e727c494b3b56 90b3b7c

oder auch unter:

http://www.canada.com/ottawacitizen/news/story.html?id=37a9dd60-18a9-4155-a6bb-8a8e8976bc04

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180puls 26.03.2015, 09:53
382. Wäre nicht das erste Mal...

Zitat von protzmanski
Selbst wenn der im Cockpit verbliebene Pilot aus irgendeinem Grund das Bewusstsein verloren hätte, gäbe es keinen Grund, warum er vorher den zweiten Piloten aus dem Cockpit aussperren sollte. Es klingt zwar nach Verschwörungstheorie, aber mir erscheint der Ablauf nur plausibel, wenn der im Cockpit verbliebene Pilot das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz bringen wollte. Ein Suizid mit so vielen Unbeteiligten dürfte wohl ausscheiden.
Fast exakt gleich ist ein Absturz im asiatischen Raum verlaufen, der Pilot war stark verschuldet.

Er schickte den Co-Piloten aus dem Cockpit und flog das Flugzeug im Sturzflug in den Boden.

Sollte sich die Meldung als wahr herausstellen, ist das Szenario ihmho am wahrscheinlichsten.

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Jan Rolfson 26.03.2015, 09:54
383. Verriegelte Cockpittüren als Sicherheitsrisiko?

Ende 2013 gab es in Afrika einen Fall wo ein Besatzungsmitglied ebenfalls nicht mehr ins Cockpit zurück kehren konnte, da er ausgeschlossen war. Eine österreichische Luftfahrt- Webseite hat einen Artikel zum "Sicherheitsrisiko" Cockpittüren damals veröffentlicht.
http://www.austrianwings.info/2014/05/verriegelte-cockpittueren-notwendigkeit-oder-gar-sicherheitsrisiko/

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grenoble 26.03.2015, 09:55
384. Diese Identitäten....

Zitat von catman63
Warum sind die Identitäten der Flugpiloten nicht bekanntgegeben? Sollte dieser Bericht auf Wahrheit basieren, sind die Persönlichkeiten der Flugpiloten und Ihre Hintergründe für Aufklärung dieses Desasters besonders wichtig.
...haben Sie nichts anzugehen. Sie sind unbeteiligt, Die Behörden kennen die Identität, das reicht!

Selbst im Fall eines Suizid hat die Identität bzw. die Familie des Selbstmörders Schutz vor der Offenlegung.

Unschuldige Opfer hin oder her.

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genauhinschauender 26.03.2015, 09:56
385. Aufhören mit Spekulationen

Was soll das? Keiner weiß was genaues aber jeder redet mit und weiß plötzlich alles besser. Stellt Euch vor, der 2. Pilot hätte eine Möglichkeit die Türe von außen zu öffnen. Und stellt Euch vor Terroristen würden ihn irgendwie raus locken (schwerwiegender Zwischenfall, jemand randaliert zum Schein usw. )
Dann muss der Kommander raus, weil er für die Sicherheit verantwortlich ist.
Und dann nehmen ihm die Terroristen den Schlüssel oder was auch immer ab.
Dann wäre hier auch wieder die Hölle los. "Das muss man verhindern usw"

Es gibt keine absolute Sicherheit. Wenn einer der Piloten was Böses will, dann schafft er das auch

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carlitom 26.03.2015, 09:58
386.

Zitat von Cyberfeld
Was lernt man daraus ? Die Cockpittür sollte auch von außen jeder zeit aufschließbar sein und wenn es die Keycard der Stewardess ist.(irgendwer halt).
Dann könnte man sie auch gleich offen lassen. Ich bin aber auch der Meinung, dass das besser wäre. Das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis nach der Terrorhysterie hat viel Schaden angerichtet.

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max_schwalbe 26.03.2015, 09:58
387. Re: Verheimlichungen?

Zitat von rainerpolo
ich bin sehr gespannt, wie die Desinformationspolitik weiter geht. Zum einen man hört zuerst in den Medien, Bergung wäre so schwierig, in dem Gebiet liegt Schnee und winterliche Verhältnisse. Man sieht die ersten Livebilder...es ist nichts zu sehen von Schnee. Weiter das Bild des Absturzes eines pulverisierten Flugzeuges, sieht nicht aus wie typischerweise wenn ein Flugzeug sich in einen Berg bohrt. Angeblich kommt man schwer zum Absturzort, aber Hollande weiß nach 5 min schon offiziell, daß es keine Überlebende gibt. Es kann eigentlich nicht sein, daß es bei fast 10 Min außerplanmäßigen Sinkflug keinerlei Kommunikation gibt. Kein Pilot würde normalerweise so einen Sinkflug kerzengerade direkt in die Alpen durchführen, wo eine Mindestflughöhe vorgeschrieben ist. Was auch immer hier der Öffentlichkeit verschwiegen wird, es stinkt gewaltig diese Desinformationspolitik. Was soll die Öffentlichkeit nicht wissen?
Immer langsam, schon jetzt Verschwörungen zu beschwören ist wohl etwas arg weit vorgeprescht. Ich nehme an, Sie spekulieren, dass die Maschine versehentlich von französischen Militärs abgeschossen wurde und nun ein alternativ-Szenario der Öffentlichkeit zusammengebastelt wird, um von der Wahrheit abzulenken? Da halte ich die übertriebene Sicherheit mit der Anti-Terror-Tür wesentlich wahrscheinlicher, zumal schon allein hier im Forum einige Beispiele zitiert wurden wo diese Tür beinahe schwere Unfälle verusacht hatte.

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sir_1337 26.03.2015, 09:58
388.

Zitat von John M
so lösen, daß sie ein ausgesperrter Pilot deaktivieren kann - einfach zu realisieren wenn beide Piloten einen Notfallschlüssel bei sich hätten. Ist ja nicht den erste Fall wo ein Pilot ausgesperrt wurde. Ansonsten ist jetzt hinsichtlich Selbstmord und Bewusstlosigkeit alles möglich. Leider aufgrund fehlender Cockpit-Konversation schwer zu entscheiden. Zeit deshalb auch für Video-Aufzeichnung im Cockpit.
Genau! Ich kann nur zustimmen. Der Notfallschlüssel kann ja ein Transponder (Funkschlüssel) sein, auch implantiert ,kein Problem kennt jeder Hund. Und Videoüberwachung ist bei den heutigen Speichermöglichkeiten kein leicht möglich, müsste eigentlich Pflicht sein!

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stupamundi 26.03.2015, 09:59
389. Möglicherweise...

Zitat von ptex
Wenn das stimmt, oh je :( Was mich aber wundert ist folgendes, wieso werden die Unfalluntersuchen und auslesen der Blackbox nicht in Deutschland durchgeführt ? Das war ein Flugzeug betrieben von einer Deutschen Airline mit leider mehrheitlich Deutschen opfern. Wieso ist die Blackbox in Paris wo die Unfallbehörde Pressekonferenzen auf natürlich nur Französisch gibt, das so ca. die meisten Deutschen nicht verstehen können. Und nun muss man über Umwege von der New York Times sowas hören, was soll das alles.
...weil, Deutschland nicht der Nabel der Welt ist- das war die böse Antwort auf Ihre Fragen, denn warum sollte die Französische Luftfahrtbehörde schhlechter sein, als die Deutsche, den Concorde Absturz haben sie ja auch aufgeklärt.
Und nun die ernsthaften Antworten: weil sich das Flugzeug, vor dem Zerschellen, im Bereich der Französischen Luftleitung befand und diese bis zum Absturz die Verantwortung hatte.
Was den Bereich Kommunikation betrifft, bei den Pressekonferenzen werden sicherlich auch Dolmetscher anwesend sein, die dann die französischen Aussagen ins Deutsche und Spanische übersetzen können.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Medien nicht auf sprachkundige Korrospondenten zurückgreifen. Das die NYT hier zuerst veröffentlicht, hat vielleicht auch den Grund, dass andere Medien erst einmal auf GESICHERTE Erkenntnisse, bis zur Veröffentlichung, warten wollten.

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