Forum: Panorama
Zeitungsbericht: Nur ein Pilot war beim Absturz im Germanwings-Cockpit
DPA

Zum Zeitpunkt des Absturzes der Germanwings-Maschine war nur ein Pilot im Cockpit, das berichtet die "New York Times" und beruft sich auf Ermittler. Demnach versuchte der andere Pilot offenbar bis zuletzt vergeblich, die Tür zu öffnen.

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O. W. 26.03.2015, 11:22
510.

Das Flugzeug hatte doch sicherlich noch genügend Kerosin an Bord!? Wenn die Maschine - angeblich - auf dem Boden oder an einem Berg explodiert ist, dann müßten eigentlich Brandspuren (vllt. sogar Reste von ausgelaufenem Kerosin) festgestellt werden. Ich befürchte, auch in diesem Fall wird mehr vertuscht als aufgeklärt. Es werden Erinnerungen wach an den Absturz der beiden malaysischen Flugzeuge. Die Beweise, die man beim Absturz/Abschuß der Maschine über der Ukraine angeblich hatte, hat man bis dato noch nicht präsentiert. Wie nennt man dies? Gras über die Sache wachsen lassen.

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moistvonlipwik 26.03.2015, 11:23
511.

Zitat von ptex
Was mich aber wundert ist folgendes, wieso werden die Unfalluntersuchen und auslesen der Blackbox nicht in Deutschland durchgeführt ? Das war ein Flugzeug betrieben von einer Deutschen Airline mit leider mehrheitlich Deutschen opfern. Wieso ist die Blackbox in Paris wo die Unfallbehörde Pressekonferenzen auf natürlich nur Französisch gibt, das so ca. die meisten Deutschen nicht verstehen können. Und nun muss man über Umwege von der New York Times sowas hören, was soll das alles.
Es gibt strenges Territorialprinzip: zuständig ist, wo die Maschine aufschlägt. Behörden anderer Staaten (vor allem des Staates, aus dem die Maschine stammt), sind zwar zu beteiligen, übernehmen aber nicht die Verantwortung.
Das Flugzeug ist in Frankreich abgestürzt. Damit sind die französischen Behörden voranging zuständig.
Das ist auch sonst so: die Untersuchung der Kollision von Überlingen wurde gleichfalls von deutschen Behörden durchgeführt, obwohl der Ort die einzige Berührung mit der Bundesrepublik darstellte: keines der Flugzeuge war in Deutschland registriert (eines in Russland, das andere in Bahrein). Die zuständige Luftüberwachung (auf deren Fehler der Unfall im Wesentlichen zurückzuführen ist) war in Zürich. Es waren keine deutschen Staatsbürger an Bord.

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Patrizier 26.03.2015, 11:24
512.

Zitat von schnuppe
Quelle: http://www.austrianwings.info/2015/03/germanwings-crash-pilot-aus-cockpit-gesperrt-zweiter-mann-oeffnete-nicht/ "Möchte eine Flugbegleiterin oder ein Pilot (weil er etwa das WC aufgesucht hat) ins Cockpit, so muss er einen geheimen Zahlencode an der Türe eintippen. Damit löst er eine Art „Klingel” im Cockpit aus. Die dort befindliche Crew überprüft durch einen Blick auf einen Überwachungsmonitor, ob die Person zum Eintritt in das Cockpit berechtigt ist und öffnet dann mittels Schalter die Türe. Für den Fall, dass der Pilot im Cockpit ohnmächtig sein sollte, gibt es für den anderen Piloten oder den Flugbegleiter in der Kabine noch eine Notfallmöglichkeit ins Cockpit zu gelangen, die hier jedoch aus Sicherheitsgründen nicht erläutert wird.[...]"
Um an der Tür zu "klingeln" genügt schon ein einfacher Tastendruck. Warum sollte man dafür auch einen Geheimcode benötigen? Der Geheimcode dient zur Entsperrung der Tür, ist also jene Möglichkeit, die "aus Sicherheitsgründen nicht erläutert wird", die aber in frei zugänglichen Videos im Netz ohnehin gezeigt wird. Ansonsten aber korrekt: Will die Cockpitbesatzung nicht, dass jemand ins Cockpit gelangt, so kann sie dies über den Schalter verhindern, selbst wenn der Code eingegeben wurde. Bei dieser Prozedur wurde also sowohl die Möglichkeit eines terroristischen Angriffs als auch die eines medizinischen Notfalls im Cockpit berücksichtigt. Unberücksichtigt blieb jedoch die Möglichkeit, dass die Cockpitbesatzung böses im Schilde führt. Wenn nur eine Person im Cockpit oder mehrere gemeinsam agieren, gibt es keine Möglichkeit, diese gewaltsam aufzuhalten.

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koenigludwigiivonbayern 26.03.2015, 11:25
513. Literatur

Lesen Sie zum Beispiel Jürgen Kriebel: "Praktische Flugmedizin", Kapitel: erweiterter Suizid. So selten ist das garnicht.

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Neapolitaner 26.03.2015, 11:25
514. Wer immer auch am Steuer saß

Wenn man NYtimes Glauben schenken darf (die Dekompressions-These war bereits gestern vom BEA als nicht wahrscheinlich bewertet worden) , dann bleibt nur der Schluß übrig, dass es sich um eine aktive Handlung handelte. Denn zum Einen musste der Autopilot auf den Abstieg eingestellt werden - was in den Alpen unter keinen Umständen vernünftig begründet werden kann, jedenfalls nicht unter Flugfläche 200 - und zum Anderen musste der Zugang zum Cockpit aktiv und wiederholt blockiert werden. Technisches Versagen kann all das nicht erklären, egal welche techn. Probleme der Flieger zum Zeitpunkt des Crashs sonst noch gehabt haben mag.

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bennysalomon 26.03.2015, 11:25
515.

Zitat von artusdanielhoerfeld
...dann ist die Absturzursache an Tragik nicht zu überbieten: Die einbruchsichere Tür zum Cockpit als Anti-Terror-Maßnahme verhindert die Rückkehr des zweiten Piloten...
Zum besseren Verständnis: Verlässt ein Crewmitglied das Cockpit und die verbleibende Person wird bewusstlos, so kommt ein Notcode zum Einsatz. Die Person die ins Cockpit will, gibt diesen Notcode ein, erfolgt keine Antwort so öffnet die Tür nach einer knappen Minute automatisch. Auch in diesem Fall kann die verbleibende Person im Cockpit den Zugang durch einen "Deny"-Knopf blockieren. Nur ein absichtliches Blockieren kann also verhindern, dass ein Crewmitglied zurück ins Cockpit kann.

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sekundo 26.03.2015, 11:26
516. das mass

an schlaumeiereien im forum sprengt alle
vorher bekannten grenzen! es gibt das recht
auf meinungsäusserung nicht aber die pflicht!!

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hman2 26.03.2015, 11:26
517.

Zitat von picard95
Zu teuer wird es dann heissen. Ich verstehe es auch nicht. Selbst wenn man einige Satelliten speziell für diesen Zweck in die Umlaufbahn bringen müsste, um einen stetigen Datenverkehr mit den Flugzeugen zu etablieren. Man könnte z.B. das Galileo-Projekt der EU entsprechend umändern bzw. die Gelder umleiten.
Bitte informieren Sie sich über die Funktion von Satellitenortungssystemen. Es ist schlicht unmöglich, diese Satelliten zu einem Kommunikationssystem umzuändern. Ganz andere Anforderungen an die Satelliten, von der technischen Ausstattung bis zu den benötigten Flugbahnen. Keine Chance.

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fussball11 26.03.2015, 11:26
518.

Zitat von mikefuerbass
Da der CVR noch nicht detailliert ausgewertet werden konnte, halte ich diese Aussage für grob fahrlässig.
Um 8 Minuten Audiospur auswerten zu können braucht man wie lange?

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Erik Westfehling 26.03.2015, 11:26
519. Eine technische Großstörung ist genauso wahrscheinlich...

... wie die steilen Thesen, die hier aufgstellt werden.

Wenn eine technische Großstörung zuerst entweder die Kabine und dann erst das Cockpit beeinträchtigte oder umgekehrt und einen Piloten zum Verlassen zwang und wenn dieser Defekt dann kaskadierte und im Verlauf zu einem Totalausfall aller Systeme und zur Handlungsunfähigkeit der Besatzung führte, haben wir das gleiche Ergebnis.

Ein plötzlicher Druckabfall, ein Versagen aller Triebwerke, ein Ausfall sämtlicher Steuerungssysteme oder ein Komplettausfall der Stromversorgung sind denkbare Ereignisse.

Wir brauchen nur zu abzuwarten, bis sich aus ALLEN Informationen ein Bild ergibt. Die Flugdaten werden beweisen, was sich ereignet hat.

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